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09.02.2022
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Wer Psychologie studiert, will Menschen verstehen und helfen lernen. Was die meisten nicht wissen: Mathe und Statistik stehen auf dem Studienplan ganz oben. Und wer als klinischer Psychologe arbeiten will, beginnt eigentlich erst nach dem Studium mit der Ausbildung.

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Bücherbord mit Büchern, auf deren Buchrücken „Psychology“ zu lesen ist
tashatuvango - Fotolia.com (stock.adobe.com)

1. Das Studium

Das Studienfach Psychologie erlebt seit Jahren einen Boom. Jedes Jahr bewerben sich Tausende Abiturientinnen und Abiturienten auf die wenigen Studienplätze. Rund 60% der StudienanfängerInnen wählen das Fach, um „Menschen helfen zu können“. Ein ehrbares Unterfangen. Doch was die meisten Studis nicht wissen, ist, dass zumindest das Grundstudium herzlich wenig mit dieser Vorstellung zu tun hat. „Ich kann angehenden Studenten nur raten, nicht zu glauben, dass sie in den ersten Jahren viel über Psychotherapie erfahren werden“, sagt Diplompsychologe Sven Kluth, der in den Nullerjahren sein Studium an der Uni Hamburg abschloss, „Gerade die ersten Semester sind superhart und trocken, da werden Methodenlehre und Statistik rauf und runter studiert“.

Wer als Ziel hat, Psychotherapeut:in zu werden, kann das inzwischen schneller als früher werden. Statt einem Psychologie-Studium (Diplom oder Bachelor und Master) und anschließend noch in der Regel drei Jahre für die praktische Ausbildung (die meist auch noch kostenpflichtig war) geht es nun schneller. Dies erfordert aber entsprechend angepasste Bachelor- und vor allem Masterstudiengänge. Die Hochschule muss dir bestätigen können, dass ihr jeweiliger Studiengang diesen Anforderungen entspricht!

Nach drei Jahren Regelstudienzeit des Bachelorstudienganges der Psychotherapie oder auch eines passenden „polyvalenten Psychologie“-Studiums folgen noch zwei Jahre bis zum Masterabschluss in „Klinischer Psychologie und Psychotherapie“. Mit dem Masterabschluss kann dann schon die Approbation erlangt werden und es braucht nur noch eine Weiterbildung für stationäre und ambulante Gebiete. Im Gegensatz zu bisher soll diese allerdings nicht mehr zu Lasten deines Geldbeutels gehen.

Video: Psychologie studieren

Wie ist es, Psychologie zu studieren? Das wissen die Zwillinge Lennart und Elia. Sie studieren Psychologie an der Medical School Hamburg. Auch ihre Eltern haben schon Psychologie studiert.

Das Video können wir dank einer Partnerschaft mit alpha Uni zeigen, einem Format von ARD alpha.

Studium keine Eigentherapie – aber wer Krisen selbst kennt, kann oft besser helfen

Dennoch würden die meisten AbsolventInnen immer wieder Psychologie studieren. Claudia Graf, Psychologiestudentin im Examen, findet ihr Fach toll, „weil es viele Möglichkeiten bietet, sich mit sich selber auseinander zu setzen“. Sven Kluth hat im Studium gelernt, richtig zuzuhören, „nicht nur in Form von Aufmerksamkeit, sondern auf ganz vielen Ebenen, also quasi die Aussagen hinter den Aussagen zu erkennen“.

In einem sind die beiden Psychologen sich aber einig: Als Eigentherapie ist das Studium gänzlich ungeeignet. Bei einer Umfrage gaben zwanzig Prozent aller angehenden Studierenden an, das Fach studieren zu wollen, um ihre eigenen Probleme zu lösen. Das kann das Studium aber nicht leisten. Doch im Umkehrschluss bedeutet dies nicht, dass man als PsychologiestudentIn keine Probleme haben darf: Im klinischen Bereich werden erfahrungsgemäß gerade diejenigen PsychologInnen, die selbst mal die eine oder andere Krise durchgemacht haben, später die besten TherapeutInnen.

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Psychologie (B.Sc.)

Bequem von zu Hause studieren – 100% online

Du fragst Dich: „Wie ticken wir wirklich?“ Du möchtest das menschliche Verhalten erforschen und lernen, es richtig zu deuten? Dann könnte das Fernstudium Psychologie (B.Sc.) an der IUBH Internationale Hochschule das Richtige für Dich sein – ganz ohne NC und Wartesemester!

