Studiengebühren

Studiengebühren in Mecklenburg-Vorpommern

Stand: 02.04.2009

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Kurz und knapp
Keine Studiengebühren für Diplom, Magister, Bachelor, Staatsexamen und konsekutive Master. Teilweise - hochschulabhängig - Gebühren für weiterbildende (nicht-konsekutive) Studiengänge.

Beschlossen
Bis zu 50 Euro Gebühren/Beiträge pro Semester z.B. für einen "Verwaltungskostenbeitrag", der bei der Immatrikulation/Rückmeldung anfällt. Es liegt in der Verantwortung der Hochschulen, ob Gebühren, in welcher Höhe und für welche Leistung genau eingeführt werden. Möglich ab WiSe 2009/2010.

Stand der Dinge und Geschichte

Am 01.04.2009 (leider kein Aprilscherz) hat der Landtag das Landeshochschulgesetz mit den Stimmen von SPD und CDU so geändert, dass den Hochschulen nun freigestellt ist, Gebühren (bzw. "Beiträge") von bis zu 50 Euro im Semester zu erheben. Die genaue Ausgestaltung und ob tatsächlich Gebühren erhoben werden, ist den Hochschulen überlassen. Allerdings wird allgemein erwartet, dass die Hochschulen den Rahmen voll ausschöpfen werden und von allen Studierenden einen "Verwaltungskostenbeitrag" von 50 Euro je Semester erheben werden. Noch muss aber ein wenig abgewartet werden.

Seit einigen Jahren versuchen Hochschulen über eine eigene Gebührensatzung für die Rückmeldung Gelder zu erheben. Die Uni Greifswald war dabei aber vom Oberverwaltungsgericht Mitte 2008 gestoppt worden. Als Konsequenz daraus will die große Koalition nun offenbar landesweit einheitliche Verwaltungskostenbeiträge in Hähe von 50 € pro Semester einführen und wird vom Bildungsminister Henry Tesch darin unterstützt (siehe Pressemeldung vom 11.09.2008).

Trotz großer Koalition scheinen sich ansonsten die Befürchtungen (vgl. unseren Artikel vor den Landtagswahlen - Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern: Vom Regen in die Traufe?) vieler GebührengegnerInnen nicht zu bewahrheiten. Obwohl aus der CDU vor den Wahlen viele Stimmen für allgemeinen Studiengebühren kamen und viele aus der SPD zumindest Langzeitstudiengebühren / Studienkonten nicht abgeneigt zu sein schienen, wird trotzdem auf Studiengebühren verzichtet. Offenbar überwiegt die Ansicht (und Einsicht), dass das Land nur ohne Studiengebühren genügend Studierende anziehen kann. Und wenn es dies nicht tun würde, blieben selbst die Gelder aus dem Hochschulpakt aus.

Mecklenburg-Vorpommern ist das einzige Bundesland, in dem es sehr lange (bis Ende 2004) keine öffentliche Diskussion innerhalb der Regierungsfraktion über die Einführung von Studiengebühren oder ähnlichem gab. Bis zur Landtagswahl Ende 2006 hat es von Seiten der SPD-PDS-Koalition dazu nichts neues gegeben.

Wie man am 09.12.2004 einer Meldung beim fzs entnehmen kann, gibt es laut dem AStA der Uni Greifswald Bestrebungen in der SPD-Landtagsfraktion, 500 € Studiengebühren einzuführen. Und zwar für alle (ab dem ersten Semester), die nicht mit Erstwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet sind. Es ist schließlich bei den Gedankenspiele von Teilen der SPD-Fraktion geblieben.



Hinweis
Die Angaben hier beruhen auf eigenen Recherchen, eine Gewähr dafür kann nicht übernommen werden. Wer von neuen Plänen oder wirklichen Änderungen der hier geschilderten Lage gehört: Bitte informiert uns per Mailformular, damit wir die Information einbauen können. Vielen Dank!






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