| powered by |
Auslandsstudium
Studieren in Südafrika
Südafrika wird von so vielen Gegensätzen geprägt:, Armut und Reichtum liegen sehr dicht beieinander, unterschiedliche Kulturen vermischen sich wie fast nirgends sonst. Und gerade deshalb hat sich Südafrika mittlerweile zu einem beliebten Studienort entwickelt. Die Studenten können aus 21 Universitäten wählen.Insgesamt gibt es in Südafrika 660.000 Studenten, 30.000 davon kommen aus dem internationalen Raum, und es werden mit jedem Jahr mehr. Und gerade Europa spielt hier eine entscheidende Rolle: neben den Schweizern belegen die Deutschen den ersten Platz bezüglich der Anzahl der Studenten in Südafrika.
Gründe für ein Studium in Südafrika
Wälder, Buschlandschaften, schneebedeckte Berggipfel, endlose Traumstrände sowie Tiere, die uns ansonsten nur aus Zoo, Zirkus oder durch die Herren Grzimek und Sielmann bekannt sind: wer sich für einzigartige landschaftliche Erlebnisse inklusive Flora und Fauna begeistern kann, wird Südafrika wohl fast zwangsläufig verfallen.
Allerdings gibt es auch in akademischer Hinsicht zahlreiche Anreize: das Niveau südafrikanischer Hochschulen lässt sich durchaus mit amerikanischen und britischen Standards vergleichen. Insbesondere die guten Forschungsmöglichkeiten im postgraduierten Bereich dürften schon so manchen Akademiker ins südliche Afrika gelockt und unter anderem dafür gesorgt haben, dass mittlerweile 30000 ausländische Studierende das multikulturelle Flair der Region genießen.
Studiensystem Südafrika
Südafrikas höheres Bildungswesen unterliegt der Obhut des Council of Higher Education, wobei die Universitäten, Technikons und Colleges sich autonom verwalten. Die Hochschultypen unterscheiden sich hinsichtlich der Studienprogramme, Fachrichtungen und Abschlussmöglichkeiten - um einen detaillierten Vergleich der vielfältigen Fächer- und Kursangebote wird der südafrikabegeisterte Studierende nicht herumkommen. An manchen Hochschulen wird sowohl in Afrikaans als auch in Englisch gelehrt; eine bedauerliche sprachpolitische Nachwirkung der einstigen Rassentrennung, da Afrikaans fast ausschließlich von Weißen beherrscht wird. Allerdings ist anzunehmen, dass Englisch sich zukünftig als einzige Unterrichtssprache durchsetzen wird.
Wie im angloamerikanischen Raum gliedert sich das Studium an südafrikanischen Hochschulen prinzipiell in zwei Abschnitte, den Undergraduate-Studienabschnitt und die Phase des Postgraduate-Studiums, wobei beide mit eigenständigen akademischen Titeln abgeschlossen werden können.
Das Studienangebot der Universitäten umfasst sowohl das allgemeinere Undergraduate- als auch das spezialisiertere Postgraduate-Studium. Das Undergraduate-Studium dient der Vermittlung eines generellen Überblickes und endet fachabhängig nach drei bis sechs Jahren mit dem Erwerb des ersten berufsqualifizierenden Abschlusses, dem Bachelor. Für die meisten Studierenden bildet dieser auch das Ende der Hochschullaufbahn und den Einstieg in ins Arbeitsleben.
Eine inhaltliche Spezialisierung und Vertiefung findet im nachfolgenden Postgraduate-Studienabschnitt statt, der zunächst zum Erwerb des Honour´s Degree, zwei Forschungsjahre später zum akademischen Grad des Masters führt. Wer seine wissenschaftliche Laufbahn mit einem Doctorate oder Research Degree beenden möchte, muss noch mindestens zwei weitere Jahre investieren.
An manchen Universitäten können darüber hinaus sowohl im Undergraduate- als auch im Postgraduate-Studienabschnitt spezialisierte Abschlüsse, so genannte "Diplomas" und "Certificates", erworben werden.
An den hinsichtlich der Ausbildungsqualität gleichwertigen Technikons werden akademische Programme angeboten, die sich allerdings durch stärkere Praxis- und Berufsorientierung auszeichnen und insbesondere auf die Bedürfnisse der Industrie und der High-Tech-Ökonomie zugeschnitten sind. Neben ingenieurwissenschaftlichen und technischen Studienrichtungen offerieren Technikons auch Kurse in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Sozialwissenschaften. Die grundlegende Qualifikation, die an den Technikons erworben werden kann, ist das "Drei-Jahres National Diploma". Seit einiger Zeit bieten Technikons allerdings auch Degree-Programme bis zum Doctorate Degree an, die gleichwertige Entsprechungen zu den universitären Angeboten darstellen.
Südafrikanische Colleges sind meistens für die Ausbildung in bestimmten Berufszweigen zuständig, beispielsweise im krankenpflegerischen oder technischen Bereich. Das Studium wird in der Regel mit einem Diploma abgeschlossen, der Erwerb von Degrees ist in der Regel nicht möglich.
Aufnahmekriterien für ein Studium in Südafrika
Die deutsche Hochschulzugangsberechtigung (12. Schuljahr ist ausreichend) stellt die Mindestvoraussetzung für eine Zulassung im Undergraduate-Level, also Bachelor Studium an den Universitäten in Südafrika dar. Der Zugang zum spezialisierteren zweiten Studienabschluss, dem Master Studium (Graduate-Level) reicht je nach Universität die deutsche Zwischenprüfung bzw. das Vordiplom nicht aus, sondern der Studienabschluss ist notwendig.
