10.04.2014

Worauf achten?
Online-Jobbewerbung per E-Mail oder Webformular

Inzwischen wird von vielen Unternehmen eine Online-Bewerbung angeboten – oder ist sogar zwangsweise der erste Schritt. Auch die BewerberInnen selbst wählen immer öfter den vermeintlich leichteren Weg, die Bewerbung online zu versenden. Studis Online erklärt, worauf Ihr besonders achten solltet.

Teilweise werden von den Firmen spezielle Web-Formulare für die Online-Bewerbung bereitgestellt. In diesen Fällen sollte man die vorgegebenen Formulare nutzen, denn wenn die Web-Formulare gut gemacht sind (leider nicht immer der Fall), hat das Unternehmen so die wesentlichen Daten, die es braucht.




Auch Online gilt: Sorgfalt walten lassen!

Erfolgreich online bewegen – kurz zusammengefasst
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Erfolgreich online bewegen – kurz und knapp als Grafik zusammengefasst
Auch wenn die Onlinenutzung heute selbstverständlich ist, zeigen diverse Studien, dass die BewerberInnen sich bei Onlinebewerbungen offenbar weniger Mühe geben. Das ist ein großer Fehler – und die Chance für alle, die auch online auf die Form achten.

Massenbewerbungen mit standardisiertem Anschreiben haben wenig Sinn. Die Vollständigkeit darf nicht leiden. Das gilt online ebenso wie "offline". Offenbar muss das trotzdem besonders betont werden.

An anderer Stelle mag online ein lockerer Ton herrschen – Bewerbungen sind definitiv der falsche Platz dafür. Emoticons / Smilies wie z.B. :-) haben in einer Bewerbung nichts zu suchen.

Online-Spezifika

Die eigene E-Mailadresse und die des Adressaten

Eine Initiativ-Bewerbung an „info@name-des-unternehmens.com“ macht kaum Sinn. Man sollte sich die Mühe machen, über die Webseite oder telefonisch den richtigen Ansprechpartner und seine E-Mailadresse herauszufinden. Am besten sollte man bei dieser Gelegenheit fragen, ob eine Bewerbung per E-Mail überhaupt gewünscht ist.

Die eigene E-Mailadresse sollte seriös sein. Wer als „alteraffe@dummkopf.org“ schreibt, darf sich nicht wundern, wenn keine oder eine abschlägige Antwort ergeht. Besser ist eine E-Mailadresse à la „vorname.name@maildomain.de“. Eine E-Mailadresse aus der Firma, in der man noch arbeitet, sollte man nicht verwenden - denn daraus könnte geschlossen werden, dass man private Dinge immer auf Firmenkosten und während der Arbeitszeit erledigt. Eine Adresse an der Hochschule ist okay, inzwischen bieten einige Hochschulen teilweise sogar eine lebenslange Adresse.

Subject / Betreff der Mail

Schon aus dem Betreff der Mail sollte hervorgehen, um welche Stelle man sich bewirbt. Der eigene Name kann dabei angefügt werden (wenn er aus der Emailadresse nicht schon hervorgeht). Sollte sich die Bewerbung auf eine Anzeige beziehen, in der eine Kennziffer genannt war, dann darf diese keinesfalls fehlen.

Format der Mail und der Anhänge (letzteres gilt auch für Uploads bei Online-Bewerbungsformularen!)

Üblich ist es heute, Lebenslauf und weitere Unterlagen im PDF-Format zu versenden. Keinesfalls sollte man versäumen, ein kurzes Anschreiben im ganz einfachen Mail-Textformat (nicht HTML!) zu verfassen, in dem man auf den Anhang verweist und in dem die wesentlichen Punkten (eigene Kontaktdaten; Stelle, auf die man sich bewirbt) knapp aufgeführt sind (für den Fall, dass es mit den Anhängen doch Probleme gibt).

Wer LibreOffice oder OpenOffice verwendet (gute Alternativen zu Word, genau so umfassend – und dazu noch freie Software und kostenlos erhältlich!), kann seine Texte direkt als PDF exportieren. Aus Word ist das nur mit weiterer Software möglich (oder Ihr habt einen Apple mit MacOS X – da kann aus jedem Programm im Druckdialog direkt ein PDF erzeugt werden).

Dank schneller Internetzugänge (VDSL, Kabel etc.) und immer größerer Festplatten mag der Eindruck entstehen, man müsse überhaupt nicht mehr auf die Dateigröße achten: Das ist falsch. Zwar soll bspw. das eigene Bild gut erkennbar sein, trotzdem braucht es kein Bild in einer Auflösung von über 1000 Pixel je Seite. Auch evt. gescannte Versionen von Arbeitszeugnissen etc. sollten auf Größe optimiert und nicht unbearbeitet eingebunden werden.

Innerhalb des PDFs sollten keine besonderen Schriftarten verwendet werden, sondern möglichst Times (New Roman), Arial oder Helvetica. Nur diese sind auf praktisch allen Rechnern installiert, was gewährleistet, dass das Dokument so aussieht wie auf dem eigenen Rechner. Das Einbinden von zusätzlichen Schriftarten in ein PDF ist zwar möglich, aber vergrößert die Datei unnötig (von anderen Problemen ganz abgesehen).

Bewerbung abgeschickt – und jetzt?

Manche Firmen wollen – insbesondere, wenn sie eine Einladung zum Bewerbungsgespräch in Erwägung ziehen – die Bewerbung auch schriftlich per Post. Daher sollte man seine Unterlagen immer schnell griffbereit haben, um eine schriftliche Bewerbung nachsenden zu können. Es bietet sich an, von allen Zeugnissen immer einige Kopien auf Vorrat bereit liegen zu haben.

Wichtig ist, den eigenen E-Mail-Briefkasten regelmäßig zu kontrollieren. Keinesfalls sollte es dazu kommen, dass er „überläuft“ – was bei vielen Spam-Mails leider vorkommen könnte. Also immer schön Platz schaffen, falls der Briefkasten ein Größen-Limit hat.

Nach Absenden der Bewerbung kann man nach zwei Wochen telefonisch nachfassen. Wurde allerdings in der entsprechenden Stellenanzeige explizit darum gebeten, Rückfragen zu unterlassen, sollte man das respektieren. Nach über einem Monat kann man trotzdem nachfragen.

Wenn man das Interesse des Unternehmens geweckt hat, kommt die nächste Hürde. Auch dazu gibt's ausführliche Tipps bei Studis Online.




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Hinweis: Dieser Artikel erschien ursprünglich im April 2005. Das Datum oben gibt die letzte Korrektur an.

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