Wohnen
Umzugs-Checkliste
Vor dem Umzug

Erfahrungsgemäß schleppt man bei jedem weiteren Umzug etwas mehr mit sich herum ;)
Wer nicht bei den Eltern auszieht, sondern schon in einer Mietwohnung wohnt, darf natürlich nicht vergessen rechtzeitig zu kündigen. Evt. kann man die Kündigungsfrist umgehen, indem man Nachmieter findet - in Absprache mit dem Vermieter!
Auch wichtig: Korrekte Übernahme der neuen Wohnung
Etwaige Mängel der neuen Wohnung (oder auch "nur" des Zimmers) bei der Übernahme schriftlich aufnehmen (am besten unter Zeugen - nehmt eineN FreundIn mit) und gleich an den Vermieter melden. Falls Ihr eine Kaution zahlen musst, diese an den Vermieter übergeben (man hat das Recht, die Kaution in drei Monatsraten zu zahlen - allerdings ist die Frage, ob man darauf bestehten sollte). Der Vermieter muss die Kaution anlegen und Euch das Sparbuch übergeben oder ihr legt ein spezielles Mietkautionskonto auf Euren Namen an und übergebt dem Vermieter einen Sperrvermerk.
Nachsendeantrag beauftragen und Telefon/DSL anmelden
Damit Euch Post, die noch an Eure alte Adresse geht (wenn Ihr schon nicht mehr bei den Eltern gewohnt habt), zumindest die erste Zeit noch erreicht, könnt Ihr bei der Post einen – leider kostenpflichtigen – Nachsendeantrag stellen. Am besten zwei Wochen vor dem Umzug, denn es dauert ein paar Tage, bis die Post den Auftrag eingerichtet hat. Man sollte beachten, dass es einige wenige Postsendungen gibt, die NICHT nachgesendet werden können (z.B. Pressepost). Auftragsformulare gibt es in den Filialen der Deutschen Post. Der Antrag kann aber auch online erteilt werden.
Selbst in Zeiten, in denen fast jedeR ein Handy hat, kann es praktisch sein, wenn in der neuen Wohnung schon ein Telefon geschaltet ist (und darüber auch gleich DSL läuft), wenn man einzieht. Wenn möglich also schon vorher darum kümmern. Günstige Telefon+DSL-Angebote findet Ihr über unseren Tarifvergleich.
Der eigentliche Umzug
Vorbereitungen treffen: Transportmittel sichern und packenWer viele Sachen zu transportieren hat, sollte sich einige Wochen vorher um einen Transporter kümmern. Viele Studierendenvertretungen bieten günstige Mietwagen an. Auch sollte man sich einiger Freunde versichern, die am Umzugstag mithelfen. Wenn eine ganze WG ein/umzieht, kann es sich vielleicht auch lohnen, gemeinsam einen größeren Transporter zusammen zu mieten (allerdings: Haftungsfragen bedenken!).
Einige Tage vorher Kartons und Müllsäcke besorgen und mit dem packen beginnen, das am besten am Tag vor dem Umzug bis auf wenige Ausnahmen fertig sein sollte. Alte Sachen rechtzeitig verschenken oder zum Spermüll bringen.
Falls es schwer ist, am neuen Wohnort ein Parkplatz für den Transporter zu bekommen: Man kann ganz offiziell über die Polizei einen Parkplatz gesichert bekommen - kostet aber Gebühr. Sonst am besten jemanden vorschicken, der vor Ort ist und den nächsten freiwerdenden Platz sichert.
Der Umzugstag
In alter wie neuer Wohnung evt. Fuß/Teppichböden mit Folie abdecken, um unnötige Verschmutzung zu vermeiden.
Um bei den zukünftigen NachbarInnen nicht gleich negativ aufzufallen, kann man den Umzug per Aushang im Hausflur ankündigen und sich für etwaigen Lärm entschuldigen. Wenn möglich, sollte man nicht in der Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr ein/ausrämen.
Für den "Wiederaufbau" der Möbel sollte das nötige Werkzeug bereitliegen (das also nicht "irgendwo" verpacken, sondern als Handgepäck mitnehmen. Ebenso sollte man die wichtigsten Unterlagen (Ausweis, Führerschein, Geld etc.) während des Umzugs immer griffbereit haben - am besten in einem kleinen Rucksack/Tasche mit sich führen und immer darauf achten, dass es nicht wegkommen kann.
Laute Arbeiten nach dem Umzug nicht in der Mittagsruhe (13-15 Uhr) und nach 22 Uhr machen, an Sonn- und Feiertagen möglichst ganztägig vermeiden. Oder die Nachbarn explizit darauf hinweisen und falls die das nicht wollen, Rücksicht darauf nehmen. Erspart jedenfalls unnötigen Ärger.
