31.01.2011

Welcome or not?
Arbeitsmarktchancen des Bachelor

Über eine aktuelle Studie zu Arbeitsmarktchancen von Bachelor-AbsolventInnen sprach Studis Online mit Prof. Dr. Christian Scholz vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlands. Immer noch scheinen Stellen speziell für Bachelor-AbsolventInnen eine Rarität zu sein.

Von Jens Wernicke

Sabimm - Fotolia.com

Job gesucht - bei Bachelor-AbsolventInnen zur Zeit immer noch eine schwierigere Sache
Studis Online: Herr Scholz, in einer aktuellen Untersuchung kommen Sie zu dem Ergebnis, dass es so gut wie keine Stellenangebote für Bachelorabsolventen gibt. Selbst bei den Unternehmen, die diesen Abschluss einst mit einer Initiative besonders willkommen hießen. Wie kommen Sie zu diesem Schluss und was genau sind Ihre Untersuchungsergebnisse?

Christian Scholz: Ganz einfach – durch zählen! Als die Studie erstellt wurde, haben wir das Suchwort "Bachelor" bei monster.de eingegeben. Das erzielte 1.023 Treffer und dann haben wir schlicht und einfach angefangen auszuzählen. Auffällig war dabei zunächst einmal, dass sich 41 % der Anzeigen an Interessenten richteten, die noch gar keine Bachelor sind. Davon waren 46 % Angebote für duale Studiengänge, also für Interessenten, die sich in Kooperation zwischen einer Ausbildungsinstitution und dem Unternehmen zu einem Bachelor ausbilden lassen wollen. 5 % der Anzeigen ließen sich nicht eindeutig zuordnen. 54 % der Anzeigen waren dann wirklich für "fertige" Bachelor bestimmt und hier haben wir genau hingeschaut: Es zeigte sich, dass sich 74 % der Anzeigen an Absolventen mit Berufserfahrung richteten, während nur 26 % nach Bachelorabsolventen ohne Berufserfahrung suchten. Von letzteren waren dann 47 % Praktika, 10 % Trainee-Positionen und 43 % Direkteinstiege. Davon wendete sich aber keine einzige Anzeige explizit nur an Bachelor.

Wir haben aber nicht nur bei monster.de geschaut sondern auch bei den 15 erstunterzeichnenden Unternehmen der "Bachelor Welcome"-Erklärung – und zwar nicht nur danach ob das Wort "Bachelor" vorkommt. Auch hier zeichnete sich eine klare Tendenz ab: Es gab 889 Angebote, die auch für Bachelor ausgeschrieben waren. Jedoch wurden in gerade einmal 39 Anzeigen Bachelor ohne Berufserfahrung gesucht. 63 Anzeigen waren dann für Traineestellen und weiter konnten wir 641 Anzeigen für Praktikumsstellen finden. Verheerend ist hierbei, dass die Bachelor sich bei allen diesen Angeboten gegen Bewerber mit Diplom-, Master- oder im Extremfall sogar Doktorgrad durchsetzen müssen. Angebote explizit nur für Bachelor haben wir überhaupt nicht gefunden – nicht einmal wenn Berufserfahrung vorliegt.

So wirklich überraschend waren diese Ergebnisse nicht, wenngleich sich die Situation mit Anziehen der Konjunktur entschärfen wird. Und wenn es nur noch Bachelor auf dem Markt gibt, werden sich die Unternehmen auch mehr auf diesen Abschluss einstellen.

Woran liegt Ihrer Meinung nach der Mangel an angebotenen Stellen explizit für AbsolventInnen mit Bachelorabschluss?

PR

Christian Scholz ist Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Organisation, Personal- und Informationsmanagement an der Universität des Saarlandes.
Das liegt unter anderem daran, dass viele Unternehmen mit dem Profil "Bachelor" nichts anfangen können.

Deshalb werfen vor allem Unternehmen ohne professionelle Personalarbeit alle Abschlüsse (Bachelor, Master, Diplom) und alle Hochschulen (Berufsakademien, Fachhochschulen, Universitäten) in einen großen Topf, ohne dabei die individuellen Kompetenzprofile, die mit jedem Studiengang verbunden sind, zu berücksichtigen. Das führt dann dazu, dass auf der einen Seite vermittelt wird, Bachelor seien für jede Aufgabe geeignet, auf der anderen Seite die Bachelor dann jedoch vor dem Problem stehen, sich im Bewerbungsprozess gegen Absolventen mit umfangreicherer Ausbildung durchsetzen zu müssen.

