Hochschulpolitik
Allgemeine Studiengebühren retten Berliner Hochschulen?
Nachdem vor kurzem drastische Sparziele des Berliner Finanzsenators bekannt geworden sind, werden nun als "Alternative" allgemeine Studiengebühren in die Debatte geworfen.SPD-Fraktionschef Michael Müller sowie der Präsident der Humboldt Universität, Jürgen Mlynek, sprachen sich für Studiengebühren aus. Müller äußerte sich zwar etwas vage, aber doch deutlich in Richtung Studiengebühren. Der Präsiden der HU wurden noch deutlicher: "Ich würde eine jährliche Studiengebühr von 1000 Euro für durchaus vertretbar halten."
Die PDS hält (noch) die Fahne der Studiengebührengegner hoch. PDS-Fraktionsvize Carola Freundl sagte: "Im Koalitionsvertrag, an den uns die SPD gern erinnert, steht definitiv drin, dass Studiengebühren in dieser Wahlperiode ausgeschlossen sind. Wir bleiben bei dieser Absage." Allerdings gab es auch bei der PDS schon vor Monaten gewisse Absetzbewegungen. Im Januar schloß Wissenschaftssenator Flierl (PDS) Studiengebühren nicht mehr kategorisch aus.
Vorgeschichte: Die Sparpläne und die Drohungen der Hochschulen, im Wintersemester z.B. keine Erstsemester aufzunehmen
Exzellenz und Filz an der Berliner Humboldt-Universität
Die Humboldt-Universität befindet sich in der Endrunde für die 3. Förderlinie der "Exzellenzinitiative". Den Siegern winkt das – von den Medien verliehene – Prädikat "Eliteuniversität" - und natürlich viel Geld. Vermutlich deshalb werden einige Dinge unter dem Deckel gehalten, welche diesen Imageaufbau gefährden könnten.
Weltweite Proteste – auch von Studierenden
In immer mehr Ländern der Welt kommt es zu massiven Protesten gegen Kürzungspläne von Regierungen. Fast immer sind auch Schüler und Studierende mit dabei. Eine Ursache der Konflikte scheint allerorten mitzuspielen: Dass der Zugang zu guter Bildung durch höhere finanzielle Hürden eingeschränkt wird. Über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Bildungsproteste weltweit sprach Studis Online mit Prof. Michael Hartmann, einem der renommiertesten Soziologen im Lande und maßgeblichen Kritiker eines Bildungssystems, das soziale Ungleichheit reproduziert.
Was die Parteien in Nordrhein-Westfalen vertreten
In Nordrhein-Westfalen finden am 13. Mai 2012 vorgezogene Neuwahlen des Landtages statt. Studis Online hat den Landesverbänden von CDU, SPD, LINKEN, FDP, Grünen und Piraten acht Fragen zu ihren Positionen rund um die Hochschulpolitik gestellt. Hier nun eine Zusammenfassung der zentralen Aussagen und weitere Informationen rund um die Wahlen in Nordrhein-Westfalen. Dazu in Kürze wie die letzten Wahlen ausgegangen waren und welche Parteien diesmal zur Wahl stehen.
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