Es gibt Alternativen
Tierversuche im Studium
Tierverbrauchende Übungen sind häufig ein fester Bestandteil naturwissenschaftlicher Studiengänge und führen bei einer Vielzahl von Studierenden zu Gewissenskonflikten. Das Projekt SATIS unterstützt Studierende bei der Einführung humaner Ausbildungsmethoden ohne extra getötete Tiere durch den kostenlosen Verleih von alternativen Lehrmaterialen, rechtliche und fachliche Beratung sowie Informationen über bereits bestehende Möglichkeiten des tierverbrauchsfreien Studiums.
Die Maus ist das am häufigsten für Tierversuche verwendete Tier.
Wo kann ohne Tierverbrauch studiert werden?
Um die Situation in Deutschland zu verbessern, engagiert sich der Bundesverband Menschen für Tierrechte im Rahmen seines Projektes SATIS für eine humane Ausbildung ohne Tierverbrauch. SATIS zeigt in seinem aktuellen Ethik-Hochschulranking, für welches deutschlandweit die verantwortlichen Kursleiter in den Fächern Biologie, Human- und Veterinärmedizin befragt wurden, dass es in Deutschland zur Zeit nicht möglich ist, den Bachelor of Science in Biologie oder ein Studium der Veterinärmedizin (obligatorisches Schlachthofpraktikum) ohne Tierverbrauch zu studieren. Im Studiengang Humanmedizin wird immerhin in 20% der Fälle auf tierverbrauchende Übungen verzichtet. In einigen Fällen ist zudem ein Lehramtsstudium in Biologie ohne Tierverbrauch möglich. Dasselbe gilt für einige sehr fachspezifische Studiengänge in den Biowissenschaften.
Alternativmethoden noch nicht ausreichend bekannt
Diese sowohl aus Sicht der Studierenden wie auch des Tierschutzes sehr unbefriedigende Situation liegt vor allem darin begründet, dass die Existenz moderner Alternativmethoden bisher nicht in das Bewusstsein vieler Dozenten vorgedrungen ist. Um die Studierenden vor Ort zu unterstützen, bietet SATIS in Kooperation mit der internationalen Organisation InterNICHE Studierenden die Möglichkeit, moderne Alternativen für die Ausbildung kostenlos auszuleihen, um diese gemeinsam mit den Lehrkräften vor Ort zu erproben und in bestehende Kurse zu integrieren. Dazu gehören z.B. Computersimulationen, Phantome zur Übung veterinärmedizinischer Praktiken oder Operationstrainer für die Aus- und Weiterbildung von Chirurgen.
Der Bundesverband Menschen für Tierrechte fordert, dass die Fülle an vorhandenen Alternativmethoden genutzt wird, um in allen Fachbereichen tierverbrauchsfreie Studiengänge zu ermöglichen. Darüber hinaus ist es dringend erforderlich, rechtlich zu verankern, dass Studierende nicht mehr verpflichtet sind, gegen ihr Gewissen an tierverbrauchenden Übungen teilzunehmen.
Weitere Informationen
Web: www.satis-tierrechte.de
Kontakt:
BWL / VWL / Management / Wirtschaft studieren
Betriebswirte werden in allen Bereichen des täglichen Lebens gebraucht. Daher gibt es nicht nur viele facettenreiche Jobchancen, sondern auch erstmal viele verschiedene Möglichkeiten, einen wirtschaftlichen Studiengang aufzunehmen. Sie alle haben aber auch einen gemeinsamen Kern: die sehr zahlenorientierte Managementlehre.
Papiertiger Zivilklausel
Ist die "Zivilklausel" der Universität Bremen nur Etikettenschwindel? Möglicherweise hat die Hochschule gleich mehrfach gegen die Selbstverpflichtung verstoßen, nicht für militärische Zwecke zu forschen. Das Rektorat will prüfen lassen, ob in der Vergangenheit über Umwege an einem Projekt für das deutsche Verteidigungsministerium gearbeitet wurde. Für Studierendenvertreter liegt die Sache auf der Hand, für sie ist es an der Zeit für eine gesetzliche Regelung.
Stipendien – wie bewerben?
Stipendien der Studienförderwerke sind hoch attraktiv: Studierende erhalten Geld, ideelle Förderung und Kontakte. Doch viele haben Angst vor großer Konkurrenz und scheuen die aufwändigen Bewerbungsprozesse. Dabei stehen die Chancen auf Aufnahme gar nicht schlecht. Studis Online erklärt, was von euch verlangt wird und wie ihr euch am besten vorbereitet.
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