07.03.2014

Auslandsstudium
Studieren in Österreich

Kein anderes Land ist bei Deutschen als Studienland so beliebt wie Österreich. Grund dafür sind ein einfacher Hochschulzugang, Abwesenheit von Studiengebühren (außer an einigen FHs und bei längerem Studium!) sowie die deutsche Sprache. Dafür kranken österreichische Hochschulen genauso wie deutsche häufig an Überfüllung und Unterfinanzierung.

Von Sebastian Horndasch


1. Warum Österreich?

photo 5000 - Fotolia.com

Das Österreichische Parlament und der Rathaustum in Wien
Wer in Deutschland beliebte Fächer wie Psychologie oder Kommunikationswissenschaften studieren möchte, hat dazu ohne Traumabitur oder ewige Wartezeiten kaum eine Chance. Anders in Österreich: Hier gibt es keinen Numerus Clausus, jeder kann sich prinzipiell in jedes Studium einschreiben – Begrenzungen (wobei dann meist ein Test entscheidet, nicht die Abiturnote) gibt es nur in wenigen Fächern wie Medizin oder Psychologie. Großzügige Aufnahmeregelungen, die deutsche Sprache, die geringen kulturellen Barrieren sowie die größtenteils nicht vorhandenen Studiengebühren sind wichtige Gründe, warum Österreich Jahr für Jahr mehr deutsche Studierende anzieht als jedes andere Land.

Auch die Lebensbedingungen sind gut: Die Alpen sind nah, die Hauptstadt ist von (fast) jedem Landesteil schnell zu erreichen, Ungarn, die Tschechische Republik, Italien und die Schweiz sind praktisch um die Ecke. Österreich gilt als das Land der Komponisten: Haydn, Mozart und Schubert werden ebenso wie (der in Deutschland geborene) Beethoven noch immer hoch verehrt. Die zahlreichen Privatsammlungen, die Museen für Kunst und Wissenschaft in Wien sowie die Opern genießen internationalen Ruf.

Wo Licht ist, ist auch Schatten: Österreichs Hochschulen sind in vielen Bereichen unterfinanziert, die Studiengänge überlaufen. Da es keinen NC gibt, werden Studierende in einigen Fächern mittels besonders harter Prüfungen nach dem ersten oder zweiten Semester "rausgeprüft". Daneben sind die Hierarchien an österreichischen Universitäten besonders ausgeprägt: Viele Professoren schweben noch mehr über den Dingen als die Deutschen es tun.

2. Das Österreichische Hochschulsystem

Sebastian Horndasch
Der Autor dieses Artikels
Sebastian Horndasch studierte VWL und Politik in Erfurt, Madrid, Nottingham und Paris. Er schrieb die beiden Studienführer Bachelor nach Plan und Master nach Plan. Nach vielen Jahren als freier Journalist und Studienberater arbeitet Sebastian heute als Projektmanager bei Wikimedia Deutschland. In seinem Blog www.horndasch.net schreibt er über Bildungsthemen.
Ähnliche Sprache, ähnliche Kultur, ähnliche Unis: Wer das deutsche Hochschulsystem kennt, wird von dem österreichischen nicht überrascht sein. Der Bachelor dauert in der Regel drei Jahre, der Master zwei. Das Diplomstudium ist in Österreich mit Ausnahme von Medizin und Zahnmedizin wie in Deutschland abgeschafft. Wie in Deutschland werden für alle Leistungen ECTS-Punkte vergeben.

Das Lehramtsstudium befindet sich gerade in Umstellung vom Diplom auf das Bachelor-Master-System. Zukünftig soll es hier 8-semestrige Bachelor mit 240 ECTS geben, der darauf aufbauende Master je nach Schulart und Schwerpunkten 2 bis 4 Semester mit 60 bis 120 ECTS umfassen. Informationen dazu – aus Sicht der Österreichischen Hochschülerinnenschaft (ÖH) – findet man bspw. auf www.neues-lehramt.at.