Das Fernstudium Psychologie ist sehr praxisorientiert. Mithilfe eines berufsbezogenen Praktikums im 5. Semester kannst Du wichtige praktische Erfahrungen sammeln, bevor Du Dich thematisch weiter spezialisierst. Im Studium liegt der Fokus u.a. auf der klinischen Psychologie, die ein sehr attraktives Kursangebot bereithält. Außerdem werden starke methodische Kompetenzen im Bereich empirisch-wissenschaftliche Forschung vermittelt.

Die IUBH ist eine staatlich anerkannte und akkreditierte Fernhochschule. Heißt, wir legen viel Wert auf qualitativ hochwertige und modernste Inhalte. Unser großes Angebot an Bachelor-, Master- und MBA-Studiengängen passt sich individuell und maximal flexibel an Deinen Alltag an. Dank ausgewählter Spezialsierungen vertiefst Du Dein Know-how und wirst optimal auf Deine Ziele vorbereitet.


2. Dauer, Studienabschlüsse und Formen des Psychologie-Studiums

Wer sich entschließt, Psychologie auf Bachelor zu studieren, sollte sich vorher ganz genau über die Ausrichtung des Studiengangs informieren. Während die Diplom-Studiengänge breit gefächert waren, spezialisieren sich manche Bachelors nur noch auf eine Fachrichtung. An der RWTH Aachen zum Beispiel bezieht sich der neue Bachelor schwerpunktmäßig auf die Bereiche Arbeits- und Organisationspsychologie. Wer sein Wissen vertiefen und seine Chancen erhöhen will, wird ohnehin – mindestens – einen Master absolvieren müssen.

Zulassungsvoraussetzungen und -beschränkungen

Voraussetzung, um Psychologie zu studieren ist die Hochschulreife. An den meisten staatlichen Universitäten und Hochschulen sind Psychologie-Studiengänge zulassungsbeschränkt, d.h. es gibt eine festgelegte, begrenzte Zahl von Studienplätzen. In unser NC-Übersicht ist zu sehen, dass an beliebten Studienorten oft sogar eine Abitur von 1,0 erforderlich ist, überall aber ein Abi im 1er-Bereich um direkt einen Studienplatz zu erhalten.

Wer auf Wartezeit setzen muss, muss an den meisten Studienorten mit über 10 Semestern rechnen. Weniger harte Schranken finden sich nur bei Psychologie als Nebenfach. Die zulassungsfreien Studienangebote Psychologie sind an privaten, gebührenpflichtigen Hochschulen zu finden.

Alternative wäre die FernUni Hagen, die als staatliche Hochschule keine allgemeinen Studiengebühren nimmt. Allerdings ist der Schwerpunkt klinische Psychologie nicht möglich (der Weg zur psychologischen Psychotherapeutin ist dann u.U. nicht möglich). Es sind Materialgebühren zu bezahlen, die FernUni gibt an, dass insgesamt mit ca. 1.800 € für den gesamten Bachelor-Studiengang zu rechnen ist. Dazu kommen Fahrt- und bei Bedarf sogar Übernachtungskosten an den Prüfungsterminen.

Studiendauer Psychologie

In der Regel dauert das Psychologie Studium 6 Semester und wird als Bachelor of Science mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen. Insgesamt werden dabei 180 ECTS-Punkte (Credit Points) erbracht.

Psychologie wird gelegentlich als Bachelor-Haupt- oder Nebenfach angeboten.

Anschließend kann noch das Master-Studium in Psychologie oder einem ähnlichen Masterstudiengang absolviert werden. Der Master of Science kann in 4 Semestern abgeschlossen werden, wobei 120 Credits erbracht werden müssen.

Neben den konsekutiven Masterstudiengängen, die direkt im Anschluss an den Bachelor studiert werden können, werden auch einige weiterbildende Master angeboten. Weiterbildende Master setzen neben einem Hochschulabschluss meist noch mind. ein Jahr Berufstätigkeit nach diesem Abschluss voraus.

Psychologie: Studiendauer (Regelstudienzeit)
Bachelor6 - 8 Semester
Master2 - 4 Semester
Bachelor (Teilzeit)7 - 13 Semester
Master (Teilzeit)4 - 8 Semester

Studienformen des Psychologie-Studiums

Die klassische Form des Psychologie-Studiums ist das Vollzeit-Präsenzstudium. Man studiert Vollzeit an einer Hochschule, an der man praktisch täglich zu Veranstaltungen (Vorlesungen, Übungen, Tutorien, je nach Studienfach auch Projekte, Labor etc.) geht und wo auch die Prüfungen stattfinden. Vollzeit bedeutet grob 40 Stunden / Woche, wobei in der Realität meist Phasen mit weniger Zeitaufwand anderen (vor allem vor größeren Prüfungen) gegenüberstehen, in denen evt. auch mehr Zeit pro Woche mit dem Studium verbracht wird.

