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Anspruchsvolles jedoch interessantes Studium

Erfahrungsbericht von Jackiii, 15.10.2020
Alter (bei Studienbeginn): 18 bis 20 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 5 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: 2018, studierte noch bei Abgabe des Berichts

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Das Studium ist zunächst ziemlich trocken und man muss Grundlagen pauken wie z.B. Mathematik und Mechanik. Mit einer gewissen Arbeitsmoral während des Semesters und richtiger Prüfungsvorbereitung (will gelernt sein) jedoch relativ gut machbar, einzelne Rückschläge sind bei den meisten aber die Regel. Wer also etwas weniger Stress haben will und sich auch weniger Theorie antun will sollte auf jedenfall an eine FH. Die interessanteren Module kommen hauptsächlich erst ab dem 4. Semester, hier baut das Studium auch "endlich" aufeinander auf und man erkennt wozu man das Grundstudium (1.-3- Semester) gelernt...außer bei Mathe, das Volumen ergibt für den weiteren Studienverlauf wenig Sinn, der Vorteil ist jedoch das man so die Prüfungen "nur schaffen" muss und die Thematik später kaum noch aufkommt, für die Mathemuffel ein kleiner Vorteil. Grob gesagt sollte man Spaß daran haben in verschiedenen Bereichen ( z.B. vom Straßenbau , Statistiken für urbane Regionen und Mobilität über Stahlbau bis zur Siedlungswasserwirtschaft, Bauinformatik etc) ein breites Wissen aufzubauen in dem oft neben dem Ingenieurmäßigen Berechnen/bemessen die Werkstoffkunde, Wirtschaftlichkeit und Auflagen/Sicherheitsmaßnahmen/Umwelt z.B. gegen Wind/Wasser/Erdbeben und schlussendlich der Mensch an sich eine Rolle spielen. Das coole ist man erkennt auch in der 2. Hälfte des Studiums das man anspruchsvollere Probleme lösen kann als vor dem Studium geglaubt. Die Projekte welche man konkret berechnet haben im Unterschied zu den meisten anderen Ingenieurwissenschaften oft eine riesige Dimension (z.B. Staudämme, Brücken), hohe Budgetverantwortung, die Bauwerke sind in der Regel "Einzelstücke" und man hat eine große Verantwortung gegenüber den Mitmenschen. Im Klartext man spielt in der Arbeitswelt (noch) eine Rolle und ist keine Nummer. Durch die breite und anspruchsvolle/theoretische Ausbildung am KIT hält man sich auch andere Branchen über das Bauwesen hinaus offen.

Organisation

Die Arbeitsbelastung ist im ersten Semester, natürlich im Nachhinein betrachtet, ganz okay. Ab dem 2. Semester zieht es etwas an, die Knackpunkte sind das 3. und das 5. Semester. Es gibt zus. Angebote wie Ergänzungstutorien; MINT-Kolleg etc man muss jedoch selbst die Initiative ergreifen. Leider ist das Studium kaum in Regelstudienzeit machbar. Einerseits liegt es einfach an dem Anspruch des KIT, ist ja immerhin eine "Elite-Uni" ,andererseits, und das ist ärgerlich, an der Organisation der Prüfungsphase die sehr eng getaktet ist. Der Vorteil ist, die Prüfungen sind schnell rum und man hat im vgl. zu Maschinenbau, Elektrotechnik etc deutlich mehr Semesterferien jedoch ist es auch viel Stress und sobald man durch eine Prüfung durchgefallen ist oder diese geschoben hat man allein wegen den Terminen die Regelstudienzeit nicht einhalten kann. Man kann die Prüfung dann erst im nächsten Semester antreten wobei sie oft am gleichen Tag/ +- 1 Tag wie andere, neue Prüfungstermine anstehen. Der Normalo-Leistungsträger sollte daher mit mind. 7 bis 8 Semester Studiendauer rechnen.


Hochschule und Hochschulleben: Karlsruher Institut für Technologie

Uni in der Stadt

Campusatmosphäre

Riesiger Campus, man kommt nach einiger Zeit zurecht. Gibt schöne und nicht so schöne Ecken. Der AStA und die Uni-Cafeteria sind ein guter Treffpunkt, es ist auch nur 4 Minuten bis zur Karlsruher Innenstadt. Regelmäßige Unipartys und Events runden das ganze ab.

Mensa

Immer ziemlich interessantes und leckeres Essen, preislich fair. Zu Stoßzeiten leider total überfüllt.


Stadt und Umland: Karlsruhe

Zwischen großer City und Kleinstadt

Atmosphäre

Karlsruhe ist zwar keine Perle, besonders durch die ganzen Baustellen momentan, aber die Stadt hat irgendwie ihren Charme und zudem alles was man braucht. Die Innenstadt ist ziemlich übersichtlich, es gibt viel Restaurants und Bars, zwei große "Malls", die Clubsszene ist etwas bescheidener aber auch ganz okay ist ja auch keine mega Großstadt. Als Student im Sommer wird man hauptsächlich am Schloss bzw.im Schlosspark chillen. Im Umland gibt es schöne Ecken zum Wandern und joggen, es gibt auch recht viele Baggerseen. Die Stadt ist sehr in der Fläche verteilt. Mit dem Zug ist es nicht weit nach Mannheim, Heidelberg oder Raststatt.





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