Es gibt in Österreich 22 staatliche Universitäten, 12 Fachhochschulen, 9 "Anbieter von Fachhochschul-Studiengängen" (quasi besonders kleine FHs) und 13 Privatuniversitäten. Dies Ausrichtung der Institutionen ist dabei ähnlich wie bei uns: Universitäten sind theoretischer und bieten ein größeres Fächerspektrum, Fachhochschulen sind praktischer ausgerichtet und haben nicht alle Fächer im Angebot.

Zu den bekannten Hochschularten hinzu kommt ein nicht-universitärer Bildungssektor mit religions-, berufspädagogischen Akademien oder Institute sowie solchen für Land- und Forstwirtschaft. Diese sind ein Stück weit mit der deutschen Berufsakademie vergleichbar (die es so in Österreich nicht gibt) - mit dem Unterschied, dass sie keine akademischen Abschlüsse vergeben.

Die 1365 gegründete Universität Wien ist mit über 92.000 Studierenden sowohl die älteste als auch die mit Abstand größte Hochschule des Landes. Wien ist die Stadt mit den meisten Studierenden – danach folgen die Studentenstädte Graz, Innsbruck und Salzburg. Die Alpen- und Donaurepublik hat zwei Technische Universitäten (eine davon in Wien). Medizin wird in der Österreich in der Regel an eigenen medizinischen Hochschulen studiert.

Deutschland und Österreich erkennen die Abschlüsse des jeweiligen Nachbarlandes komplett an – dies gilt auch für das Medizinstudium.

3. Das Studium


Universität Wien
Das Studium beginnt in Österreich früher als in Deutschland: Das Semester startet in der Regel am 1. Oktober und geht bis Ende Januar. Der Februar ist komplett frei. Das Sommersemester beginnt am 1. März und endet Anfang Juli. Unterbrochen wird es von drei Wochen Osterferien.

Das Studium ist formal sehr ähnlich wie in Deutschland. Doch es gibt Unterschiede. Nina Witjes studierte zunächst Literatur und Geschichte in Deutschland, entschied sich nach ihrem Bachelor jedoch zum (damals noch existierenden) Diplomstudium in Internationaler Entwicklung an der Uni Wien. "Die Hierarchien zwischen Professoren und Studenten sind in Deutschland flacher als in Österreich. In Wien ist es um einiges historischer, altmodischer."

Anders als viele Deutsche war Witjes kein NC-Flüchtling. "Ich bin aufgrund der Einzigartigkeit meines Studiengangs nach Wien gekommen. Ein so interdisziplinäres und intellektuell anregendes Studium gab es nirgendwo sonst im deutschsprachigen Raum. Die Studienbedingungen waren allerdings eher prekär, es gab zu wenig Räume und zu wenig Lehrpersonal."

Ähnlich wie deutsche Hochschulen haben auch österreichische mit Finanzierungsproblemen zu kämpfen: Die Studierendenzahlen steigen, die Finanzierung hält nicht Schritt. Hörsäle sind oft überfüllt, die Betreuungsrelationen vielerorts schlecht. Hier lohnt es sich, auf die individuellen Studiengänge und Hochschulen zu schauen.

Nina Witjes erlebt das österreichische Hochschulsystem im Umbruch: "Vieles ändert sich, schon seit Jahren schwelt der Streit über die Zulassungsbedingungen."

4. Bewerbung und Zulassung

Die Zulassung zum Studium an einer Universität ist in Österreich in der Regel denkbar einfach: Bei den meisten Studiengängen meldet sich an und schon ist man aufgenommen. Die Ausnahmen, bei denen Zulassungsbeschränkungen herrschen, nehmen jedoch zu (siehe weiter unten). An den anderen Hochschularten dagegen sind Zulassungsbeschränkungen von vornherein die Regel, es finden Aufnahmeverfahren statt.

