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(Fachbereiche): Soziale Arbeit Familienarbeit / -hilfe
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Titel Möglichkeiten und Grenzen Sozialpädagogischer Familienhilfe 
Untertitel  
Autor/in Vogel, Ströver 
Seiten 162 Seiten 
Hochschule Technische Universität Dortmund Deutschland 
Art der Arbeit Diplomarbeit 
Abgabe 2009 
Note
Preis 38,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 69013532 
Sprache Deutsch 
Medien Papier 
Inhaltsangabe  
Einleitung:

In dieser Arbeit sollen die Möglichkeiten und Grenzen Sozialpädagogischer Familienhilfe vor dem Hintergrund der Intermediarität Sozialer Arbeit dargestellt werden. Daraus ergibt sich folgende Fragestellung: 'In welchen Bereichen der Sozialpädagogischen Familienhilfe werden Grenzfelder bezüglich ihrer Handlungsspielräume ersichtlich?' Auf der einen Seite ist die Sozialpädagogische Familienhilfe (im Folgenden SPFH) fest im § 27 des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfegesetz) verankert und zählt zu den Hilfen zur Erziehung, die sich auf das gesamte Familiensystem beziehen. Auf der anderen Seite unterliegt sie dem Spannungsverhältnis zwischen Hilfe und Kontrolle, woraus sich wiederum Konflikte für die Praxis der sozialpädagogischen Arbeit mit Familien ergeben. Durch ihre intermediäre Stellung im Bereich der Sozialen Arbeit erhält sie einen Vermittlungsauftrag, der zwischen dem gesellschaftlichen System einerseits und den Anforderungen des Individuums andererseits fungiert. Doch in der sozialpädagogischen Praxis ist genau diese Zusammenführung der beiden Konstrukte nur bedingt umsetzbar. Aufgrund dieser Problematik ergeben sich klare Grenzen, die sich in verschiedenen Bereichen der Sozialpädagogischen Familienhilfe widerspiegeln. Diese Grenzfelder werden sowohl mit Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch hinsichtlich der methodischen Arbeitsweisen und der Professionalität der Helfer (im Folgenden nur die männliche Form ausgeschrieben, die weibliche ist inbegriffen) deutlich. Daher werden im Folgenden die einzelnen Bereiche, die eine SPFH umfasst, nicht nur in Bezug auf ihre möglichen Hilfeleistungen vorgestellt, sondern auch und vor allem in Bezug auf die Grenzen, an die sie im Praxisalltag stoßen.

Das erste Kapitel dieser Arbeit beschäftigt sich mit der Erläuterung des Intermediaritätsbegriffes, welcher für den Einstieg in das Thema dieser Arbeit von Bedeutung ist. Schließlich stellt Intermediarität vor allem die Vermittlung zwischen dem gesellschaftlichen System und der Umwelt der Individuen dar, die wiederum ein zentrales Element Sozialpädagogischer Familienhilfe ist. Dafür wird der Begriff einerseits in seiner allgemeinen Bedeutung und andererseits anhand der Funktionsbestimmungen von Intermediarität auch in seiner Bedeutung als Vermittler zwischen Lebenswelt und sozialem System für die Soziale Arbeit genauer erläutert. Anschließend werden vor diesem Hintergrund in einem Fazit die daraus resultierenden sozialpädagogischen Folgeprobleme angerissen, die dann im weiteren Verlauf dieser Arbeit näher erläutert werden.

