Lerntechniken

Technik zur Bearbeitung von Texten (SQ3R)

Für das Lesen und Behalten wissenschaftlicher Texte ist es sinnvoll diese mit System zu lesen, und nicht wie einen Roman, von der ersten bis zur letzten Seite. Behalten wird hierbei etwa 50 % des Gelesenen. Auch Wiederholungen steigern dies nicht erheblich. Daher wurde von F. Robinson die SQ3R-Methode entwickelt, die das Lesen und Behalten wissenschaftlicher Texte erleichtert, dabei jedoch zeitintensiv ist. Die Technik besteht aus 5 Schritten:
  1. SURVEY: Erforschen, Überblick gewinnen. Titel, Auto, Inhaltsverzeichnis, Kapitelüberschriften lesen.
  2. QUESTION: Fragen stellen, auf die man dem bearbeiten des Textes eine Antwort haben möchte. Diese schriftlich festhalten. Ebenso herausfinden, wo bereits Kenntnisse bestehen, wo nicht. Z. B. Was ist über Autor, Thema, Inhalt, Bereich bereits bekannt? Mit welchen Vorkenntnissen lässt sich das Gelesene verbinden? Wo sind die Unterschiede zum bisherigen Wissen? Welche Intention hat der Autor? Was ist die wesentliche Aussage? Wie ist diese begründet? Welchen Thesen wird widersprochen? Welche Konsequenzen haben die Thesen des Autors? – Und viele andere Fragen…
  3. READ: Lesen des Textes: Langsam und aufmerksam, die Lesegeschwindigkeit den Textschwierigkeiten anpassen. Unterstreichungen vornehmen und die Gliederung des Stoffes im Hinterkopf behalten. So wird das Gelesene gleich in die richtige Struktur eingefasst. Die Gliederungsgedanken des Autors sollten nachvollzogen werden. Welches sind die Hauptpunkte und die Abfolge der Argumente? Hier ist die Gestaltung des Textes hilfreich. Bei diesem Arbeitsschritt werden die im zweiten Schritt gesammelten Fragen beantwortet.
  4. RECITE: Die wichtigsten Inhalte werden abschnittsweise zusammengefasst, insbesondere die Fragen beantwortet.
  5. REVIEW: Nacherzählung, Wiederholung des gesamten Textes. Kritik und Querverbindungen werden hergestellt, der gesamte Inhalt wird erfasst (z. B. in Form einer Mindmap).



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