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Pharmazie

Zeitfressend, familiär, interessant, lohnt sich!

Erfahrungsbericht von DaArno, 29.10.2020
Bericht für den Studienort Saarbrücken

Studieninhalt

Das Studium ist sehr Chemie lastig und absolut kein Medizin light Studium das viele denken. Ab der ersten Woche wird v.a. Chemie gelehrt und findet in verschiedenen Vorlesungen und Praktika bis zum Ende des Studiums in jedem Semester statt. Zudem lässt das Chemiestudium absolut kaum Zeit für Freizeit oder andere persönlichen Umstände, da man automatisch zu jeder Klausur angemeldet wird.

Dementsprechend sollte man v.a. affin für naturwissenschaftliche Fächer sein, sonst könnte es schwer werden. Ansonsten ist es aber ein nicht allzu schweres Studienfach, sondern zeigt sich eher in der Masse der zu verarbeiteten Informationen. Im Hauptstudium sind die Vorlesungen häufig über 4 Semester und es wird 1 Klausur darüber geschrieben, was den passiven Druck natürlich aufgrund der Menge deutlich erhöht.
Allgemein hat für mich nur das 2. Staatsexamen eine Zerreisprobe dargestellt, da rund 30.000 Powerpoint Folien zu lernen sind und innerhalb von 5 Prüfungen in 4 Wochen abgefragt werden.

Betreuung und Lehre

Das beste an der Universität des Saarlandes ist, dass es bisher ein nur sehr kleiner Studiengang war. Dementsprechend hatte man ein klassengefühl, die Dozenten kennen einen und sprechen einen auch mit Namen an. Zu jeder Zeit kann problemlos fragen gestellt werden, welche direkt beantwortet werden. Außerdem ist ein großer Zusammenhalt zwischen Dozenten und Studenten, sodass öfters auch zusammen weggegangen wird bzw. vor den Gebäuden gemeinsam gegrillt und etwas getrunken ! (auch wie gesagt mit den Dozenten!)

Die Lehre ist sehr anspruchsvoll aufgebaut und es wird von Seiten der Dozenten viel erwartet, jedoch ist das nur das Spiegelbild dessen, was die Professoren/Dozenten gegenüber uns auch tun. Sie geben sich beste Mühen um den Stoff so verständlich wie möglich rüberzubringen, stellen uns alle Skripte zur Verfügung, sind jederzeit für Fragen offen und helfen wo sie nur können!
Die Betreuung und Lehre an der Universität des Saarlandes sehe ich als den größten Pluspunkt an!

Ausstattung

Zu meiner Zeit des Pharmaziestudiums war die Ausstattung absolut mangelhaft. Dies hat sich jedoch absolut geändert, da das neue Pharmaziegebäude zum Wintersemester 2020 eröffnet wird und alles vom neusten ist!

Organisation

Zudem lässt das Pharmaziestudium absolut kaum Zeit für Freizeit oder andere persönlichen Umstände, da man automatisch zu jeder Klausur angemeldet wird. Bei nicht erscheinen entspricht das logischerweise, dass die Klausur als nicht bestanden zählt. Einzige Möglichkeit sich abzumelden ist eine Exmatrikulation/Urlaubssemester bzw. ein Attest vom Arzt.

Berufsorientierung

Es kommt darauf an, welche Berufsorientierung vorhanden ist! Für die Arbeit als Apotheker ist man definitiv überqualifiziert und lernt extreme Mengen an "unnützem" Wissen. Wird die Richtung in die Forschung oder Industrie angestrebt, dann ist die Praxisnähe definitiv vorhanden. Es werden in den Praktika v.a. die relevanten Methoden gelehrt, welche von den Arbeitskreisen selbst ausgeübt werden in der täglichen Forschung. So ist man bestens vorbereitet, wenn man in diesen Bereichen der Arbeitskreise weitermachen möchte mit einer im Pharmaziestudium optionalen Masterarbeit oder Doktorarbeit.

Über DaArno
Alter bei Studienbeginn:
21 bis 25 Jahre
Beginn des Studiums:
Schon länger her (2015)
Status:
Studium 2020 abgeschlossen

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen. Achtet auch auf das Datum – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.







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