Das zweite Kapitel umfasst die rechtlichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen, die für das allgemeine Verständnis von Sozialpädagogischer Familienhilfe notwendig sind und durch welche aufkommenden Spannungsverhältnisse ersichtlich werden. Dabei werden zunächst die Definition 'Sozialpädagogischer Familienhilfe" und das dahinter stehende Konzept mit seinen Zielsetzungen vorgestellt. In diesem Kontext werden die historische Entwicklung und die damit einhergehende Institutionalisierung der Sozialpädagogischen Familienhilfe dargestellt, um die ausschlaggebenden Entstehungshintergründe für die SPFH zu beleuchten. Daran anknüpfend werden vier der bekanntesten Organisationsmodelle von Sozialpädagogischer Familienhilfe beschrieben. Weiterhin soll auf den Bereich der Finanzierung der Sozialpädagogischen Familienhilfe eingegangen werden, um auch hier die Ursachen von Möglichkeiten und Grenzen der Hilfeform aufzuzeigen. Anhand einer Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Finanzierungsformen (Pauschalfinanzierung und Fachleistungsstunde) sollen Angaben zu den Auswirkungen hinsichtlich der Qualität in der Sozialpädagogischen Familienhilfe gemacht werden. Schließlich sollen die rechtlichen Grundlagen dargestellt werden, die einerseits für die Bestimmung der Funktion der Jugendhilfe grundlegend sind und andererseits für die Funktion der Sozialpädagogischen Familienhilfe, die als Hilfe zur Erziehung zu den Aufgaben der Jugendhilfe zählt. Daran anknüpfend erfolgt eine Einordnung in verfassungs- und sozialrechtliche Grundlagen. Vor dem Hintergrund der rechtlichen und konzeptionellen Rahmenbedingungen soll in einem weiteren Schritt das Spannungsverhältnis zwischen 'Kindeswohl" und 'Elternrecht" im Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit näher beleuchtet werden. Dabei wird der Fokus auf die Herausbildung des spezifischen sozialpädagogischen Blicks auf die Familie gerichtet, der sich aus diesem Spannungsverhältnis konstituiert. Die Entwicklung des Kindeswohls und des Elternrechts stehen dabei im Vordergrund der Betrachtung. Letztlich wird in einem Fazit die aus der dichotomisierenden Sichtweise auf die Familie hervorgehende Konsequenz für die sozialpädagogische Arbeit konkretisiert.

In Kapitel drei wird ein Blick auf die erzieherische Bedarfssituation von Familien gerichtet. Diese Betrachtung erfolgt über das Verständnis der Familienformen, die in den vergangenen Jahren einen gesellschaftlichen Wandel erfahren haben, ebenso wie es auch zum Wandel und zur Formierung der Sozialpädagogik kam. Auf diesen Wandel wird genauer eingegangen, um anschließend vor diesem Hintergrund die gegenwärtige rechtliche Bedarfssituation von Familien, die SPFH in Anspruch nehmen, zu schildern. Dabei wird die empirische Sachlage in einem tendenziellen Verlauf von 1995 bis 2006 dargelegt. Zudem wird auf die verschiedenen Unterversorgungslagen eingegangen, die im Vordergrund der Inanspruchnahme der Hilfe stehen. Hierfür wird ein genauer Blick auf die Armut, als häufigste Unterversorgungslage bei Sozialpädagogischer Familienhilfe, gerichtet. Ferner wird auf die Ausschlusskriterien eingegangen, an denen sich die SPFH bedient, um eine sinnvolle Hilfe gewährleisten zu können. Zudem werden bestimmte Mindestanforderungen genannt, die die Voraussetzung für eine einwandfreie Zusammenarbeit zwischen Familienhelfer und Bedürftigen bilden. Neben der Betrachtung des Bedarfs beinhaltet dieser Punkt auch eine Betrachtung der Bedürfnisse der Familie, die durch die Forschungsprojekte zur Ausgestaltung und Praxis der Sozialpädagogischen Familienhilfe sichtbar werden. Hierfür soll das Forschungsprojekt 'SPFH aus Sicht der Klientinnen und Klienten - Forschungsergebnisse und offene Fragen" dargestellt werden. Dieses befasst sich mit der Eruierung von unterschiedlichen Konfliktthemen und Selbstdeutungsmustern einzelner Familienmitglieder. Dadurch soll ein Einblick ermöglicht werden, wie Klienten die Qualität und Effektivität der SPFH, bezogen auf deren tatsächliche Bedürfnisse, bewerten und wie sie die Interventionen und Intentionen der Fachkräfte wahrnehmen. Des Weiteren wird das Forschungsprojekt 'Sozialpädagogische Familiendiagnose' nach Uhlendorff, Cinkl und Marthaler vorgestellt. Dieses befasst sich mit der Eruierung von Problemtypen familiärer Belastungssituationen und erzieherischen Notlagen, wodurch gezeigt wird, inwiefern die Angebote der Jugendhilfe den tatsächlichen Bedürfnissen der Betroffenen gerecht werden und inwiefern sie optimiert werden müssen. In einem Fazit sollen schließlich die bedeutendsten Ergebnisse bezüglich der Verbesserungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sozialpädagogischer Arbeit mit Familien zusammengefasst werden.

