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Pflegewissenschaft

Zukunftsorientiert, hoher wissenschaftlicher Anspruch

Erfahrungsbericht von LBSPfleger, 19.06.2018
Alter (bei Studienbeginn): 26 bis 29 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 6 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: Schon etwas her (2015), Studium 2018 abgeschlossen

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Der Bachelorstudiengang der Pflegewissenschaften auf LBS (Lehramt für berufsbildende Schulen) an der Uni Osnabrück vermittelt den Studierenden einen sehr umfassenden Kenntnisstand über die elementaren Bestandteile der Pflege. Angefangen bei medizinischen Inhalten, die in Anatomie- oder Pharmakologie- oder Krankheitslehre-Vorlesungen vermittelt werden, über die Geschichte der Pflege bis hin zu gesundheitsökonomischen und juristischen Seminaren werden viele grundlegende Kenntnis vermittelt. Ausgehend von der Erwartung, dass die Studierenden eine Karriere im Lehramt der beruflichen Bildung anstreben, muss gesagt werden, dass die Inhalte kaum didaktisch aufbereitet werden. Eine didaktische Spezialisierung findet erst im Master-Studiengang (Master of Education) statt. Das Lerntempo im Studiengang ist sehr angenehm. Man ist eigentlich zu keiner Zeit überfordert. Inhaltlich hätte ich mir bereits im Bachelorstudiengang einen didaktischen Schwerpunkt gewünscht. Besonders 'lehrspezifische Inhalte' wie Unterrichtsmethoden, Medieneinsatz und praxisrelevante Umsetzungsmöglichkeiten kommen hier leider zu kurz, jedoch liegt dies letztendlich an der Studienorganisation.

Betreuung und Lehre

Insgesamt fühlt man sich sehr gut aufgehoben. Die Betreuung durch die Dozenten läuft sehr persönlich ab und man kann jeder Zeit bei den Dozenten vorbeigehen. Ein bis zwei Dozenten sind sehr schwer zu erreichen (auch per Email). Hier bietet es sich an, während der Sprechzeiten vorbeizugehen. Das Lehrangebot ist sehr vielfältig und es bietet sich des öfteren die Chance verschiedene Kurse zu wählen. Über die Flexibilität der Dozenten kann ich an dieser Stelle nicht urteilen.

Ausstattung

Sowohl der Fachbereich, als auch die Bibliothek und die Mensa (ganz wichtig) sind sehr gut ausgestattet und wie neu. Die Universität ist im Großen und Ganzen auf dem neuesten Stand. Viele Dinge, (u.A. die Schließfächer in der Bibliothek, das Busfahren, der Mensabesuch etc.) lassen sich mit dem Studentenausweis erledigen. Man hat Zugang zu einer fülle an Datenbanken, Software und Büchern. Die Labore sind genauso neu wie der Rest der Uni. Also hier hat die Uni Osnabrück wirklich das Geld in die Hand genommen und etwas modernes und meist gut funktionierendes geschaffen.

Organisation

Als Student der Uni Osnabrück wird man eigentlich über alle wichtigen Belange per Mail auf dem Laufenden gehalten. Zudem hat das Studienverwaltungssystem ein schwarzes Brett und bietet viele Möglichkeiten der Kommunikation. Das Studium ist eigentlich ganz gut organisiert. Die Raumverteilung klappt immer, wenn Dozenten krank sind, schicken sie eben ein Mail. Das alles funktioniert wie am Schnürchen. Die Stundenplangestaltung kann manchmal knifflig sein, da man zusammen mit der Pflegewissenschaften Berufs- und Wirtschaftspädagogik und ein Nebenfach studieren muss. Hier kann es manchmal zu Überschneidungen kommen. In Abhängigkeit vom Nebenfach lassen sich die Überschneidungen managen oder halt eben nicht. Im Großen und Ganzen ist das Studium in Regelzeit studierbar (evtl. gibt es Schwierigkeiten bei der Kursbelegung, vor allem wenn Deutsch als Zweitfach studiert wird). Mein Zweitfach war Englisch und ich habe es sogar geschafft den Bachelor in 4 Semestern durchzuziehen.

Berufsorientierung

Für Lehramtsstudierende kann das Bachelorstudium zunächst frustrierend sein. Die Lehrinhalte sind kaum für den pädagogischen Zweck ausgelegt. Dies setzt sich meiner Meinung nach sogar im Master fort. Die Pflegewissenschaft ist eine sehr junge Disziplin. Gerade deshalb werden die Studierenden mit dem höchsten wissenschaftlichen Standard 'diszipliniert'. Das Ergebnis sind junge Pflegewissenschaftler von denen etwa 90% im Anschluss an das Studium in die Lehre an berufsbildenden Schulen gehen wollen. Ein CareerCenter gibt es eigentlich nicht. Einzig und alleine das Zentrum für Lehrerbildung hält die Studierenden auf dem Laufenden was die berufliche Bildung angeht.





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