Studiengebühren
Studiengebühren in Hamburg
Stand: 22.01.2009« Studiengebühren-Übersicht (deutschlandweit)
Kurz und knapp
Allgemeine, nachgelagerte Studiengebühren: 375 €
Jeweils pro Semester
Viele Studierenden (außer Langzeitstudierende, wobei schon das dritte Semester über der Regelstudienzeit "zu viel" ist und jedes Hochschulsemester - auch von vorhergehenden Studienversuchen - zählt, und einige AusländerInnen) können sich die Gebühren zinsfrei stunden lassen und müssen nach dem Studium zahlen, sobald der eigene Verdienst 30.000 Euro brutto übersteigt. Details des Gesetzes hier.
Befreiungsmöglichkeiten und Ausnahmen im Detail (inkl. gesetzlicher Grundlagen).Viele Studierenden (außer Langzeitstudierende, wobei schon das dritte Semester über der Regelstudienzeit "zu viel" ist und jedes Hochschulsemester - auch von vorhergehenden Studienversuchen - zählt, und einige AusländerInnen) können sich die Gebühren zinsfrei stunden lassen und müssen nach dem Studium zahlen, sobald der eigene Verdienst 30.000 Euro brutto übersteigt. Details des Gesetzes hier.
"Verwaltungskostenbeitrag": 50 €
Jeweils pro Semester für alle (seit WiSe 2005/2006)
Früher gab es (vom SoSe2007 bis einschließlich SoSe 2008)
Allgemeine Studiengebühren: 500 €
Jeweils pro Semester
Vorfinanzierung für die meisten Studierenden (außer Langzeitstudierende, teilweise AusländerInnen u.a.) über Studienbeitragsdarlehen möglich, Zinsen dafür (Stand 10/2008) 6,51% (nom.), garantierter Höchstzinssatz: 7,5%
Damalige Befreiungsmöglichkeiten und Ausnahmen im Detail (inkl. gesetzlicher Grundlagen).Vorfinanzierung für die meisten Studierenden (außer Langzeitstudierende, teilweise AusländerInnen u.a.) über Studienbeitragsdarlehen möglich, Zinsen dafür (Stand 10/2008) 6,51% (nom.), garantierter Höchstzinssatz: 7,5%
Stand der Dinge und Geschichte
Im Januar 2009 liegen erste Zahlen vor, wie viele Studierende sich die Gebühren nach dem neuen Modell haben stunden lassen. Erste Zwischenbilanz: Hamburger Studiengebührenmodell enttäuscht.
Die (meisten) Studierenden der HfBK sind weiter gegen Studiengebühren. Und haben im November 2008 erneut einen Boykott beschlossen. Mehr dazu im Artikel "Was ist Sklaverei denn anderes?".
Am 17.09.2008 beschließt die Hamburgische Bürgerschaft in zweiter Lesung den Gesetzentwurf von CDU und GAL gegen die Stimmen von SPD und LINKE. Wie das Gesetz nun am Ende aussieht, kann im Artikel Hamburgische Bürgerschaft beschließt nachgelagerte Studiengebühren nachgelesen werden.
Anfang Juli 2008 liegt der Gesetzentwurf für das schwarz-grüne Gebührenmodell vor. In einer Anhörung im Wissenschaftsausschuss wurde daran allerdings viel Kritik geübt (siehe Gleich zahlen oder gleich verschulden).
Am 17.04.2008 unterzeichnen CDU und GAL tatsächlich ihren Koalitionsvertrag. Wie die damals bekannten Details in Sachen Studiengebühren aussehen, kann im Artikel Studiengebühren in Hamburg bleiben nachgelesen werden.
Die Bürgerschaftswahlen am 24.02. ergeben zwar eine Mehrheit für die Parteien, die Studiengebühren mehr oder weniger deutlich ablehnen (SPD, GAL, Linke). Da eine Koalition oder andere Form der Zusammenarbeit dieser Parteien in Hamburg ziemlich unwahrscheinlich ist, wird es aber wohl zu einer CDU-geführten Regierung kommen, zur Zeit deutet alles auf schwarz-grün. Die Grünen haben daher in der ersten Bürgerschaftssitzung einen Antrag der SPD zur Abschaffung der Studiengebühren nicht angenommen, sondern in die Ausschüsse verwiesen. Zwar ist die Koalition mit der CDU noch nicht beschlossen, aber es sieht inzwischen nicht mehr so aus, als ob sie nicht zustande kommen könne. Auch Studiengebühren werden dabei erhalten bleiben, nur die Details ändern sich (siehe unseren Artikel Auch nachgelagerte Studiengebühren sind Studiengebühren vom 05.04.2008).
Kurz vor den Wahlen zur Bürgerschaft am 24.02. (hier Wahlprüfsteine) machen die GebührengegnerInnen nochmals mobil. Mehr dazu im Artikel Kreative Aktionen vor der Wahl vom 17.02.2008. Eine größere Demonstration soll es nochmals am 21.02. um 17 Uhr ab Dammtorbahnhof geben.
Auch wenn im Rest der Republik die Boykott-Versuche gegen Studiengebühren fast überall vorbei sind und nicht zum erwünschten Erfolg (Rücknahme der Gebühren) geführt haben - in Hamburg war diese Art des Protestes lange am Laufen. Und zwar an der HfBK, mit sehr hoher Beteiligung. Details zu diesem Boykott (und den Versuchen an den anderen Hamburger Hochschulen) im Artikel Studiengebührenboykott in Hamburg. Es ist selbst Anfang 2008 noch offen, wie das ganze ausgeht – vor allem für die BoykotteurInnen. Klagen sind anhängig.
» Entwicklung bis Ende 2004
(jeweils mit Quellen und Links zu ausführlicheren Artikeln aus dieser Zeit bei uns und anderen)
(jeweils mit Quellen und Links zu ausführlicheren Artikeln aus dieser Zeit bei uns und anderen)
Mehr zu Studiengebühren in Hamburg
Artikel bei uns
- Erste Zwischenbilanz: Hamburger Studiengebührenmodell enttäuscht (22.01.2009) »
- "Was ist Sklaverei denn anderes?": Studierende der HfBK weiter gegen Studiengebühren (05.12.2008) »
- Der Teufel steckt im Detail: Hamburgische Bürgerschaft beschließt nachgelagerte Studiengebühren (17.09.2008) »
- Gleich zahlen oder gleich verschulden: Studiengebühren schwarz-grün (03.07.2008) »
- Koalitionsvertrag unterzeichnet: Studiengebühren in Hamburg bleiben (17.04.2008) »
- Hamburger Koalitionsverhandlungen: Auch nachgelagerte Studiengebühren sind Studiengebühren (05.04.2008) »
- Kreative Aktionen vor der Wahl: Studiengebühren weiter heißes Thema in Hamburg (17.02.2008) »
- Studiengebührenboykott 2007/2008 (ständig aktualisiert) »
Hinweis
Die Angaben hier beruhen auf eigenen Recherchen, eine Gewähr dafür kann nicht übernommen werden. Wer von neuen Plänen oder wirklichen Änderungen der hier geschilderten Lage gehört: Bitte informiert uns per Mailformular, damit wir die Information einbauen können. Vielen Dank!
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