Bewerbungsprozedur an Universitäten in Südafrika
Ganz ohne Papierkram geht es nicht. Die erste bürokratische Hürde bildet das Einreichen des ins Englische übersetzten und beglaubigten Schulabschlusszeugnisses sowie bereits erbrachter Studienleistungen bei der South African Qualifications Authority (SAQA). Diese entscheidet über die Anrechnung der Qualifikationen; erst nach Erhalt der Äquivalenzbescheinigung erfolgt die Bewerbung bei den Universitäten.
Die Bewerbung besteht zumeist aus der erwähnten Äquivalenzbescheinigung, dem Anschreiben, dem TOEFL oder IELTS Englischtest, den übersetzten und beglaubigten Zeugnissen sowie Empfehlungsschreiben. Nach Erhalt des "Letter of personal admission" seitens der Hochschule bewirbt man sich bei der südafrikanischen Botschaft in Berlin um das Studentenvisum, die "Study Permit".
Kosten und Finanzierungen
Die Studiengebühren an südafrikanischen Universitäten variieren unter anderem in Abhängigkeit von der gewählten Universität, dem Studiengang und den tatsächlich besuchten Lehrveranstaltungen – mindestens 2000 € pro Jahr sind diesbezüglich einzukalkulieren. Dazu kommen an den meisten Universitäten noch Bewerbungs- und Immatrikulationsgebühren.
Allerdings gibt es finanzielle Hilfestellungen, mit denen sich der Auslandaufenthalt zumindest teilfinanzieren lässt. So können innerhalb universitärer Austauschprogramme Teilstipendien gewährt werden; Auslandsbafög (Auslandszuschlag für Südafrika: € 60 monatlich) und Bildungskredite des Bundes sowie Teilstipendien diverser Organisationen wie des DAAD oder Stiftungsgelder haben schon so manchen auslandsbegeisterten Studenten vor existenzgefährdenden finanziellen Engpässen bewahrt.
Anerkennung von Studienleistungen
Bei Magister- und Diplomstudiengängen ist das Prüfungsamt der Heimatuniversität für die Anerkennung von Studienleistungen zuständig. In Bezug auf Fächer, die mit einer Staatsprüfung abschließen, bilden die staatlichen Prüfungsämter die Anlaufstelle in Anrechnungsfragen. Um Zeitverluste und unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sollte allerdings schon vor dem Auslandsaufenthalt geklärt werden, ob und inwiefern sich die in Südafrika besuchten Lehrveranstaltungen hinsichtlich des Studiums in Deutschland als nützlich erweisen könnten.
Möchte man den in Südafrika erworbenen Bachelor- oder Mastertitel als Namenszusatz führen, setzt das die Genehmigung durch das zuständige regionale Wissenschaftsministerium bzw. Landesprüfungsamt voraus. Danach darf der Titel mit zusätzlicher Kennzeichnung des Landes, in dem er erworben wurde, in Originalform getragen werden.
Visum und Krankenversicherung für Südafrika
Das Studium an einer südafrikanischen Universität macht eine "Study Permit", ein Studentenvisum, erforderlich. Beantragt werden kann dieses allerdings erst nach der Bestätigung über den Erhalt eines Studienplatzes, da es jeweils für ein konkretes Studienprogramm an einer bestimmten Hochschule ausgestellt wird.
Eine Auslandskrankenversicherung ist ebenfalls absolutes Muss – sowohl für die "Study Permit" als auch für die Immatrikulation an der Universität. Informationen zu bevorzugten Versicherungsunternehmen erhält man zumeist mit den "Prearrival instructions" der südafrikanischen Hochschule; allerdings kann man sich auch selbständig auf die Suche nach einem geeigneten Anbieter begeben.
Tipp: Auslands-Krankenversicherung von CareConcept [w]
Falls sich in die obigen Informationen Fehler eingeschlichen haben oder Ihr von Änderungen wisst, dann freut sich Studis Online über eine kurzen Hinweis per Mailformular. Vielen Dank!
Tipp: DKB Cash mit DKB-Visa-Card [Werbung]
Damit Ihr auch im Ausland günstig an Euer Geld kommt, empfiehlt sich beispielsweise das DKB Cash-Konto mit Visa-Card. weiter »
Noch Fragen offen? In unserem Auslandsstudium-Forum könnt Ihr sie stellen – und bekommt sie hoffentlich auch beantwortet!
Das könnte Dich auch interessieren
BAföG-FAQ
Schularten, Schulgattungen bzw. Art der...
Das gesetzliche Anrecht auf BAföG sowie die Höhe des BAföG-Bedarfs unterscheiden sich für die... mehr
Mit Glück zum Traumfach
Studienplatzbörse wieder online
Wie schon im letzten Jahr (und diesmal offenbar mit weniger technischen Problemen) werden 'Rest-... mehr
Studienwahl
Studienführer Lehramt
Das Interesse am 'Beruf Lehrer/in' ist ungebrochen. Eigentlich sollte der Bedarf in den nächsten... mehr
Keine Auswirkungen auf das BAföG
Studiengebühren und...
Mit der Einführung von 'Studienbeiträgen' (Studiengebühren) in einigen Bundesländern wird die... mehr
Diese Seite verlinken »


powered by plista