Daneben gibt es Studienangebote in Teilzeit, d.h. das Studium ist dabei so organisiert, dass man mit geringerem Zeitaufwand pro Woche, aber entsprechend längerer Studienzeit zum Studienabschluss kommen kann.

Psychologie kann berufsbegleitend studiert werden. Das kann sinnvoll sein, wenn du eine Ausbildung schon hinter dir hast und – vielleicht sogar mit Unterstützung des Arbeitgebers – deine Kenntnisse ausbauen willst.

Schließlich kann Psychologie im Fernstudium absolviert werden. Das macht ein – bis auf die Prüfungszeiträume – orts- und zeitunabhängiges Studium möglich, erfordert daher aber auch ausreichend Selbstdisziplin. Für praktische Übungen gibt es dann manchmal doch Präsenztermine.

Eine Verbindung von Ausbildung und Studium stellt ein duales Studium dar, Psychologie kann auch so an einigen Orten studiert werden.

Je nach Berufsbild sind nach dem Studium noch (viele) Fortbildungen nötig

Viele junge Leute entschließen sich für das Fach Psychologie, weil nach dem Abschluss eine ganze Reihe von Berufsbildern zur Verfügung stehen: PsychologInnen sind in der Marktforschung, Personalarbeit oder Weiterbildung tätig, arbeiten als Kommunikationstrainer, Neuropsychologen, niedergelassene Therapeuten oder in der Klinik.

Worauf viele angehende Studierende allerdings nicht vorbereitet sind, ist, dass in diesem Berufsfeld ein Master erst der Anfang ist. „Mit dem Abschluss ziehst Du Dir lediglich 'ne Fahrkarte“, sagt Sven Kluth. Meistens sind diverse Fortbildungen nötig, um das weitgehend theoretische Wissen auch in die Praxis umsetzen zu können – egal, in welchem Bereich.

Wer gar Psychotherapeut/in werden will, muss eine bis zu fünfjährige weiterführende Ausbildung in Kauf nehmen, die in der Regel privat bezahlt wird. Die Kosten dafür belaufen sich zwischen 10.000 und 50.000 Euro – es sei denn, man ergattert einen der begehrten, schlecht bezahlten Ausbildungsplätze in Kliniken.

Wichtig: Voraussetzung für die Weiterbildung zum Psychologischen-Psychotherapeuten ist bisher (Stand 2020) ein konsekutives universitäres Bachelor- und Masterstudium mit Schwerpunkt klinische Psychologie (je nach Bundesland oft auch schon im Bachelor). Es gibt hierfür entsprechende postgraduale Studiengänge Psychologische Psychotherapie – alle gebührenpflichtig. Die meisten anderen postgradualen Weiterbildungen sind dagegen auch mit FH-Abschlüssen zugänglich.

Eigentlich ab Wintersemester 2020/2021 sollte es einen neuen Weg zur Psychotherapie geben: Grundständige Bachelor und direkt darauf aufbauende konsekutive Master Psychotherapie anstelle von Psychologie (wir berichteten über die Pläne). Allerdings – Corona hat da bestimmt nicht geholfen – scheint es da zu Verzögerungen zu kommen.

Offenbar wird es an staatlichen Unis eher erst im Wintersemester 2021/22 passende Bachelor zu geben. Wer also vorher beginnt (bzw. schon begonnen hat), wird wohl noch den alten Weg gehen müssen. Man kann zwar auf gewisse – vor allem finanzielle – Verbesserungen für diejenigen hoffen, die noch den Ausbildungsweg nach dem Psychologiestudium nehmen müssen. Ob diese aber wirklich kommen? Verlassen kann man sich darauf leider nicht.


3. Was kostet Studieren?

Lebenshaltungskosten insgesamt

Während eines Psychologie-Studiums brauchst du eine finanzielle Grundlage für eine Unterkunft am Studienort, für Nahrung, Kleidung, Fahrtkosten, Telefon und Internet sowie Bücher und Arbeitshefte. Je nach Ort und eigener Sparsamkeit liegen die monatlichen Ausgaben zwischen 630 € und über 1.500 €. Im Durchschnitt geben Studierende inzwischen über 850 € im Monat für Studienkosten aus.

