Studium
Wissenschaftliches Schreiben (Referate, Haus- und Abschlussarbeiten)
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Übersicht
Teil 1: Wahl des Themas, Literaturrecherche [auf dieser Seite]Teil 2: Literatur verarbeiten, Quellenarbeit
Teil 3: Schematischer Aufbau der Arbeit, "Layout"-Hinweise
Teil 4: Literaturangaben, Zitierweise
Teil 5: Literaturverzeichnis
Wahl des Themas (und der Sprache?)
Auch wenn es hier weniger darum gehen soll, wie man zu einem Thema kommt, so soll doch eine Bemerkung zum Start nicht fehlen. Gerade bei Abschlussarbeiten im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften hängt die Wahl des Themas und die Literaturrecherche eng zusammen. Ein vermeintlich gutes Thema kann sich nach einer ersten Literaturrecherche als wenig ergiebig oder viel zu umfangreich erweisen. Es kann auch sein, dass (alte) Quellen schwer zugänglich sind. Erst nach einer ersten Recherche kann man das Thema also genauer eingrenzen - vorher sollte man es keinesfalls festlegen oder sogar schon dem Prüfungsamt melden.
In welcher Sprache (Deutsch, Englisch ...) man die Arbeit abgeben muss, ist in der Regel festgelegt. Gerade, wenn es nicht die Muttersprache ist, kann es für den Anfang hilfreich sein, die üblichen Phrasen/Mustersätze korrekt in der Fremdsprache vorliegen zu haben. Das Sprachportal bab.la bietet eine solche Sammlung in 14 Sprachen: Phrasenbuch zum wissenschaftlichen Schreiben.
Buchtipp
Ein Buch von Umberto Eco (Autor von u.a. Der Name der Rose), seines Zeichens Professor an der Universität Bologna. Da der Ursprungstext von 1977 stammt und insbesondere auf italienische Verhältnisse eingegangen wird, ist es zwar nicht als der 1:1-Ratgeber für heutige Arbeiten an deutschen Hochschulen geeignet, aber trotzdem eine spannende Lektüre. Ja, spannend, denn Eco versteht es, wissenschaftliches Arbeiten als Abenteuer zu schildern. Und vieles, was damals richtig war, gilt auch heute noch. Mit Recht ist daher 2003 die bereits 10. Auflage erschienen. |
Literaturrecherche
Im Allgemeinen bekommt man mit der Aufgabenstellung für die Ausarbeitung einige Literaturtipps. Bei kleineren Referaten oder Hausarbeiten mag diese Liste bereits ausreichen. Selbst dann schadet es nicht, noch weiter zu forschen. Bei Abschlussarbeiten ist eine weitergehende Recherche aber unbedingt erforderlich.
Recherchemöglichkeiten
- Bibliotheks-Kataloge
Vorteil: Dank diverser Bibliotheks-Verbünde kann inzwischen über riesige Bestände von Büchern gesucht werden. Schaut z.B. in unser Bibliotheks-Verzeichnis.
Nachteil: nur eingeschränkte Möglichkeiten über Schlagwortrecherche - Fachspezifische Datenbanken
Je nach Studienfach oder gar Spezialisierung gibt es zum Teil spezifische Datenbanken - StudienkollegInnen oder BetreuerIn sollten nähere Hinweise geben können, ob das der Fall ist - Sichtung aktueller Fachzeitschriften
Empfielt sich zusätzlich zur Recherche in Datenbanken, da aktuelle Artikel oft noch nicht erfasst sind - Literaturverzeichnisse in relevanten Artikeln, Monographien und Büchern
- Internet
Angefangen bei den üblichen Suchmaschinen (es gibt nicht nur Google!) oder z.B. auch für relevante Statistiken
Statistisches Bundesamt (www.destatis.de)
EU (europa.eu.int) - Eine Literatur-Metasuchmaschine (auch über Fachzeitschriften, Open Access Publikationen und diverse Repositories wie Pubmed Central oder ArXiv) findet sich unter www.qsensei.com.
Entscheidend bei der Literaturrecherche sind die richtigen Schlagwörter. Die Zahl der gefundenen Beiträge kann
- sehr umfangreich sein. Hier sollte man die Anfrage weiter spezifizieren, also weitere oder speziellere Begriffe verwenden.
- sehr gering sein. In diesem Fall sollte man mit Synonymen suchen, um zu sehen, ob es doch Fundstellen gibt. Ansonsten kann man Oberbegriffe verwenden und in den Treffern sehen, ob für die eigentlich gesuchten Begriffe brauchbare Informationen zu erwarten sind.
Fachzeitschriften
Zu sich lohnenden Fachzeitschriften sollte man die BetreuerIn der Arbeit befragen und/oder StudienkollegInnen.
Autorensuche
Hat man bereits Beiträge gefunden, stellt sich oft heraus, dass bestimmte AutorInnen häufiger zu einem spezifischen Thema schreiben. Man kann in diesem Fall gezielt nach weiteren Beiträgen dieser AutorInnen suchen.
Schneeballverfahren
Hat man zentrale Beiträge zu einem Thema gefunden, kann man über die enthaltenen Literaturhinweise weiter recherchieren und in den so gefundenen ebenso.
Literatur erfassen
Alle relevante Literatur sollte in der Recherchephase notiert werden. Am besten orientiert man sich dabei schon an den Angaben, die man auch für das Literaturverzeichnis brauchen wird. Dieses Verzeichnis sollte während des Schreibens der eigenen Arbeit kontinuierlich gepflegt werden - im optimalen Fall kann man sie so direkt in die Ausarbeitung übernehmen.
» Teil 2: Literatur verarbeiten, Quellenarbeit
» Teil 3: Schematischer Aufbau der Arbeit, "Layout"-Hinweise
» Teil 4: Literaturangaben, Zitierweise
» Teil 5: Literaturverzeichnis
» Wissenschaftliche Arbeiten erstellen mit
Microsoft™ Word 2007™ (externer Link, kein Angebot von Studis Online)
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