Sind den Unternehmen die Bacheloren sozusagen zu "schlecht" ausgebildet? Betrachten sie den Bachelor also in dem Sinne als zu wenig berufsqualifizierend?

Ich befürchte, dass Unternehmen tatsächlich zu dieser Sichtweise neigen. Dass die Praxis mit Bachelor Studenten Probleme hat, sieht man zum Beispiel gut an einer Studie von Queb: Dort wurden 101 FH-Studiengänge und 33 Unistudiengänge beurteilt. Insgesamt konnte man bei den Wirtschaftsstudiengängen 60 Punkte erreichen. Alle untersuchten Studiengänge erreichten zusammen gerade einmal einen Durchschnitt von 36,4 wobei die FH’s mit durchschnittlich 38,6 etwas besser abschnitten als die Universitäten, die nur 28,5 erreichten – insgesamt also ein eher betrübliches Ergebnis. Wichtig ist, dass es sich hierbei nicht um wirkliche Ausbildungsqualität handelt. Diese Beurteilung ist lediglich das Bild der Praxis und danach ist der Bachelor nicht berufsqualifizierend.

Aus dieser und anderen Erkenntnissen leitet sich analog auch die Forderung nach einem 5-jährigen Programm für die Wirtschaftswissenschaften an Universitäten ab – zumal sich das ja bei den Medizinern und Ingenieuren bestens bewährt.

Und die Unternehmen, die den Bachelor besonders "herbeigewünscht" und die so genannte "Welcome-Erklärung" unterschrieben haben, bieten sie bessere Perspektiven für AbsolventInnen mit Bachelorabschluss?

Das ist nicht zu erkennen, vor allem, weil erfahrungsgemäß die am lautesten klappern, die am wenigsten bieten. Eine leichte Tendenz in Richtung eines fairen Umgangs mit Bachelor lässt sich jedoch erkennen: so kann man feststellen, dass die Anzeigen für Praktika nach dem Abschluss zurückgehen – vielleicht sogar als eine Reaktion auf unsere Kritik.

Warum ist man dann nicht gleich bei den alten, von der Wirtschaft weit mehr anerkannten, Studiengängen geblieben?

Das ist eine gute Frage. Zunächst einmal war die Entscheidung für neue Studiengänge sicherlich eine politische Entscheidung. Durch den Bachelorstudiengang hat man auf einmal höhere Absolventenzahlen und kann sich auf die Schulter klopfen, weil das Bildungsniveau im internationalen Vergleich steigt.

Aber auch die Wirtschaft hatte Interesse an dem neuen Studiengang: So schielten einige Unternehmen auf die sinkenden Lohnkosten, als sie sich begeistert für die verkürzte Ausbildungszeit an Hochschulen einsetzten – wobei ich unterstelle, dass dies nur eine Minderheit betrifft. Viel interessanter dürfte hingegen – und das hat unsere Studie auch bestätigt – der Aspekt des dualen Studienganges gewesen sein. Plötzlich haben Unternehmen die Möglichkeit in großem Stil ihre unternehmenseigenen Bachelor und Master "heranzuzüchten".

Für junge Menschen als Einstieg vielleicht sogar eine interessante Möglichkeit, jedoch darf man dabei nicht übersehen, dass in solchen Studiengängen sehr viel unternehmensspezifisches Wissen vermittelt wird, was einen späteren Wechsel schwer machen kann.

Wie bewerten Sie den zunehmenden Einfluss der Wirtschaft auf Hochschulen, Studium und Studieninhalte?

