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Physiotherapie studieren

New Africa - stock.adobe.com
12.08.2022
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Wenn du im Bereich Gesundheit arbeiten möchtest, hast du viele Möglichkeiten – wie zum Beispiel die Physiotherapie. Im Gegensatz zu den Pflegeberufen gibt es hier einen großen Vorteil: Keine Nachtschichten! Ein Interesse an Bewegung und Sport solltest du jedoch schon mitbringen. Seit ein paar Jahren bieten immer mehr Hochschulen passende Studiengänge an.


1. Kurz + knapp: Physiotherapie studieren

Die Regelstudienzeit für einen Bachelor in Physiotherapie beträgt meistens 6 Semester (180 ECTS). Ein Master dauert in der Regel 4 Semester (120 ECTS).

Physiotherapie kann in mehr als 50 Städten studiert werden, u.a. in Dresden, Frankfurt / Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Physiotherapie ist ein Studiengang, der traditionell fast nur an Fachhochschulen gelehrt wird, es gibt aber inzwischen auch einige Studienangebote an Universitäten.

Das Gehalt von Physiotherapeut*innen betrug Deutschlandweit (Stand 2020) 2.588 € pro Monat.

Im Studium beschäftigst du dich mit Themen wie wissenschaftliche und angewandte praktische Physiotherapie. Diese wird mithilfe praxisnaher Spezialisierungen wie z.B. in den Bereichen Neuro- und Pathophysiologie, Prävention und Rehabilitation vermittelt.

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2. Studieninhalte

„Ich hab' Rücken!“ Allein schon die Nennung eines Körperteils lässt viele wissen, dass jemand darin auch Schmerzen hat. Rückenschmerzen gelten als sogenannte Volkskrankheit. Kein Wunder also, dass Physiotherapeut*innen gefragt sind.

Physiotherapeut*innen kommen Menschen nahe, deren Bewegungsapparat chronisch oder akut eingeschränkt ist – sei es aus körperlichen, neurologischen oder psychischen Gründen.

Für die Patient*innen erarbeitet ein*e Physiotherapeut*in einen persönlichen Therapieplan. In diesen fließen sowohl ärztliche Begutachtung ein als auch Beobachtungen, die im Laufe der physiotherapeutischen Behandlung mit einem Patienten gemacht wird.

Es geht neben der direkten Arbeit mit den Körpern der Patienten auch um die Vermittlung von Wissen – damit sie erfahren, was ungünstige sowie auch positive Körperhaltungen oder Bewegungen sind.

Auch nach einer Ausbildung und einem möglichen Studium bilden sich viele Physiotherapeut*innen stets weiter, um auf dem laufenden für die Therapieansätze zu bleiben – dies auch Pflicht, wie in allen Gesundheitsberufen! Des weiteren gibt es auch die Möglichkeit der Spezialisierung, wie die Arbeit mit Patienten mit neurologischen Erkrankungen oder der Gesundheitsprävention. Auch vorbeugende Therapien oder Gruppen-Angebote gehören in das Berufsfeld.

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Du hast schon eine abgeschlossene Ausbildung als Physiotherapeut? Dann nutze jetzt die Gelegenheit und erhalte in nur drei Semestern deinen Bachelorabschluss mit dem Fernstudium Physiotherapie (B.A.) an der IUBH!

Das Bachelorstudium Physiotherapie selbst besteht aus einer fundierten Ausbildung mit Fokus auf die wissenschaftliche und angewandte praktische Physiotherapie. Diese wird mithilfe praxisnaher Spezialisierungen wie z.B. in den Bereichen Neuro- und Pathophysiologie, Prävention und Rehabilitation vermittelt. Die Basis dafür bildet ein tiefgehendes Verständnis für die Bedürfnisse der Branche auf dem Gesundheitsmarkt.

Die IUBH ist eine staatlich anerkannte und akkreditierte Fernhochschule. Heißt, wir legen viel Wert auf qualitativ hochwertige und modernste Inhalte. Unser großes Angebot an Bachelor-, Master- und MBA-Studiengängen passt sich individuell und maximal flexibel an deinen Alltag an. Dank ausgewählter Spezialisierungen vertiefst du dein Know-how und wirst optimal auf deine Ziele vorbereitet.

Wie wird man Physiotherapeut*in?