München ist Spitzenreiter, was die Mieten und die Lebenshaltungskosten an sich angeht, aber auch Frankfurt/Main, Hamburg, Köln und Berlin liegen deutlich über dem Durchschnitt. Günstiger lebt es sich in kleineren Städten abseits der Metropolen, insbesondere in den neuen Bundesländern.

Hauptkostenpunkt: Miete

Die Mieten für ein WG-Zimmer liegen je nach Stadt zwischen 269 Euro und 585 Euro (Werte von 2018 plus fünf Prozent).

Kosten je nach Ort und persönlicher Situation

Für das Studium ist halbjährlich noch ein Semesterbeitrag zu zahlen. Damit werden bspw. günstigere Mensapreise ermöglicht. In einigen Studienstädten ist ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr eingeschlossen, was zwar den Semesterbeitrag erhöht, aber deutlich günstiger als andere Dauerkarten für den jeweiligen Verkehrsverbund ist. An einigen größeren Unis gibt es auch studentische Fahrradwerkstätten.

Kosten für eine Krankenversicherung sind zu berücksichtigen, wenn eine Familienversicherung über die Eltern nicht mehr möglich ist.

Muss ich für ein Psychologie-Studium Studiengebühren zahlen?

Praktisch alle Bachelor und konsekutiven Master können an staatlichen Hochschulen ohne Studiengebühren begonnen werden. Konsekutive Master schließen meist an ein fachgleiches (oder zumindest fachlich passendes) Bachelorstudium an und setzen keine Berufserfahrung voraus. Ein langes Studium oder ein Zweitstudium sind allerdings in einigen Bundesländern kostenpflichtig.

An privaten Hochschulen werden Studiengebühren erhoben. Die Höhe variiert je nach Studienangebot und Hochschule.


4. Wie kann ich mein Psychologie-Studium finanzieren?

Geld von den Eltern

Eine Aufgabe deiner Eltern ist es, dir eine angemessene Berufsausbildung zu ermöglichen. Dazu zählt auch, dir im Studium finanziell oder mit Kost und Logis unter die Arme zu greifen. Die Entscheidung, ob es ein Studium sein soll und welche Fachrichtung, liegt primär in deiner Hand, so dein Schulabschluss dir diesen Weg ermöglicht. Der Staat unterstützt deine Eltern u.a. mit Kindergeld, das im Ausnahmefall auch direkt an dich ausgezahlt werden kann.

BAföG beantragen: Staatliche Förderung, zur Hälfte geschenkt!

BAföG für Studentinnen und Studenten soll einspringen, wenn deine Eltern – aus Sicht des Gesetzes – zu wenig Einkommen haben, um ausreichend Unterhalt für das Studium zu leisten. Wenn du noch unter 30 Jahre alt bist und keine berufsqualifizierende Ausbildung angefangen hast, ist BAföG für das Studium in der Regel zugänglich – sonst prüfe deinen BAföG-Anspruch. Mit unserem BAföG-Rechner kannst du die Höhe deines BAföGs berechnen. Und zwar als Vorschau auch schon das BAföG ab Wintersemester 2022/2023!

Die BAföG-Rückzahlung ist auf 10.010 € begrenzt, beginnt erst Jahre später und nur, wenn ausreichend verdient wird. Wenn du schon länger berufstätig warst, könnte es sogar elternunabhängiges BAföG für dich geben.

Stipendien für das Psychologie-Studium

Stipendien stehen einer viel kleineren Gruppe zur Verfügung als BAföG. Größter Vorteil eines Stipendiums: Die erhaltene Förderung ist geschenkt. Daneben gibt es oft eine ideelle Förderung. Die großen Studienförderwerke vergeben Stipendien nach den BAföG-Regeln (also abhängig vom Einkommen der Eltern). Hinzu kommen noch 300 Euro „Büchergeld“ im Monat für alle. Das Bewerbungsverfahren beginnt in der Regel ein halbes Jahr zuvor.

Für Auslandsaufenthalte im Studium kann es Förderung in Form von ERASMUS-Stipendien geben oder über den DAAD.

Jobben als Werkstudent / Minijob / Selbständig sein

Die meisten Studierenden jobben zumindest zeitweise während des Studiums, oft als Mini-Jobber oder als WerkstudentIn. Während der Vorlesungszeit darf die Arbeitszeit 20 Wochenstunden nicht überschreiten.

Eine Anrechnung auf das BAföG erfolgt, wenn dein durchschnittlicher Verdienst über 450 Euro im Monat liegt. Entscheidend ist im Unterschied zur Steuer nicht das Kalenderjahr, sondern der Bewilligungszeitraum des BAföG.