Bachelor und Diplom

Einfacher geht es nicht: In Österreich sind an Universitäten die meisten Studiengänge zulassungsfrei. Wer das Abitur (in Österreich: Matura) hat, kann sich für alle Fächer einschreiben und ist automatisch aufgenommen. Die Einschreibefristen sind dabei ebenso großzügig: Sie reichen ja nach Hochschule von Anfang Juli bis Anfang September. "Früher konnten Studienanfänger sich sogar bis in den November einschreiben – lange nach Vorlesungsbeginn. Das hat sich seit 2012 aber geändert", so Andreas Schweiger, Pressesprecher der Universität Graz.

Doch man sollte sich nicht zu früh freuen: Einfacher Zugang heißt nicht, dass jeder auch einen Abschluss bekommt. In jüngerer Zeit wurde an den meisten Universitäten die Studieneingangs- und Orienterungsphase (STOEP) eingeführt. Nur wer alle Prüfungen am Ende des ersten Semesters besteht, darf auch weiter studieren. Wer es nicht schafft, ist für das Fach an der Hochschule gesperrt – eine nicht unumstrittene Regelung.

Sonderfälle Medizin, Psychologie und Kommunikationswissenschaft

In Österreich könnt ihr Humanmedizin an vier Universitäten studieren: Den Medizinischen Universitäten Wien, Graz und Innsbruck sowie an der Medizinischen Privatuniversität Salzburg. In der Medizin werden 75% der Studienplätze an Österreicher vergeben – die sogenannte Österreicherquote. 20% gehen an andere EU-Bürger, 5% an Studierende von außerhalb der EU.

Um in Österreich ins Medizinstudium aufgenommen zu werden, gibt es landesweit einheitliche Tests: MedAT-H und MedAT-Z (für Human- bzw. Zahnmedizin). Die fast ganztägigen Tests messen so verschiedene Dinge wie räumliches Denken, Merkfähigkeit und planerische Kompetenzen. Die Tests finden an allen Österreichischen Medizinfakultäten gleichzeitig statt, ihr müsst euch also entscheiden, wo ihr euch bewerbt. Die medizinischen Hochschulen sind dabei allesamt extrem überlaufen: In der Regel nehmen mehrere tausend Deutsche an den Tests teil. Wer sich nicht gut vorbereitet, hat keine Chance.

In der Psychologie wie in der Kommunikationswissenschaft läuft die Aufnahme ähnlich, nur gibt es keine Quote: Deutsche und Österreicher haben exakt die gleichen Chancen auf Aufnahme. Auch sind die Tests nicht so überlaufen wie in der Medizin. So nahmen an der Universität Graz im Jahr 2011 280 Personen am Psychologentest teil – und 230 wurden aufgenommen, davon 24% Deutsche.

Achtung: Die Einschreibefristen für Studiengänge mit Eignungstests enden weit vor den normalen Studiengängen. Spätestens im Juli solltet ihr euch um die Einschreibung gekümmert haben. Für angewandte Kunst bewirbt man sich in Österreich wie in Deutschland übrigens mit Arbeitsproben.

Zugangsbeschränkungen nehmen zu!

Jahrelang gab es bis auf die oben genannten Sonderfälle an Universitäten praktisch keine Zulassungsbeschränkungen. Das hat sich bereits 2013 geändert. Betroffen sind inzwischen (Stand März 2014) Studiengänge in Architektur / Raumplanung, BWL, Biologie / Molekularbiologie, Ernährungswissenschaften, Informatik, Informationsmanagement, Internationale Betriebswirtschaft / Internationale Wirtschaftswissenschaften, Pharmazie, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftswissenschaften / Sozialwirtschaft und Wirtschaft und Recht – und ab WiSe 2014 auch das Lehramtsstudium. Eine in der Regel aktuelle Übersicht könnt Ihr hier einsehen.

