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Beim klassischen Staatsexamen-Studiengang Pharmazie stellt der Numerus Clausus eine Hürde dar. Das Zulassungsverfahren hat sich 2020 komplett geändert. Wir erklären, auf was du achten musst, um deine Chance auf einen Studienplatz zu optimieren.

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Ärztin hält Tafel mit Aufschrift „Numerus Clausus“
HNFOTO - stock.adobe.com

Der Numerus Clausus: eigentlich die begrenzte Zahl der Studienplätze, oft fälschlich für die Grenznote verwendet.

Von Oliver Iost


Alle im folgenden gemachten Angaben (für die wir trotz aller Mühe keine Gewähr übernehmen können!) treffen nur auf ErststudienbewerberInnen zu, die in Deutschland das Abitur gemacht haben. Manche Angaben (vor allem die Verfahrensquoten der einzelnen Hochschulen) sind für 2022 möglicherweise noch nicht aktualisiert, auch manche Notenlisten sind leider nicht ganz aktuell.

Für ein Zweitstudium, für Bildungsausländer sowie für diejenigen, die ohne Abitur zugelassen werden können, gelten andere Regeln, auf die wir im Folgenden nicht eingehen können. All diese Vorabquoten zusammen dürfen höchstens 20% aller Studienplätze ausmachen.

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1. Die häufigsten Fragen+Antworten zum Auswahlverfahren Pharmazie

Anders als bisher spielen Wartesemester keine Rolle mehr. Die Noten werden eher noch wichtiger, über die Abiturbestenquote werden 30% statt bisher 20% der Plätze verteilt. Doch auch die Bedeutung von Tests steigt zumindest für die Chancen an einigen Hochschulen.

Ja, zumindest bei der Abiturbestenquote geht es ja nur um die Note. Da sich aber viele Details des Verfahrens geändert haben, sind die Werte aus den Vorjahren nur noch ein sehr grober Anhaltspunkt. Im Auswahlverfahren der Hochschulen spielen die Noten auch eine entscheidende Rolle (40% oder mehr der Punkte können darüber erreicht werden). Nur in der Eignungsquote ist das anders, dort gibt es auch (wenige) Unis, die die Abinote gar nicht beachten.

Wartesemester spielen leider keine Rolle mehr. Stattdessen hast du bei einigen Hochschulen durch gute Testergebnisse (PhaST, TMS oder HAM-Nat – je nach Hochschule) eine Chance, teilweise werden aus passende Ausbildungen oder Dienste positiv gewertet. Siehe Infos zur Eignungsquote.

2. Rechtzeitig an Tests teilnehmen und bewerben

Eignungstest machen

Da im neuen Vergabeverfahren bei einigen Unis die Ergebnisse von Eignungstests teilweise als stark gewichtetes Kriterium eingehen können ( bei der Uni Heidelberg in der ZEQ sogar als einziges), hat man ohne Testteilnahme schlechtere Chancen. Anders als bei Medizin, Tier- und Zahnmedizin setzen aber nicht alle Unis auf Tests und die Abiturnote spielt bei vielen eine größere Rolle. Wartezeit spielt bei Pharmazie schon mit Einführung des neuen Verfahrens keine Rolle mehr.

Bei Pharmazie setzen viele Unis* für das Verfahren auf den Pharmazeutischen Studierfähigkeitstest (PhaST). Die Uni Greifswald und die Uni Hamburg nutzt den HAM-NAT, die Uni Leipzig dem TMS.

* Konkret nutzen des PhaST folgende Unis:

  • Freie Universität Berlin

  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

  • Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt

  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

  • Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

  • Universität Heidelberg

  • Philipps-Universität Marburg

  • Universität des Saarlandes

  • Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle anderen staatlichen Unis, an denen Pharmazie studiert werden kann, verzichten unserer Kenntnis auf Tests, stattdessen gewichten sie meist die Abinote sehr hoch (80-90%).

Für den HAM-Nat ist die Anmeldung bis 15. Januar notwendig. Die Auswahltests 2022, deren Ergebnisse für Bewerbungen zum Wintersemester 2022/2023 genutzt werden können, werden voraussichtlich vom 17.-19.3.2022 stattfinden.
Beim PhaST gab es Tests am 25.04., 16.05. und 27.06.2020; Anmeldeschluss dafür 28.03., 07.05. bzw. 11.06.2020. Testorte vor allem in Baden-Württemberg, dazu noch München und Frankfurt (Main). Infos siehe itb-academic-tests.org/phast.
Der PhaST kostet 71,40 €, der HAM-Nat 75 €.

Alle Tests müssen schon vor Ende der Bewerbungsfrist bei Hochschulstart gemacht werden!

Bewerbung bei Hochschulstart

Für das eigentliche Vergabeverfahren musst du dich bei hochschulstart.de online anmelden. Mit dem neuen Verfahren seit 2020 nutzt Hochschulstart für Medizin und Pharmazie das Bewerbungsportal für das Dialogorientierte Serviceverfahren (DoSV).

