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Gute Lehre und eine sehr gute Berufsorientierung

Erfahrungsbericht von Ricewind, 10.12.2016
Alter (bei Studienbeginn): 26 bis 29 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 5 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: Schon etwas her (2014), Studium 2016 abgeschlossen

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Das erste Semester bestand aus Grundlagenfächern über Pflanzenproduktion, -ökologie, usw. Mich als Biologen (BSc) hat das erstmal sehr gefordert, aber nach kurzer Zeit habe ich den im Vergleich zu den Agar Bachelor Studenten geringeren Wissensstand nachgeholt. Im zweiten und dritten Semester konnten wir aus vielen Fächern vertiefende Module wählen. Dort konnte ich mich dann auf das bewerben, was mich interessiert und mich in meinen beruflichen Lebensplanungen weiter bringt (Job, Familie). Das ist im Vergleich zur Biologie auch schon einiges! Im vierten Semester habe ich mich dann für eine Masterarbeit beworben und begonnen. Nach drei Semester ist also auch schon Schluss mit Kursen, Klausuren und Hausarbeiten.

Betreuung und Lehre

Da der Studiengang relativ klein ist, ist die Betreuung durch die Proffessoren deutlich enger, als in meinem Bachelorstudium. Die Studienbetreuung war ebenfalls gut. Es wird schnell und höflich auf eMails geantwortet. Die Lehre empfand ich ebenfalls als gut. Kleine Seminare, viele praktische Kurse und wenig Frontalunterricht. So sollten Masterstudiengänge geplant werden!

Ausstattung

Die meisten Gebäude der Agrarwissenschaften am Campus Poppelsdorf sind mindestens 100 Jahre alt und benötigen an einigen Ecken eine Renovierung. Zudem gibt es keine Möglichkeit sich in den Gebäuden der Agrarwissenschaften aufzuhalten und zu arbeiten, wenn man kein Mitglied einer AG ist. Dafür musste ich immer in ein anderes Institut. Die Technik in den Hörsälen ist Standart bis veraltet. Jedoch kann man den Gebäuden ihren Flair nicht absprechen. Sie sind deutlich schöner als neuere Gebäude aus den 70ern oder die modernen Glas-Beton-Bauten.

Organisation

Man muss sich online für die Kurse in BASIS bewerben, aber bekommt in den meisten Fällen seine gewählten Kurse zugesprochen. Durch die zu Anfang vorgegebenen Pflichtkurse und die Beispielstundenpläne sollte die Planung des Studiums auch für Planungsmuffel gut von der Hand gehen.

Berufsorientierung

Hier sehe ich den für mich wichtigsten Teil neben der Lehre. Als Biologie Bachelor war ich von den Angeboten für Biologien erschrocken und habe mich auch aus diesem Grund für Agrarwissenschaften im Master entschieden. Das Institut für Agrarwissenschaften hat eine Seite, auf der sie wöchentlich neue Stellenangebote für Abschlussarbeiten (extern), Praktikumsstellen, Traineestellen und normale Stellenangebote für Agrarwissenschaftler anbietet. Im Semester gibt es meist mehrmals im Monat Vorträge von Vertretern der Industrie für die Studenten der Agrar- und Lebensmittelwissenschaften, die sich vorstellen und Berufsperspektiven in ihrer jeweiligen Firma aufzeigen. Einmal im Jahr findet der Agrarkarrieretag an der Uni statt, an dem immer einige Firmen teilnehmen (Bayer, BASF, AGRAVIS, usw.) und über Angebote für Absolventen informieren. Ich habe dort selbst schon wichtige Kontakte knüpfen können. Hier wird man tatsächlich auf das Leben nach der Zeit im Elfenbeinturm vorbereitet.





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