Schulische Ausbildung
Früher war der Weg zum Beruf Physiotherapie ausschließlich über eine meist kostenpflichtige schulische Ausbildung zu erreichen. Staatliche Schulen, welche keine Gebühren erheben, waren früher leider rar gesät. Der Bund plant eine Schuldgeld-Freiheit für alle Gesundheitsfachberufe. Viele Bundesländer sind dem zuvor gekommen und haben diese bereits eingeführt. An Kliniken soll auch ein Ausbildungsentgelt perspektivisch gezahlt werden. Mehr Informationen dazu findest du hier.

Studium
Seit einigen Jahren bieten Hochschulen verstärkt die Möglichkeit, mit einem Studium in die Physiotherapie einzusteigen. Der Unterschied zur Ausbildung liegt in den späteren beruflichen Möglichkeiten. Im Studium wird verstärkt Bezug auf Forschung und Wissenschaft, der Übernahme von Leitungsaufgaben, Qualitätsmanagement sowie der Lehre gezogen.

Wer noch keine Physiotherapie-Ausbildung absolviert hat, erreicht dies mit einem dualen bzw. ausbildungsintegriertem Studium oder einem Vollzeitstudium. In den meist sieben-semestrigen Studiengängen erhalten Absolvent*innen nicht nur den Berufsabschluss sondern auch einen akademischen Bachelor-Abschluss.

Akademische Weiterqualifizierung
Wer bereits Physiotherapeut*in ist und sich weiter qualifizieren möchte, kann einen berufsbegleitenden Studiengang wählen. Der Großteil des Angebots sind Bachelor-Studiengänge, mit denen neben dem Beruf der akademische Abschluss erreicht werden kann. Diese Studiengänge sind entweder als Fernstudium oder mit einigen Präsenztagen im Block konzipiert. Die Ausbildung wird in der Regel mit mindestens drei Semestern angerechnet.

Des weiteren bieten Hochschulen auch Studiengänge im Bereich Osteopathie und Sportphysiotherapie an, welche sich oft für Physiotherapeut*innen zur Weiterqualifizierung anbieten.

Ähnliche Studiengänge

3. Dauer des Physiotherapie-Studiums und mögliche Studienabschlüsse

In der Regel dauert das Physiotherapie Studium 8 Semester und wird als Bachelor of Science mit einer Bachelorarbeit abgeschlossen. Insgesamt werden dabei 240 ECTS-Punkte (Credit Points) erbracht. Recht häufig werden auch 7-semestrige Studiengänge angeboten, diese mit 210 Credits.

Anschließend kann noch das Master-Studium in Physiotherapie oder einem ähnlichen Masterstudiengang absolviert werden. Der Master of Science kann in 4 Semestern abgeschlossen werden, wobei 120 Credits erbracht werden müssen.

In Deutschland sollten Bachelor und Master zusammen 300 ECTS auf 10 Semester Regelstudienzeit verteilt umfassen. Nach einem sechs-semestrigen Bachelor mit 180 ECTS kann also nicht direkt ein drei- oder gar zwei-semestriger Master mit jeweils weniger als 120 ECTS angeschlossen werden. Je nach Hochschule können die fehlenden Credits aber oft in einem Brückensemester nachgeholt werden.

Physiotherapie: Studiendauer (Regelstudienzeit)
Bachelor6 - 8 Semester
Master3 - 4 Semester
Bachelor (Teilzeit)13 Semester
Master (Teilzeit)6 Semester

Studienformen des Physiotherapie-Studiums

Die klassische Form des Physiotherapie-Studiums ist das Vollzeit-Präsenzstudium. Man studiert Vollzeit an einer Hochschule, an der man praktisch täglich zu Veranstaltungen (Vorlesungen, Übungen, Tutorien etc.) geht und wo auch die Prüfungen stattfinden. Vollzeit bedeutet grob 40 Stunden / Woche, wobei in der Realität meist Phasen mit weniger Zeitaufwand anderen (vor allem vor größeren Prüfungen) gegenüberstehen, in denen evt. auch mehr Zeit pro Woche mit dem Studium verbracht wird.

Daneben gibt es Studienangebote in Teilzeit, d.h. das Studium ist dabei so organisiert, dass man mit geringerem Zeitaufwand pro Woche, aber entsprechend längerer Studienzeit zum Studienabschluss kommen kann.