Bisher konnte man sich nur für ein Fach bewerben – entweder Human-, Tier-, Zahnmedizin oder Pharmazie. Das hat sich mit dem neuen Verfahren geändert. Du kannst dich nun für alle bewerben – und darüber hinaus auch für weitere Fächer, die im Rahmen des DoSV vergeben werden. Wenn du das machst, solltest du aber auf die für dich richtige Priorisierung zwischen den Fächern achten. Details erfährst du bei hochschulstart.de.

Deine Online-Bewerbung bei hochschulstart.de musst du bis zu den folgenden Terminen abgeschlossen haben. Du gibst an, für welches Fach (oder eben auch mehrere) du dich bewirbst und bei jedem Fach dann noch, für welche Hochschulen.

Die Hochschulen solltest du dabei so sortieren, wie es deinen Wünschen entspricht. Ohne dein Zutun ist die zuerst angegebene Hochschule diejenige, die dein höchster Wunsch ist, die zweite dein zweitliebster Wunsch und so weiter. Du kannst diese Reihenfolge aber noch korrigieren, bis die Verteilung beginnt. Welche Unis du überhaupt in die Listen aufnimmst und in welcher Reihenfolge kann durchaus etwas ausmachen. Wenn du nur sehr wenige Hochschulen angibst und diese ungünstig gewählt sind, kannst du dich damit sogar ganz um einen Platz bringen! Daher auch dieser ausführliche Artikel, der versucht, das im Detail zu erklären.

Dazu musst du bei der Bewerbung weiterhin noch detaillierte Angaben zu deiner Person, deine Hochschulzugangsberechtigung und etwaiger Berufsausbildung und -erfahren machen. Ebenso gibst du Ergebnisse im TMS und anderen fachlichen Tests an. Dazu kommen Freiwilligendienste, die du gemacht hast und ehrenamtliche Tätigkeiten, die fachlich relevant sind oder Preise, die du bei relevanten Wettbewerben gewonnen hast. All diese Dinge können beim Vergabeverfahren – je nach Hochschulen – zu Punkten führen. Damit ist das ganze aber noch nicht erledigt, also bitte weiterlesen!

Für das Sommersemester gibt es einen einheitlichen Termin, den 15. Januar, 24 Uhr.

Für das Wintersemester gilt (solange Corona nicht für Verschiebungen sorgt – für 2022 noch unklar): Machst du dein Abitur erst in dem Jahr, in dem du auch studieren willst (genauer: am 16.01. des Jahres oder später) muss deine Online-Bewerbung am 15. Juli, 24 Uhr bei hochschulstart.de eingehen. Bist du Altabiturient (Abitur vor dem 16.01. des Jahres), so musst du dich schon bis zum 31.05. um 24 Uhr online bewerben...

Mit dem Online-Antrag ist das Ganze noch nicht erledigt: Du musst den Antrag ausdrucken, unterschreiben und mit einer beglaubigten Kopie des Abiturzeugnisses postalisch an hochschulstart.de senden. Oft sind weitere Nachweise einzusenden. Beachte dazu die Erläuterungen beim Ausfüllen des Zulassungsantrages! Maßgeblich ist der Eingang bei hochschulstart.de – das Datum des Poststempels spielt keine Rolle! Wenn es sehr knapp ist, müsstest du die Unterlagen persönlich in den Briefkasten von hochschulstart.de werfen (Sonnenstraße 171, 44137 Dortmund).


4. In welcher Quote besteht für mich eine Chance?

Die Verfahrensschritte

Grundsätzlich funktioniert das Vergabeverfahren so, dass zunächst die Plätze für die Abiturbestenquote vergeben werden (30%). Als zweites kommen die Plätze in der neuen Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) zur Vergabe (10%). Wer im AdH oder ZEQ einen Platz bekommen hat und annimmt, für die oder den ist das Verfahren bereits beendet. Für die im Verfahren verbliebene, große Mehrheit an BewerberInnen kommen schließlich die Plätze (60%) im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) zur Verteilung.

Das AdH (und die ZEQ) kommt für dich auch dann ins Spiel, wenn du in der Abiturbestenquote zwar einen Platz bekommen könntest, aber nur an einer Uni, die du in deiner Wunschliste niedriger eingeordnet hast. Dieser Platz wird dann zunächst für dich reserviert und wenn du damit zufrieden bist, kannst du ihn auch gleich annehmen – das Verfahren wäre für dich zu Ende, du könntest dich schon darum kümmern, in der Unistadt unterzukommen. Hoffst du auf einen Platz an einer bevorzugten Uni, musst du abwarten. Der Platz aus der Abiturbestenquote bleibt reserviert, würde aber für einen Nachrückenden auf der Abiturliste frei, sobald du einen Platz an einer bevorzugten Uni über die AdH-Quote zugeteilt bekommst. Auch der wäre erstmal nur reserviert, falls es nicht schon deine an Platz 1 gesetzte Uni ist.

Schließlich ist die Koordinierungsphase abgeschlossen und für den höchstmöglich für dich zu erhaltenden Platz wird ein Zulassungsbescheid erstellt und du kannst dich an der jeweiligen Uni immatrikulieren. Oder es hat für dich leider nicht gereicht und es gibt einen Ablehnungsbescheid.

