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Erziehung und Bildung in der Kindheit

Studieren mit Kopf, Herz und Hand

Erfahrungsbericht von Lina90, 06.08.2017
Alter (bei Studienbeginn): 18 bis 20 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 7 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: Schon etwas her (2010), Studium bereits 2013 abgeschlossen

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Das Studium an der ASH befasst sich inhaltlich mit den individuellen, institutionellen und gesellschaftlichen Aspekten von Erziehung und Bildung im Kindesalter. In den ersten Semestern erwirbt man Kenntnisse aus den Bereichen Recht, Entwicklungspsychologie/Neurobiologie (z.B. Bindungstheorie), Alltagsgestaltung (z.B. verschiedene pädagogische Ansätze wie Waldorf, Montessori und deren Konsequenzen für die pädagogische Arbeit), Praxismethoden (u.a. Beobachtungsbögen), Spielpädagogik/Spieltheorie (z.B. Spielzeugbeurteilung, Spielformen, Spielentwicklung usw.). In diesen ersten Semestern (vorbereitend auf das Praktikum) ging es auch immer wieder um das Thema Beobachtung (z.B. teilnehmende Beobachtung und Videographie). Etwa ab dem 3. Semester wurden vermehrt Veranstaltungen zur ästhetischen, naturwissenschaftlich-technischen und sprachlichen Bildung (und einige mehr) angeboten. Dabei werden notwendige didaktisch-methodische Kenntnisse zur Gestaltung der Arbeit in der Kita und Grundschule erworben. Die Veranstaltungen haben dabei in den unterschiedlichen Werkstatt-Räumen stattgefunden. Zum Bereich „Gesundheit & Bewerbung“ gab es mehrere Seminare. Hierbei wurden Modelle von Gesundheit und Krankheit (u.a. Salutogenese) und verschiedene Erkrankungen im Kindesalter thematisiert. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt war das Thema Inklusion und Diversity (verschiedenen Dimensionen von Heterogenität und pädagogische Ansätze wie z.B. die interkulturelle und interreligiöse Bildung, die geschlechtersensible Pädagogik etc.). Später standen die Forschungsmethoden, insbesondere die qualitative Sozialforschung im Zentrum. Einleitend haben wir verschiedene Studien und Zugänge zur Sozialisations- und Kindheitsforschung kennengelernt. Wir haben selbständig Fragebögen erstellt, (im Rahmen von Praktika) Daten erhoben (z.B. durch Interviews, Gruppendiskussionen) und diese mit der "dokumentarischen Methode" ausgewertet. Die Bachelorarbeit konnte aufgrund der intensiven Vorbereitung als Theoriearbeit sowie als empirische Arbeit geschrieben werden. Die Wahl der Methode (z.B. qualitative Inhaltsanalyse) blieb uns überlassen. Das Studium war insgesamt inhaltlich sehr breit gefächert. Zu Beginn des Studiums habe ich das Studium zunächst primär mit Themengebieten wie Spielpädagogik oder Entwicklungspsychologie in Verbindung gebracht. Mir war aber nicht bewusst wie intensiv sich die Auseinandersetzung mit dem Bereich Forschung gestaltet. Ich war positiv überrascht wie lehrreich diese Seminare waren und wie spannend der Prozess von der Datenerhebung über die Auswertung bis hin zur fertigen Arbeit ist. Ich fühlte mich im Studium nicht über- oder unterfordert. Es ist natürlich klar, dass bestimmte Bereiche nur angeschnitten wurden und andere vertieft bearbeitet werden konnten. Insgesamt muss ich aber sagen, dass die Verweise und Anregungen, die ich im Rahmen der Lehrveranstaltungen bekommen konnte sehr hilfreich für mich waren und man daher immer die Möglichkeit hatte sich intensiver mit bestimmten Themen auseinanderzusetzen. Interessant waren außerdem die frühpädagogischen Abendvorlesungen. Ich kann sie jedenfalls nur Jedem empfehlen (!). Gegen Ende des Studiums gab es zudem die Möglichkeit ein Seminar zu besuchen, dass sowohl für Studenten der Sozialen Arbeit als auch für Studenten der Erziehung und Bildung im Kindesalter angeboten wurde. Im Vergleich mit anderen Studiengängen sind die Lehrveranstaltungen festgelegt, d.h. es gab keine Möglichkeit zwischen verschiedenen Veranstaltungen auszuwählen (Ich bin mir aber nicht sicher, ob es sich geändert hat).