Ich sehe das ehrlich gesagt sehr kritisch. Man sollte ganz genau überlegen, bevor man mir nichts dir nichts das Humboldt‘sche Bildungsideal über Bord wirft. Zu unterstellen, Unternehmen verfolgten keine eigenen Ziele wenn sie sich in die Hochschulbildung einmischen halte ich für blauäugig. Hier wird sicherlich immer versucht werden mehr vermeintlich praxisrelevante Inhalte zu platzieren und dafür "weltfremde" Elemente aus dem universitären Curriculum zu entfernen. Daher besteht die Gefahr, dass das Wort "Studium" am Ende nicht mehr viel mehr ist, als eine leere Worthülle. In diesem Fall sind dann systemisches, fächerübergreifendes Wissen sowie Problemlösungskompetenz auf ein Minimum reduziert, während fach- und womöglich firmenspezifisches Wissen maximiert werden.

Studenten hören auf, das Lernen zu lernen. Kurzfristig mag das die Wünsche von Unternehmen befriedigen, langfristig hat das aber nur negative Konsequenzen für den Bildungsstandort Deutschland. Außerdem muss bezweifelt werden, dass Unternehmen tatsächlich über entsprechende Kompetenz im Sinne von Befähigung verfügen: Die oft jämmerlichen Erfahrungen mit den "Corporate Universities" hat gezeigt, dass Unternehmen durchaus gute Ideen, aber oft wenig Qualifikation zur Qualifizierung haben.

Was würden Sie Hochschulen, Wirtschaft, vor allem aber Studierenden in Bachelor-Studiengängen aktuell raten, zu unternehmen?

Universitäten sollten konsequent sein. Sie sollten – wenn auch nur als Gedankenexperiment – ein Selbstfindungsseminar besuchen und herausfinden, für was sie stehen und welchen Weg sie in Zukunft gehen wollen. Entscheidet man sich dann, den mehr als eintausend Jahre alten Weg der Wissenschaft und Forschung weiter zu beschreiten sollte man daraus klare Konsequenzen ziehen und den Studenten eine universitäre Ausbildung im klassischen Sinne ermöglichen. Entscheidet man sich hingegen, zukünftig als reine Ausbildungsstätte zu fungieren, so sollte man auch diesen Weg konsequent gehen.

Unternehmen sollten konsequent sein. Sie sollten mit offenen Karten spielen. Jungen Menschen mit vollmundigen Versprechen vorzumachen, man würde sie mit einem BA in der Tasche mit offenen Armen empfangen ist unredlich. Es sei denn, man definiert Anforderungsprofile, die auch tatsächlich auf Bachelor zugeschnitten sind und bietet den Bachelorabsolventen damit eine Einstiegsmöglichkeit. Ganz wichtig dabei ist, keine falschen Erwartungen zu wecken: Ein Bachelor kann als Bauzeichner arbeiten, nie aber als Architekt.

Studierende hingegen sollten die Konsequenzen ziehen. Sie haben im Moment eigentlich nur eine Möglichkeit: Die Gegebenheiten zu akzeptieren. Das bedeutet einen guten bis sehr guten Bachelorabschluss zu erzielen und dann an das Bachelorstudium noch den Master zu hängen.

Es gibt jedoch noch eine zweite Möglichkeit: Versuchen, die Gegebenheiten zu ändern. Das kann man derzeit etwa bei uns an der Universität des Saarlandes beobachten. Innerhalb von drei Tagen haben sich fast 900 Studierende in eine Unterschriftenliste der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften für die Einführung eines 5-jährigen Studienganges eingetragen, es wurden Fanpages auf Facebook ins Leben gerufen und Vertreter der Studierenden haben sich im Studentenparlament intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Schließlich wurde dann einstimmig für die Einführung des Bologna-Diploms gestimmt. Damit ist zwar noch nichts entschieden aber die Studenten haben doch ein deutliches Zeichen gesetzt. Andere Universitäten sind da sogar schon weiter und haben diesen Schritt bereits gemacht: Wer also eine Nische sucht, kann auch eine finden – Sie können sich ja nun überlegen, was ich an Stelle der Studenten tun würde.

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Kommentare zu diesem Artikel

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1. dieAnonymeFRau kommentierte am 31.01.2011 um 12:54:46 Uhr

So ein Quatsch

Ich finde diesen Artikel wirklich frech. Ich kann diesen Artikel in der Realität keineswegs bestätigen. Schaut euch doch die Anzeigen bei Monster.de an. Da ist überall Bachelor ausgeschrieben. Und an meiner Hochschule haben die meißten mit bachelor einen guten Job gefunden. Und "dumm" sind wir Bachelor auch nicht. Dieser Artikel ist wirklich eine bodenlose Frechheit und gelogen noch dazu!!!




