Bewerbungsgespräch

Auftreten beim Vorstellungsgespräch

Die folgenden Tipps mögen manchen nach dem Motto "das schaffe ich doch nie" erschrecken. Sie sind aber nicht so zu verstehen, dass man sie einhalten "muss". Es gibt kaum jemanden, der all diese Punkte in der Realität und unter dem Druck eines Vorstellungsgesprächs durchhalten kann. Wenn man sein eigenes Auftreten an ein paar Stellen verbessern kann, ist das schon ein großer Erfolg.

Wer Lust dazu hat, sollte vorher mit FreundInnen üben. Ist an sich nicht schlecht - so stellt man sich schon mal auf die Gesprächssituation ein.

Auch wenn man einiges am eigenen Auftritt verbessern kann, sollte man sich dabei nie völlig verstellen. Auch daher können die folgende Tipps nie so zu verstehen sein, dass jedeR sich an alle Details halten müsste. Am besten versuchen, Dinge zu vermeiden oder zu ändern, die man selbst schon immer störend an sich selbst fand.

Start - Begrüßung
  • Selbstbewusst anklopfen, so dass man gehört wird. Natürlich auch nicht so, dass die Türe wackelt.
  • Mit vollem Namen vorstellen.
  • Falls die Hand entgegengestreckt wird, mit einem kräftigen Händedruck reagieren. Dabei nicht übertreiben (je nach Gegenüber entsprechend dosieren), aber auch nicht lasch, sonst könnte das als Willensschwäche interpretiert werden. Keinesfalls einen Händedruck aufdrängen - mancheR PersonalverantwortlicheR vermeidet das.
  • Grundsätzlich auf ausreichende Distanz achten, ohne distanziert zu wirken. Wer zu dicht auf die Pelle rückt, kann Aggressionen wecken.
  • Erst nach Aufforderung hinsetzen.
  • Den Namen des Gesprächspartners einprägen und im Gespräch gelegentlich einbringen. Falls der Name anfangs nicht verstanden wird, sofort nachfragen.
  • Eine angebotene Zigarette o.ä. besser höflich ablehnen. Keinesfalls ungefragt selbst eine Zigarette anzünden und auch die Frage lieber vermeiden, sondern sich das ganze verkneifen!
  • Ohne Zögern kann man ein angebotenes (alkoholfreies!) Getränk annehmen.
Im Gespräch
  • Aktiv zuhören - deutlich über 50% selbst reden. Schließlich ist es ein Vorstellungsgespräch, der Arbeitgeber möchte etwas erfahren und nicht die ganze Zeit selbt reden müssen. Allerdings sollte man auch nicht das Gespräch an sich reißen.
  • Auch wer gar nicht so oft zu Wort kommt, muss nicht zunehmend ein schlechtes Gefühl bekommen. Manche Personalchefs reden eben gern. Gibt man ihnen das Gefühl, aufmerksam zuzuhören, genügen schon einige kluge Bemerkungen, um zu überzeugen.
  • Auf die Fragen des Gegenübers eingehen und ihnen nicht etwa ausweichen (wenige Ausnahmen bestätigen die Regel).
  • Ist etwas unverständlich, dann höflich nachfragen. Das ist besser, als mit zunehmend verunsichertem Blick dazusitzen.
  • Floskeln wie "Sag ich mal ..." oder Worte wie "man" vermeiden.
  • Auf die eigene Körpersprache achten. Man sollte die Arme nicht verschränken oder Barrieren aus Kaffeetassen, Schreibblock oder anderem aufbauen. Beides wirkt abwehrend.
  • Selbstbewusstsein strahlt man auch dadurch aus, dass man Blickkontakt hält - ohne dabei zu starren.
  • Entspannt, aber nicht breitbeinig dasitzen, ohne die Beine übereinander zu schlagen. Besser beide Fußsohlen fest auf den Boden stellen und auf der gesamten Sitzfläche sitzen - nicht nur auf der Kante oder gar mit dem Stuhl wippen!
  • Die Hände ruhig halten. Wenn sie unbedingt bewegt werden müssen, Notizen machen (gleich zu Anfang fragen, ob das erlaubt ist!).
  • Auf das Sprechtempo achten - weder zu langsam, noch (was in der Aufregung eher passiert) zu schnell.
  • Sachlich bleiben, Gefühlsausbrüche vermeiden und die eigene Ausdrucksweise kontrollieren (keine Szenesprache, keine Kraftausdrücke und möglichst keine Fremdwörter, deren Bedeutung man nur vage kennt).


» Im Gespräch: Mögliche Fragen, mögliche Antworten
» Was man nicht verraten muss

« Vorbereitung

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