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Medizin (Modellstudiengang)

Zielführend und machbar. Lokalpatriotin! Köln ist super

Erfahrungsbericht von Cöllefornia, 17.04.2019
Alter (bei Studienbeginn): 26 bis 29 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 8 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: Schon etwas her (2015), studierte noch bei Abgabe des Berichts

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Modellstudiengang, der äquivalent zum Regelstudiengang funktioniert. Es gibt eine Vorklinik und eine Klinik. In der Vorklinik wird nicht das staatliche Physikum (M1) abgelegt, sondern „Äquivalenzprüfungen“ (ÄP). Glaub das ist ziemlich egal, ob ÄP oder M1. Die Regeln und Umstände sind ein bisschen anders, aber läuft netto auf dasselbe hinaus. Man muss die großen Vorkliniksfächer können. Physio, Anatomie und Psychsoz sind mit den IMPP Fragen vergleichbar. Biochemie ist anders - besser. Hab BC gut und locker bestanden hatte aber trotzdem Probleme mit den IMPP Fragen. Klinik ist ebenfalls dem Regelstudiengang ähnlich. Die Kölner tun zwar so, als ob es ein besonderes Lehrkonzept sei in „Kompetenzfeldern“ (KF) zu unterrichten. Es gibt aber auch nur die üblichen Fachblöcke und Querschnittsbereiche und ergänzend dazu Seminare und anderen Kram, und mehrere kleine Prüfungen zusätzlich (KF-Klausuren), die das Niveau eines Schultests haben. Prüfungen sind ab der Klinik sowieso größtenteils sehr einfach. Trotzdem scheint die Vorbereitung auf M2 damit ausreichend gut zu sein.

Betreuung und Lehre

Die einen Dozenten sind ansprechbar, freuen sich über Rückmeldung, ermuntern Studenten, sich bei Missständen ans Dekanat zu wenden, setzen Kritik direkt konstruktiv um. Und die andern tun das alles nicht. Das hält sich die Waage.

Ausstattung

Durchschnittlich. Skillslab ist gut ausgestattet und Material kann reichlich verwendet werden. Hörsäle und Seminarräume sind im Schnitt akzeptabel. Aufenthaltsbereiche gibt es, sind aber nur mittelmäßig attraktiv. Große ZBMed mit außerordentlich netten Mitarbeitern aber es gibt immer mal Bücher von denen nur ein einzelnes Exemplar da ist. Zum Glück benötigt man keine Lehrbücher in der Klinik.

Organisation

Absolut verschult. Anwesenheitspflicht ab der Klinik zwar in SWS ausgedrückt gering, dennoch eher unflexibel für den 08/15 Studenten. Vorzugsanmeldungen für Eltern oder Doktoranden. Arbeitslast in der Klinik gering. In der Vorklinik höher aber durchaus machbar. Die statistischen Prüfungsauswertungen zeigen eine gute Bestehensquote. Keine Knock-out Fächer oder Mentalität.

Berufsorientierung

Hängt immer von der Mitgestaltung durch den Studenten ab. Man man locker bis zum Examen kommen ohne ein eigenes Stethoskop zu besitzen oder man holt sich selber gute Lehre ab. Generell scheint die Ausbildung von praktischen Fähigkeiten eher schlecht, wenn man die Ausflüge der Kommilitonen ins Kiez anderer Unis oder auch Bewertungen von zugewanderten Professoren als Grundlage nimmt.


Hochschule und Hochschulleben: Universität zu Köln

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Campusatmosphäre

Med. Fakultät hat einen eigenen Campus, der nur fußläufig von der Hauptuni entfernt ist. Wer universitäre Dinge mitbekommen möchte, wird es tun, wer es nicht möchte bekommt die Gelegenheit es auszublenden. Mit der Zeit lernt man unterschiedliche Semester kennen und eigentlich ist die Stimmung in jedem Semester im Schnitt okay. Mega Movements und Wir Gefühl würd ich eher nicht sagen, aber es erschließen sich Bekanntschaften, enge und lockere Freundschaften und tolle Untergruppen. Man muss halt natürlich auch seinen Teil dazu beitragen. Normale Leute halt, ein Querschnitt durch die Gesellschaft. Mir ist das so lieber ein künstlich familiärer Gruppenzwang, keine typische Mentalität (die man dann zum Leid nicht teilt) aber schon die Möglichkeit nette Kontakte zu knüpfen, wenn man will.

Mensa

RoKo Mensa: Zu Stoßzeiten zu voll. Lange Schlangen an Ausgabe, Kasse und Abräumband. Trotzdem sehr schnelles und gut organisiertes, freundliches Team. Zu wenig Sitzplätze, ist ein bisschen nervig vor allem für Gruppen über 4 Personen. Auch dass die Möbel recht eng stehen ist doof. Für den anspruchslosen Gaumen (keine besondere Diät oder Ernährungsphilosophie) super. Es gibt Gerichte zwischen 2-3€, Pasta- und Salattheke. Wir gehen alle gerne dahin, essen aber auch wie die Ratten und genießen den postprandialen Schlaf. Portionsgröße in der Regel angemessen.

Hochschulsport

Ich hab eher nicht zufriedenstellende Erfahrung gemacht und es dann drangegeben. 3 Kurse besucht und alle waren extrem überfüllt. “Fitnessstudio kostenlos” ist zum Schein ein cooles Angebot wo man mit Losglück ein Semester kostenlos in einem Mittelklasse Studio trainieren kann. Taugt natürlich langfristig gar nix, außer, dass man das Studio kennenlernt und das Studio auf neue Verträge hofft. Das subventionierte Fitnessstudio (Discounter Klasse) is mir auch nix. Da bin und bleibe ich bei meinem selbstgewähltem Studio (Mittelklasse) für etwas mehr Geld.


Stadt und Umland: Köln

Mega! Für mich aber auch heimatnah und daher altbekannt

Atmosphäre

Lindenthal, der Unistadtteil, ist der für die gehobene Mittelschicht (Bildungselite), Hipster und sonstige Coolios. Die Umgebung fühlt sich sicher, gepflegt an und erfüllt das perfekte Maß an belebt und ruhig. Zentrumsnah und doch wenig großstädtisch. Spießig und Cool. Grün und - für Kölner Verhältnisse - gute Infrastruktur.

Lebenshaltungskosten

Wohnen ist bekanntlich eher teuer. Öfters mal Probleme mit zeitlich begrenzten Mietverträgen und somit erzwungenen Umzügen bei wenig verfügbarem freien Wohnraum, also hoher Konkurrenz. Wer außerhalb sucht, wird aber was finden. Für Alltag und Freizeit gibt es zig Möglichkeiten zu angemessenen Preisen.

(Neben-)Jobmöglichkeiten

Großstadt, also gut. Es gibt auch zahlreiche Möglichkeiten etwas zu finden, was gut studienbegleitend realisierbar ist. Hatte immer einen oder mehrere Jobs und war immer zufrieden.





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