Da einige wenige die ihnen zugewiesenen Plätze doch – warum auch immer – nicht annehmen und damit Plätze frei werden, kann es anschließend noch ein Nachrückverfahren geben. Schau immer wieder bei hochschulstart.de vorbei, ob es dazu für die dich interessierenden Hochschulen Informationen gibt und wie du dich dafür anmelden musst.
Und wenn selbst dann wieder Plätze frei sind, kann es noch ein Losverfahren der Hochschule(n) geben. Das sind dann aber erfahrungsgemäß sehr, sehr wenige Plätze. Teilnehmen kann am Losverfahren jedeR mit Abitur, auch ohne überhaupt vorher über Hochschulstart angemeldet gewesen zu sein. Die Anmeldung am Losverfahren erfolgt direkt bei der Hochschule, die noch Plätze hat. Da sich viele bewerben und nur wenige Plätze zur Verfügung stehen, sind die Chancen leider gering. Aber einige können so doch noch einen Platz ergattern.

Wie gehe ich vor?

Zunächst solltest du feststellen, in welcher der Quoten du überhaupt eine Chance hast. Das erklären wir in den nächsten Abschnitten in Kürze. Kommt die Quote in Betracht, solltest du mit den Details weitermachen. Und immer, wenn es unsicher bleibt, solltest du auch die Details der jeweils nächsten Quote ansehen. Die meisten werden sich wohl das Auswahlverfahren der Hochschulen genauer anschauen müssen.

Am sichersten ist es, wenn du bei der Bewerbung so viele Hochschule wie möglich aufnimmst und nur die weglässt, an die du – warum auch immer – wirklich in gar keinem Fall möchtest. Jede Uni, die du weglässt, kann aber deine Chancen, überhaupt einen Platz zu bekommen verkleinern.

Bei Pharmazie ist bei der ZEQ alles anders als bei den anderen drei klassischen über Hochschulstart.de vergebenen Fächer (Human-, Tier- und Zahnmedizin): die Wartezeit ist von Anfang an irrelevant, die Abinote für die meisten Unis das entscheidende Kriterium. Der Unterschied zwischen ZEQ und AdH ist bei Pharmazie oft gering. Da die ZEQ aber zuerst ausgewertet wird, gibt es in der ZEQ noch mehr Konkurrenz.

Grundsätzlich gilt auch in Zukunft: Wer zwar einen Platz bekommen hat, aber nicht am Wunschort, der kann einen Studienplatztausch versuchen. Möglicherweise aber auch erst nach einigen Semestern. Und es gibt wie schon bisher diverse Einschränkungen.

a) Abiturbestenquote

Für die Abiturbestenquote kommen nur die – im Sinne der Noten – allerbesten AbiturientInnen in Frage. 30% der vorhandenen Studienplätze werden darüber vergeben. Im Vergleich zur Vergangenheit (bis einschließlich Wintersemester 2019/20) ändert sich das Verfahren deutlich. So werden praktisch 50% mehr Plätze (30 statt 20 Prozent) über diese Quote verteilt und der Ausgleich zwischen den Bundesländern erfolgt auf andere Weise als bisher. Insbesondere kommt es künftig auf die genaue Punktzahl im Abitur an, nicht nur auf die Kommanote. Wenn zwischen mehreren aus einem Bundesland mit gleicher Punktzahl eine Wahl getroffen werden muss, weil die Plätze nicht mehr ganz reichen, erhalten zuerst die den Platz, die einen Dienst geleistet haben und wenn auch das nicht reicht, wird noch gelost. Die Wartesemester werden nicht mehr berücksichtigt.

Da mehr Studienplätze über die Abiturbestenquote vergeben werden, ist zu vermuten, dass künftig etwas „schlechtere" Noten ausreichen – wie viel „schlechter“ ist aber kaum zu sagen, da auch die Verfahrensänderung beim Ausgleich zwischen den Bundesländern sich auswirken könnte. Zusätzlich hängt alles ja auch davon ab, wie sehr sich die BewerberInnenzahlen verändern – und deren Abiturergebnisse. Gerade in kleineren Bundesländern kann es dadurch eher zu Schwankungen kommen.

Nötige Abinote (mind.!) für die ALTE Abiturbestenquote

StudiengangAbinote
Medizin1,1 (WiSe); 1,3 (SoSe)
Pharmazie1,5 (WiSe); 1,9 (SoSe)
Tiermedizin1,5 (nur WiSe möglich)
Zahnmedizin1,3 (WiSe); 1,6 (SoSe)

Stand WiSe 2019/20; SoSe 2019. Je nach Bundesland muss man evt. eine noch bessere Note haben – siehe bei den Details!

» Details zur Abiturbestenquote – und zur Bewerbungs-Optimierung!

b) Eignungsquote ersetzt Wartezeitquoute, bei Pharmazie Wartezeit kein Kriterium mehr

Nachdem die Plätze der Abiturbestenquote vergeben sind, kommen die Plätze der Eignungsquote an die Reihe. Bei Pharmazie wird von Anfang an auf die Berücksichtigung von Wartesemestern verzichtet. Und anders als bei Human-, Tier- oder Zahnmedizin darf selbst in der ZEQ die Abiturnote eine Rolle spielen.