Österreich und die Deutschen

Die Anzahl deutscher Studierender in Österreich ist in den vergangenen zehn Jahren sprunghaft gestiegen. Hauptgrund ist die einfachere Zulassung zum Studium. An der Uni Graz sind 2011 knapp ein Viertel aller neuen Psychologiestudierenden Deutsche gewesen – anderswo ist die Quote noch höher. "Wir merken schon ein verstärktes Interesse von Deutschen", so Andreas Schweiger. Er sieht die Situation allerdings entspannt: "Es gibt da keine Konflikte. Den Vorsitz der HochschülerInnenschaft unserer Hochschule hat beispielsweise ein deutscher Psychologiestudent inne."

"Die hohe Anzahl an deutschen Studierenden wird in Österreich intensiv diskutiert", weiß Nina Witjes zu berichten. In der Medizin wurde unter anderem als Reaktion auf die große Zahl deutscher Studierender eine Österreicherquote von 75% eingeführt. Auch in anderen Fächern sind entsprechende Quoten im Gespräch – aber noch nicht beschlossen.
Zulassung zum Master

Wie beim Bachelor ist die Zulassung zum Master an österreichischen Universitäten in der Regel für alle Studierenden frei – aber auch hier nehmen die Ausnahmen zu, so bspw. bei Psychologie, wo ein Aufnahmetest vorausgesetzt wird. Motivationsschreiben werden in der Regel nicht verlangt verlangt. Wer also die formalen Anforderungen für den Master erfüllt, hat quasi automatisch einen Platz. Anders ist es an Fachhochschulen, wo häufig Motivationsschreiben verlangt werden. Für diesen Fall hilft Studis Online mit einer umfassenden Anleitung.

Das Gaststudium

Ein Gaststudium kann auf zwei Wegen organisiert werden: Als Erasmus-Austausch sowie als selbstorganisierter Auslandsaufenthalt. In ersterem Fall findet die Bewerbung über eure eigene Hochschule statt – über die genauen Abläufe und Fristen müsst ihr euch selbst informieren.

Anders als in anderen Ländern ist ein Gaststudium ohne formelle Kooperation zwischen der österreichischen Hochschule und eurer Uni nur selten möglich. Dafür ist wie oben erwähnt die Zulassung zum Studium in fast allen Fächern unproblematisch. Ihr könnt euch also formal "inskribieren" und dann eure Punkte in Deutschland anrechnen lassen.

5. Leben in Österreich

Wie schon das Studium, so ist auch das Leben in Österreich demjenigen in Deutschland relativ ähnlich.

Die Sprache

Österreichisch unterscheidet sich an einigen Stellen vom Deutschen. Keine Angst, man gewöhnt sich schnell – hier ein kleines Uni-Wörterbuch:

Österreichisch Deutsch
Ferialpraxis Sommer-Praktikum
Generalien Personalien
Inskribieren Einschreiben
Jus Jura
Matura Abitur
Nostrifizieren Studienleistungen anerkennen
Piefke Deutscher
Wissenschafter Wissenschaftler

Wohnen in Österreich

Die österreichischen Mieten unterscheiden sich nicht allzu sehr von denjenigen in Deutschland – je nach Stadt sind sie im Schnitt vielleicht ein wenig teurer. Die preiswerteste Möglichkeit ist wie bei uns die Wohngemeinschaft. Eine gute Möglichkeit zur Wohnungssuche ist Jobwohnen.at, eine Webseite, deren Name den Inhalt klar umreißt. Die Österreichische HochschülerInnenschaft bietet ebenfalls ein Webseite mit Jobs, Praktika und Wohnungsangeboten.

Österreichische Studentenwohnheime sind eine günstige Alternative. Sie sind in der Regel in Ordnung, mitunter allerdings nur von geringem Standard. Eine rechtzeitige Anmeldung (meistens ein Semester im Voraus) sichert gute und preiswerte Plätze, da die Bewerberzahl die Bettenzahl bei weitem übersteigt. Eine Übersicht über die Wohnheimplätze findet sich auf der Website der Österreichischen Studentenförderungsstiftung.

