Auf der Suche nach einem Job
Spontanes Vorstellungsgespräch / Kurzinterview
Grundsätzlich sollte man dabei versuchen, diejenigen Tätigkeiten und Studienvertiefungen in den Vordergrund zu stellen, die zum jeweiligen möglichen Arbeitgeber "passen". Trotzdem sollte man es nie übertreiben.
Auf einige Standardfragen sollte man ebenso Antworten wissen wie auf übliche "unangenehmere" Fragen. Wir geben ein paar Beispiele.
Was hat im Studium Spaß gemacht, was nicht?
Wird man danach gefragt, was an der bisherigen Ausbildung (also i.a. dem Studium) am meisten Spaß gemacht hat, so kann man seiner Begeisterung relativ freien Lauf lassen. Am besten bezieht man sich auf das zukünftige Wunschaufgabengebiet, um einen Leitfaden zu haben. Man sollte aber auch daran denken, dass bei spontanen Gesprächen die Zeit begrenzt ist. Gut ist es immer auch, wenn man einige eigene Fragen zu einer möglichen Anstellung einflechten kann.
Gern wird der Frage nach dem Spaß an der Ausbildung das Gegenteil nachgeschoben, nämlich die Frage danach, was am wenigsten Spaß gemacht hat. Gar keine Kritik zu äußern ("mir hat eigentlich alles gefallen") wird bei den wenigsten Firmen ankommen. Allerdings sollte man vorsichtig sein und nicht in Fettnäpfchen treten. Schimpfen und Lästern kommt meist nicht an, die Kritik also sachlich verpacken. Gerade hier zeigt sich, wie man mit schwierigen Situationen umgehen kann.
Umwege im Lebenslauf?
Hat man einige "Umwege" im eigenen Lebenslauf gemacht, sollte man im Falle einer Nachfrage entspannt darauf eingehen können. Zwar hört man immer wieder, Unternehmen wollten möglichst junge Menschen, deren Lebensweg gerade und klar ist. Das ist aber nur in den wenigsten Fällen richtig. Je nach Branche kann man auch mit sehr "schrägen" Wegen Erfolg haben.
Entscheidend ist, dass am Ende erkennbar ist, warum man nun Interesse an gerade der Firma hat, für die man sich interessiert. Es ist also gut, wenn man sich vorher ein wenig informiert hat über mögliche Firmen, die man am Rande einer Kontaktmesse ansprechen wollte. Und sich für die überlegt hat, was einen dafür qualifiziert.
Langes Studium?
Sollte man eher lange studiert haben, ist das auch kein Beinbruch. Wird man nach einem Grund gefragt, sollte man auch darauf gelassen eingehen. Manche Firmen wollen nur sehen, wie man mit (vermeintlich) unangenehmen Fragen umgehen kann. Also kurz und knapp und auch ehrlich antworten, aber nicht in ausführliche Rechtfertigungen abschweifen. Letzteres wirkt i.a. schlechter, als wenn man zugibt, dass man einfach ein paar Durchhänger hatte.
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