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(Fachbereiche): Erziehungswissenschaften Erziehungswissenschaften allgemein
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Titel Modelltheoretische Integration von Kompetenzmanagement und Wissensmanagement 
Untertitel Wie durch die Stärkung von Hintergrundwissen der Transfer von Expertisen in betrieblichen Abläufen unterstützt wird 
Autor/in Bernhard Mayr 
Seiten 232 Seiten 
Hochschule Johannes Kepler Universität Linz Österreich 
Art der Arbeit Dissertation / Doktorarbeit 
Abgabe 2008 
Note
Preis 68,00 EUR (inkl. MwSt.)
 
Bestellnummer 20012040 
Sprache Deutsch 
Medien Papier 
Inhaltsangabe  
Einleitung:

Die Konzentration auf die Entwicklung der Mitarbeiter als Teil des Unternehmens und die Tatsache, dass eine Organisation oder ein Betrieb mehr ist als die reine Summe der einzelnen Mitarbeiter stellt einen Anreiz dar, sich mit einem Thema aus diesem Bereich näher zu beschäftigen.

Innovation an sich stellt einen wesentlichen Wettbewerbsfaktor der westlichen Wirtschaft im Vergleich zu Niedriglohnländern dar. Es scheint, keinen Sinn zu machen, auf Basis der Lohnkosten konkurrieren zu wollen. Vielmehr liegt der Schlüssel in der Innovationsfähigkeit. Diese geht jedoch vom einzelnen Mitarbeiter und dessen Wissen und Entwicklung aus. Aus diesem Grund ist es erfolgversprechend die Entwicklung der Mitarbeiter eines Unternehmens in die Konzepte der Unternehmensführung aufzunehmen und bestmöglich zu fördern.

Eine wesentliche Möglichkeit, eine solche Basis für Innovationsfähigkeit zu schaffen ist es, die Kommunikation unter den Mitarbeitern zu fördern und durch eine Dispersion des Wissens das Unternehmen wachsen zu lassen.

War Wissen in der Geschichte eher statisch und über einen längeren Zeitraum unverändert, stellt es heute eine sehr flexible und schnelle Entität dar. Während es vor geraumer Zeit ausreichend war, einen Beruf zu erlernen und diesen dann in derselben Form bis an das Ende des aktiven Arbeitslebens auszuüben, ist heute lebenslanges Lernen vom Berufsalltag nicht mehr weg zudenken.

Aus diesem Grund stellen die Beschäftigung mit Wissen im Unternehmen und das Management von Wissen sowie die Weiterentwicklung des Unternehmens im Sinne von organisationalem Lernen einen wesentlichen Ansatzpunkt zur Beeinflussung des Unternehmenserfolgs dar.

Das Konzept "Wissensmanagement" kann sich nun schon seit Anfang der 1990er Jahre als zentrales Konzept der Unternehmensführung behaupten - sowohl in der wissenschaftlichen Diskussion wie auch in der Praxis. Daraus kann geschlossen werden, dass es sich beim Wissensmanagement weniger um einen Management-Trend als viel mehr um eine Neuorientierung der Unternehmensführung handelt. Dies untermauern einerseits nach wie vor zahlreich erscheinende Publikationen zum Thema wie auch die Tatsache, dass Management-Trends eine durchschnittliche Lebensdauer von etwa fünf Jahren haben. Diese Lebensdauer hat Wissensmanagement inzwischen bereits deutlich überschritten.

Wenn wir von Wissen oder Wissensmanagement sprechen, muss uns klar sein, dass wir uns immer Metaphern bedienen, die unserer Vorstellung von Wissen hinterlegt sind. Vor dem Hintergrund dieser Metapher interpretieren wir den Begriff Wissen und Wissensmanagement als Konzept. Andriessen stellte die Metaphern, die in den Ansätzen westlicher Autoren von Wissensmanagement stecken, jenen der Autoren aus dem japanischen Raum gegenüber.

Abbildung 1 zeigt diese Gegenüberstellung. Besonders auffällig erscheint, dass Wissen in westlichen Ansätzen deutlich häufiger mit etwas physischem assoziiert wird, als in der japanischen Kultur. Es erscheint von dieser Sichtweise plausibel, warum vor allem in westlichen Ansätzen zu Wissensmanagement besonderes Augenmerk auf das Speichern und Verteilen von Wissen gelegt wird. (Zu den verschiedenen Ansätzen von Wissensmanagement siehe auch Kapitel 3 der vorliegenden Arbeit, das sich mit Wissensmanagement an sich beschäftigt.) Die vorliegende Arbeit stellt einen Versuch dar, durch die Einbindung von Kompetenzmanagement, den Fokus im Wissensmanagement auch auf den Transferprozess und vor allem auf die Interpretation von Wissen zu lenken.

