Noch eins mehr
Welt-Uniranking von QS
Kurz vor der TIMES (die als Veröffentlichungsdatum den 16. September nennt) hat nun QS sein fortgeführtes Ranking vorgestellt. In einem Blogeintrag betont QS, diesmal so viel Arbeit wie noch nie in die Ermittlung der Daten gesteckt zu haben. Die Messgrößen und ihre Gewichtungen seien aber unverändert - "Kontinuität" wird also großgeschrieben.
Detailkritik vs. Grundsatzkritik

Anders als beim Schach: Es gibt nicht DEN Gewinner
Insofern sollte man sich durch die Debatte um das TIMES Ranking nicht blenden lassen und den neuen Fassungen zwangsläufig mehr vertrauen. Die Kritik an derartigen Rankings hat weltweit in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Umgekehrt versuchen die Pressestellen der Hochschulen immer mehr, ihre Hochschule als besonders gut im Ranking X darzustellen.
Wir berichten daher durchaus mit Distanz, auch wenn wir Platzierungen nennen. Damit wollen wir keinesfalls andeuten, dass diese eine besonders hohe Bedeutung hätten. In diesem Jahr sind deutsche Hochschulen allgemein deutlich aufgestiegen. Wenn sich also eine deutsche Hochschule besonders für ihren Aufstieg lobt, ist das durchaus zu relativieren. Für die Studienwahl jedenfalls sollten gerade weltweite Rankings so gut wie keine Rolle spielen.
Die 10 "besten" Hochschulen
In Klammern die Platzierung von 2009.
1. (2) Cambridge (UK)
2. (1) Harvard University (USA)
3. (3) Yale (USA)
4. (4) UCL University College London (UK)
5. (9) MIT (USA)
6. (5) Oxford (UK)
7. (5) Imperial College London (UK)
8. (7) University of Chicago (USA)
9. (10) California Institute of Technology (USA)
10. (8) Princton University (USA)
Die Unis aus Deutschland unter den Top 200
Auch wenn die erste deutsche Uni weiterhin erst in der zweiten Hälfte der Top 100 auftaucht – insgesamt haben sich viele deutlich verbessert. Möglicherweise haben die Bemühungen von QS - wenn auch die Messgrößen selbst unverändert sind - dazu geführt, dass mehr Urteile aus Kontinentaleuropa eingingen und das auch den deutschen Unis Vorteile gebracht hat. So sind in der Top 100 nun fünf statt vier (2009).
In Klammern die Platzierung von 2009.
51. (57) Uni Heidelberg
58. (55) TU München
66. (98) Uni München (LMU)
70. (94) FU Berlin
97. (122) Uni Freiburg
123. (146) HU Berlin
131. (149) Uni Tübingen
158. (182) RWTH Aachen
166. (184) Uni Karlsruhe
174. (186) Uni Göttingen
195. (233) Uni Frankfurt
200. (237) Uni Bonn
Beste deutssprachige Uni im Ranking ist übrigens - wie in den Vorjahren - die ETH Zürich. Sie konnte sich sogar noch von Platz 20 (2009) auf Platz 18 vorschieben.
Die Platzierungen von Platz 201 bis 500 werden erst in einigen Tagen veröffentlicht.
Quellen und weiteres zum Thema
- QS World University Rankings Results 2010 »
- THE-QS World University Rankings 2009 »
- Übersichtsartikel zu Rankings: Unirankings - ein Instrument der Hochschulwahl? »
Exzellenz und Filz an der Berliner Humboldt-Universität
Die Humboldt-Universität befindet sich in der Endrunde für die 3. Förderlinie der "Exzellenzinitiative". Den Siegern winkt das – von den Medien verliehene – Prädikat "Eliteuniversität" - und natürlich viel Geld. Vermutlich deshalb werden einige Dinge unter dem Deckel gehalten, welche diesen Imageaufbau gefährden könnten.
Report der europäischen Hochschulrektorenkonferenz EUA
Neben den nationalen Hochschul-Rankings gibt es seit Jahren immer mehr internationale. Die European University Assoziation (EUA), eine Art europäischer Hochschulrektorenkonferenz, hat nun viele solcher Rankings näher beleuchtet. Bei den meisten Rankings würden demnach die negative Effekte den Nutzen überwiegen. Ist die EUA also ein Ranking-Gegner? Torsten Bultmann hat sich den Report genauer angesehen.
CHE Hochschulranking 2012
Das CHE-Ranking ist das umfassendste Hochschulranking im deutschsprachigen Raum. Aber nicht alle beteiligen sich – und tauchen daher u.U. gar nicht im Ranking auf. Oliver Iost erläutert die Hintergründe und hat zusammengestellt, was man im Ranking finden kann – und was nicht. Nicht dabei sind z.B. die Unis Köln, Lüneburg und Vechta, die FernUni Hagen und die Medizin-Fakultäten der Unis Göttingen, Hamburg und Jena.
Diese Seite verlinken »








