01.04.2010

April, April
Goethe-Universität kehrt Bachelor und Master den Rücken

Bachelor und Master gehören an Hessens größter Universität vermutlich bald der Vergangenheit an. Das Präsidium und der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Goethe-Universität teilten heute in einer gemeinsamen Erklärung mit, dass sie im Rahmen der so genannten "Bologna-Werkstätten" erste Schritte für eine Rückkehr zu Diplom- und Magister-Studiengängen abgestimmt hätten.

"Ich freue mich, dass die Bologna-Werkstätten schon nach wenigen Monaten ein so greifbares Ergebnis erbracht haben", erklärte Universitäts-Vizepräsident Prof. Manfred Schubert-Zsilavecz. Damit würde sich die Goethe-Universität an die Spitze einer Reformbewegung in Deutschland stellen, die das Ziel verfolgt, "Studiengänge wieder studierbarer zu gestalten."

Die AStA-Vorsitzende Nadia Sergan betonte, dass sie sich noch vor wenigen Wochen nicht hätte vorstellen können, dass sich die Universitätsleitung im Rahmen der Bologna-Werkstätten auf einen derart weitgehenden Schritt einlassen würde. Sie führte den Sinneswandel der Universitätsleitung auch auf den intensiven Einfluss zurück, den Studierende in den Bologna-Werkstätten ausgeübt hätten: "Wir haben auf absolut gleicher Augenhöhe unsere Punkte einbringen können und miteinander verhandelt. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen."

In den nächsten Wochen müssen nun verschiedene Arbeitsgruppen, bestehend aus Vertretern der Universitätsleitung, der Studierenden sowie der Lehrenden das weitere Vorgehen beraten: "Wir hoffen, dass wir in der Umsetzung unserer Reformpläne zügig vorankommen", gab sich Vizepräsident Schubert-Zsilavecz betont optimistisch. Bis Mitte nächsten Jahres sollten die meisten Studiengänge bereits rückabgewickelt sein. AStA-Vorsitzender Jonas Erkel sagte: "Der AStA freut sich auf die weitere Zusammenarbeit in den Arbeitsgruppen. Wir werden nach Kräften daran mitwirken, dass es bald eine konkrete Roadmap für die Umsetzung der Reform der Reform geben wird." Beide Seiten waren sich einig, dass dies ein guter Tag für den Hochschulstandort Hessen sei.



Quelle: Pressemitteilung der Goethe-Universität, die uns per Mail mit der "Bitte um – augenzwinkernde – Beachtung" zugeschickt wurde. Einsehbar auch unter http://www.muk.uni-frankfurt.de/news/hp/071/index.html.


Kommentare zu diesem Artikel

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1. wtf?! kommentierte am 01.04.2010 um 12:55:55 Uhr

Aprilscherz?

Soll das ein Aprilscherz sein?

Wenn ja, ist das sehr unlustig...




2. Oli (Studis Online) kommentierte am 01.04.2010 um 13:13:29 Uhr

Aprilscherz!

Wie aus der Bemerkung bei der Angabe zur Quelle hervorgeht ... ja, es ist ein Aprilscherz. Ich fand ihn auch nicht unbedingt so lustig, aber wollte mit der Veröffentlichung mal zeigen, was sich Hochschul-Pressestelle so ausdenken ...




3. adeline kommentierte am 01.04.2010 um 15:31:52 Uhr

Nachtschicht als Lösung für den doppelten Jahrgang

http://www.pm.ruhr-uni-bochum.de/pm2010/msg00097.htm

finde ich lustiger :)




4. Wirklich schade kommentierte am 02.04.2010 um 13:56:21 Uhr

Das wäre doch mal was gewesen...

Dieser Schritt wäre eine Massnahme zur gegenläufigen BA/MA-Gestaltung gewesen. Nur das Datum lässt dann wenig Realisierungschancen erahnen.




5. Krebskranker kommentierte am 12.04.2010 um 14:41:17 Uhr

Sowas schönes gibt es nicht

Ist ja fast, als wenn man einem Krebskranken sagt: "Sie sind geheilt !!!"

...und 5 Sekunden später dann...."April, April!"

....es gibt ein paar Sachen über die man einfach solche Scherze nicht macht: Krebskranke und Bologna-Verschulung!




6. MiCalc kommentierte am 14.04.2010 um 18:01:39 Uhr

Gute Entscheidung!

Find's richtig gut, wenn eine Universität wieder zur Besinnung kommt und vom Bachler-/Masterquatsch ablässt!

Hoch leben die Diplom- und Magisterstudiengänge!





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