2. KH kommentierte am 31.01.2011 um 14:01:30 Uhr

Wieso Quatsch?

Nach einer Studie des INCHER der Uni Kasse verdeinen Bachelor im median 12.000 Euro weniger iom Jahr als Master/Diplom. Es gibt keinerlei konzeptionelle Überlegungen zur Berufskarrieren. Im Öffentlichen Dienst ist der Zugang zum höeren Dienst begrenzt. 51% der Unternehmen sind der Meinung, dass man als Bachelor einen weiterenn Abschluss braucht, um voranzukommen. Erst bachelor fordern und dann nix tun - so sieht es aus bei den Unternehmen in Deutschland. Die sollen mal was vorlegen, was über billige Überschriften (Bachelor welcome) hinausgeht.




3. Gabi Faulhaber kommentierte am 31.01.2011 um 14:15:12 Uhr

Schmerzhafte Erkenntnis

Für die Studentinnen und Studenten, die sich für einen Bachelor als Abschluss entschieden haben, ist es sicher eine bittere Erkenntnis, damit wenig anfangen zu können. Hoffentlich findet die "AnonymeFrau" einen passenden Arbeitsplatz. Zivilcourage oder gesellschaftlich-soziale Kompetenzen wurden im Studium nicht erworben, das steht fest. Wieso sollte jemand sonst anonym schreiben? Neben dem IQ gibt es ja auch einen EQ. Ansonsten hat mir der Artikel gut gefallen. Er zeigt, wie sich die Unternehmen und die Regierenden in Widersprüche verwickeln. Einerseits wollen sie Fachkräfte, die gut ausgebildet sind und mitdenken. Andererseits wollen sie das Denken dann doch lieber nicht. Doch wer nicht denkt, ist wenig fähig. Unfähig zur eingenständigen Arbeit im Betrieb und unfähig zur Veränderung der Gesellschaft. Eine gute Bildung für alle gesellschaftlichen Schichten und eine gute Arbeit, von der man leben kann- zu dieser Veränderung der Gesellschaft sollte man/frau (auch anonyme) fähig sein.




4. W333 kommentierte am 31.01.2011 um 23:07:59 Uhr

....

Also wenn ich bei Monster Bachelor eingebe, bekomm ich 1500 Treffer und wenn ich Diplom eintippe spuckt er mir 2000 Treffer aus.

Hmm das heißt dann also das wir sowieso fast alle Arbeitslos sein werden bei über 250.000 Absolventen pro Jahr.

Ne aber jetzt mal erlich im Endeffekt sucht doch kein Unternehmen nach einem Titel sondern nach einem Mitarbeiter mit entsprechenden Fähigkeiten. Man muss doch auch nicht darüber diskutieren das jemand der 5 Jahre studiert im Normalfall mehr kann als jemand der nur 3 Jahre studiert und es ist auch nur gerecht das er dafür dann auch mehr Geld bekommen sollte aber hier wird ja so getan als ob es unmöglich ist mit nem Bachelor nen Job zu finden und das ist es ganz sicher nicht.

Gruß




5. Captain Falafel kommentierte am 01.02.2011 um 14:56:11 Uhr

...

Ich hatte mir das eigentlich so vorgestellt:

Bachelor für die, die "normal" arbeiten gehen wollen. (Mehrheit)

Master für die, die weiterhin wissenschaftlich (an der Uni) bzw. in der Forschung arbeiten wollen. (Minderheit)

Ich habe jedenfalls eigentlich keinen Bock mehr auf einen Master. Nach nicht optimierten Lehrplänen, zig Zusatzmodulen und mit dem Hauptfach zeitlich schwer in Einklang zu bringenden Nebenfächern hatte der Bachelor auch so schon das Pensum eines zusammengequetschten Diploms.

Ich verstehe die Arbeitgeber nicht. Reicht es nicht, wenn man für eine "normale" Stelle schon Rhetorikkurse und spezielle Bewerbungscoachings machen muss um sich möglichst gut selbst zu verkaufen? Wer sagt eigentlich, dass ein Bachelor generell weniger leistungsfähig, intelligent, "kompatibel" und arbeitsfähig ist, als ein Master?