Einige Hochschulen vergeben Punkte für eines Eignungstests (Phase oder HAM-Nat), die meisten nutzen vor allem die Abinote. Teilweise gibt es Punkte für abgeschlossene Ausbildungen und Tätigkeiten im verwandten Bereich oder für Preise z.B. bei Jugend forscht (Bundesebene) oder bei der Qualifikation zur internationalen Ebene der Biologie-/Chemie-/Informatik-/Mathematik-/Physik-Olympiade.

Wie viele Punkte es für welches Kriterium geben kann, ist von Uni zu Uni unterschiedlich. So wird die Reihenfolge der Ortspräferenzen wichtig sein. Wenn du eine Hochschule, bei der du gute Chancen hättest, nicht auf Platz 1 setzt, bekommst du möglicherweise gar keinen Platz! Insgesamt stehen sowieso nur noch 10% der Plätze in der Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) zur Verfügung.

» Alle Details zur Zusätzlichen Eignungsquote (ZEQ) – und zur Bewerbungs-Optimierung!

c) Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH)

Beim Auswahlverfahren der Hochschulen dürfen die Hochschulen nicht mehr nur die pure Abinote verwenden. Sie müssen weitere Kriterien einfließen lassen und zwar auf zu mindestens 40% noten-unabhängige. Manche Hochschulen geben für die noten-unabhängigen Kriterien sogar bis zu 80% der Punkte. Zumindest theoretisch gibt es an solchen Unis auch für alle, die im Abitur durchhingen, noch eine Chance – allerdings müssen sie dann wirklich alle anderen Punkte abräumen, was nicht einfach ist. Trotzdem scheint es nicht mehr sinnvoll, Grenznoten anzugeben. Um so mehr – auch für die Chancen auf konkrete Hochschulorte – musst du dich leider in die Details einlesen, die von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich sind.

» Alle Details zum AdH– und zur Bewerbungs-Optimierung!


3. Abiturbestenquote im Detail

Die nötige Abi-Punktzahl, um über die Abiturbestenquote (theoretisch) einen Platz zu erhalten, unterscheidet sich leicht je nach Bundesland, in dem das Abitur gemacht wurde. Das Verfahren, mit dem der Ausgleich zwischen den Ländern erreicht wird, wird aber ein anderes als bisher sein.

Pro Bundesland werden alle TeilnehmerInnen am Verfahren (egal ob Pharmazie, Human-, Tier- oder Zahnmedizin) auf eine Liste gebracht und erhalten einen Rangplatz. Bei gleicher Punktzahl kommen zuerst diejenigen, die einen Dienst abgeleistet haben, dann die ohne. Die Reihenfolge innerhalb dieser Gruppen wird gelost.

Die Wartezeit spielt für die Reihenfolge keine Rolle mehr.

Die 16 Landeslisten werden dann zu einer Bundesliste zusammengerechnet, wobei die Reihenfolge von der Größe des Bundeslandes abhängt. Als erstes kommt also der erste Platz von der Liste des Landes Nordrhein-Westfalen, dann der erste aus Bayern usw. Da bspw, das Saarland viel weniger Einwohner als Nordrhein-Westfalen hat, kommen immer wieder erst mehrere von der NRW-Liste, bis der / die Nächste von der Saarland-Liste auf die Bundesliste kommt.

Diese Liste wird dann für die Reihenfolge verwendet, die bei jeder einzelnen Uni gebraucht werden, um die jeweils in der Abiturbestenquote zur Verfügung stehenden Plätze zu vergeben. Da sich das Interesse nicht gleichmäßig auf die zur Verfügung stehenden Unis verteilt, kommt es dazu, dass an einigen Unis nur die extrem guten BewerberInnen zum Zuge kommen.

In den folgenden Tabellen sind die Noten-Grenzwerte für das Sommersemester 2019 bzw. das Wintersemester 2019/2020 zu finden. Da künftig etwas „schlechtere“ Noten reichen könnten (da mehr Plätze in dieser Quote zur Verfügung stehen), könnten die alten Grenzen in Zukunft auch reichen – sofern du bei der Uni nicht festgelegt bist und dich für (fast) alle bewirbst.

Eine Garantie, dass diese Noten reichen, kann es aber nicht geben – es ist nur eine Tendenz. Vor allem lässt sich unmöglich voraussagen, ob und wie viel „schlechter“ noch reichen wird.

Grenznoten in der Abiturbestenquote Sommersemester 2019
Bundesland Pharmazie 
Baden-Württemberg1,7
Bayern1,7
Berlin1,6
Brandenburg1,6
Bremen1,5
Hamburg1,6
Hessen1,5
Mecklenburg-Vorpommern1,6
Niedersachsen1,7
Nordrhein-Westfalen1,6
Rheinland-Pfalz1,7
Saarland1,8
Sachsen1,8
Sachsen-Anhalt1,9
Schleswig-Holstein1,6
Thüringen1,3
Quelle: PDF von Hochschulstart.de, alle Angaben ohne Gewähr
Grenznoten in der Abiturbestenquote Wintersemester 2019/20
Bundesland Pharmazie 
Baden-Württemberg1,3
Bayern1,2
Berlin1,4
Brandenburg1,1
Bremen1,3
Hamburg1,5
Hessen1,3
Mecklenburg-Vorpommern1,1
Niedersachsen1,4
Nordrhein-Westfalen1,3
Rheinland-Pfalz1,2
Saarland1,0
Sachsen1,0
Sachsen-Anhalt1,0
Schleswig-Holstein1,5
Thüringen1,0
Quelle: PDF von Hochschulstart.de, alle Angaben ohne Gewähr

