Hochschulpolitik
Studierende für Studiengebühren?
Unterstützt vom in diesem Thema berüchtigten Centrum für
Hochschulentwicklung (CHE) haben Studierende ein neuartiges
Studiengebührenmodell vorgestellt. Dabei sollen die Studierenden mit
"Mitbestimmung" bei der Verwendung der Gebühren geködert werden.Gefördert durch das CHE haben die Pro-Studiengebühren-Studierenden nunmehr ihre Grundidee in einem sogenannten "Modell X" weiter ausgearbeitet. Der Einzug und die Verwaltung der Gebühren soll ein Verein übernehmen. Der Verein soll aus allen Studenten bestehen und einen fünfköpfigen Vorstand haben. Die Entscheidung über die Verteilung der Gelder an die Fakultäten für Verbesserungen der Lehre soll allerdings eine Kommission haben, in der neben den fünf Vorstands-Studierenden vier "externe Experten" sitzen sollen.
Nun kann man sich Fragen, warum die Studierenden nicht auch ohne Gebühren zu zahlen mehr Mitspracherechte in den diversen Gremien der Hochschule haben sollten. Dass die Studierenden - auch in Bezug auf Ihre weitere Lebensplanung - sicher ein Interesse an einem gutem Studium haben, ist wohl unbestritten. Es würde sich daher anbieten, ihnen gerade bei Belangen, die die Lehre betreffen, mehr Einfluß zu gewähren - und zwar unabhängig von irgendwelchen Gebühren. Aber davon will leider - außer in einigen Studierendenkreisen - offenbar niemand etwas wissen.
Zum Nachlesen:
CHE Hochschulranking 2012
Das CHE-Ranking ist das umfassendste Hochschulranking im deutschsprachigen Raum. Aber nicht alle beteiligen sich – und tauchen daher u.U. gar nicht im Ranking auf. Oliver Iost erläutert die Hintergründe und hat zusammengestellt, was man im Ranking finden kann – und was nicht. Nicht dabei sind z.B. die Unis Köln, Lüneburg und Vechta, die FernUni Hagen und die Medizin-Fakultäten der Unis Göttingen, Hamburg und Jena.
Studie zu studentischen Mitarbeitern
Ohne sie ginge gar nichts mehr an Deutschlands Hochschulen. Zigtausende studentische Hilfskräfte und Beschäftigte halten den Laden am Laufen, während die Mittel für Forschung und Wissenschaft immer knapper werden. Eine aktuelle Studie zeigt jetzt erstmals auf, unter welchen Bedingungen sie das tun. Viele arbeiten zweckentfremdet, ohne Weiterbildungseffekt und für schlechtes Geld. Höchste Zeit, dass sich das ändert – fordert die Bildungsgewerkschaft GEW.
Uni-Ranking der Humboldt-Stiftung
Noch ein Uni-Ranking, und wieder ein anderer Spitzenreiter. Diesmal hat die Alexander-von-Humboldt-Stiftung Deutschlands Hochschullandschaft abgecheckt und in einer Tabelle aus Siegern und Besiegten verhackstückt. Nach ganz oben schafften es zwei Berliner Bildungsanstalten, gefolgt von der Konkurrenz aus München. Die rote Laterne hat die TU Cottbus abgekriegt und damit ein Imageproblem mehr. Aber hatte das Oststädtchen überhaupt eine Chance?
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