Studienwahl
Studienführer Lehramt
- LehrerInnenausbildung in jedem Bundesland ein wenig anders »
- Bachelor/Master beim Lehramtsstudium »
- Wo studieren? Welche Kombinationen möglich?
Zugangsbeschränkungen? » - Ohne Referendariat ist man fast nichts »
- Berufsziel Grundschul-LehrerIn »
- Berufsziel Berufsschul-LehrerIn »
- Wechsel zwischen Bundesländern »
- Auslandaufenthalt im Studium / Referendariat »
- Lehramt mit Fachhochschulreife »
- Weitere Artikel rund ums Lehramtsstudium »
1. LehrerInnenausbildung in jedem Bundesland ein wenig anders

Für die LehrerInnenausbildung (sowohl für das Studium als auch das anschließende Referendariat) gilt jedoch, dass von Bundesland zu Bundesland einige Unterschiede bestehen.
2. Bachelor/Master beim Lehramtsstudium
Wie schon bei den "alten Studiengängen" ist auch in der Bachelor/Master-Struktur der Studienaufbau von Bundesland zu Bundesland und teilweise sogar von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich.
Der Bachelor wird meist in Form eines "2-Fach-Bachelors" studiert. Man muss also die Fächer wählen, die man später unterrichten möchte und bekommt dort erst mal einen fachlichen Überblick. Mit dem Bachelor könnte man theoretisch direkt die Hochschule verlassen und z.B. an einen Schulbuchverlag gehen. Die Job-Angebote sind allerdings bisher nach wie vor eher begrenzt. Man kann aber einen Master aufsetzen, ohne am Ziel LehrerIn festzuhalten. Allerdings ist hierfür die Auswahl u.U. begrenzt, da viele Master-Studiengänge auf einen "1-Fach-Bachelor" aufbauen.
Will man weiterhin LehrerIn werden, muss man in jedem Fall auch den dazugehörigen Master absolvieren, meist als "Master of Education" angeboten. Die fachpädagogische Ausbildung folgt oft erst hier - auch wenn es im Bachelor schon das eine oder andere Praktikum an Schulen geben kann (falls diese freiwillig sind, sollte man sie keinesfalls weglassen!). Zum Teil gibt es aber auch Modelle (bspw. in Bielefeld), in denen man auch schon im Bachelor (Fach-)Pädagogik studieren kann und erst im Master das zweite Unterrichtsfach machen kann.
3. Wo studieren? Welche Kombinationen möglich? Zugangsbeschränkungen?
Mit unserer Studienfach-Datenbank könnt Ihr Euch informieren, wo Ihr auf Lehramt studieren könnt.
Wenn Ihr mittels Eingabe eines Studienfaches nach Hochschulen sucht, dürft Ihr jedoch nicht nach dem Studienfach "Lehramt" suchen, sondern nach einem konkreten Fach wie z.B. Mathematik, Deutsch, Englisch. Ihr solltet dabei gleich den Abschluss auf "Lehramt" einschränken (bei obigem Link schon der Fall), damit nur Hochschulen aufgelistet werden, die wirklich ein Lehramtsstudium anbieten. Ihr könnt auch genauer nach Lehramt für Gymnasien, Realschule oder Grund+Hauptschule suchen.
Beachtet immer, dass nicht alle Hochschulen jede denkbare Kombination an Fächern anbieten und es Einschränkungen geben kann, welche Kombinationen erlaubt sind. Dazu informiert Euch besten direkt bei den Hochschulen, die in die nähere Auswahl kommen.
An vielen Hochschulen gibt es lokale Zugangsbeschränkungen für bestimmte Lehramts-Fächer bzw. Fach-Kombinationen. Es kann so auch passieren, dass Ihr nur "halb" studieren könnt, weil ihr zwar in einem nicht beschränkten Fach einen Platz bekommt, aber im zweiten Fach (und zwei sind immer notwendig für ein Lehramtsstudium!) nicht. Man sollte sich gut überlegen, ob man so beginnt - BAföG gibt's dann z.B. nicht.
Ach ja, grundsätzlich ist für das Lehramtsstudium das Abitur notwendig. Zu Ausnahmen siehe weiter unten.
4. Ohne Referendariat ist man fast nichts
Mit dem Abschluss des Masters of Education oder des ersten Staatsexamens ist man noch nicht LehrerIn. Zunächst schließt sich noch das i.a. zweijährige Referendariat an. Während des Referendariats wird man bereits vom jeweiligen Bundesland bezahlt, im Prinzip in Höhe eines besser bezahlten Lehrlings.
Die Zeit des Referendariats wird von vielen als sehr stressig empfunden, da neben der Arbeit an der Schule noch weitere Termine wahrzunehmen sind, insbesondere im begleitenden Lehrerseminar. Im ersten Jahr wird man öfter als ZuschauerIn bei KollegInnen der Schule den Unterricht beobachten und nur einzelne Stunden selbst bestreiten. Im zweiten Jahr muss man in der Regel fast Vollzeit selbst unterrichten, wird aber noch öfter von FachlehrerInnen begleitet.
5. Berufsziel Grundschul-LehrerIn
In einigen Bundesländern ist es möglich, rein auf Grundschullehramt zu studieren. In anderen jedoch ist die Ausbildung mit der für das Lehramt an Hauptschulen oder für das Lehramt an Haupt- und Realschulen verbunden. Meist gibt es jedoch die Möglichkeit, den Schwerpunkt Grundschule zu wählen.
