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Kosten sparen
Mobil sein als StudentIn
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Mit dem Semesterticket habt Ihr freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr, und das meist im gesamten Verkehrsverbund. Kostenlos gibts das Ticket zwar nicht, aber Ihr fahrt auf jeden Fall deutlich günstiger als mit Monatskarten oder sonstigen Tickets. Die Finanzierung erfolgt in der Weise, dass alle Studierenden einer Hochschule bei ihrer Einschreibung/Rückmeldung neben dem Sozialbeitrag einen Geldbetrag für das Semesterticket zahlen. Das Ticket gibts dann in der Regel einfach in Form des Studierendenausweises, auf dem steht, dass er (in Kombination mit einem Lichtbildausweis) zur Fahrt im öffentlichen Nahverkehr berechtigt. Dadurch, dass alle Studierenden den Betrag für das Ticket zahlen müssen, wird es so günstig.
Tipp: Wenn Ihr außerhalb des Verkehrsverbundes wohnt, für den das Semesterticket gilt, oder oft außerhalb dieses Verbundes unterwegs seid, dann habt Ihr möglicherweise die Chance, mit günstigen Anschlusstickets in den angrenzenden Verkehrsverbund zu fahren.
Ein Semesterticket gibt es nicht an jeder Hochschule. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Studierendenvertretung mit den örtlichen Verkehrsbetrieben einen entsprechenden Vertrag geschlossen hat. Ob dies bei Eurer (künftigen) Hochschule der Fall ist und welche Konditionen im Einzelnen gelten, könnt Ihr bei der Studierendenvertretung der Hochschule erfragen. Kontaktdaten findet Ihr über unsere Hochschuldatenbank. Die örtlichen Verkehrsbetriebe können natürlich auch Auskunft geben.
An so mancher Hochschule war die Einführung des Semestertickets ein langer beschwerlicher Weg oder ist es immer noch. Die Interessengegensätze liegen auf der Hand: Viele Studierende nutzen den öffentlichen Nahverkehr, profitieren von dem Ticket und zahlen gerne den zusätzlichen Betrag. Andere, die es - aus welchen Gründen auch immer - nicht brauchen, müssen es zwangsweise mitfinanzieren ohne dadurch einen Vorteil zu haben. Der Widerstand gegen das Ticket hat sogar so weit gereicht, dass Verfassungsbeschwerde gegen die Einführung des Tickets beim Bundesverfassungsgericht erhoben wurde. Dieser hat das Gericht aber nicht stattgegeben (vgl. Pressemitteilung 114/2000 des BVerfG vom 30. August 2000). Dass es trotz dieser Entscheidung immer noch nicht an allen Hochschulen Semestertickets gibt, liegt häufig daran, dass Studierendenvertretung und Verkehrsbetriebe sich nicht auf konkrete Konditionen einigen konnten.
Ein wesentlicher Grund für die Einführung von Semestertickets ist gewesen, dass Studierende, die ansonsten mit dem Auto zur Hochschule gefahren wären, durch das günstige Angebot dazu bewogen werden sollten, auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen. Wie z. B. die Sozialerhebung des DSW (unter Punkt 19: Verkehr) zeigt, ist dies größtenteils gelungen.
Wer an einer (größeren) Hochschule in NRW studiert, für den könnte die Seite NRWmobil.de sinnvoll sein, wenn schnell Bus- und Bahnverbindungen gesucht werden.
2. BahnCard 50 für Studierende
Wer auch außerhalb des Verkehrsverbundes viel unterwegs ist, häufig nach Hause fährt oder Freunde in anderen Städten besuchen will, sollte wissen, dass es für Studierende die BahnCard 50 zum halben Preis gibt. Konkret bedeutet dies, dass Ihr einmal 106 Euro (statt 212 Euro) in die BahnCard investiert und dann ein Jahr lang nur die Hälfte fürs Bahnfahren zahlt.
Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Privilegs ist allerdings, dass Ihr nicht älter als 26 Jahre alt seid. Danach ist der volle Preis fällig. Die Ermäßigung gilt nur für die BahnCard 50, nicht für die BahnCard 25.
www.bahn.de/p/view/preise/bahncard/bahncard50.shtml
3. Fahrrad fahren
In vielen Städten (z. B. in Münster) sind Studierende überwiegend mit dem Fahrrad unterwegs. Dies spart Ausgaben, erhöht die Flexibilität, hält fit und ist nicht mit lästiger Parkplatzsuche verbunden. Damit der Drahtesel auch immer in Schuss ist, gibt es an einigen Unis Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstätten, die meist mit Unterstützung der Studierendenvertretung betrieben werden. Dort wird Euch das nötige Werkzeug zur Verfügung gestellt, mit dem Ihr Euer Fahrrad reparieren könnt. Kompetente Hilfe gibt es meist auch. Auch wenn Ihr StudentIn einer anderen Hochschule seid, könnt Ihr natürlich dort vorbeigehen oder auch mitmachen!
- Studentische Fahrradwerkstätten (Beispiele)
- RWTH Aachen »
- HU Berlin: hubSchrauber - die Fahrradfakultät »
- TU Berlin: unirad »
- Uni Bielefeld: Radtschlag »
- TU Braunschweig: FahrradSelbsthilfeWerkstatt »
- Uni Dortmund: reCycling »
- Uni Heidelberg: URRmEL, die Universitäre RadReparaturwerkstatt mit EigenLeistung »
- Uni Hildesheim: Fahrradselbsthilfewerkstatt FAZZE »
- Uni Konstanz: Fahrradselbsthilfewerkstatt »
- Uni Lüneburg: KonRad »
- Uni Münster »
- Uni Osnabrück: Fahrradwerkstatt »
4. Auto fahren
Im Vergleich zum Semesterticket oder Fahrrad eine eher teure Angelegenheit. Parkplatzprobleme an den Hochschulen (gerade in Großstädten) sind ebenfalls keine Seltenheit. Wenn es also nicht unbedingt sein muss, solltet Ihr lieber darauf verzichten.
Wer sich gerne den gelegentlichen Wunsch nach einem Auto erfüllen will, kann Mitglied bei einer CarSharing-Organisation werden. Dort kann man je nach Bedarf ein kleines Auto oder auch einen Transporter bekommen.
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