Christliche Verbände und Stiftungen besitzen ebenfalls Wohnheime, die für konfessionell nichtgebundene und hauptsächlich junge Menschen in der Ausbildung offen sind (siehe bspw. hier). Es gibt auch Wohnheime von gehobenerem Standard - beispielsweise von der STUWO Gemeinnützige Studentenwohnbau.

Essen

An jeder Universität in Österreich ist zumindest eine Mensa mit verschiedenen Wahlgerichten zu finden. In fast jeder Mensa wird auch vegetarisches Essen angeboten. Bei der Österreichischen Hochschülerinnenschaft (ÖH) bekommt man ein "Mensapickerl", welches in den Studierendenausweis eingeklebt wird, um fünfzig Cent Rabatt auf jedes Menü in den Mensen zu erhalten. Oft bieten die Mensen der verschiedenen Institute (z.B. das Afrikanische Institut in Wien) Mittagsmenüs aus den verschiedenen Ländern an.

Meldepflicht

Alle EU-Bürger genießen Reise- und Niederlassungsfreiheit in Österreich. Allerdings besteht bei einem Aufenthalt über drei Monaten Meldepflicht. Ihr müsst euch innerhalb von drei Tagen ab Einreisedatum auf dem zuständigen Magistrat (dem Orts- und Meldeamt des jeweiligen Stadtteils) melden.

Dazu werden die Reisedokumente, eine Bestätigung des Vermieters, an dem angegeben Ort "ständig" wohnhaft zu sein, die Bestätigung der Krankenversicherung und der Studierendenausweis benötigt. Die Anmeldung ist ohne Probleme und nur pro forma zu erledigen, das Ausweisdokument ist allerdings als Nachweis der Aufenthaltsberechtigung ständig mit sich zu führen.

Krankenversicherung

Wenn du als Deutscher in Österreich studierst, kannst du problemlos bei deiner deutschen Krankenversicherung bleiben – du musst lediglich eine "Europäische Krankenversicherungskarte" beantragen. Damit bist du in Österreich komplett abgesichert. Nicht mit abgesichert ist dabei ein möglicher Rücktransport nach einem Unfall. Wer dies für nötig hält, kann eine private Zusatzversicherung abschließen.

6. Kosten und Finanzierung

Lebenshaltungskosten wie in Deutschland, gebührenfreie Unis: Wer in Österreich studieren möchte, muss sich nicht ruinieren.

Studium und Leben in Österreich: Bezahlbar

Die Gretchenfrage: Was kostet das alles? Die beruhigende Antwort: Das Studium an österreichischen Universitäten ist wie in den meisten deutschen Bundesländern gebührenfrei – allerdings wird intensiv über eine Wiedereinführung diskutiert. Auch die sonstigen Kosten sind überschaubar: EU-Bürger bezahlen gerade einmal 18 Euro pro Semester (Stand Juni 2013) für den so genannten ÖH Beitrag sowie für eine Unfallversicherung. Weitere Kosten sind an Unis nicht fällig – dafür gibt es in Österreich auch kein Semesterticket.

Ausnahmen für die Gebührenfreiheit bilden natürlich Privathochschulen – hier sind die Kosten komplett variabel. Überraschenderweise dürfen Fachhochschulen ebenfalls Studiengebühren von bis zu 363,36 Euro pro Semester verlangen. Einige tun dies, andere nicht. Hier müsst ihr euch an den jeweiligen FHs individuell erkundigen. Wer an der Uni die Regelstudienzeit um zwei Semester überzieht, muss vielerorts mit Gebühren rechnen. Auch Studierende von außerhalb der EU müssen zahlen.

Die Lebenshaltungskosten sind in etwa so hoch wie in Deutschland. Außerhalb der Hauptstadt kommt man mit etwa 800 Euro pro Monat locker klar, in Wien muss man sich mit dem Geld etwas einschränken – 900 Euro wären da angenehmer.

