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Betriebswirtschaftslehre


Das würde ich mir nicht nochmal antun

Erfahrungsbericht von Ex-Monnomer, 12.04.2016
Alter (bei Studienbeginn): 18 bis 20 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 6 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: Schon etwas her (2012), Studium bereits 2015 abgeschlossen

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Das BWL Studium in Mannheim hat nicht ohne Grund einen ausgezeichneten Ruf. Gerade jetzt im Master-Studium fällt mir immer wieder auf, wie viel ich tatsächlich gelernt habe. Von Rechnungswesen über Marketing bis Finance und sogar eine Fremdsprachenkompentenz ist alles abgedeckt. Allerdings gehört für mich bei Studieninhalten auch die Art dazu, wie die Materie rübergebracht wird und das hat mir in Mannheim fast ausschließlich missfallen. Sehr wenige der Professoren haben es geschafft, den Stoff interessant zu gestalten und in den meisten Fächern ist langweiliges, stundenlanges Geschwafel am Ende eins zu eins in der Klausur abgefragt worden. Das Gefühl der Unterforderung ist Mannheimer BWL Studenten fremd. Mit Überforderung lernt man früher oder später umzugehen. Ich, zum Beispiel, bin in Mikroökonomik an meine Grenzen gegangen, Kommilitonen von mir haben sich mit dem großen Matheanteil des Studiums schwer getan. Vor allem aber, und ich glaube das ist jedem so gegangen, ist die Zeit vor den End-Semester Klausuren unglaublich stressig, weil diese Note allein darüber entscheidet, ob man besteht oder nicht. Es ist an der Uni Mannheim nichts Ungewöhnliches, dass man bis nach Mitternacht in der Bib hockt, seine Freunde wochenlang nicht zu Gesicht bekommt und sein rosiges, euphorisches Ersti-Gemüt bald gegen eine bleiche, gestresste Version eintauscht. Ich bin mir darüber im Klaren, dass sich jeder etwas anderes vom Studieren verspricht aber wer Wert auf eine Work-Life-Balance legt, wer sich in einer Initiative engagieren möchte, wer Unisport machen will und vielleicht sogar neben dem Studium ein bisschen Geld verdienen wollte, der sollte sich die Uni Mannheim für BWL drei Mal überlegen. Man gibt viel Freizeit auf und ich bin, vor allem jetzt im Nachhinein, skeptisch, ob sich das gelohnt hat.

Betreuung und Lehre

Die Vorlesungen sind viel zu groß, um in den Dialog mit dem Professor zu kommen. Meistens ist man nur ein Gesicht in der Menge. Einfacherer ist es, die Übungsleiter und Tutoren anzusprechen.

Ausstattung

Die Bibliotheken sind top ausgestattet und sorgen dafür, dass jeder schnell seine Lieblings-bib findet - von modern zu gemütlich ist alles vorhanden. Während der Prüfungszeit sind Plätze allerdings rar und man muss schon vor Bibliotheksöffnung anstehen, um einen Platz zu ergattern.

Organisation

Das BWL Studium in Mannheim ist (leider) sehr schulisch angelegt. Das heißt, ich hatte, bis auf ein Wahlfach im vierten Semester, keinerlei Möglichkeiten Schwerpunkte zu legen. Auf der einen Seite ist das gut, weil man so ein wirklich umfassendes Studium hat. Auf der anderen Seite sind viele Bereiche von der BWL so komplett unterschiedlich, dass es vielleicht besser wäre manche Studenten schon früher von ihren weniger beliebten zu befreien (als Beispiel: Finance Leute haben meistens keinen Spaß an Marketing). Während die Studiumsgestaltung also ziemlich eingschränkt ist, fand ich die Stundenplangestaltung immer sehr gut. Bei mehreren hundert Studenten wurden alle Vorlesungen, Übungen und Tutoren mehrfach in der Woche angeboten und man hatte große Freiheit beim Gestalten seines Studenplans. Es ist in Mannheim sehr machbar und auch durchaus erwartet, dass man das Bachelor Studium in 6 Fachsemestern abschließt. Wie bereits gesagt, sind die Fächer pro Semester von Anfang an vorgegben und ich kannte niemanden, der nicht in 6 Semestern fertig geworden ist. Die Arbeitsbelastung hängt sehr vom Zeitpunkt im Semester ab. In den ersten Monaten muss man im Prinzip nichts leisten, wenn man nicht will. In den letzten Wochen vor den Klausuren ist die Hölle los. Jeder lernt unterschiedlich - für mich hat es sich rentiert frühzeitig anzufangen, damit ich mich am Ende nicht in meinem Zimmer verbarrikadieren musste.


Zu diesem Studiengang gibt es weitere 6 Erfahrungsberichte:

Sehr zufrieden

von LiLaL am 03.07.2018 (10 Semester, Alter (bei Studienbeginn) 18 bis 20, Studium 2016 abgeschlossen)

Top Uni, motivierte Leute - Mannheim ist super!

von Sandra am 27.03.2018 (2 Semester, Alter (bei Studienbeginn) 18 bis 20, im Studium)

Anstrengendes, sehr lehrreiches, internationales Studium

von Andrea am 26.03.2018 (4 Semester, Alter (bei Studienbeginn) 21 bis 25, im Studium)

Die Uni Mannheim ist absolut empfehlenswert.

von Stefan am 01.12.2017 (3 Semester, Alter (bei Studienbeginn) 18 bis 20, im Studium)

Zu Hartes Studium mit ernüchternden berufsperspektiven!

von Dida am 24.09.2017 (6 Semester, Alter (bei Studienbeginn) 18 bis 20, Studium bereits 2013 abgeschlossen)

Echt happy - aber nix für schwache Nerven!

von Leo am 16.04.2016 (2 Semester, Alter (bei Studienbeginn) 18 bis 20, im Studium)





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