Mein Verdacht: man wollte hier den Bachelor unbedingt einführen um Löhne möglichst drücken zu können.




6. Leser26 kommentierte am 01.02.2011 um 15:25:19 Uhr

Wenig überzeugend

Was soll so ein Artikel bewirken?

Der Großteil der Studiengänge endet heute mit einem Bachelor/Master. Das Diplom stirbt aus. Reine Panikmache das Interview.

Ein Master ist für viele Studenten nicht erreichbar, selbst bei Noten im 2er Bereich.

Ich bin mehr als fest davon überzeugt, dass sich in 2 Jahren kein Mensch mehr mit diesem sinnlosen Interview beschäftigt.




7. Oli (Studis Online) kommentierte am 01.02.2011 um 15:45:42 Uhr

Sinn des Interviews

Am Ende des Interviews werden zwei Möglichkeiten genannt, was die Studierenden tun können.

Darüber hinaus dürfte die Studie, die Thema des Interviews ist, bei gewissen Leuten in Politik und Wirtschaft hoffentlich zum Nachdenken führen. Und wenn dann zum einen mehr Masterplätze angeboten werden und zum anderen die Firmen sich mehr Gedanken machen, Stellen konkret für Bachelor-AbsolventInnen zu schaffen, dann wäre schon viel erreicht.




8. Nilo Ramirez kommentierte am 01.02.2011 um 22:33:05 Uhr

Ohne Praxis keinen Job

Hallo, ich finde diese Diskussion sehr spannend.

Unser Bildungssystem in vielen (besonders in der Wirtschaft angesiedelten) Berufen sieht nun einmal eine praktische Berufsausbildung a la IHK vor. Und wer mehr will, studiert noch einmal eine Runde. Zu denken, man legt einen BA in 3 oder 4 Jahren hin und integriert ein 3-6 monatiges Praktikum und nun wartet die Abteilungsleiterstelle auf einen ist ja nun auch wirklich vermessen.

Das Problem sind nicht die Unternehmen, sondern die Bezeichnung "berufsqualifizierendes Studium". Das ist es nämlich meist erst, nach einer Trainee-Phase oder schlichter: Praxis!

Somit sollte man den BA meiner Meinung nach eher als "Fundament" betrachten anstatt zu meinen, er öffne per se Tür und Tor.




9. themarsvolta kommentierte am 02.02.2011 um 13:28:06 Uhr

Kommt auf das Fach an

Also ich kann nur für mein Fach (Informatik) an einer FH sprechen. In diesem Bereich ist es ohne Probleme möglich mit einem Bachelor einen normal bezahlten Job zu bekommen (36.000 bis 40.000).

Wer höher hinaus will sattelt eben noch den Master drauf, allerdings zahlt es sich nicht immer aus den Master zu machen, denn in der Zeit wo der eine den Master macht, kriegt der andere mehrere Gehaltserhöhungen.

In dem Unternehmen wo ich zur Zeit als Werkstudent arbeite wird i.d.R. nicht nach Bachelor, Master oder Diplom unterschieden, es gibt lediglich die Qualifikation akademischer Abschluss. Allein deshalb ist die Vorgehensweise explizit nach Bachelor zu suchen an der Realität vorbei!




10. MaMiHa kommentierte am 03.02.2011 um 07:38:24 Uhr

Hausaufgaben

Ich denke, es wird Zeit, dass die Wirtschaft ihre Hausaufgaben erledigt und sich mit den neuen Abschlüssen genauer beschäftigt. Die Damen/Herren der meisten Personalabteilungen sind da sehr träge, aber es wird auch diese sehr bald einholen. Das Diplom ist nun mal ein Auslaufmodell, da wird auch die Wirtschaft nichts mehr dran ändern. Es ist immer einfacher, das alt hergebrachte hochzuloben, dann braucht man sich nicht mit Neuem zu beschäftigen. Das Diplom hat doch nur deshalb 5 Jahre, weil 2 davon Grundstudium sind. Dieses Wissen sollte jedoch, und wird eigentlich auch, bis zum Abi verinnerlicht sein. Das Hauptstudium wird dann auch nur in 3 Jahren absolviert, was war dann besser? Ich kenne auch viele, die mit Diplom sehr lange keinen Arbeitsplatz fanden, das hat ganz gewiss andere Gründe. An alle Bachelor: lasst euch nicht schlechtreden oder -schreiben! Selbstbewusstes Auftreten hilft da sehr! Und übrigens: die Studie wurde im Saarland durchgeführt :-]

Gruß MaMiHa




11. Manuela kommentierte am 05.02.2011 um 17:59:33 Uhr

Warum schlecht?