Staatlicher Bildungskredit und weitere Möglichkeiten

Für Studierende in höheren Semestern oder im Master gibt es den staatlichen Bildungskredit mit günstigen Zinsen und einer Auszahlung von bis zu 300 Euro / Monat für höchstens zwei Jahre.

Ein Studienkredit (oder ein Bildungsfonds) ist dagegen nur als letzte Möglichkeit in Betracht zu ziehen, wenn die günstigeren Möglichkeiten nicht reichen oder bspw. am Studienende eine Konzentration auf das Studium ohne Jobben möglich sein soll.

Wenn du schon in den letzten Semestern des Studiums angelangt bist, kann u.U. – gerade in sozialen Notlagen – auch ein Studienabschlussdarlehen oder Überbrückungsdarlehen in Frage kommen. Scheue dich nicht, dich zu erkundigen und – wenn für dich möglich – ein solches in Anspruch zu nehmen. Die Konditionen sind deutlich besser als bei Bildungskredit oder gar Studienkrediten!

5. Berufsaussichten

Wie bereits erwähnt, ein Psychologe kann in vielen Bereichen arbeiten. In der freien Wirtschaft, zum Beispiel im Marketing, Personalwesen oder in der Produktentwicklung. Aber auch als Berater für Unternehmen können Psychologen tätig werden, ohne die zusätzliche Ausbildung zum Psychotherapeuten.

Aber auch der Weg zum Psychotherapeuten oder Psychiater steht offen, doch dieser Weg ist lang und sehr kostenintensiv, da die Ausbildung (meist) selbst getragen werden muss.

Die Gehaltsspanne ist daher sehr breit. Zwischen 2.300 Euro Brutto und 8.000 Euro ist alles mit dabei. Allerdings muss hier auch die jeweilige Qualifikation und auch die Berufserfahrung mit berücksichtigt werden.

Video: Psychologin werden

Jasmin hat Psychologie in Salzburg studiert und ist im dritten Ausbildungsjahr zur Psychotherapeutin an der Schönklinik Roseneck. Aus Kostengründen macht sie die Ausbildung berufsbegleitend über fünf Jahre, hat ein festes Einkommen und finanziert sich so die Supervision. Das heißt vier Tage stationär im Setting der Klinik als Psychologin arbeiten und an einem Tag in der Ausbildungsambulanz in Rosenheim Erfahrungen sammeln.

Das Video können wir dank einer Partnerschaft mit alpha Uni zeigen, einem Format von ARD alpha.


6. Gehalt von Psychologie-Absolventen und -Absolventinnen

Gehalt in € Uni Master/Diplom
32.600
Einstieg
53.126
5 Jahre
67.858
10 Jahre
Ø Fachgruppe Psychologie; Befragung: DZHW.

Das Einstiegsgehalt liegt bei über 32.600 €, die Angabe bezieht sich auf AbsolventInnen aus den Bereichen Psychologie und Pädagogik. Wer Psychologie studiert, hat oft das Ziel Psychotherapie und muss dafür noch langjährige Fortbildungen anschließen, während derer das Gehalt noch niedrig sein kann bzw. hohe Kosten zu tragen sind.

Fünf Jahre nach Abschluss legt das Jahresgehalt auf 53.126 € zu (hier Zahlen nur für Psychologie). 10 Jahre nach Abschluss liegt es bei 67.858 €.

Es gilt wie praktisch bei allen Gehaltsangaben: Je nach konkreter Position im Unternehmen (oder eigener Praxis), Branche, Größe des Unternehmens, Ort der Beschäftigung und noch manchem mehr unterscheiden sich konkrete Einkommen mehr oder weniger stark von Durchschnittszahlen.

Quelle: Absolventenbefragungen des DZHW. Alle Gehälter für Vollzeitbeschäftigte inkl. Zuschläge, auf Hunderter gerundet. Einstiegsgehalt Stand 2013. Gehalt nach 5 Jahren Stand 2014. Gehalt nach 10 Jahren Stand 2015. Zuschläge für 5/10-Jahre selbst geschätzt.


Weitere Informationen

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Hinweis: Dieser Artikel wurde immer wieder durch die Studis Online-Redaktion aktualisiert, dazu kommen größere Ergänzungen (Studiendauer, -kosten, -finanzierung). Abschnitt 1 enthält noch Teile aus einem Artikel von Anne-Ev Ustorf. Die Zitate sind größtenteils unverändert aus dieser Urfassung übernommen, daher sind die Personen inzwischen größtenteils in anderen Positionen. Die letzte Überarbeitung wurde am oben angegebenem Datum vorgenommen.





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