Nach dem Umzug
Alte Wohnung sauber machen, ÜbergabeNach dem die Möbel raus sind, noch daran denken, einmal zu putzen und evt. kleine Mängel (z.B. Bohrlöcher) ausbessern. Es kann auch nötig werden, zu streichen - je nach Mietvertrag und -dauer.
Schließlich sollte man das Zimmer / die Wohnung dem Vermieter oder einem von ihm Beuaftragten übergeben (nach dem Auszug, denn da kann ja noch was beschädigt werden). Dabei schriftlich bestätigen lassen, dass die Mietsache ordnungsgemäß hinterlassen wurde. Falls es Mängel gibt, lasst diese möglichst genau beschrieben in das Übergabeprotokoll aufnehmen (evt. mit Foto). Für eine korrekte Nebenkostenabrechnung an das Ablesen von Wasser, Heizung, Gas- und Stromzähler denken.
Nach ein paar Monaten (dem Vermieter werden drei Monate Bedenkfrist eingerät) sollte - falls eine Kaution gezahlt wurde - die Kaution wieder zurück gezahlt worden sein. Andernfalls nachfragen!
Ummelden bzw. erstmalig anmelden
Auf jeden Fall muss man einen Wohnsitz (Erst- oder Zweitwohnsitz ist im Prinzip egal, allerdings verlangen manche Gemeinden Zweitwohnsitzsteuern) bei der Stadtverwaltung anmelden. Am besten innerhalb weniger Tage nach dem Umzug.
Damit alle Post weiter ankommt (unabhängig von einem kostenpflichtigen Nachsendeantrag, der ja auch irgendwann endet), sollte man allen FreundInnen und Bekannten die neue Adresse und Telefonnummer mitteilen.
Hier noch eine Liste, wem man noch so alles Bescheid geben sollte:
- Hochschule
- Arbeitgebern (sofern man dort aktuell jobbt)
- Bank / Bausparkasse
- Zeitschriften/Zeitungs-Abos
- Handyanbieter
- Versicherungen (Krankenversicherung, KFZ etc.)
- Mitgliedschaften (Vereine und Organisationen)
- GEZ (falls man Gebühren zahlt, auch wenn man eine Befreiung hat!)
- BAföG-Amt
Optional: Neue Versicherungen abschließen, Bank wechseln?
Dazu lest mehr im Artikel Versicherungen für Studenten. Es kann sich auch lohnen, ein Girokonto bei einer Bank vor Ort zu eröffnen. Unser Studentenkontorechner hilft beim Ermitteln von günstigen Banken.
Tipps zur Wohnungssuche
Ist die Entscheidung gefallen, an welcher Hochschule Ihr Euer Studium aufnehmen werdet, heißt es, am Studienort eine Unterkunft zu finden. Mancher sucht vielleicht nur eine billige Schlafmöglichkeit. Andere legen wert auf die Atmosphäre in der Wohngegend und darauf, dass sie sich in den eigenen vier Wänden Zuhause fühlen. Je nach Ansprüchen solltet Ihr Zeit in die Suche investieren und Euch bei der Besichtung von Wohnungen von jemandem begleiten lassen.
Tierversuche im Studium
Tierverbrauchende Übungen sind häufig ein fester Bestandteil naturwissenschaftlicher Studiengänge und führen bei einer Vielzahl von Studierenden zu Gewissenskonflikten. Das Projekt SATIS unterstützt Studierende bei der Einführung humaner Ausbildungsmethoden ohne extra getötete Tiere durch den kostenlosen Verleih von alternativen Lehrmaterialen, rechtliche und fachliche Beratung sowie Informationen über bereits bestehende Möglichkeiten des tierverbrauchsfreien Studiums.
Urlaubssemester - FAQ
Gründe für eine Unterbrechung des Studiums gibt es viele: Schwangerschaft, Kindeserziehung, Krankheit, Praktikum, Auslandsstudium, Erwerbstätigkeit ... Doch welche berechtigen dazu, ein Urlaubssemester zu nehmen? Warum kann man das Studium im Übrigen nicht einfach so unterbrechen? - Pausiert Ihr dann ganz offiziell, stellen sich weitere Fragen: Darf ich im Urlaubssemester an Prüfungen teilnehmen? Erhalte ich weiterhin BAföG? Und wie finanziere ich sonst meinen Lebensunterhalt? Gibt es Kindergeld? Bleibe ich als StudentIn krankenversichert? Unser FAQ gibt Antworten ...
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