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Ambitioniertes Studium mit vielen interessanten Facetten

Erfahrungsbericht von Dr. Acula, 30.09.2018
Alter (bei Studienbeginn): 26 bis 29 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 3 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: 2017, studierte noch bei Abgabe des Berichts

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Das Studium ist in Bonn klassisch nach Vorklinik, Klinik und Physikum aufgeteilt. In der Vorklinik befasst man sich daher überwiegend mit naturwissenschaftlichen Grundlagen der Chemie, Physik, Biologie und Biochemie. Leider schaffen es die Dozenten nur selten einen klinischen Kontext herzustellen, der einem die Sinnhaftigkeit über den Stellenwert im weiteren Berufsleben kaum näher bringt. In diesen Fächern müssen auch Pflichtpraktika geleistet werden. Diese sind bis auf Physik inhaltlich, strukturell gut aufgebaut.Die Praktika in Physik sind sehr gut organisiert, jedoch ist der Versuchsaufbau und deren Lerneffekt wirklich nur marginal. Wirklich nur für Studenten lehrreich die sehr Physik- affin sind. Selbst von den Tutoren wird die Didaktik sehr in Frage gestellt. Obligat kommt noch die medizinische Terminologie dazu, die sich durch fleißiges Vokabel lernen gut bewältigen lässt, auch wenn man im Umgang der Grammatik nicht geübt ist. Psychologie und Soziologie wird auch bereits in der Vorklinik gelehrt. Ein relativ spannendes Fach, mit gutmütigen Klausuren. Das Anatomische Institut lehrt Histologie, Makroskopische Anatomie und Neuroanatomie. Leider sind die Anatomen eher schlecht organisiert, hinsichtlich, Klausur-, Vorlesungsplanung und Kommunikation mit den Studenten. Die Ausstattung ist aber gut. Über die Lehre in Anatomi, Neuroanatomie und Physiologie kann ich noch keine Aussagen machen. Gefrustet haben: -Physik -Chemie Spaßcharakter: -Biochemie -Histologie Man sollte sich darauf einstellen in den ersten 2 Jahren darauf einstellen ein sehr zeitintensives, lernaufwendiges Fach zu studieren, in dem man sehr viel Disziplin und eine hohe Frustrationstoleranz haben sollte. Aber mit diesen Attributen ist es definitiv machbar. Überforderung gibt es häufiger, aber mit der Einstellung, dass es nach der Vorklinik angenehmer wird, kann man diese Zeit gut überstehen.

Betreuung und Lehre

Zu den Praktika, Seminaren sind alle Dozenten sehr hilfsbereit. Mail-Kommunikation teils schleppend. Gruppengrößen in den Praktika sind selten familiär, teils bis zu 50 Studenten in einem Praktikumssaal. Defizitär finde ich auch die Mentalität mancher Dozenten Vorlesungsfolien nicht online zu stellen, da man darauf pocht deren Vorlesungen zu besuchen. Die Qualität der Voelesungen lässt sich als ausgewogen beschreiben, durch Ausreißer nach oben, sowie nach unten. Die Praktikainhalte sind inhaltlich leider zu den Vorlesungen versetzt.

Ausstattung

Die Hörsääle bieten eine ausreichende Kapazität an und sind relativ gut ausgestattet. Die Labor ebenso. Die Räume und Geräte der Physik haben jedoch eine gewisse Nostalgie. Die Bibliothek der Naturwissenschaftler ist schon sehr alt und bedarf einer Modernisierung. Zu Klausurzeiten sollte man sich überlegen, ob man die Vorlesungen besucht oder sich in dieser Zeit einen Platz im Lernsaal sichert, da diese schon gegen Vormittag vergeben sind. Lehrbücher sollte man sich auch zu Beginn des Semesters leihen, da nicht ausreichend vorhanden. Positiv hervorzuheben ist die virtuelle Mikroskopie der Anatomie, welche es einfach ermöglicht am Laptop die besprochenen Präparate erneut zu mikroskopieren und man sehr effizient damit lernen kann. Die Uni Bonn ist dezentral aufgebaut, hat aber ihre naturwissenschaftlichem Fakultäten ( bis auf Chemie) zentral liegend, wodurch die Anfahrtswege angenehm kurz sind.

Organisation

Außer der Praktika und Seminare kann man sein Studiumalltag ziemlich gut selbst organisieren und ist flexibel. Die jeweiligen Kurse kann man schlecht anpassen/ schieben, da einige Fächer modular aufeinander aufbauen. Bereits zum 3. Semester zeichnet es sich ab, dass einige Kommilitonen das Studium nicht in Regelstudienzeit abschließen. Meiner Meinung nach ist die Vorklinik die Zeit in der man eventuell ein zusätzliches Semester einlegen muss. Jedoch ist es nach 2 Jahren sichtöich entspannter und die Wahrscheinlichkeit der Regelstudienzeit hoch.

Berufsorientierung

In der Vorklinik kaum.............................





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