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Macht Spaß, wenn man Interesse hat

Erfahrungsbericht von Aturo_der_Affe, 28.12.2017
Alter (bei Studienbeginn): 18 bis 20 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 5 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: Schon etwas her (2015), studierte noch bei Abgabe des Berichts

Bericht für den Studienort Frankfurt/Main

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Das Studium gliedert sich in sechs Semester, wobei die ersten zwei Semester als Orientierungsabschnitt gelten und in die jeweiligen Fachgebiete (Finanzen, Rechnungslegung, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftinsformatik, Marketing) einführen. Ab dem dritten Semester kann man sich auf einen der drei Schwerpunkte (Finance, Economics, Management) spezialsieren. Etwas schade ist, dass es keine Einführungsveranstaltung für den Bereich Management in der Orientierungsphase gibt, so dass man sozusagen ,,die Katze im Sack kauft'', wenn man im dritten Semester den Management-Zweig wählt. Es wird ein umfangreicher Einblick in alle Disziplinen der Wirtschaft gegeben; auch Bereiche die man vielleicht nicht auf den ersten Blick mit BWL assoziert (wie bspw. Corporate Social Responsibility im Modul Wirtschaftsethik) werden gestreift. Etwas schade ist die geringe Kontaktzeit (gerade mal 6 Vorlesungen pro Woche, laut Modulplan); so dass vieles auch gut im Selbststudium machbar ist - was an sich löblich ist, allerdings etwas auf Kosten der sozialen Kontakte (aus denen das Studium auch bestehen sollte) geht.

Betreuung und Lehre

Der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften ist in Frankfurt (deutschlandweit einmalig) in Abteilungen gegliedert, so dass eine breitgefächerte Organisation möglich ist und es für jeden Bereich einen direkten Ansprechpartner gibt. Leider sind viele Professoren aufgrund der großen Teilnehmerzahl (allein der Basiskurs Mikroökonomie zählt dieses Semester über 1000 Klausuranmeldungen) schwer erreichbar, nicht selten heißt es, ,,an den kommst du eh nicht ran'' und Rückfragen sind daher nicht möglich. E-Mails mit fachlichen Fragen werden meistens ignoriert. Dafür stehen die Übungsleiter und studentischen Mentoren nach ihren Veranstaltung gerne zur Verfügung und bieten auch ausreichend Sprechstunden an (leider jedoch meistens erst unmittelbar vor der Klausurphase und nicht während des Semesters). Die Vorlesungsfolien sind auf dem neuesten Stand, viele Vorlesungen werden auch aufgezeichnet und online zur Verfügung gestellt und wenn nicht, sind zu jeder Veranstaltung Aufzeichnungen von vorvergangenden Semestern im Videoportal verfügbar.

Ausstattung

Die Fachbibliothek ist gut besucht und bietet ausreichend Platz in angenehmer Lernatmosphäre. Unangenehm ist die Tatsache, dass teilweise Zeilen aus Lehrbüchern (warum auch immer) geschwärzt wurden. Die meisten Bücher stammen von Professoren des Fachbereiches und sind auf die spezifischen Vorlesungen abgestimmt. Die Hörsaale sind gut struktiert, allerdings ist die Organisation etwas fragwürdig: Kleine Hörsaale mit 150 Sitzplätzen sind meistens überfüllt, während die großen Hörsaale, die Platz für über 650 Personen bieten, (aufgrund der Videoaufzeichnungen) von gerade mal 50 Personen besucht werden. Hier wäre es besser gewesen, die Vorlesungen, die eh aufgzeichnet werden, in kleinere Hörsaale zu verlegen, um Platz für die überfüllten Veranstaltungen zu machen.

Organisation

Das Studium ist in der Regelstudienzeit studierbar. Allerdings sind die Bedingungen für die Belegbarkeit von Modulen teilweise willkürlich: Das Modul ,,Marketing 2'' darf bspw. nicht ohne den erfolgreichen Abschluss von ,,Accounting 1'' belegt werden, während der Kurs ,,Finanzen 2'' auch ohne den Abschluss von ,,Finanzen 1'' belegbar ist. Des Weiteren fällt die fehlende Vergleichbarkeit der Module zwischen Winter- und Sommersemester aus, so dass nicht wenige Studenten ganze Module um ein Semester nach vorne oder nach hinten schieben, um den vermeintlich schwierigeren Professor aus dem Weg zu gehen. Etwas befremdlich ist, dass dies sogar von der Studienberatung empfohlen wird - anstatt etwas gegen dieses Benotungs-Defizit zu unternehmen, scheint dieses wohl auch noch toleriert zu werden. Positiv formuliert lässt sich jedoch sagen, dass viele Module gut verschiebbar sind, so dass - bei guter Plaung - jeder seinen ,,Wunschprofessor'' abwarten kann. Die Kontaktzeit ist - mit in der Regel 6 Vorlesungen in der Woche - vergleichsweise gering bemessen, allerdings gibt es eine Vielzahl von Übungs- und ehemaligen Klausuraufgaben um das Selbststudium zu intensivieren.

Berufsorientierung

Durch die Spezialisierung und Aufteilung des Fachbereiches in Abteilungen wird einem ein umfangreicher Einblick in die verschiedenen Zweige der Wirtschaft offeriert. Viele Dozenten verfügen über jahrelange Praxiserfahrung in ihren jeweiligen Bereichen und geben diese individuellen Erfahrung auch teilweise während der Vorlesung an die Studierenden weiter. Die Unterstützung durch das Career Center ist etwas ausbaufähig (Karrieremesse gefühlt jede Woche, anstatt organisierte Case-Studies mit Unternehmen), aber im großen und ganzen zufriedenstellend.


Zu diesem Studiengang gibt es weitere 3 Erfahrungsberichte:

Alles in allem sehr gut.

von tobid91 am 20.07.2016 (1 Semester, Alter (bei Studienbeginn) 21 bis 25, im Studium)

Macht Spaß und kann man nur empfehlen.

von Shorty2054 am 08.07.2016 (5 Semester, Alter (bei Studienbeginn) 21 bis 25, im Studium)

Goethe-Uni Frankfurt excellente Wahl

von Philip__ am 26.02.2016 (6 Semester, Alter (bei Studienbeginn) 21 bis 25, Studium bereits 2015 abgeschlossen)





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