Studium
Wissenschaftliches Schreiben (Teil 4)
Literaturangaben / Zitierweise
Grundsätzlich sind die Quellen einer Arbeit in einem Literaturverzeichnis anzugeben. Zwingend anzugeben sind alle Werke, aus denen man in der eigenen Arbeit zitiert oder sich sinngemäß darauf bezieht. Darüberhinaus sind im Literaturverzeichnis auch herangezogene Grundlagenliteratur des Faches (ohne allgemeine Nachschlagewerke wie Duden, Brockhaus etc. - außer man zitiert daraus!) aufzunehmen.Wortgenaue Wiedergaben von Satzteilen oder Sätzen aus Quellen werden immer in Anführungszeichen gesetzt. Anderes als wortwörtliche Zitate nie in Anführungszeichen setzen. Möchte man Satzteile hervorheben, so sollte man diese Hervorhebungen in der ganzen Arbeit einheitlich entweder fett, kursiv oder in einer anderen Schriftart setzen. Mit Hervorhebungen sollte man sparsam umgehen.
Im folgenden geben wir eine Übersicht, was zu beachten ist.
Quellen im Text
Sekundärquellen sollte man vermeiden und versuchen, sich die Originalquelle zu besorgen und aus dieser zu zitieren (wissenschaftliche Exaktheit). Alle wortwörtlichen Zitate und sinngemäße Wiedergaben immer mit Quellenangabe versehen (Nachprüfbarkeit). Wenn das Original nicht zu beschaffen ist, das Zitat jedoch für unverzichtbar gehalten wird, kann auf die Wendung zitiert nach: zurückgegriffen werden.Üblicherweise wird bei Autoren auf die akademischen Grade/Titel verzichtet. Also kein Prof., Dr. oder Dipl.-Ing. angeben! Immer auch die Seitenzahl des Zitats nennen; wird auf mehrere Seiten Bezug genommen, so wird üblicherweise f. bzw. ff. verwendet (also S. 90f. statt S. 90/91 und S. 90ff. statt S. 90-99). Ausnahmen bestätigen die Regel, manche BetreuerInnen wollen es doch anders.
Grundsätzlich kann man zwischen der deutschen und der amerikanischen Zitierweise unterscheiden. Auslassungen in Zitaten werden bei beiden durch eckige Klammern und typographische Auslassungspunkte […] gekennzeichnet.
Amerikanische Zitierweise
Bei dieser Zitierform, die sich zunehmend auch in Deutschland durchsetzt, wird die Quelle direkt nach dem Zitat vermerkt. Bei zahlreichen Autoren der Quelle kann ausnahmsweise auf eine Fußnote ausgewichen werden - man sollte den Betreuer fragen, ob das gewünscht ist. Sofern der Nachname eindeutig ist, reicht es, ihn anzugeben. Sonst mindestens den erste Buchstabe des Vornamens oder komplett ausschreiben.
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Beispiele Das Zitat lautet: „Das Gesetz enthält sich jeder Beeinflussung der Wahl des angestrebten Ausbildungszieles." Es könnte nun wie folgt in einem Text verwendet werden. Die Großschreibung der AutorInnen wird oft verwendet, ist aber Geschmackssache. wörtliche Übernahme „Das Gesetz enthält sich jeder Beeinflussung der Wahl des angestrebten Ausbildungszieles.“ (BLANKE 2000, S.42) indirekte Übernahme Nach Ansicht von Blanke enthält sich das BAföG-Gesetz jeder Beeinflusstung bei der Wahl eines angestrebten Ausbildungsziels (BLANKE 2000, S.42). Auslassungen (Eillipsen), Ergänzungen (Interpolation)
Im Gegensatz zu anderen wird behauptet, dass das BAföG-Gesetz „sich jeder Beeinflussung der Wahl des angestrebten Ausbildungsziel [enthält]“ (BLANKE 2000, S.42). |
Deutsche Zitierweise
Hier wird die Quellenangabe in Fußnoten ausgelagert. Bei der ersten Erwähnung wird die Quelle ausführlich genannt. Trotzdem muss sie auch im Literaturverzeichnis vollständig aufgeführt werden. Bei weiteren Zitaten aus der gleichen Publikation (und vom gleichen Autor) kann eine Kurzzitation verwendet werden.
Beispiele
„Wissenschaftliches Arbeiten ist keine Hexerei.“ 1
Die Fußnote lautet:
1 Vgl. Meier, Hans und Kaiser, Stefan: Was ist wissenschaftliches Arbeiten? Studium heute, 20 (2002) 4, S. 34-50, hier S. 38.
„Die meisten Studierenden wissen nicht, wie sie an einen Text herangehen sollen, geschweige denn, wie sie selbst eine wissenschaftliche Arbeit verfassen sollen.“ 2
Die Fußnote lautet:
2 Vgl. Meier, H. u.a., a.a.O., S. 40ff.
Erläterung der Abkürzungen bei Kurzzitation
u.a. steht hier für und andere, also die Co-AutorInnen; a.a.O für am angegebenen Ort (manchmal auch ebda. für ebenda) - weil ja schon in Fußnote 1 genannt. Im Gegensatz zur amerikanischen Zitierweise wird also bei der Erstnennung die genaue Seitenangabe gemacht (S. 12 - 16), in der Kurzzitation f. und ff. verwendet.
„Wissenschaftliches Arbeiten ist keine Hexerei.“ 1
Die Fußnote lautet:
1 Vgl. Meier, Hans und Kaiser, Stefan: Was ist wissenschaftliches Arbeiten? Studium heute, 20 (2002) 4, S. 34-50, hier S. 38.
„Die meisten Studierenden wissen nicht, wie sie an einen Text herangehen sollen, geschweige denn, wie sie selbst eine wissenschaftliche Arbeit verfassen sollen.“ 2
Die Fußnote lautet:
2 Vgl. Meier, H. u.a., a.a.O., S. 40ff.
Erläterung der Abkürzungen bei Kurzzitation
u.a. steht hier für und andere, also die Co-AutorInnen; a.a.O für am angegebenen Ort (manchmal auch ebda. für ebenda) - weil ja schon in Fußnote 1 genannt. Im Gegensatz zur amerikanischen Zitierweise wird also bei der Erstnennung die genaue Seitenangabe gemacht (S. 12 - 16), in der Kurzzitation f. und ff. verwendet.
» Teil 5: Literaturverzeichnis
« Teil 1: Wahl des Themas, Literaturrecherche
« Teil 2: Literatur verarbeiten, Quellenarbeit
« Teil 3: Schematischer Aufbau der Arbeit, "Layout"-Hinweise
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