19.10.2009
Hintergrundtexte zum Thema Bildungsstreik und -reform
Streik – aber dann? (Seite 1)
Der Bildungsstreik 2009 war nicht der erste Protest von SchülerInnen und Studierenden – und er wird auch nicht der letzte gewesen sein. Dabei ist es durchaus lohnend, sich die Dokumente der Vergangenheit erneut durchzusehen und in die Planung weiterer politischer Aktionen einzubeziehen. Da die Text-Reihe des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und von Studis Online eine Reaktion auf den Bildungsstreik 2009 ist, liegt es nahe, mit dem Thema Streik zu beginnen.Über den Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi)
Seit seiner Gründung 1968 engagiert sich der BdWi für eine Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung. Er bezieht auf Kongressen, in wissenschaftlichen Publikationen und politischen Stellungnahmen öffentlich Position zu Fragen von Wissenschaft, Forschung und Hochschulentwicklung. Im BdWi haben sich über tausend Natur-, Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen zusammengeschlossen. Sie alle verbindet ihr gemeinsames Interesse an einer emanzipatorischen Wissenschafts- und Bildungspolitik.
Der BdWi lebt dabei von seinen Mitgliedern: Sie finanzieren die Arbeit und engagieren sich ehrenamtlich. Ob ProfessorIn, WissenschaftlerIn oder Studierende – gemeinsam versuchen die Mitglieder des BdWi, die bildungs- und wissenschaftspolitische Debatte zu beeinflussen.
Weitere Informationen auch zur Mitgliedschaft finden sich unter www.bdwi.de.
Harald Pittel hat im Jahr 2004 ein erstes Resümee der Streiks gegen Bildungs- und Sozialabbau aus den Jahren 2002ff. gezogen. Er ordnet die Bedeutung der Streiks gesamtgesellschaftlich ein und grenzt die Proteste gegen den Lucky Streik von 1997 ab. Aus heutiger Sicht scheinen vor allem zwei Punkte bedenkenswert: Erstens fordert Pittel eine erheblich stärkere Vernetzung der Studierendenschaften auch mit anderen Akteuren wie den Gewerkschaften ein, um tatsächlich wirkungsvoll gegen Bildungs- und Sozialabbau vorgehen zu können. Bei allen verbleibenden Problemen war die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft beim Bildungsstreik 2009 prominent bei Planung und Durchführung vertreten, so dass diese Aufforderung zumindest im Ansatz befolgt wurde. Zweitens macht Pittel eine gewisse inhaltliche Beliebigkeit der studentischen Forderungen aus, da den Streikenden eine Agenda fehle, um in der Folge Positionen auch durchsetzen zu können. Eine Situation, die der heutigen nicht ganz unähnlich ist. Die Streikenden haben sich ein Feld eröffnet – und es fehlt die Agenda, dieses Feld auch zu bespielen.Seit seiner Gründung 1968 engagiert sich der BdWi für eine Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung. Er bezieht auf Kongressen, in wissenschaftlichen Publikationen und politischen Stellungnahmen öffentlich Position zu Fragen von Wissenschaft, Forschung und Hochschulentwicklung. Im BdWi haben sich über tausend Natur-, Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen zusammengeschlossen. Sie alle verbindet ihr gemeinsames Interesse an einer emanzipatorischen Wissenschafts- und Bildungspolitik.
Der BdWi lebt dabei von seinen Mitgliedern: Sie finanzieren die Arbeit und engagieren sich ehrenamtlich. Ob ProfessorIn, WissenschaftlerIn oder Studierende – gemeinsam versuchen die Mitglieder des BdWi, die bildungs- und wissenschaftspolitische Debatte zu beeinflussen.
Weitere Informationen auch zur Mitgliedschaft finden sich unter www.bdwi.de.
Der Text von Harald Pittel ist zuerst erschienen in: Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi) / freier zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs): Studiengebühren, Elitekonzeptionen & Agenda 2010, Marburg 2004. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten unter
http://www.bdwi.de/verlag/gesamtkatalog/98695.html
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