Also ich bin gerade in meinem Pflichtpraktikum und bin mit meinem Bachelor so gut wie fertig. Hier in meinem Betrieb sind mehr Bachelor Absolventen als Diplomer. Und selbst da ist der Untershcied nicht wirklich gegeben. Wie Bachelors machen dasselbe wie die Diplomer und dies machen sie nicht schlechter. Ich selber bin super gerüstet für das Berufsleben und kann alle Leistungen bestens bringen, auch mit Bachelor.

Hier wird den Bachelors immer wieder hinterher gesagt sie könnten nicht vernetzt denken und keine komplexen Zusammenhänge erkennen. Warum wird uns Bachelors das abgesprochen? Ich kann diese besagten Dinge sogar sehr gut und mein Betrieb ist mehr als zufrieden.

Ich habe meine Studienordnung mit den der Diplomer abgeglichen. Das lustige ist, dass wir dieselben Veranstaltungen besichen und diese für diesselbe Veranstaltung bis zu 5 CP mehr bekommen als wir Bachelor Studenten. Schon komisch oder? Außerdem haben die Diplomer Veranstaltungen, die eigentlich nicht unbedingt notwendig sind, da sich das Wissen hierhin im Laufe des Studiums ständig wierdeholt.

Ganz im ernst, wir sind nicht blöd!!! Die Masterstudiengänge vertiefen die Forschungsmethoden und Führungskompetenzen. Aber nicht alle wollen eine Führungsposition einnehmen. Ich zumindest nicht. In die Forschung will ich auch nicht und bin mit meinem Bachelor Wissen mehr als gut gerüstet.

Also dann labert hier doch weiter über die BAchelors ab. Ihr habt ja nur Angst, dass wir mit nur 3 Jahren Studium dsselbe erreichen können wie ihr.

Und überhaupt, schon mal von Training on the Job gehört? Da lernt man sowieso mehr als im Studium.




12. FH ler kommentierte am 15.02.2011 um 14:29:34 Uhr

Bestätigung

Ich denke dass mit der Auswertung oder Statistik passt schon. Monster OK...für viele Firmen leider zu Teuer. Aber ich, als fast fertiger Bacherlor of science im Optikbereich habe eine Stelleanzeige mit B.cs oder B.eng gefunden...Tatsächlich wurde aber jemand mit Dipl. eingestellt, wo dann auch Berufserfahrungen vorhanden waren. Ich hoffe nur, dass ich irgendwann auch noch Berufserfahrungen in meinem Bereich sammeln kann und einfach Arbeiten? kann.

Es wird aber wohl auf einen Master B.eng hinlaufen (sind dann minimum. 11 Semester, da B.sc 7 waren und M.eng 4 werden)

...positiv ist hier, dass das Gehalt dann mehr als ein besserer Techniker (im Öffentlichen Dienst) sein wird.

Lösungsvorschlag: 1. alle Bacherlor Studiengänge max 6 Semester. 2. Den Fh Master sollte man wie den FH Ing. in 8 Semestern schaffen können. (Dann machts auch Sinn den Uni Master mehr zu bezahlen) 3. Eine zusammenarbeit zwischen der meist nur 10km entfernten Fh und Uni wäre sinnvoll. Man könnte Labors und auch die Vorlesungen zusammenlegen..das würde dann ca 10 mio euro im jahr einsparen, welche zur Abschaffung der 500euro verwendet werden...ok sorry für mein gutdeutsch




13. KimSommer kommentierte am 24.02.2011 um 14:02:38 Uhr

Nix neues

Dass die Firmen den Bachelor belächeln haben schon genug Studien bewiesen. Aber das wird sich in den nächsten Jahrzehnten gewiss auch ändern. Spätestens wenn es kein Diplom mehr gibt.





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