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Europa-Studien mit sozialwissenschaftlicher Ausrichtung

Ein vielfältiger und individueller Studiengang

Erfahrungsbericht von Soso, 19.08.2021
Alter (bei Studienbeginn): 18 bis 20 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 2 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: 2020, studierte noch bei Abgabe des Berichts

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Das Studium ist eine Kombination aus mehreren wissenschaftlichen Bereichen (Wirtschaft, Soziales, Recht, Politik, Kultur, Geschichte). Das klingt erst mal nach sehr viel und ein wenig nach Überforderung, aber das empfinde ich persönlich nicht so. Mir gefällt dieser Studiengang, weil er so besonders vielseitig ist und eben diese Bereiche so logisch und geschickt miteinander verknüpft, dass man ganz diverse Einblicke in verschiedene Themen bekommt und ganz von selbst ein Gespür für Zusammenhänge und aber auch für den späteren Nutzen dieser Bereiche entwickelt. Das finde ich sehr spannend und es gefällt mir besonders gut, dass man seine eigenen Stärken und Interessengebiete herausarbeiten kann, indeman sich die entsprechende Ausrichtung sucht. Durch den breitgefächerten Einblick während des Basisstudiums konnte ich auch gut abschätzen, welche Bereiche ich besonders spannend finde und welche ich vertiefen möchte.

Betreuung und Lehre

Bisher habe ich mit vielen Dozenten und Dozentinnen fast nur gute Erfahrungen gemacht. Um einen sehr guten Austausch zu ermöglichen, sollte man aber auch selbst aktiv werden. Die Dozierenden helfen den Studierenden gern weiter, wenn sie mit Fragen zu ihnen kommen, aber werden nicht aktiv nachhaken, ob man Probleme hat. Eigeninitiative ist das A und O des Studiums und als Neuankömmling an der Uni sollte man auf jeden Fall beachten, dass einem nichts (oder nur wenig) hinterher geworfen wird.
Was die Ansprechbarkeit angeht, so konnte ich bisher jeden meiner Dozierenden erfolgreich erreichen. Ob die Lehre aktuell ist, kann ich schlecht sagen, aber es gibt schon einige Dozierenden, deren Datenlage besonders im Falle von Statistiken o.ä. etwas älter ist.

Ausstattung

Da ich zu den Studierenden gehöre, die erst im Online-Semester mit dem Studium begonnen haben, kann ich den Zustand der Bibliothek und allgemein der Uni-Gebäude schlecht beurteilen. Allerdings ist mir aufgefallen, dass sich die Online-Bibliothek in letzter Zeit ständig aufhängt und somit nicht mehr nutzbar ist (zumindest wenn man über den VPN darauf zugreifen möchte). Das gleiche gilt für die wissenschaftlichen Website, die man normalerweise über den VPN erreichen kann, die sich aber in letzter Zeit vermehrt aufhängen. Ebscohost funktioniert übrigens schon mindestens seit dem WiSe 2020/21 nicht mehr (davor kann ich es aufgrund meiner Studiendauer nicht beurteilen), wird aber ständig von den Dozierenden weitempfohlen. Das nur so als Hinweis nebenbei :)

Organisation

Über die generellen Angebote der Hochschule fühle ich mich ziemlich schlecht informiert, aber ich denke, dass auch hier wieder die Eigeninitiative der Studierenden gefragt ist. Was die Flexibilität der Stundenplangestaltung angeht, so bin ich relativ zufrieden, wenn auch nicht begeistert. Ich habe sehr breit gefächerte Interessen und möchte entsprechend viele Fächer belegen, die diese abdecken. Das ist zwar gut möglich, allerdings empfinde ich es als sehr ungünstig, dass man sich die Credits dafür nicht gut anrechnen lassen kann, ohne dafür ein ähnliches Fach aus dem Spezialmodul "rauszuschmeißen", welches einen ebenso interessiert hätte. Weniger interessante Fächer kann man damit nicht ersetzen, da sie zu unähnlich sind. An dieser Unflexibilität kann man gerne noch arbeiten :) Da ich ziemlich belastbar bin und ich eh doppelt so viele Fächer samt Prüfungen belege, wie es eigentlich für ein Semester vorgesehen wäre, bin ich hinsichtlich der Regelstudienzeit und der Arbeitsbelastung meines Erachtens kein Maßstab. Ob das Studium im angedachten Zeitraum schaffbar ist, kommt glaube wieder auf das Eigenengagement und Selbstorganisation bzw. -motivation an.
Welchen Tipp ich ganz gern noch weitergeben möchte: Übungen sind deutlich wichtiger, als ich es zuerst angenommen habe und sie sind zum Teil sogar empfehlenswerter zu besuchen, als die eigentliche Vorlesung, da sie das wichtigste noch mal zusammenfasst. Außerdem: Mitdenken, aufmerksam zuhören und Nachfragen stellen. Das ist super wichtig für das Verständnis des Unterrichtsinhaltes und spart später in der Prüfungsphase viel Zeit beim Lernen :)

Berufsorientierung

Der Praxisbezug ist meines Erachtens schwer zu beurteilen, da dieser Studiengang nicht auf einen speziellen Beruf vorbereitet, sondern Einblicke in viele verschiedene Berufsfelder gewährt. Wenn man die Augen offen hält und den ein oder anderen Verteiler abonniert hat, bekommt man aber einiges mit, was mögliche Berufsaussichten und ähnliches angeht. Der Studiengang an sich ist auf jeden Fall schon mal sehr international ausgerichtet.






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