Betreuung und Lehre

Ich fühlte mich von den meisten DozentInnen sehr gut betreut. Sie waren meist leicht ansprechbar und ansonsten war es auch möglich relativ zeitnah einen Termin zu vereinbaren. Die Inhalte waren ebenfalls aktuell - die Vorträge wurden meist durch Power-Point-Präsentationen begleitet. Es wurde viel Wert auf Diskussionsrunden gelegt. Die meisten Dozenten haben dabei ein gutes Gleichgewicht zwischen theoretischen Input und Raum für Diskussion und Gruppenarbeiten geschaffen. Auch die Betreuung während der Praktika war sehr gut (insbesondere die Begleitseminare waren hilfreich).

Ausstattung

Die Bibliothek ist wirklich gut sortiert und es finden sich neben den Standardwerken immer wieder neue Bücher. Die Räume sind ebenfalls in einem guten Zustand. Im PC-Raum gibt es genug Plätze, einen guten Drucker und in der Bibliothek gibt es die Möglichkeit zu scannen. Man kann zudem an Veranstaltungen teilnehmen, um seine PC-Kenntnisse zu erweitern. Die Kameras sowie die Ausstattung funktionieren gut (und können kostenlos ausgeliehen werden). Falls man Hilfe bei der Bearbeitung des Videomaterials benötigt kann man sich immer an jemanden wenden. Sehr interessant ist, dass nach dem didaktischen Konzept der Werkstattarbeit gearbeitet wird (neben der o.g. Medienwerkstatt, gibt es einen Bewegungsraum, eine naturwissenschaftliche Lernwerkstatt, eine Werkstatt für ästhetische Praxis). Diese "Werkstätten" sind unglaublich hilfreich, wenn es darum geht die theoretischen Kenntnisse selbst handelnd zu erproben. Auch die Kindergruppen, die in die Lernwerkstatt kamen waren begeistert und man kann den Wert von einer gut vorbereiteten Umgebung inkl. ausreichenden und guten Material (wie es dort zu finden ist) gar nicht oft genug betonen.

Organisation

Über das Internet war es möglich seinen Stundenplan selbst zusammen zu stellen und sich für Prüfungen anzumelden. Das Studium ist auch in der Regelstudienzeit studierbar und die Arbeitsbelastung ist angemessen. Es bleibt einem daher noch genug Raum, um sich privat mit einzelnen Themen nochmal genauer auseinanderzusetzen und der eigenen Neugier nachzugehen.

Berufsorientierung

Das Studium ist aus meiner Sicht sehr praxisorientiert. Es wird viel Wert auf die Verknüpfung von Theorie und Praxis gelegt und es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich selbst zu erproben und somit seine eigenen Stärken und Grenzen kennenzulernen (und damit auch sein Entwicklungspotenzial). Es besteht die Möglichkeit sein Praktikum auch im Ausland/einer anderen Stadt zu realisieren. Dies war aber kein Thema für mich, sodass ich mich zum Thema nicht ausreichend informiert habe.


Hochschule und Hochschulleben: Alice-Salomon-Hochschule Berlin

Gemütliche und überschaubare Hochschule

Campusatmosphäre

Das Gebäude ist relativ überschaubar. Interessante Hochschulgruppen oder Ähnliches habe ich in der Form nicht wirklich miterlebt. In der Mensa oder im Ruheraum gab es dennoch genug Raum für den Austausch untereinander. Im Vergleich zu größeren Universitäten und Hochschulen ist das Studium an der ASH relativ entspannt und auch persönlich (die Kohorten sind relativ überschaubar).

Mensa

Die Mensa wurde damals erneuert und war daher sehr gemütlich. Man hatte beim Essen immer genug Auswahl (auch vegetarisch usw.). Das Essen war wirklich lecker.


Stadt und Umland: Berlin

Berlin ist toll!

Atmosphäre

Berlin ist wirklich toll. Also neben den zahlreichen Partys, Veranstaltungen, Museen und Restaurants etc. gibt es in Berlin unzählige Bibliotheken und Archive. Man kann für sein Studium außerdem spannende Praktika finden. Berlin ist unglaublich vielfältig und die Atmosphäre ist wirklich toll. Man findet hier alles was man sich nur vorstellen kann und das was man sich nicht vorstellen konnte findet man auch hier - jeden Tag kann man durch die Straße gehen und etwas spannendes erleben und mitbekommen.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenserhaltungskosten sind im Vergleich mit anderen Städten relativ gering.





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