Im späteren Berufsleben (oder auch schon im Referendariat) wird man aber oft auch als GrundschullehrerIn in Hauptschul-Klassen eingesetzt - insbesondere, wenn man an kombinierten Grund- und Hauptschulen zum Einsatz kommt.
6. Berufsziel Berufsschul-LehrerIn
Neben den "Standard-Fächern" Deutsch, Mathematik, Englisch etc., die an vielen Unis auch mit Ziel Lehramt an beruflichen Schulen studiert werden können, gibt es auch fachspezifische Fächer für die einzelnen Berufsschulen - Metallbearbeitung, Elektronik etc. Teilweise gibt es auch den Ausbildungsweg Diplom-HandelslehrerIn oder Diplom-Berufspädagoge/in.
Nach wie vor gibt es teilweise (je nach Fach) einen Mangel an BerufsschullehrerInnen. So ist es auch als Quereinsteiger möglich, nach einem Fachstudium (z.B. Diplom-Elektrotechniker) auch direkt an einer Berufsschule einzusteigen bzw. direkt im Referendariat beginnen zu können. Es empfiehlt sich, bei entsprechenden Schulen nachzufragen, wie es im jeweiligen Bundesland aussieht.
7. Wechsel zwischen Bundesländern
Weil - wie schon oben erwähnt - die Länder für die Bildungspolitik zuständig sind, kann es beim Wechsel während des Studiums Schwierigkeiten geben. Zwar wird ein Wechsel nie unmöglich sein, aber es kann sein, dass man nur Teile der bisher erworbenen Leistungen anerkannt bekommt (was z.B. auch für das BAföG Schwierigkeiten machen kann).
Noch schwieriger kann es werden, das Studium in einem Bundesland, das Referendariat jedoch in einem anderen Bundesland machen zu wollen. Die Referendariatsplätze werden in erster Linie an Landeskinder vergeben, in deren Ausbildung investiert wurde.
Nach dem Referendariat hängt es von der erzielten Note, den studierten Lehrfächern und dem Bedarf an LehrerInnen in den einzelnen Bundesländern ab, ob man vielleicht in einem anderen Bundesland sogar bessere Chancen auf eine Stelle hat. Man sollte sich umhören, wenn man soweit ist - Jahre vorher kann man da wenig sagen.
8. Auslandaufenthalt im Studium / Referendariat
Wer Fremdsprachen unterrichten will, für die oder den empfehlen sich Auslandsaufenthalte im Studium natürlich besonders. Wegen der unterschiedlichen Struktur der Studiengänge (vgl. hier) kann man leider keinen pauschalen Tipp geben, wann der beste Zeitpunkt ist.
Hinweisen wollen wir aber auch auf die Möglichkeit das Referendariat ganz oder teilweise im Ausland zu machen. Auch hier gilt natürlich, dass man sich individuell genau erkundigen sollte, ob und wie das im eigenen Bundesland anerkannt wird. In England bspw. gibt es das PGCE (Postgraduate Certificate in Education), das 9 Monate dauert. Reicht allein noch nicht als vollständiges Referendariat in Deutschland aus, aber kann teilweise anerkannt werden. Eine Diskussion dazu (und zu anderen Möglichkeiten des Auslandsaufenthalts im Lehramtsstudium) findet sich in unserem Forum.
9. Lehramt mit Fachhochschulreife
An sich ist für die Lehramtsausbildung mit Ziel Grund-, Haupt-, Real- oder Gesamtschule oder Gymnasien das Abitur notwendig, die Fachhochschulreife reicht nicht aus. Zu Möglichkeiten, mit FH-Reife zum Abitur und nachfolgendem Studium zu kommen, siehe die Seite Studium ohne Abitur.
Wer jedoch an einer Berufsschule als LehrerIn tätig sein will, kann dieses Ziel auch auf anderem Wege erreichen, da hier auch ein Quereinstieg möglich ist und an einigen Hochschulen und Universitäten Master of Education für FH-Absolventen angeboten werden, die damit dann an Berufsschulen gehen können.
10. Weitere Artikel rund ums Lehramtsstudium
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- Studienfach-Datenbank - Suche nach Lehramts-Studiengängen »
CHE Hochschulranking 2012
Das CHE-Ranking ist das umfassendste Hochschulranking im deutschsprachigen Raum. Aber nicht alle beteiligen sich – und tauchen daher u.U. gar nicht im Ranking auf. Oliver Iost erläutert die Hintergründe und hat zusammengestellt, was man im Ranking finden kann – und was nicht. Nicht dabei sind z.B. die Unis Köln, Lüneburg und Vechta, die FernUni Hagen und die Medizin-Fakultäten der Unis Göttingen, Hamburg und Jena.
Apotheker?
In der Interviewserie zu Menschen und ihrer Berufsfindung sprach Simone Gölz mit einer Apothekerin über ihren Werdegang und die beruflichen Perspektiven in diesem Bereich.
Zulassungsbeschränkte Studiengänge / hochschulSTART.de (Ex-ZVS)
Nur wer sich um ein Studium bewerben will, bei dem die Zulassung mit bundesweitem NC geregelt ist (z.B. Medizin), die oder der muss sich in jedem Fall bei hochschulSTART.de bewerben. Bei allen anderen lokalen NCs ist die jeweilige Hochschule alleine für die Auswahl zuständig und hochschulSTART.de hat damit nichts zu tun (erst ab WiSe 2012/13 wird sich das z.T. ändern).
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