Tipps für die Wahl des Studienortes

Möchtest du an Hochschulorte, die weniger beliebt sind, so solltest du diese als erste Wünsche nennen – eigentlich sollte dann nichts anbrennen, wenn deine Note mind. so gut ist wie oben in den Tabellen aufgeführt. An folgenden Standorten erhielten alle, die den Landes-NC erreicht hatten und die jeweilige Uni als Wunsch aufgelistet hatten, im WiSe 2019/2020 bzw. im SoSe 2019 einen Platz. Bei den kursiv markierten war es auch im WiSe 2018/2019 bzw. im SoSe 2018 so. Daraus lässt sich wegen der vielen Änderungen im neuen Verfahren natürlich keine Garantie für 2020 ableiten, aber die Chancen stehen dort etwas besser.

Chancenreiche Standorte für Pharmazie im Sommersemester

Frankfurt/Main, Greifswald, Marburg, München, Saarland (Campus Homburg)

Chancenreiche Standorte Wintersemester

Erlangen-Nürnberg, Frankfurt/Main, Halle-Wittenberg, Jena, Mainz, Marburg, Regensburg, Tübingen.

Möchtest du dagegen (auch) an besonders beliebte Orte, so wird es schwieriger. Das Problem ist nämlich: Zunächst werden die Erstwünsche erfüllt. Viele Hochschulen sind damit schon „voll“, beliebte sowieso. Hat man als Erstwunsch eine besonders beliebte Hochschule gewählt und schafft es nicht, einen Platz zu erhalten, hat man mit einem Zweitwunsch an einer ähnlich beliebten Hochschule praktisch keine Chance. Das macht aber nicht so viel: Du würdest ja im Verfahren bleiben und hast spätestens im AdH wieder eine Chance haben, vielleicht sogar auf deine absolute Wunschhochschule. Um diese Chance einschätzen zu können, solltest du dir auch das AdH genauer anschauen.

Bleibt die Frage: Ist dir am Ende am wichtigsten, überhaupt einen Platz zu bekommen, dann nehme auf deine Liste der Hochschulen bei der Bewerbung alle auf, bei denen du gute Chancen hast (s.o., dazu evt. auch noch solche, die im AdH für dich gute Chancen versprechen). Vielleicht bekommst du dann schon einen Platz zugeteilt. Solange du noch höher priorisierte Wünsche hast, bleiben diese weiter offen und du nimmst mit ihnen im AdH teil. Klappt das dort nicht, bleibt dir auf jeden Fall ein Platz.

Wenn du allerdings auf bestimmte Unistandorte festgelegt bist, musst du dich bei Bewerbung auf diese beschränken. Im ungünstigsten Fall kann es dann aber passieren, dass du gar keinen Platz bekommst, selbst wenn du von der Abinote im Prinzip einen Platz an einer anderen Uni hättest bekommen können. Das wäre dann der Fall, wenn du nur sehr gefragte Unis angibst, bei der es so viele bessere Interessenten in der Abiturbestenquote gibt, dass du leer ausgehst. Wenn zusätzlich diese Unis im AdH Kriterien stark gewichten, bei denen du schlecht abschneidest (z.B. TMS, bei dem du einen schlechten Tag hattest – oder den du gar nicht gemacht hast) oder die du gar nicht erfüllen kannst (z.B. Punkte für vorherige Berufsausbildung), kann es sein, dass du auch im AdH leer ausgehst.

Eine Möglichkeit wäre übrigens noch, doch auch Orte zu wählen, an die du nicht unbedingt willst und bei Zuteilung eines solchen einen Studienplatztausch zu versuchen. Aber das klappt natürlich nicht immer und vor allem meist nicht schon zum ersten Semester.



5. Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ) im Detail

Die Eignungsquote umfasst nur noch 10% der Studienplätze (die frühere Wartezeitquote 20%). Anders als früher bei der Wartezeitquote erfolgt die Vergabe nicht nach bundesweit einheitlichen Kriterien, sondern jede Uni nimmt eigene Gewichtungen vor. Die eigenen Chancen hängen also auch davon ab, welche Unis man überhaupt und in welcher Reihenfolge aufführt.

Die Wartezeit (Wartesemester) spielt bei Pharmazie schon 2020 gar keine Rolle mehr.

Fast alle Hochschulen greifen der Einfachheit halber auf die Note der Hochschulzugangsberechtigung (HZB) zurück, sie wiegt mit 60-90 Punkten schwer. Einige verzichten aber darauf. Die Uni Greifswald gibt bis zu 70 Punkte für einen Test (ab WiSe 20/21: HAM-Nat), die restlichen 30 Punkte für Berufsausbildung und Dienst. Die TU Braunschweig verzichtet auch auf einen Test und gibt stattdessen ganze 40 Punkte für eine anerkannte verwandte Berufsausbildung und je 20 Punkte für eine anerkannte Berufstätigkeit, einen anerkannten Dienst oder einen anerkannten Preis in einem bildungsbezogenem Wettbewerb.

