Auslandsaufenthalt

Augen auf - sexuellen Mißbrauch von Kindern nicht tolerieren!

Schon den nächsten Auslandsaufenthalt geplant? Dann liegst Du mit Deinen Plänen voll im Trend: Immer mehr Studierende reisen während des Studiums ins Ausland – um ein oder mehrere Semester an einer ausländischen Universität zu verbringen, um ein Praktikum zu machen oder einfach nur, um während der Semesterferien Urlaub zu machen. Worauf allerdings nur die Wenigsten vorbereitet sind: An ihren Zielorten mit Kinderrechtsverletzungen wie der sexuellen Ausbeutung von Kindern konfrontiert zu werden.

Mehrere Millionen Mädchen und Jungen werden weltweit nach Schätzungen von Kinderrechtsorganisationen jährlich neu in die Prostitution gezwungen. Aber was können Studentinnen und Studenten tun, wenn sie mit einer solchen Situation im Ausland konfrontiert werden? Wie sollten sie reagieren und wie können sie dazu beitragen, diese Verbrechen zu verhindern oder anzuzeigen?

Antworten auf diese Fragen geben Informationsangebote des entwicklungspolitischen Kinderhilfswerkes terre des hommes. Die Organisation engagiert sich seit Jahren im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus: durch Hilfsprojekte vor Ort und durch Aufklärungsarbeit in den Herkunftsländern der Täter. Insbesondere die Kampagne "Please disturb" gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus wird dabei seit mehreren Jahren vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt.

Zu den Informationsangeboten gehört die Website www.child-hood.com. "Hier können Studentinnen und Studenten Informationen zu den einzelnen Reiseländern und darüber finden, was jeder Einzelne gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern tun kann", so Christa Dammermann von terre des hommes. In der Rubrik "Was kann ich tun?" werden bspw. konkrete Urlaubssituationen angesprochen, bei denen es sich möglicherweise um die Anfänge der sexuellen Ausbeutung eines Kindes handeln könnte und Handlungsvorschläge dazu geliefert. Diese Vorschläge enthalten unter anderem Informationen über die Gesetzeslage und Hinweise, wie und bei wem man über verdächtige Situationen Bericht erstatten sollte.

Auch Barbara Schöneberger, die die Schirmherrschaft für die Kampagne "Please disturb" gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus übernommen hat, appelliert an alle Studentinnen und Studenten: "Bevor Ihr Euren nächsten Auslandsaufenthalt antretet: Lest Euch die Handlungsbeispiele auf der Website www.child-hood.com durch. Sie sind sehr konkret und schärfen den Blick dafür, in welchen Situationen man mit dem Missbrauch von Kindern konfrontiert werden kann und wie man darauf reagieren sollte. So kann jeder Einzelne von Euch auf einfache Weise einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern im Tourismus leisten. Oft ist es einem ja irgendwie unangenehm, sich in fremde Angelegenheiten einzumischen, aber lieber einmal zu viel als einmal zu wenig. Das ist echte Zivilcourage!"






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