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Kultur und Wirtschaft

Philosphie, BWL & Psychologie – bester Master ever!

Erfahrungsbericht von bec, 13.04.2016
Alter (bei Studienbeginn): 21 bis 25 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 7 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: Schon etwas her (2012), Studium bereits 2015 abgeschlossen

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Mein Kernfach im Master Kultur und Wirtschaft war Philosphie, Nebenfach BWL und Zusatzfach Psychologie. Insgesamt war das Studium großartig. Die Philosophie ist zwar sehr klein in Mannheim, aber man bekommt einen guten Überblick über Angewandte Ethik (z.B. Wirtschaftsethik, Tierethik), Geschichte der Philosophie (z.B. Kant, Platon, Aristotles) und andere Bereiche (z.B. Religionsphilosophie). Da man seine Philosophiekurse fast frei wählen kann, ist man ziemlich flexibel und kann seinen Interessen nachgehen. Das Beste ist, dass man einen "Crash-Kurs" (Fast Track) belegen kann, wenn man vorher noch keine Philosphie hatte. Ich als "reine" Bachelor-BWLerin konnte so meinem Interesse an Wirtschaftsethik nachgehen. In der BWL habe ich Fächer belegt, wie beispielsweise Nonprofit-Management, CSR, Entrepreneurship und Marketing. Hier könnte die Auswahl etwas größer sein, aber persönlich war ich sehr zufrieden mit Qualität und Möglichkeiten. Dann gibt es das Zusatzfach - hier ist man fast komplett frei in seiner Wahl (Literatur, Geschichte, VWL, Medien, Psychologie, etc.). Meine Entscheidung Psychologie zu wählen, habe ich definitiv nicht bereut. Es hat sich alles sehr gut ergänzt. Fazit: Großartiger Master, der sehr flexibel gestaltet werden kann.

Betreuung und Lehre

In der Philosophie sind die Dozenten meist sehr offen und man kann sich bei Problemen fast immer an sie wenden. Manche Dozenten natürlich mehr, manche weniger. Auf Wünsche von Seite der Studierenden wurde defintiv eingegangen - manche Seminare wurden z.B. nur auf Wunsch der Studentinnen und Studenten unterrichtet. In der BWL hängt es auch sehr stark vom Lehrstuhl ab. Die Qualität der Lehrpersonen war allerdings in allen Bereichen sehr hoch. Die Inhalte sind hier definitiv aktuell.

Ausstattung

Die Bibliothek ist sehr gut ausgestattet und war (ist?) sehr lange offen. Das könnte sich allerdings geändert haben. Als Philosoph kauft man sich die meisten Bücher selbst oder bekommt Scans zugeschickt. Auch in der BWL wurde man immer mit Powerpoint-Folien versorgt. Die Hörsäle sind alle sehr schön modernisiert - und man studiert im Schloss Mannheim - schöne kann es eigentlich nicht sein.

Organisation

Das Studium ist definitiv in der Regelstudienzeit machbar. Wenn man allerdings den Philosophie-Fast-Track macht oder einfach sehr viel Spaß am Studieren hat, kann es auch etwas länger gehen. Die Studienplangestaltung ist sehr flexibel. Die Arbeitsbelastung ist sehr hoch in den Prüfungsphasen (BWL, Psychologie) und hoch in den Semesterferien (Philsophie-Hausarbeiten), aber das ist schaffbar. Durch die zwei/drei verschiedenen Fächer ist es auch schön verteilt. Während die BWL-Studenten 5-6 Prüfengen schreiben, schreibt man selbst nur 2-3 ... dafür muss man seine Semesterferien eben mit Hausarbeiten verbringen (könnte man oft auch während des Semesters locker nebenher machen - aber dazu sind die meisten zu faul ;-) ).

Berufsorientierung

Das CareerCenter ist gerade für BWL-Interessierte in Mannheim sehr gut. Hier werden einem ständig irgendwelche Karieremessen etc. angeboten. Auch die Kontakte in die Wirtschaft sind bekanntlich in Mannheim sehr gut. Wer in der "Philosphischen"-Richtung bleiben will, hat es nicht ganz so einfach... aber das ist vermutlich überall so. Das Studium selbst ist nicht sehr praxisorientiert, aber es bleiben genug Möglichkeiten um Praktika zu machen (Urlaubssemester) oder einfach nebenher eine Werkstudentenstelle anzunehmen. Man kann ein Erasmussemester machen, wenn man möchte oder ein Praktikum im Ausland. Manche Kurse werden außerdem auf Englisch angeboten.


Hochschule und Hochschulleben: Universität Mannheim

Wer Zeit übrig hat, kann sich austoben

Campusatmosphäre

Eine Vielzahl an Hochschulgruppen - für jeden etwas dabei. Ich empfehle ganz vorne: sneep Mannheim - Wirtschafts- und Unternehmensethik. Die Party im Schneckenhof ist auch immer sehr lustig. Das Schloss hat einen eigenen tollen Reiz.

Mensa

Das Essen ist in Ordnung (Mensa am Schloss) für den Preis (Suppe, Salat, Hauptgericht). Natürlich wiederholt es sich immer wieder und mit 2,80 für das günstigste Gericht zahlt man auch schon etwas mehr als in so manch anderen Mensen. Trotzdem schmecken zumindest die vegetarischen Optionen gar nicht so schlecht. Man lernt auch ziemlich schnell was man lieber lassen sollte. Für den Notfall gibt es immer das teure (Salat)-Buffet - da kommt man aber sehr schnell auf 5-7 Euro. Schmeckt dafür aber eigentlich immer.

Hochschulsport

Top! Ich hab nicht viel ausprobiert - aber das Angebot ist riesig. Die Sachen, die ich gemacht habe, fand ich auch sehr gut.


Stadt und Umland: Mannheim

Stadt der Herzen

Atmosphäre

Die tollste Stadt überhaupt! Man kommt und hat keine Erwartungen... Mannheim ist nicht "schön" oder "Trend" oder oder oder... aber Mannheim ist einfach etwas ganz besonderes. Das versteht man nur, wenn man dort gelebt hat. Mannheim ist tolerant, weltoffen, auch mal schroff aber immer herzlich...

Lebenshaltungskosten

Mannheim ist derzeit noch vergleichweise günstig - wobei die Quadrate natürlich auch immer teurer werden. Ich persönlich würde in Lauf-/Fahrradnähe zur Uni ziehen. Das war für mich die beste Entscheidung. Das kann man sich natürlich in einer WG nicht immer leisten - aber die Wohnheime sind zumindet für den Anfang völlig ausreichend. Zieht zu Beginn lieber erst mal in ein Wohnheim oder zur Untermiete ein - dann könnt ihr viel entspannter im Januar/Februar nach einer schönen Wohnung suchen. Im September ist alles überfüllt und ihr werdet schauen müssen, ob ihr überhaupt etwas findet....

(Neben-)Jobmöglichkeiten

Es gibt viele Werkstudenten-Jobs. Vieles bei den großen Firmen wird aber v.a. für höhere Semester ausgeschrieben. Gerade in BWL werdet ihr im ersten und zweiten Semester eh noch sehr viel zu tun haben... lieber Bafög oder einen Studienkredit für den Anfang. Auf den Uni-Websites werden Jobs ausgeschrieben.





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