Physiotherapie kann berufsbegleitend studiert werden. Das kann sinnvoll sein, wenn du eine Ausbildung schon hinter dir hast und – vielleicht sogar mit Unterstützung des Arbeitgebers – deine Kenntnisse ausbauen willst.

Schließlich kann Physiotherapie im Fernstudium absolviert werden. Das macht ein – bis auf die Prüfungszeiträume – orts- und zeitunabhängiges Studium möglich, erfordert daher aber auch ausreichend Selbstdisziplin. Für praktische Übungen gibt es dann manchmal doch Präsenztermine.

Eine Verbindung von Ausbildung und Studium stellt ein duales Studium dar, Physiotherapie kann auch so studiert werden.


4. Was kostet ein Physiotherapie-Studium 2022?

Lebenshaltungskosten insgesamt

Während eines Physiotherapie-Studiums brauchst du eine finanzielle Grundlage für eine Unterkunft am Studienort, für Nahrung, Kleidung, Fahrtkosten, Telefon und Internet sowie Bücher und Arbeitshefte. Je nach Ort und eigener Sparsamkeit liegen die monatlichen Ausgaben zwischen 672 € und über 1.600 €. Im Durchschnitt geben Studierende inzwischen knapp 900 € im Monat für Studienkosten aus.

München ist Spitzenreiter, was die Mieten und die Lebenshaltungskosten an sich angeht, aber auch Frankfurt/Main, Hamburg, Köln und Berlin liegen deutlich über dem Durchschnitt. Günstiger lebt es sich in kleineren Städten abseits der Metropolen, insbesondere in den neuen Bundesländern.

Hauptkostenpunkt: Miete

Die Mieten für ein WG-Zimmer liegen je nach Stadt zwischen 294 Euro und 641 Euro (Werte von 2018 plus 15 Prozent).

Kosten je nach Ort und persönlicher Situation

Für das Studium ist halbjährlich noch ein Semesterbeitrag zu zahlen. Damit werden bspw. günstigere Mensapreise ermöglicht. In einigen Studienstädten ist ein Semesterticket für den öffentlichen Nahverkehr eingeschlossen, was zwar den Semesterbeitrag erhöht, aber deutlich günstiger als andere Dauerkarten für den jeweiligen Verkehrsverbund ist. An einigen größeren Unis gibt es auch studentische Fahrradwerkstätten.

Kosten für eine Krankenversicherung sind zu berücksichtigen, wenn eine Familienversicherung über die Eltern nicht mehr möglich ist.

Muss ich für ein Physiotherapie-Studium Studiengebühren zahlen?

Physiotherapie wird häufig an privaten Hochschulen angeboten. Dort werden Studiengebühren erhoben. Die Höhe variiert je nach konkretem Studienangebot und Hochschule.

An staatlichen Hochschulen können Bachelor und konsekutive Master dagegen im Normalfall ohne Studiengebühren absolviert werden.


5. Wie kann ich mein Physiotherapie-Studium bezahlen?

Unterstützung durch die Eltern

Eine Aufgabe deiner Eltern ist es, dir eine angemessene Berufsausbildung zu ermöglichen. Dazu zählt auch, dir im Studium finanziell oder mit Kost und Logis unter die Arme zu greifen. Die Entscheidung, ob es ein Studium sein soll und welche Fachrichtung, liegt primär in deiner Hand, so dein Schulabschluss dir diesen Weg ermöglicht. Der Staat unterstützt deine Eltern u.a. mit Kindergeld, das im Ausnahmefall auch direkt an dich ausgezahlt werden kann.

BAföG beantragen: Staatliche Förderung, zur Hälfte geschenkt!

BAföG für Studierende soll einspringen, wenn deine Eltern – aus Sicht des Gesetzes – zu wenig Einkommen haben, um ausreichend Unterhalt für das Studium zu leisten.

Die Verbesserungen beim BAföG ab Wintersemester 2022/2023 führen dazu, dass ein Antrag viel eher lohnt als bisher. So wurde der Freibetrag auf das Elterneinkommen um 20,75 Prozent erhöht, die Bedarfssätze um 5,75 Prozent (letzteres ist leider das schwächste Detail). Vor allem wurde die Altersgrenze auf 45 Jahre erhöht und die Vermögensgrenze für alle, die schon 30 Jahre alt sind, auf 45.000 € erhöht (für alle unter 30 immerhin noch auf 15.000 €).

