Lernen
Faktenwissen richtig lernen
Gute Noten sind nicht nur eine Frage der Intelligenz, sondern vor allem der Organisation, Vorbereitung und der Lerntechnik. Die folgenden Lerntipps beziehen sich vor allem auf Studiengänge und Fächer in denen man viel Faktenwissen und Definitionen - oder einfach ganz klassisch Vokabeln - Auswendiglernen muss wie BWL, VWL, Medizin, Sprachwissenschaften und andere Geisteswissenschaften.1. Organisationsphase
Klausuren an Universitäten erfordern eine strukturierte Lernstrategie. Der Umfang des Lernstoffes, der bei Klausuren in Universitäten abgefragt wird, füllt nicht selten einen ganzen Ordner. Als erstes müssen alle für die Klausur notwendigen Scripte, Mitschriften, Aufsätze und Literatur zusammentragen werden. Es bietet sich hierbei an auch Mitschriften mit anderen Studenten zu tauschen, da man manchmal nicht alle in der Vorlesung und im Seminar mitbekommen hat. Manchmal gibt es auch schon fertige Scripte und Mitschriften im Word oder PDF Format, die aber trotzdem kritisch durchgearbeitet und auf die Aktualität überprüft werden müssen. Wichtig ist hier besonders die Vollständigkeit und Aktualität der Informationen. Die Organisationsphase sollte man spätestens drei Wochen vor der Klausur abgeschlossen haben.
2. Vorbereitungsphase
Nachdem man in der Organisationsphase das gesamte Material gesichtet hat, sollte man sich bei den letzten Seminaren und Vorlesen direkt nach dem Inhalt der Klausur fragen. Wenn man Glück hat, gibt der Professor einen Schwerpunkt bekannt oder schließt bestimmte Bereiche aus. Je nachdem wie gut man den Professor kennt, sollte man solche Aussagen aber immer mit Vorsicht genießen. Nachdem nun Klarheit über die Zielsetzung der Klausur besteht, muss das gesammelte Material entsprechend durchgearbeitet und stichpunktartig zusammengefasst werden. Es ist zu empfehlen dies mit Word oder einem anderen Textverarbeitungsprogramm zu bewerkstelligen. Je besser man das Fach verstanden hat, desto komprimierter kann die Zusammenfassung gestaltet werden. Jedes Wort das man nicht mehr Auswendiglernen braucht, spart Zeit.
3. Lernphase
Der Stoff ist nun auf das nötigste Zusammengefasst und muss nun auswendig gelernt werden. Eine Zusammenfassung eines BWL-Fachs kann trotzdem noch über 80 DIN A4 Seiten mit 12 Punkt Schrift betragen. Aus diesem Grund das Nutzen von Lerntechniken sinnvoll. Durch einfaches lesen behält man nur 5%, durch Reflexion 10% (Durcharbeiten und Komprimieren des Stoffes) und schriftliche Wiedergabe noch mal 10% des Lernstoffes beim ersten Durchgang. Zusammen ergibt dass gerade mal 35%, wobei die schriftliche Wiedergabe meist beim ersten Durchgang meist noch nicht möglich ist. Um etwas vollständig zu behalten, man es wieder und wieder lesen und wiedergeben – kurz Auswendiglernen.
Ein beliebtest System um Fakten, Vokabeln, Aufzählungen und Definitionen auswendig zulernen ist das 5-Fächer-Karteikarten System. Auf der einen Seite einer Karte hat man die Frage und auf der anderen Seite die Antwort. Sobald man eine Frage richtig beantwortet hat, legt man ein Fach weiter. Zuerst sind alle Karten im ersten Fach. Hat man nach einiger Zeit das erste Fach geleert, geht man das zweite Fach durch. Wenn man die Frage richtig beantwortet wird sie in das nächste Fach gesteckt, ansonsten muss Sie zurück ins erste Fach.
Eine Lernsoftware kann helfen - z.B. Phase 6
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Effektiver lernen
Wer sich effektiv und auf verschiedenen Wegen Wissen aneignen kann, hat mehr Erfolg im Studium. Der persönliche Lernstil spielt dabei eine große Rolle. Mit vielfältigen Tests und Übungen erfahren Studierende aller Fachrichtungen in diesem Buch, zu welchem Lerntyp sie gehören und wie sie sich strukturiert Notizen machen, die Mind-Mapping-Technik anwenden, die Vor- und Nachbereitung des Lernstoffes organisieren, sich mental und körperlich fit halten, einen Zeitplan erstellen und einhalten, ihr Wissen und ihre Lernfortschritte kontrollieren.
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