Diskussion über Gebühren

Vorläufig scheint das Thema allgemeine Wiedereinführung von Studiengebühren vom Tisch, es bleibt aber bei den Gebühren bei Langzeitstudium an Unis, für Nicht-EU-Ausländer und an einigen FHs. Änderungen sind jedenfalls längerfristig nicht auszuschließen, wir werden versuchen, bei Bedarf entsprechende Informationen hier einzufügen.
Und wie zahle ich die Rechnung?

Auch wenn Österreich nicht allzu teuer ist – das Geld muss irgendwo her kommen. Naheliegend sind Eltern und Arbeit. Wenn dies nicht reicht, müssen andere Quellen angezapft werden.

Österreichische Finanzierungsmöglichkeiten

Wie in Deutschland gibt es auch in Österreich eine Reihe an Stipendien für verschiedenste Fächer, Lebensumstände, Zeiträume und Bedürfnisse. Praktischerweise gibt es mit Grants.at eine Datenbank, die all diese Stipendien auflistet.

Falls du schon länger in Österreich wohnst, kannst du möglicherweise Anspruch auf die Studienbeihilfe haben, das österreichische Äquivalent zum BAföG. Infos dazu gibt es auf der Webseite Stipendium.at. Auf dieser Webseite gibt es auch Informationen zu anderen Förderungsformen.

Nina Witjes hatte während des Studiums in Österreich einen Sohn zur Welt gebracht und profitierte von guten Sozialleistungen. "Das Sozialsystem ist noch besser ausgebaut als in Deutschland. Es gibt Betreuungsgeld, Kindergelder, freie und ausreichend vorhandene Kindergartenplätze in Wien, Fahrtkostenerstattungen und vieles mehr."

Deutsche Finanzierungsmöglichkeiten

Die bekannteste Finanzierungsmöglichkeit ist klar das Auslands-BAföG, zu dem ihr hier auf Studis Online umfangreiche Informationen findet. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten:

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) vergibt eine Reihe von Stipendien für das Studium im Ausland. Das bekannteste ist das Jahresstipendium für Ergänzungs-, Vertiefungs- und Aufbaustudien, das die kompletten Kosten eines Masterstudiums im Ausland tragen soll. Die Bewerbungsfristen für Studierende auf DAAD-Stipendien endet Mitte November, also fast zehn Monate vor Studienbeginn. Die Höhe liegt bei Bachelorstudenten bei 550 Euro pro Monat und bei Masterstudenten bei 725 Euro.

Man kann sich auch als Student im Ausland bei den deutschen Studienförderwerken bewerben – mehr zu den Studienförderwerken hier auf Studis Online. Von diesen erhaltet ihr unter anderem 150 Euro Büchergeld. Allerdings sehen manche Stiftungen ein Studium im Ausland kritisch, da so eine Teilnahme an lokalen Stipendiatengruppen kaum möglich ist. Informiert euch dazu direkt bei den Stiftungen.

7. Weitere Informationen

Hinweis: Dieser Artikel wurde ursprünglich am 25.06.2012 veröffentlicht. Das Datum oberhalb des Artikels gibt an, wann er zuletzt aktualisiert wurde (bspw. in Sachen Studiengebühren, Links etc.).



Werbepause



Maestro 180x114
Tipp: DKB Cash mit DKB-Visa-Card [w]

Damit Ihr auch im Ausland günstig an Euer Geld kommt, empfiehlt sich beispielsweise das DKB Cash-Konto mit Visa-Card. weiter »




Folgende Artikel könnten für Dich auch interessant sein



Eine Studentin macht sich Sorgen um die Finanzierung ihres Studiums


Diese Seite verlinken »

 
Lesetipp
Auslandsstudium
Kostenlose Beratung und Bewerbungshilfe für mehr als 150 Universitäten im Ausland über deren deutsche Repräsentanz College Contact (www.college-contact.com)

Studis Online Logo (kleinere Variante)  Studieren leicht gemacht