Studienfinanzierung
VR-Bildungsfinanzierung (Volks- und Raiffeisenbanken in Bayern)
Der Genossenschaftsverband Bayern hatte in einer Pressekonferenz am 10.06.2005 angekündigt, monatliche Darlehen von 250 Euro für bis zu 3000 Studierende in Bayern bereitzustellen. Dies kann natürlich nicht die Lebenshaltungskosten, aber immerhin Lücken z.B. bei BAföG oder anderen Finanzierungsquellen decken - oder auch für zukünftige Studiengebühren dienen. So auch die eigene Einschätzung der Volks- und Raiffeisenbanken.| Konditionen im Überblick (Stand 18.07.2008, ohne Gewähr!) | |
| Das Darlehen | |
| Monatliche Höchstrate | 250 € |
| Dauer | bis 5 Jahre |
| Einschränkungen | nur in Bayern, Mitgliedschaft bei teilnehmender Genossenschaftsbank notwendig |
| Die Rückzahlung | |
| Beginn | 1 Jahr nach der letzten Darlehns-Rate |
| Zinssatz | 3,9-5,95% (nominal, je nach konkreter Bank; fest während gesamter Laufzeit) |
| Ratenhöhe/Dauer | Entsprechend der monatlichen Auszahlung oder höher |
| Beantragung | |
| Direkt bei der anbietenden Bank. Beispiele von Anbietern (kein Anspruch auf Vollständigkeit!): | |
Einschätzung von Studis Online
Die Konditionen sind für privat finanzierte und nicht staatlich abgesicherte Darlehen relativ attraktiv. Allerdings muss der Kredit dann relativ schnell zurückgezahlt werden und die Rückzahlungs-Ratenhöhe soll dem monatlichen Betrag entsprechen, den man erhalten hat. Man kann den teilnehmenden Banken nicht absprechen, dass sie ein gewisses Risiko übernehmen. Auf der anderen Seite ist das ganze ein gutes Mittel zur Kundenwerbung und -bindung. Daher wohl auch die Bedingung, dass Kreditnehmer Genossenschaftsmitglieder sein bzw. werden müssen.
Zum Überleben reicht der Kredit nicht. Die Genossenschaftsbanken setzen da aufs Bildungssparen - was ganz klar in ihrem Interesse ist. Übrigens hat der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken im März 2005 die Abschaffung des BAföGs gefordert.
Lässt man das Gerede von der gesellschaftlichen Verantwortung weg, das die Banken damit übernehmen würden (was doch wenig zur Forderung der Abschaffung des BAföG passt), kann man ganz nüchtern sagen, dass das Angebot zur Ergänzung brauchbar ist. Allerdings scheinen mehr und mehr Volks- und Raiffeisenbanken auf dieses eigene Angebot zu verzichten (wenn sie es überhaupt jemals angeboten hatten) und setzen nur noch auf die Vermittlung des KfW Studienkredites.
Grundsätzlich empfiehlt sich jedoch ein Blick auf aööe Studienfinanzierungs-Möglichkeiten - je nach persönlicher Lage gibt es teilweise deutlich günstigere Alternativen als einen Studienkredit.
Quellen
- VR Bildungsfinanzierung (Webseite der Volks- und Raiffaisenbanken zum Thema - www.vr-bildungsfinanzierung.de)
- Genossenschaftsverband Bayern (Presseerklärug mit Links zu weiteren Materialien)
- Campus & Karriere-Sendung am 01.07.2005 bei Deutschlandfunk
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