Die folgenden Angaben hatten wir für das Sommersemester 2020 und Wintersemester 2020/21 erhoben, sie dürften aber auch 2022 noch zutreffen. Änderungen sind aber prinzipiell nicht ausgeschlossen.


Abinote

Bei Pharmazie dürfen die Unis – anders als bei Human-, Tier- und Zahnmedizin – auch in der ZEQ die Abinote als Kriterium benutzen. Und weil das so einfach ist, machen das die meisten und das oft mit hohem Anteil. Aber es gibt einige wenige, die ganz auf die Abinote verzichten.

Tests (TMS, PhaST oder HAM-Nat) nutzen die meisten Unis

Die Uni Greifswald wie auch die Uni Hamburg nutzen den HAM-Nat. Die Uni Leipzig setzt auf den TMS. Die meisten jedoch auf den PhaST. Einige verzichten auf Tests, da zählt dann meist auch in der ZEQ die Abinote sehr stark.

Die Punktzahl für die Eignungsquote ergibt sich wie folgt: Entscheidend ist der sogenannte Testwert (Standardwert im Gesamttest). Wer im Test (egal ob TMS, HAM-Nat oder anderes) einen Testwert von höchstens 70 erreicht, bekommt 0 Punkte. Ab einem Testwert von 130 wird die volle Punktzahl im Rahmen der ZEQ vergeben. Ansonsten gilt folgende Formel:

Punktzahl für den Test = Maximale Punktzahl für den Test * (Testwert-70) / 60
Testwert zwischen 70 und 130! Kleiner 70 => 0 Punkte, größer 130 => Höchstpunktzahl

Beispiel: Du hast im TMS einen Testwert von 112 erreicht und willst an die Uni Tübingen. Dort gibt es bis zu 50 Punkte für den TMS. Du würdest daher im Rahmen der ZEQ 35 Punkte für den TMS angerechnet bekommen.

Maximale Punktzahl für den TMS (wenn nichts dabei steht), HAM-Nat oder PhaST

Keine Punkte gibt es an folgenden Hochschulen:
Freie Universität Berlin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Uni Düsseldorf, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Uni Halle-Wittenberg, Uni Jena, Uni Kiel, Uni Mainz, Uni Marburg, LMU München, Uni Münster, Uni Regensburg, Uni Würzburg

Anerkannte Berufsausbildung

Wenn du eine anerkannte Berufsausbildung vorweisen kannst, hast du bei Pharmazie bei allen Hochschulen außer der Uni Heidelberg einen Vorteil. Sehr viele Punkte (konkret 40) gibt es an der FU Berlin, der TU Braunschweig und der Uni Halle. Das im Detail und welche Berufsausbildungen anerkannt werden, erfährst du nach Klick auf folgendes Element:

Keine Punkte gibt es an der folgenden Hochschule:
Uni Heidelberg

Anerkannte Berufsausbildungen sind:
Biologielaborant/in, Biologisch-technische/r Assistent/in, Biotechnologische/r Assistent/in, Chemielaborant/in, Chemikant/in, Chemisch-technische/r Assistent/in, Medi- zinisch-technische/r Assistent/in - Funktionsdiagnostik, Medizinisch-technische/r Assistent/in (MTA), Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in, Medizinisch-technische/r Radiologieassistent/in, Medizinlaborant/in, Pharmakant/in, Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in, Physikalisch-technische/r Assistent/in, Physiklaborant/ in, Technische/r Assistent/in - Chemische und biologische Laboratorien.

Anerkannte Berufstätigkeit

Wer nach einer anerkannten Ausbildung (siehe oben) auch noch im entsprechenden Bereich berufstätig war, wird lediglich von der TU Braunschweig nochmals zusätzlich mit Punkten – und zwar gleich mit 20 – belohnt. Grundsätzlich ist eine Mindestdauer von 12 Monaten Berufstätigkeit notwendig (nach Abschluss der jeweiligen Ausbildung!), dieser Zeitraum muss zum 15. Januar (Bewerbung für das Sommersemester) bzw. 15. Juli (für das Wintersemester) erreicht sein.

Anerkannter Dienst, Preis in einem bildungsbezogenem Wettbewerb

Hierfür geben eher wenige Hochschulen überhaupt Punkte.

Welche Dienste und Preise überhaupt berücksichtigt werden, ist einheitlich bei allen Studiengängen geregelt.

Dienste ab mindestens 11 vollendeten Monaten Dauer
Freiwilliges Soziales Jahr, Freiwilliges Ökologisches Jahr , Internationaler Jugendfreiwilligendient, Bundesfreiwilligendienst , Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst Welt- wärts, Europäischer Freiwilligendienst, Anderer Dienst im Ausland (ADIA) Zivildienst, Freiwilliger Wehrdienst

Dienst/ehrenamtliche Tätigkeit mindestens 2 Jahre Dauer
Bei den folgenden Einrichtungen: den Johannitern, den Maltesern, bei der Feuerwehr, bei der DLRG, beim ASB, beim DRK/DKMS, beim THW.

Der genannten Zeitraum muss zum 15. Januar (Bewerbung für das Sommersemester) bzw. 15. Juli (für das Wintersemester) erreicht sein!

