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Soziologie

Lohnenswert für Leseratten mit Mathekenntnissen

Erfahrungsbericht von Sociosarah, 04.04.2016
Alter (bei Studienbeginn): 18 bis 20 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 2 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: Schon etwas her (2015), studierte noch bei Abgabe des Berichts

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Der ECTS-Anteil Soziologie umfasst im 1 Fach Bachelor Soziologie 150 Punkte. Davon werden 50 ECTS Punkte in Wahlpflichtmodulen erbracht, in denen jeweils zwei Seminare besucht werden müssen. Zudem gibt es einen individuellen Ergänzungbereich, indem 30 ECTS Punkte durch Module anderer Fachbereiche erbracht werden können. Durch die Wahlpflichtmodule und den individuellen Ergänzungsbereich kann ich eigene Schwerpunkte setzen. Diesen kann ich auch durch das mindestens 6 Wochen lange Praktikum intensivieren. Ich hätte vor Studienbeginn nicht erwartet, dass ich so viele Wahlmöglichkeiten habe und mich eine so große Auswahl an Seminaren erwartet. Das gefällt mir sehr gut und ich fühlte mich in den meisten Seminaren weder über- noch unterfordert. Ich habe bisher das Gefühl, dass gerade die Seminare mich in meinem Studium weiterbringen und mir viele neue Denkanstöße gegeben haben. Dadurch, dass ich frei wählen kann, wie viele Veranstaltungen ich im Semester besuche kann ich auch die Geschwindigkeit meines Studiums relativ frei wählen. Bisher habe ich noch keine Studieninhalte vermisst. Wer jedoch nicht gerne liest sei vorab gewarnt: Der Leseanteil ist in den meisten Veranstaltungen nicht zu unterschätzen! Und noch eine Warnung an die Mathemuffel: Das Soziologiestudium umfasst einen beträchtlichen Teil an Forschungsmethodenlehre und Statistik. Ohne Mathe läuft da gar nix...

Betreuung und Lehre

Die Pflichtvorlesungen sind zumindest in den ersten Semestern meist mit vielen anderen Studiengängen zusammen (Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften..), sodass die Vorlesungen häufig im Audimax oder sogar in einem Kinosaal stattfinden. Dadurch sind diese Vorlesungen gerade am Anfang des Semesters oft sehr voll und die Lernatmosphäre eher unruhig. Oft gibt es zu den Vorlesungen aber lohnende Übungen und Tutorien in kleineren Gruppen mit einer guten Arbeitsatmosphäre. Die vielfältige Auswahl an interessanten Seminaren, die ab dem ersten Semester dazugehören beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. Die Dozierenden habe ich bisher als freundlich, gut vorbereitet und kompetent erlebt. Gerade in den Seminaren strahlen viele Dozierende aus, dass sie tatsächlich für die vermittelten Inhalte brennen.

Ausstattung

Die Unibibliothek ist sehr gut aufgebaut: Es gibt eine große Bibliothek in dem Universitätshauptgebäude, in der fast alle Fachbereiche vertreten sind und eine weitere Bibliothek in dem neuen X-Gebäude, in diesem ist die Fachliteratur der Soziologie und einiger anderer Fachbereiche untergebracht. Mit ein wenig Übung lassen sich Bücher schnell finden und während des Semesters sind die wenigsten Bücher entliehen. Während der Semesterferien kann es allerdings manchmal zu kleinen Engpässen kommen. Von den Standardlehrbüchern der Soziologie sind immer genug da, weil einige der Bücher nicht ausgeliehen werden können und für Studierende in der Bibliothek bereitstehen. In beiden Bibliotheksstandorten findet sich fast immer ein freier Tisch zum lesen und lernen, die Lernatmosphäre ist hier ausgesprochen ruhig und konzentriert. Auch einen freien Computer findet man entweder in der Bibliothek, im Hochschulrechenzentrum oder in den eigenen PC-Räumen der soziologischen Fakultät immer. Die Hörsäle im Hauptgebäude haben keine Fenster, im Audimax ist es außerdem meistens ziemlich kalt und zieht. Dennoch ist der Zustand der Hörsäle gut. Die Räume im X-Gebäude sind dagegen deutlich freundlicher und mit gut funktionierender Technik ausgestattet.


Hochschule und Hochschulleben: Universität Bielefeld

Campusuni mit großem Angebot

Campusatmosphäre

Die Uni Bielefeld ist eine Campusuni. Das bedeutet in diesem Falle, dass sich das Unileben hauptsächlich in der großen Halle des Hauptgebäudes, des X-Gebäudes und dem Rasenplatz zwischen diesen Gebäuden abspielt. Da die Uni auch einen Sportstudiengang anbietet gibt es auch ein Schwimmbad (direkt im Hauptgebäude!), Turnhallen, große Außenplätze, sowie ein Fitnessstudio. Hier finden viele Sportangebote statt, die aber oft sehr schnell ausgebucht sind. Es gibt einige Hochschulgruppen, die sich für Menschenrechte, die Rechte von Menschen mit Behinderungen und die Rechte für Schwule, Lesben und Transsexuellen (LGBTTI) einsetzt. Uni- und Fachschaftspartys werden auch angeboten, allerdings habe ich persönlich noch nie daran teilgenommen. Ich habe mir aber sagen lassen, dass sie ganz gut sind ;-).

Mensa

Die Mensa befindet sich im neuen X-Gebäude. Das Essen ist nicht besonders teuer, es gibt eine gute Auswahl, die auch immer eine vollwertige Mahlzeit für Vegetarier und Veganer anbietet.

Hochschulsport

Der Hochschulsport ist sehr vielfältig und für Studierende größtenteils kostenlos. Leider sind viele begehrte Kurse immer schon sehr schnell ausgebucht.





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