Kompetenzmanagement hat als Managementansatz eine etwa genauso lange Tradition in der wissenschaftlichen Diskussion wie Wissensmanagement (im Kontext der Kognitionswissenschaften eine längere). Jedoch vor verschiedenen wissenschaftlichen Hintergründen. Kompetenz bezieht sich in der vorliegenden Arbeit immer auf Fähigkeiten und Fertigkeiten von Menschen. Im Unterschied dazu betrifft die Kompetenz im rechtlichen Sinne die Berechtigung, etwas tun zu dürfen. In diesem Zusammenhang würde man dann auch vom Kompetenzmanagement sprechen.

Einerseits wird Kompetenzmanagement als Werkzeug zur Abbildung von Fähigkeiten der einzelnen Mitarbeiter diskutiert, andererseits wird auf Unternehmensebene von Kernkompetenzen beziehungsweise strategischem Kompetenzmanagement gesprochen.

Wissensmanagement konzentriert sich in den meisten Ausprägungen auf das Wissen als eigenständiges Objekt, während Kompetenzmanagement die Person und deren Fähigkeiten in das Zentrum der Betrachtung rückt. Anders formuliert könnte man behaupten, Wissensmanagement zielt auf die Prozesse der Wissensweitergabe und Wissensentwicklung ab, während Kompetenzmanagement auf die personenbezogene Weiterentwicklung und Anwendung der individuellen Fähigkeiten und deren Abbildung abzielt - ohne jedoch näher auf den Weg des Kompetenzerwerbs einzugehen. So betrachtet bildet Wissensmanagement eher eine dynamische Komponente wo hingegen Kompetenzmanagement die statische Komponente darstellt. Dynamisch bezieht sich in diesem Kontext auf den schnellen Wandel und die schnelle Verteilung von Wissen. Statisch bezieht sich auf die längere "Halbwertszeit" der Kompetenz einer Person. Das heißt, heute ist weniger das aktuelle Fachwissen an sich wesentlich, sondern vielmehr der Umgang mit Wissen und die Akquise von Wissen. Daher hat die Kompetenz des Individuums eine längere "Halbwertszeit" - ist somit statischer - als das Wissen, das sich im ständigen Fluss befindet. In diesem Sinne stellt die Dynamisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft die Grundlage für die vorliegende Arbeit dar.

Die Kernfrage dieser Arbeit ist daher, ob es möglich ist, Kompetenzmanagement und Wissensmanagement in ein System zusammenzufügen und auf diese Weise sowohl den dynamischen Teil wie auch den statischen Teil in einem Ganzen zu vereinen und damit den Transfer von Expertisen zu erleichtern. Expertise wird in diesem Zusammenhang als eine bereichsspezifische Lösungskompetenz betrachtet.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit beginnt mit der Darstellung der Faktoren, die zu einer stärkeren Fokussierung der Managementaktivitäten auf die einzelnen Mitarbeiter geführt haben. Eine Weiterentwicklung der einzelnen Mitarbeiter und der Organisation als Ganzes kann nur durch Lernen geschehen, indem die individuellen Mitglieder der Organisation lernen und durch den Austausch unter den Individuen das Lernen der Organisation als Ganzes gestärkt wird.

Diesem Fakt trägt der Autor dieser Arbeit Rechnung und stellt daher im Anschluss daran die Basisfaktoren, die organisationales Lernen ermöglichen dar, da das organisationale Lernen die Grundlage für eine Weiterentwicklung der Organisation als Ganzes darstellt. Dieses Kapitel stellt einen wesentlichen Teil der vorliegenden Arbeit dar, da der Autor davon ausgeht, dass organisationales Lernen die Grundlage sowohl für Wissensmanagement als auch für Kompetenzmanagement darstellt.

Die beiden Hauptthemen, die im Anschluss daran behandelt werden, sind Wissensmanagement und Kompetenzmanagement. Der Autor geht auf die verschiedenen Definitionen von Wissen und Kompetenz ein und skizziert die zentralen Inhalte der Konzepte. Weiters stellt er die Problemstellungen dar, die die beiden Konzepte adressieren und lösen können, sowie jene Problemstellungen, die ungelöst bleiben.

Darauf folgt dann eine Ausarbeitung jener Anforderungen, die erfüllt sein müssen, damit ein System die beiden Konzepte Wissensmanagement und Kompetenzmanagement erfolgreich vereinen kann und so einen betrieblichen Erfolgsfaktor darstellt.

Den Abschluss der Arbeit stellen eine Zusammenfassung der wesentlichen Punkte der Arbeit sowie ein Ausblick auf weitere Forschungstätigkeit in dem behandelten Gebiet dar.

 
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