Hintergrundtexte zum Thema Bildungsstreik und -reform
Geschichte und Funktion des dreigliedrigen Schulsystems (Seite 1)
Das dreigliedrige Schulsystem ist hierzulande etabliert. Dabei ist vor allem das Gymnasium fast unangreifbar. Der kommende Volksentscheid in Hamburg zeigt, dass es offensichtlich eine große Zahl von Wahlberechtigten gibt, die das Gymnasium möglichst stark halten wollen. Um so dringender ist es notwendig, sich über Hintergründe und falsche Annahmen des dreigliedrigen Schulsystems klar zu werden. [Update: Fußnoten des Artikels ergänzt und aktualisiert]Seit seiner Gründung 1968 engagiert sich der BdWi für eine Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung. Er bezieht auf Kongressen, in wissenschaftlichen Publikationen und politischen Stellungnahmen öffentlich Position zu Fragen von Wissenschaft, Forschung und Hochschulentwicklung. Im BdWi haben sich über tausend Natur-, Geistes- und SozialwissenschaftlerInnen zusammengeschlossen. Sie alle verbindet ihr gemeinsames Interesse an einer emanzipatorischen Wissenschafts- und Bildungspolitik.
Der BdWi lebt dabei von seinen Mitgliedern: Sie finanzieren die Arbeit und engagieren sich ehrenamtlich. Ob ProfessorIn, WissenschaftlerIn oder Studierende – gemeinsam versuchen die Mitglieder des BdWi, die bildungs- und wissenschaftspolitische Debatte zu beeinflussen.
Weitere Informationen auch zur Mitgliedschaft finden sich unter www.bdwi.de.
Die Empirie jedenfalls spricht eine deutliche Sprache: Die Dreigliedrigkeit ist eine der Hauptursachen, warum das deutsche Bildungssystem so sozial selektiv ist. Ebenso lassen sich keine Vorteile in der "Leistung" der SchülerInnen erkennen. Warum also hält sich die Dreigliedrigkeit so sehr? Welche Ideen stecken hinter dieser Institution und warum ist dieser "deutsche" Weg politisch falsch?
Annerose Gulbins geht in ihrem Artikel auf die Ursprünge des dreigliedrigen Schulsystems und seiner Begründung ein. Gerade in dieser Zusammenstellung ist er eine gute Zusammenfassung der Argumente rund um die Dreigliedrigkeit des Schulsystems.
Folgende Artikel könnten für Dich auch interessant sein
Der Bundesfreiwilligendienst
Noch keinen Plan, wie es nach dem Abi weitergehen soll? Keinen Studienplatz erhalten? Oder nach dem Pauken fürs Abi erst mal Lust, praktisch zu arbeiten? Seit dem 1. Juli 2011 bietet der Bundesfreiwilligendienst vielfältige Möglichkeiten, sich nützlich zu machen und Gutes für das Gemeinwohl zu tun. Einzelheiten zum neuen Dienst, vor allem für künftige Studierende, und Unterschiede zum Freiwilligen Sozialen Jahr / Freiwilligen Ökologischen Jahr hat Nicola Pridik zusammengestellt.
Qualitätspakt Lehre
Die Sieger der zweiten Runde des "Qualitätspakts Lehre" stehen fest. Über hundert höhere Lehranstalten haben den Zuschlag für zusätzliche Fördermittel des Bundes in Millionenhöhe erhalten. Ein größerer Rest ist allerdings leer ausgegangen. Dort bleibt der in der Regel dürftige Status quo bestehen. Die einen finden diesen Wettbewerb "gesund", andere "verheerend".
Berlin bald zulassungsfrei?
Höchste Eisenbahn für den Berliner Senat. Der muss schnellstens auf ein Urteil des Landesverfassungsgerichts reagieren, mit dem dieses den Numerus Clausus (NC) für ein Studienfach an der Humboldt-Universität (HU) gekippt hat. Das Problem geht indes weit über den Einzelfall hinaus. Es betrifft nicht nur die Hauptstadt, sondern auch andere Bundesländer. [Ergänzung 17.01.: Erfolgsaussichten einer Klage bei Ablehnung im Sommersemester in Berlin sehr gut.]
Diese Seite verlinken »






