Studieren in Dänemark (Seite 1)
Von Angela Strauß| Inhalt im Einzelnen |
1. Warum Dänemark?
![]() Neuer Hafen in Kopenhagen: Cafe-Meile während der Sonnentage, neben zahlreichen Stadtbesuchern auch der Platz, wo man leckeres dänisches Eis bekommt. (Foto von Angela Strauß) |
Zu Dänemark gehören Dinge, die nicht im Reiseführer stehen und sich auch nicht bei einem Urlaub im Ferienhaus erleben lassen. "Kleinigkeiten", die mensch selbst entdecken muss. Das kleine Land im Norden beeinflusste und beeinflusst noch immer andere Länder. Dänemark und Deutschland verbinden Kultur, Sprache, Wirtschaft und Vergangenheit miteinander.
2. Das dänische Bildungssystem
Wie andere skandinavische Länder erfährt Dänemark für sein ganzheitliches und erfolgreiches Bildungssystem international Anerkennung. Die Hochschulen bauen auf dem Besuch des Kindergartens (břrnehaven), der zehnstufigen einheitlichen Grundschule (folkenskolen) und des Gymnasiums auf.
Die weiterführende Ausbildung (vidergĺende uddannelser) in Dänemark findet an Universitäten (universiteter) und projektorientierten Universitätszentren (universitetscenter) sowie im Rahmen von Studienprogrammen mit starkem Praxisbezug an außeruniversitären Einrichtungen statt. An allen Hochschulen fallen in der Regel keine Studiengebühren an.
An allen drei Einrichtungen kann der Bachelorgrad erworben werden. An den Universitäten führt nach diesem dreijährigen Kurs in einem bestimmten Fachgebiet ebenso wie nach dem zweijährigen interdisziplinären Grundstudium an den Universitätszentren ein zweijähriger Kurs weiter. Dieser wird mit dem Grad des Candidatus (kandidateneksam) abgeschlossen, der Voraussetzung für das dreijährige Ph.D.-Studium ist, in dessen Rahmen die Dissertation geschrieben, verteidigt und veröffentlicht wird.
Grafik: Das dänische Bildungssystem
(Schulpflicht von Klasse 1-9 im Alter 7-15 Jahre) |
| Gymnasium 3 Jahre (Klasse 10-12) |
Abschlussklasse der Grundschule (Klasse 10) |
Berufsschule 3 Jahre |
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(Abschluss nach 3 Jahren: Bachelor) | ||||
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Einrichtungen |
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(kandidateneksam) Abschluss im Alter zwischen 23 und 26 Jahren | ||||
(Dissertation) | ||||
3. Studieren in Dänemark
Das akademische Jahr ist in zwei Semester eingeteilt. Das dänische Frühlingssemester beginnt und endet zeitiger als das deutsche Sommersemester. Das dänische Herbstsemester fängt schon im September an und mit ihm beginnt auch das Studienjahr. Vielfach kann das Studium nur mit dem Herbstsemester aufgenommen werden.
Die Zulassung zu den Studiengängen ist beschränkt und muss bei der jeweiligen Hochschule mit dem Nachweis der Hochschulreife beantragt werden, es sei denn, man nimmt an einem Austauschprogramm teil.
"Erasmus“-Studierende bekommen einen Studienplatz für das Partnerinstitut über die jeweils eigenen KoordinatorInnen vor Ort.
Tipp: Es lohnt sich, auch bei anderen Fachbereichen nach "Erasmus-Restplätzen“ zu fragen und zu klären, ob man an der jeweiligen dänischen Hochschule auch Lehrveranstaltungen anderer Fächer besuchen kann. Für Gaststudierende ist die Teilnahme an Veranstaltungen anderer Fakultäten allgemein bereichernd. Meist wird man freundlich und unbürokratisch in allen Kursen aufgenommen.
Informationen und Hilfe zu jeglichen studentischen Problemen kann man in Dänemark sowohl bei den sieben regionalen Beratungszentren (studievalg-centre) suchen als auch, im Falle von organisatorischen Fragen, bei der Studienberatung (Studievejlederne), bei sozialen und psychischen Problemen auch bei der Studierendenberatung (Studenterrĺdgivning) der jeweiligen Hochschule. Ansprechpartner können auch die jeweilige Studierendenschaft des Faches sowie der Allgemeine Studierendenausschuss (studenterrĺd) sein.
Finanzierung des Auslandsstudiums
Da keine Studiengebühren und Versicherungskosten anfallen, gilt es, "nur" die Reise- und Lebenskosten zu finanzieren. Als BAföG-EmpfängerIn wie auch als Stipendiat eines Förderungswerkes kann man Kostenzuschüsse beantragen. Beim Erasmus-Programm gibt es ebenfalls eine finanzielle Unterstützung. Für Informationen zu weiteren Austauschprogrammen und Stipendien kann auch der Blick auf die Internetseiten anderer Länder hilfreich sein.
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Noch ein Uni-Ranking, und wieder ein anderer Spitzenreiter. Diesmal hat die Alexander-von-Humboldt-Stiftung Deutschlands Hochschullandschaft abgecheckt und in einer Tabelle aus Siegern und Besiegten verhackstückt. Nach ganz oben schafften es zwei Berliner Bildungsanstalten, gefolgt von der Konkurrenz aus München. Die rote Laterne hat die TU Cottbus abgekriegt und damit ein Imageproblem mehr. Aber hatte das Oststädtchen überhaupt eine Chance?
Altersgrenzen für Förderungen und Vergünstigungen
Immer wieder wird vom "lebenslangen Lernen" gesprochen. Das Bachelor/Master-System unterstützt diese Idee eigentlich – doch in Sachen Finanzierung gibt es noch viele Hürden. Viele Leistungen sind ab 30 nicht mehr (oder nur in Ausnahmefällen) zugänglich oder sie sind teurer als für jüngere Studierende. Oliver und Katrin Iost fassen zusammen, auf was zu achten ist, welche Ausnahmen es gibt und warum sich Betroffene durchaus zusammen tun sollten, um Änderungen zu erreichen.
Der Einfluss des BAföGs auf andere Sozialleistungen
Studierende, die in einer Bedarfsgemeinschaft mit Hartz-IV-Empfängern zusammenleben, müssen ihr Einkommen (einschl. BAföG) grundsätzlich auch für deren Lebensunterhalt einsetzen. Dabei bleiben 20% des BAföG-Bedarfs als zweckbestimmte Einnahme anrechnungsfrei. Wohngeld gibt es in Bedarfsgemeinschaften mit Studierenden nur in besonderen Fällen.
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