Anerkannte Preise in einem bildungsbezogenen Wettbewerb
Preisträger im Auswahlwettbewerb zur intern. Biologie-Olympiade, Preisträger im Auswahlwettbewerb zur intern. Chemie-Olympiade, Preisträger im Auswahlwettbewerb zur intern. Physik-Olympiade, Preisträger im Auswahlwettbew. zur Intern. Informatikolympiade, Preisträger im Auswahlwettbew. zur Intern. Mathematikolympiade, Jugend forscht - Biologie (1.-3. Preis Bundeswettbewerb), Jugend forscht - Chemie (1.-3. Preis Bundeswettbewerb), Jugend forscht - Mathematik/Informatik/Physik/Technik (1.-3. Preis Bundeswettbewerb)

6. Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) im Detail

60%, also die große Mehrheit der Studienplätze wird über das AdH vergeben. Wenn du also weder eine sehr gute Note noch bei der Eignungsquote eine Chance hast, wirst du dich mit den Details hier befassen müssen. Es ist sinnvoll, wenn du dich damit beschäftigst, welche Uni für welche Kriterien wie viele Punkte gibt. Auf Unis, bei denen du offensichtlich wenig Punkte bekommen kannst, solltest du nicht zu sehr hoffen. Setze sie trotzdem auf deine Liste in der Reihenfolge, wie du sie dir wünscht – durch das neue Verfahren mag es doch auch Überraschungen geben. Beim neuen Verfahren darf man so viele Hochschulen, wie man will (also auch alle) auflisten. Die Unis erfahren nicht, auf welchem Rang sie bei dir standen, der Rang wirkt sich auf die Zuteilung nicht mehr aus.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf das Wintersemester 2020/21. Wahrscheinlich werden sie aber auch im Folgejahr so gelten.

Mögliche Kriterien, die zu Punkten führen, sind:

Die Uni Greifswald teilt ihre AdH-Plätze auf zwei Unterquoten auf. Bei den jeweiligen Unterquoten variiert die Gewichtung der Kriterien. Kann interessant sein, wenn es genau passt – allerdings sind je nach Unterquote nicht so viele Plätze im Spiel.


Abinote

Die Note deiner Hochschulzugangsberechtigung hat beim AdH das höchste Gewicht, insbesondere bei Pharmazie. In der folgenden Listen haben wir die Hochschulen nach der Punktzahl, die für die Abinote vergeben wird, sortiert. Alle, deren Abi nicht ganz so herausragend war, sollten eher auf die Hochschulen setzen, die weniger Punkte für die Abinote geben, müssen dann aber in der Regel bei einem Test gut abschneiden oder bei anderen Kriterien (je nach Wunsch-Uni), um wirklich eine gute Chance zu haben.

Wie sich die Punkte abhängig von der Abinote berechnen
Das Verfahren ist komplett neu, es gibt daher keine Erfahrungswerte aus der Vergangenheit.

TMS, HAM-Nat, PhaST – oder nichts für Tests

Die meisten Unis setzen auf den Pharmazeutische Studierfähigkeitstest (PhaSt), die vollständige Liste findet sich oben. Die Unis in Hamburg und Greifswald nutzen den HAM-Nat. Die Uni Leipzig dagegen vertraut auch bei Pharmazie auf den TMS (der bei Human- und Zahnmedizin fast flächendeckend eingesetzt wird).

Die Punktzahl für das AdH ergibt sich wie auch oben bei der ZEQ. Entscheidend ist der sogenannte Testwert (Standardwert im Gesamttest). Wer im Test einen Testwert von höchstens 70 erreicht, bekommt im AdH dafür 0 Punkte. Ab einem Testwert von 130 wird die maximale Punktzahl der jeweiligen Uni im Rahmen des AdH vergeben. Dazwischen gilt folgende Formel:

Punkte für den Test = Maximale Punktzahl für den Test * (Testwert-70) / 60
Testwert zwischen 70 und 130! Kleiner 70 => 0 Punkte, größer 130 => Maximale Punktzahl

Beispiel: Du hast im TMS einen Testwert von 112 erreicht und willst an die Uni Leipzig. Dort gibt es bis zu 30 Punkte für den TMS. Du würdest mit deinem Testwert dort 21 Punkte für den TMS angerechnet bekommen.

Wenn kein Test angegeben, ist der TMS gemeint!

Keine Punkte gibt es an folgenden Hochschulen (evt. auch nur in Unterquoten):
Freie Universität Berlin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Uni Düsseldorf, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Uni Halle-Wittenberg, Uni Jena, Uni Kiel, Uni Mainz, Uni Marburg, LMU München, Uni Münster, Uni Regensburg, Uni Würzburg

Anerkannte Ausbildung

Eine abgeschlossene Ausbildung in einer fachlich verwandten Richtung sorgt bei Pharamazie bei allen Unis für Punkte – an einigen sogar für sehr viele (bis zu 40). Wenn du noch vor der Wahl der Ausbildung stehst (weil du mit der Note allein keine Chance siehst) und sogar noch zwischen den unterschiedlichen Studiengängen (Pharmazie, Human-/Tier-/Zahnmedizin) schwankst, solltest du am besten eine Ausbildung wählen, die bei allen Studiengängen für Punkte qualifiziert. Allgemein nützlich wäre bspw. Biologie-, Chemielaborant/in oder MTA und noch einige mehr. Einige spezialisierte Ausbildungen helfen dagegen nur bei genau einem Fach – Zahnarzthelfer/in z.B. wirklich nur bei Zahnmedizin.