Die BAföG-Rückzahlung ist auf 10.010 € begrenzt, beginnt erst Jahre später und nur, wenn ausreichend verdient wird. Wenn du schon länger berufstätig warst, könnte es sogar elternunabhängiges BAföG für dich geben. Das gilt auch, wenn du bei Studienbeginn schon 30 Jahre oder älter bist.

Stipendien für das Physiotherapie-Studium

Stipendien stehen einer viel kleineren Gruppe zur Verfügung als BAföG. Größter Vorteil: Durch Stipendien erhaltene Förderung ist geschenkt. Daneben gibt es oft eine ideelle Förderung. Die großen Studienförderwerke vergeben Stipendien nach den BAföG-Regeln (also abhängig vom Einkommen der Eltern). Hinzu kommen noch 300 Euro „Büchergeld“ im Monat für alle. Das Bewerbungsverfahren beginnt in der Regel ein halbes Jahr zuvor.

Für Auslandsaufenthalte im Studium kann es Förderung in Form von ERASMUS-Stipendien geben oder über den DAAD.

Jobben als Werkstudent / Minijob / Selbständig sein

Die meisten Studierenden jobben zumindest zeitweise während des Studiums, oft als Mini-Jobber oder als WerkstudentIn. Während der Vorlesungszeit darf die Arbeitszeit 20 Wochenstunden nicht überschreiten.

Eine Verrechnung mit BAföG erfolgt, wenn dein durchschnittlicher Verdienst über 520 Euro im Monat liegt (ab Oktober 2022, davor 450 €). Entscheidend ist im Unterschied zur Steuer nicht das Kalenderjahr, sondern der Bewilligungszeitraum des BAföG.

Staatlicher Bildungskredit und weitere Möglichkeiten

Für Studierende in höheren Semestern oder im Master gibt es den staatlichen Bildungskredit mit günstigen Zinsen und einer Auszahlung von bis zu 300 Euro / Monat für höchstens zwei Jahre.

Ein Studienkredit (oder ein Bildungsfonds) ist dagegen nur als letzte Möglichkeit in Betracht zu ziehen, wenn die günstigeren Möglichkeiten nicht reichen oder bspw. am Studienende eine Konzentration auf das Studium ohne Jobben möglich sein soll.

Wenn du schon in den letzten Semestern des Studiums angelangt bist, kann u.U. – gerade in sozialen Notlagen – auch ein Studienabschlussdarlehen oder Überbrückungsdarlehen in Frage kommen. Scheue dich nicht, dich zu erkundigen und – wenn für dich möglich – ein solches in Anspruch zu nehmen. Die Konditionen sind deutlich besser als bei Bildungskredit oder gar Studienkrediten!

6. Berufsperspektiven

Es gibt viele offene Stellen für Physiotherapie. Also schnell einen Arbeitsplatz nach dem Studium zu erhalten sollte nicht das Problem sein.

Der Grund für den Fachkräfte-Mangel liegt an den teilweise hohen Ausbildungs- oder Studiengebühren. Wie bereits erwähnt, übernehmen immer mehr Bundesländer diese Kosten für Gesundheitsfachberufe.

Mit einem Physiotherapie-Studium stehen dir folgende Positionen und Tätigkeiten offen:

  • angestellte*r Physiotherapeut*in

  • Leitung einer Praxis oder eines Teams in einer Klinik

  • Sportphysiotherapie

  • Qualitätsmanagement

  • Gesundheitsprävention

  • Lehre & Forschung

Klassische Arbeitsgeber*in sind:

  • physiotherapeutische Praxen

  • (Reha-)Kliniken

  • Sportvereine

  • Medizinischer Dienst der Krankenkassen

  • Fitnessstudios


7. Gehalt von Physiotherapie Absolvent/Innen

Die Gehaltsaussichten sind wie in vielen Gesundheitsberufen nicht sehr hoch – besonders angesichts der zu Teilen nicht geringen Ausbildungs- und Studienkosten. Laut dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit liegt das durchschnittliche Brutto-Einkommen für Physiotherapeut*innen bei 2.588 Euro (Stand: 2020). Die Zahlen beinhalten auch Angestellte, die ‚‚nur‘‘ über eine schulische Ausbildung und keinen Hochschulabschluss verfügen.


Weiterführende Informationen

Studienfach-Datenbank von Studis Online

Weiterführende Links

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Externe Artikel:





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