02.09.2014

Studienfinanzierung
Jobben während des Studiums [Seite 1]

Da will oder muss man einfach nur Geld verdienen neben dem Studium und schon ist man mit einer Fülle von Fragen konfrontiert, mit denen sich wohl keiner wirklich gerne beschäftigen möchte: Bin ich in dem Job sozialversicherungspflichtig? Was ist das Besondere an Werkstudenten? Wie viel darf ich überhaupt arbeiten nebenbei? Und welche Regeln gelten – speziell seit Anfang 2013 – für Minijobs? Der nachfolgende Artikel gibt Antworten und weist Euch den Weg durch das Wirrwarr der Regelungen zur Sozialversicherung. Darüber hinaus gibt es Hinweise zu den Themen Jobben und BAföG sowie Jobben und Kindergeld – und ganz kurz zur Lohnsteuer.

Von Nicola Pridik

Seit Anfang 2013 erhöhte Verdienstgrenzen!
Der Artikel geht auf die Anhebung der Verdienstgrenzen (450-Euro-Job statt 400-Euro-Job; entsprechend Gleitzone von 450,01 bis 850 Euro statt 400,01 bis 800 Euro) seit 1.1.2013 ein.

Wichtig: Die Anhebung der Verdienstgrenzen (450-Euro- statt 400-Euro-Job) hat keinerlei Auswirkungen auf die Regelungen beim BAföG. Wer tatsächlich dauerhaft 450 Euro monatlich verdient, muss beim BAföG also Abzüge in Kauf nehmen. Details im entsprechenden Abschnitt.

Man glaubt es kaum, aber wenn man sich erst einmal einen Überblick über dieses schwierige Thema verschafft hat, kann es sogar Spaß machen, auch im Detail Bescheid zu wissen. Also: Unbedingt zuerst den Überblick lesen – so viel Zeit muss sein! Die Folgen für das BAföG und das Kindergeld sind dagegen schnell erläutert. Ihr findet sie am Schluss des Artikels.

Wichtig: Da das Thema kompliziert genug ist, berücksichtigt der Artikel nur Einkommen aus Jobs in abhängiger Beschäftigung, nicht dagegen solches aus selbstständigen Tätigkeiten oder Praktika. Dafür gibt es extra Artikel: Praktika vor, während und nach dem Studium und Selbstständig als StudentIn.

Vorab noch ganz kurz zur Lohnsteuer, die in diesem Artikel nicht weiter thematisiert wird:

Wenn ihr nur (und ausschließlich) einen 450-Euro-Job habt, kommt ihr mit der Lohnsteuer in der Regel nicht in Berührung und müsst auch keine Steuererklärung abgeben. Das Thema Lohnsteuer ist damit erledigt, dass der Arbeitgeber einen pauschalen Anteil vom Einkommen an das Finanzamt abführt.

Arbeitet ihr „auf Steuerkarte“ (inzwischen gibt es nur noch die elektronischen Lohnsteuermerkmale, keine reale Karte mehr, trotzdem dürfte man noch eine Weile in alter Weise davon sprechen), dürfte sich im folgenden Jahr eine Steuererklärung lohnen, nach der ihr die vom Arbeitgeber abgeführten Steuern wieder zurückerhaltet. Voraussetzung ist natürlich, dass ihr im Kalenderjahr nicht zu viel verdient habt. Alle gezahlten Steuern werdet ihr jedenfalls dann zurückbekommen, wenn ihr mit eurem Jahreseinkommen unter dem Grundfreibetrag von derzeit 8.354 Euro (gilt für 2014; 2013: 8.130 Euro; 2012: 8.004 Euro) zuzüglich der Werbungskostenpauschale von 1.000 Euro bleibt.


Inhaltsübersicht (bitte gewünschten Abschnitt anklicken)

A. Hinweise zur Sozialversicherung

I. Überblick

II. Geringfügige Jobs (Minijobs)

1. Kurzfristige Beschäftigungen
  1. Höchstens zwei Monate oder 50 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres (vom 1.1.2015 bis 31.12.2018: höchstens drei Monate oder 70 Arbeitstage)
  2. Besonderheit bei berufsmäßigen Beschäftigungen
2. Geringfügig entlohnte Beschäftigungen (seit 2013: 450-Euro-Jobs)
  1. Grundsätzliches zur Einkommensermittlung
  2. Einkommensermittlung bei mehreren Jobs
  3. Pauschalbeiträge des Arbeitgebers zur Kranken- und Rentenversicherung
  4. Versicherungspflicht in der Rentenversicherung seit 1.1.2013
  5. Übergangsregelung für „alte“ Jobs bis 450 Euro
3. Geringfügige Beschäftigungen in Privathaushalten

4. Geringfügige Jobs kombinieren

III. Mehr als geringfügige Jobs

1. Jobben als ordentliche(r) Studierende(r)
  1. Kranken- und Pflegeversicherung, Arbeitslosenversicherung
    aa) Werkstudentenprivileg
    bb) 20-Stunden-Regel für Jobs in der Vorlesungszeit
    cc) 26-Wochen-Regel für Jobs mit mehr als 20 Wochenstunden
  2. Rentenversicherung
2. Jobben als nicht ordentliche(r) Studierende(r), z. B. im Urlaubssemester

B. Hinweise zum BAföG

C. Hinweise zum Kindergeld






Hinweis
Die Informationen in unseren Artikeln sind sorgfältig recherchiert. Trotzdem können wir keine Gewähr dafür übernehmen, dass sich nicht auch mal ein Fehler einschleicht. Auch möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass Artikel keine Beratung ersetzen können. Sollten aus Eurer Sicht wichtige Informationen in unseren Artikeln fehlen oder findet Ihr die Darstellung unklar, so informiert uns per Mailformular, damit wir entsprechend nachbessern können. Von Fragen direkt an die Autorin bitten wir abzusehen. Vielen Dank!

Quelle
Eine wichtige Quelle für unsere Zusammenstellung war das Rundschreiben der Spitzenverbände der Krankenkassen vom 27.7.2004 mit dem Thema „Beschäftigte Studenten, Praktikanten und ähnliche Personen; hier: Versicherungsrechtliche Beurteilung in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung“. Download z.B. hier möglich.

Webtipp
Ausführliche Informationen und Gestaltungstipps zum Thema Minijob finden sich im kostenlosen E-Book der Firma Lexware (zum E-Book).







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