Anerkannte Berufsausbildungen sind:
Biologielaborant/in, Biologisch-technische/r Assistent/in, Biotechnologische/r Assistent/in, Chemielaborant/in, Chemikant/in, Chemisch-technische/r Assistent/in, Medi- zinisch-technische/r Assistent/in - Funktionsdiagnostik, Medizinisch-technische/r Assistent/in (MTA), Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in, Medizinisch- technische/r Radiologieassistent/in, Medizinlaborant/in, Pharmakant/in, Pharmazeutisch-technische/r Assistent/in, Physikalisch-technische/r Assistent/in, Physiklaborant/ in, Technische/r Assistent/in - Chemische und biologische Laboratorien

Anerkannte Berufstätigkeit

Wer nach einer anerkannten Ausbildung (siehe oben) auch noch im entsprechenden Bereich berufstätig war, hat bei Pharmazie keinen Vorteil – zum Wintersemester (und vermutlich auch danach) gibt keine einzige Uni dafür Punkte (anders als bei den anderen Staatsexamen-Studiengängen Human-/Tier-/Zahnmedizin).

Anerkannter Dienst / Ehrenamt

Für einen anerkannten Dienst geben nur wenige Hochschulen Punkte. Bei denen können das dann aber die entscheidenden Punkte sein, dir dir helfen, den Platz zu kommen. Wenn du also einen Dienst bzw. Ehrenamt gemacht hast, schaue hier gleich nach, ob dein Engagement zählt und ob es lange genug war. Immerhin ist die Liste einheitlich für alle Studiengänge.

Dienste ab mindestens 11 vollendeten Monaten Dauer: Freiwilliges Soziales Jahr , Freiwilliges Ökologisches Jahr, Internationaler Jugendfreiwilligendient, Bundesfreiwilligendienst , Entwicklungspolitischer Freiwilligendienst Welt- wärts, Europäischer Freiwilligendienst, Anderer Dienst im Ausland (ADIA) Zivildienst, Freiwilliger Wehrdienst

Dienst/ehrenamtliche Tätigkeit mindestens 2 Jahre Dauer: Bei den folgenden Einrichtungen: den Johannitern, den Maltesern , bei der Feuerwehr, bei der DLRG , beim ASB , beim DRK/DKMS, beim THW

Der angegebene Zeitraum muss bereits zum 15. Januar (Bewerbung für das Sommersemester) bzw. 15. Juli (für das Wintersemester) erreicht sein.

Und hier, welche Unis das überhaupt belohnen (und welche leider nicht):

Keine Punkte gibt es an folgenden Hochschulen:
Freie Universität Berlin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Uni Düsseldorf, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Uni Freiburg, Uni Halle-Wittenberg, Uni Hamburg, Uni Heidelberg, Uni Jena, Uni Kiel, Universität Leipzig, Uni Mainz, Uni Marburg, LMU München, Uni Münster, Uni Regensburg, Uni Würzburg

Anerkannter Preis in einem bildungsbezogenem Wettbewerb

Die speziellste Quote, denn hier können nur wenige überhaupt Punkte bekommen. Preise auf lokaler Ebene oder im Bundesland reichen nicht, nur erste Plätze auf Bundesebene. Immerhin für alle Studiengänge identisch. Punkte gibt es aber nur bei wenigen Unis. Aber wer hier Punkte bekommen kann, für den können sie natürlich entscheidend sein. Schau in die Details, wenn es dich betreffen kann!

Wer überhaupt Punkte bekommen kann:
Preisträger im Auswahlwettbewerb zur intern. Biologie-Olympiade, Preisträger im Auswahlwettbewerb zur intern. Chemie-Olympiade, Preisträger im Auswahlwettbewerb zur intern. Physik-Olympiade, Preisträger im Auswahlwettbew. zur Intern. Informatikolympiade, Preisträger im Auswahlwettbew. zur Intern. Mathematikolympiade, Jugend forscht - Biologie (1.-3. Preis Bundeswettbewerb), Jugend forscht - Chemie (1.-3. Preis Bundeswettbewerb), Jugend forscht - Mathematik/Informatik/Physik/Technik (1.-3. Preis Bundeswettbewerb)

Und an welchen Hochschulen es Punkte gibt – oder auch nicht:

Keine Punkte gibt es an folgenden Hochschulen (evt. auch nur in Unterquoten):
Freie Universität Berlin, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Uni Düsseldorf, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Uni Greifswald (Unterquote 1, 70%), Uni Hamburg, Uni Jena, Uni Kiel, Universität Leipzig, Uni Mainz, Uni Marburg, Uni Münster, Uni Regensburg, Uni Saarbrücken, Uni Würzburg

Alle Angaben ohne Gewähr.

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Ermöglicht Abschätzung der Chancen (Basierend auf den vollständigen hochschulstart-Daten zum Bundeslandausgleich der Abiturnoten!)





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