Im vierten Kapitel geht es um das methodische Handeln in der Sozialpädagogischen Familienhilfe. Dabei stehen die Arbeitsprinzipien, unter deren Bedingungen die Hilfe stattfindet, im Vordergrund, da sie in gewisser Weise das Grundgesetz des fachlichen Handelns darstellen. Hierzu werden die vier Ebenen der Arbeitsansätze erläutert. Ein weiterer Punkt dieses Themenblocks beinhaltet die Darstellung des systemischen Ansatzes in der Sozialen Arbeit und insbesondere in der Sozialpädagogischen Familienhilfe, da er als angemessenes theoretisches Modell für die SPFH angesehen wird. In diesem Kontext soll zunächst auf die Grundlagen systemischen Denkens eingegangen werden. Daran anknüpfend werden zwei verschiedene Modelle vorgestellt; einerseits das 'ökosoziale Modell der Systemebenen" nach Uri Bronfenbrenner und andererseits das Modell 'Systemische Perspektiven der Beschreibung sozialer Wirklichkeit" nach Wolf Ritscher. In einer Zusammenfassung sollen die signifikanten Merkmale systemischer Sozialer Arbeit nochmals hervorgehoben werden. Der abschließende Punkt dieses Kapitels beschäftigt sich mit den zwei unterschiedlichen Handlungsorientierungen, 'Fallbezug' und 'Feldbezug', die innerhalb der Sozialpädagogischen Familienhilfe vorzufinden sind. Es wird deutlich, dass von einer tendenziellen Orientierung in Richtung fallbezogenem Arbeiten innerhalb der Sozialpädagogischen Familienhilfe gesprochen werden kann, obwohl es sinnvoll wäre, den Blick für feldorientiertes Arbeiten zu öffnen, um die familiären Problemlagen ganzheitlich anzugehen.

Um der Frage nachzugehen, welche Qualifikationen und Kompetenzen die Familienhelfer überhaupt ausmachen, wird im fünften Kapitel genau darüber berichtet. Somit werden zunächst einzelne Kompetenzen (Professionelle Kompetenzen, Basiskompetenzen, Organisationskompetenzen und Zusammenarbeitskompetenzen) genauer erläutert. Anschließend wird über eine weitere Kompetenz, und zwar die der Selbstevaluation ausführlich berichtet, da eine Auswertung der eigenen Arbeit, hinsichtlich ihrer Wirkung in qualitativer Weise, ebenfalls entscheidend ist, wenn es sich um eine professionelle Hilfeleistung handelt. Schließlich erfolgt die Darstellung eines Fallbeispiels zur Konzeption eines sozialpädagogischen Falldiagnoseverfahrens. Da dieses Diagnoseverfahren die subjektive Problemsicht der Adressaten betrachtet und sich gezielt an der Lebenswelt der Individuen orientiert, umfasst es ein zentrales Element der sozialpädagogischen Arbeit mit Familien und kann letztlich zu professionellem Handeln und gleichzeitig zu einer Professionalisierung der Sozialen Arbeit beisteuern.

Das sechste Kapitel beschäftigt sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Hilfe und Kontrolle, das besonders in der Sozialen Arbeit als unvermeidbar betrachtet wird. Durch dieses Spannungsverhältnis wird eine Vielzahl von bereits angerissenen Problematiken deutlich, wodurch wiederum klare Grenzen für die SPFH ersichtlich werden. Durch die Begriffsklärungen von 'Hilfe" und 'Kontrolle" sollen die Widersprüchlichkeiten im Auftrag der Jugendhilfe deutlich gemacht werden. In diesem Kontext soll das Verhältnis von Fremd- und Selbstkontrolle veranschaulicht werden. Um die Grenzen, die sich aus diesem Spannungsverhältnis ergeben, zu beleuchten, wird ein praktisches Beispiel, und zwar das des sexuellen Missbrauchs herangezogen. Durch dieses Grenzfeld werden nicht nur die Problematiken für das professionelle Handeln der Fachkräfte deutlich, sondern auch Problematiken, die diesbezüglich auf politischer Ebene bestehen.

Im Schlussteil dieser Arbeit werden die signifikanten Ergebnisse bezüglich der Fragestellung zusammengefasst und diskutiert.

 
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