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Guter Studiengang mit viel Zeitaufwand.

Erfahrungsbericht von Jan, 11.05.2016
Alter (bei Studienbeginn): 18 bis 20 Jahre
Zum Zeitpunkt des Berichts 6 Fachsemester studiert
Beginn des Studiums: Schon etwas her (2013), studierte noch bei Abgabe des Berichts

Bitte immer daran denken: Erfahrungsberichte sind subjektive Schilderungen – ob die Aussagen für Euch in gleicher Weise zutreffen, solltet Ihr gut prüfen und die Situation berücksichtigen, in der die/der SchreiberIn war. Achtet auch darauf, ob und wann das Studium abgeschlossen wurde – vielleicht hat sich in der Zwischenzeit schon etwas geändert.

Studieninhalt

Inhaltlich dreht es sich an der HHU großteils um Pflanzen. Das schlägt sich auch auf die Lehrinhalte wieder. Wem Pflanzen aber nicht so sehr liegen kann beruhigt sein, denn die Lehrenden haben auf Kritik reagiert und gestalten diese Fächer trotz alledem so, dass sie auch für Nicht-Pflanzenbegeisterte interessant sind. Generell ist es möglich in (fast) jeden Bereich der Biologie hineinzuschnuppern, selbst in die Meeresbiologie. Diese wird jedoch zu diesem Jahr (2016) eingestellt, da der verantwortliche Profesor in Rente geht. Auch den Weg in die Medizin bzw. zu medizinisch relevanten Fragestellungen ist möglich, man muss sich jedoch bewusst sein, dass hier der Andrang der Studierenden sehr groß ist. Außerdem gibt es die Möglichkeit, durch Kooperation mit Jülich, Module im Bereich der Biotechnologie zu belegen, welche allerdings auch wieder stark duch pflanzliche Fragestellungen geprägt sind. Wer genau wissen möchte was in Düsseldorf angeboten wird, sollte sich diesen Link genauer angucken: http://www.biologie.hhu.de/studium/infos-fuer-studieninteressierte/studiengaenge/bachelor.html Bezüglich des Lernaufwands: In den meisten Fächern müssen parallel zu den Vorlesungen Praktika belegt werden, welche durch Protokolle oder Testate geprüft werden. So muss jedem bewusst sein, dass in jeder Woche viel Zeit für das Lernen draufgeht oder draufgehen sollte. Praktika werden generell nicht benotet, so dass man sich hier nicht zu verrückt machen sollte, ganz ohne sind diese kleinen Zwischenprüfungen allerdings auch nicht. Angst um Platzmangel solltet ihr euch definitiv nicht machen. Für jeden Studenten ist ein Platz vorhanden, sofern ihr die Praktika in dem für euch vorgesehen Semester belegt, andernfalls kann es mal zu Problemem kommen, welche allerdings durch Absprache mit den Verantwortlichen Personen geklärt werden können. Die Klausuren am Ende jedes Semester sind mit genügend Lernaufwand alle zu bestehen. Manche Fächer wie Mathematik, Zoologie, Biochemie / Chemie oder Botanik stellen dabei größere Hürden da als andere und sollten definitiv nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Viele scheitern an diesen Modulen im ersten Anlauf. Lasst euch aber nicht davon entmutigen, ich habe es auch gepackt. Rückblickend muss ich sagen, dass das Studium für mich zeitlich sehr fordern war, allerdings pendel ich auch zur Uni, wodurch einige Zeit verloren geht. Aber auch wenn dieser Umstand nicht gewesen wäre, das Studium ist zeitaufwändig, unabhängig vom Fach.

Betreuung und Lehre

Die Ansprechbarkeit von Dozenten kann ich nicht 100 % - ig beurteilen. Je nach dem welche Funktionen der Dozent sonst noch einnimmt, ist er natürlich besser oder schlechter zu sprechen. So wie ich es mitbekommen habe, haben die meisten Dozenten aber ein offenes Ohr für jeden wissbegierigen Studenten. Geraden in den späteren V-Modulen stehen die Dozenten besser zur Verfügung, als noch in den Grundmodulen.

Ausstattung

In der Bibliothek habe ich bisher noch alles oder vergleichbares gefunden, bei manchen Büchern muss man sich allerdings beeilen um noch ein Exemplar zu ergattern. Vor allem wenn ein Buch für ein Praktikum benötigt wird. Viele Gebäude der HHU sind leider auf einen älteren Stand, vor allem die Naturwissenschaften. Es ist jedoch nicht so, dass einem die Decke auf dem Kopf fällt. Die meisten Hörsäle sind groß genug, ein paar jedoch für die Anzahl an Studenten in den späteren Semestern etwas eng. Ich musste nur äußerst selten mal auf dem Boden sitzen. Nach den ersten Wochen werden es sowieso immer weniger Studenten die die Vorlesung besuchen. Die Labore und Geräte sind mal neuer, mal älter. Jedes Labor ist soweit ausgerüstet, dass es für die Inhalte der Praktika im Grundstudium voll ausreicht. Meist ist es eher die Anzahl an Studierenden die es unmöglich macht, dass jeder jede Technik und jeden Schritt einer Methode einmal ausprobieren darf, z. B. bei einer Gelelektrophorese. Später in den V-Modulen ist aber auch dies wieder eine andere Sache.

Organisation

Der Stundenplan ist in den ersten vier Semestern vorgeschrieben, so dass nur Praktika gewählt werden können. In der Ersti-Woche gestaltet die Fachschaft dazu immer eine Veranstaltung, wo genau gezeigt wird, wie Vorlesungen und Praktika belegt werden. Im späteren Verlauf des Studiums ist man jedoch immer mehr auf sich selbst angewiesen, sich über gewisse extra Angebote zu informieren. Das Studium ist mit genügend Fleiß in Regelstudienzeit schaffbar.





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