HoPo-Hintergrund (Seite 1)
Diese (Fach-)Artikel wenden sich vor allem an hochschulpolitisch interessierte Studierenden in Fachschaften und Studierendenvertretungen. Das soll aber niemanden sonst hindern, sie bei Interesse am Thema zu lesen. Etwas Zeit sollte man für ihre Lektüre mitbringen.
Textreihe zu Bildungsstreik und -Reform
Zwischen Ende November 2009 und Februar 2010 wurden Texte aus Printpublikationen im BdWi-Verlag online verfügbar gemacht, die die Diskussionen im Umfeld des Bildungsstreiks 2009/2010 ergänzen und befruchten sollen. weiter »
Weitere Hintergrund-Artikel (außerhalb der obigen Textreihe)
Die Lenzen-Scharenberg-Affäre: Machtmissbrauch eines Uni-Präsidenten? (11.03.2010)
An deutschen Unis heißt Elite heute Exzellenz, doch gemeint ist das Selbe: Bestenauslese. Wissenschaftlicher "Exzellenz" redet auch Dieter Lenzen gerne das Wort, ehemaliger Präsident der FU Berlin den es mittlerweile an die Uni Hamburg verschlagen hat. Dass er dabei aber auch durchaus eigene, unwissenschaftliche Kriterien hat, zeichnet Ralf Hutter am Beispiel der Lenzen-Scharenberg-Affäre an der FU Berlin nach. weiter »
Interview mit Clemens Knobloch: "Das CHE-Ranking gehört abgeschafft" (08.03.2010)Das CHE-Hochschulranking gerät angesichts des Ausstiegs von immer mehr Hochschulen, Fakultäten und Instituten in zunehmende Legitimationsschwierigkeiten. Studis Online sprach vor diesem Hintergrund mit Clemens Knobloch, Professor am Fachbereich 3 der Uni Siegen, der im vergangenen Jahr den Ausstieg aus dem Ranking beschlossen hat, über das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), Hochschulrankings und die Bertelsmannstiftung. weiter »
Auswirkungen der Umstellung auf Bachelor / Master auf das freiwillige Engagement von Studierenden (16.01.2010)Mit der Einführung von Bachelor- und Master-Studiengängen haben sich die Rahmenbedingungen für studentisches Engagement stark verändert. Die zunehmend fremdbestimmte Zeitplanung und andere Faktoren beeinflussen die Motivation der Studierenden, sich inner- oder außerhalb der Hochschulen zu engagieren. Jörg Reschke und Karsten Wenzlaff erkunden, welchen Einfluss die Umstellungen des Bologna-Prozesses auf das freiwillige Engagement der Studierenden haben und vergleichen die Situation an deutschen mit der an anderen europäischen Hochschulen. weiter »
Stationen und Ziele, AkteurInnen, Strukturen und Umsetzung: Der Bologna-Prozess im Überblick (23.12.2009)In der altehrwürdigen italienischen Universitätsstadt Bologna brachten 1999 VertreterInnen aus 29 europäischen Staaten das Projekt eines gemeinsamen Europäischen Hochschulraumes auf den Weg. Inzwischen ist die Zahl der Bologna-Staaten auf über 40 angewachsen und der Bologna-Prozess ist zu dem beherrschenden Reformprojekt aktueller Hochschulpolitik avanciert. Christian Berg und Jochen Dahm zeichnen die Entwicklung des Bologna-Prozesses nach. weiter »
Kauf Dir eine Studierendengruppe! Studentische ›Initiativen‹ für Studiengebühren und was daraus wurde (13.05.2009)Zu den auffälligen Kuriosiäten in der Auseinandersetzung um Studiengebühren gehören studentische Basisinitiativen, die selbst gestrickte Studiengebührenmodelle entwickeln und diese mit den Gedanken von Mitbestimmung und Selbstverwaltung – also einer scheinbaren Verträglichkeit von ›Privatisierung‹ und ›Basisdemokratie‹ - verbinden. Marco Unger beschäftigt sich mit zwei solchen Beispielen. weiter »
»Unbedingte Universitäten«: Exzellenz als Geist und Geistlosigkeit (20.04.2009)Nicht die Auswüchse des Exzellenz-Wettbewerbs zwischen den Hochschulen sind das Problem. Das Prinzip ist es. Es treibt ihnen bessere Geister aus, andere ein. Über die Vorgänge, die den Paradigmenwechsel begleiten und ihn, so seine Prognose, in einem darwinistischen Naturwunder enden lassen, reflektiert Wolfgang Fach. weiter »
Ein Rückblick: 35 Jahre ohne Studiengebühren (18.04.2009)Nach der Abschaffung der Hörergelder Anfang der 1970er Jahre gab es in Deutschland 35 Jahre keine Studiengebühren. Die Debatte darüber begann jedoch schon früh und ist durch verschiedenen Stationen gekennzeichnet. Torsten Bultmann und Rolf Weitkamp geben einen Überblick. weiter »
Die Gruppenhochschule und die Wissenschaftsfreiheit: Kann die Demokratisierung der Hochschule grundgesetzwidrig sein? (14.04.2009)Die Wissenschaftsfreiheit gilt als unabkömmliches Grundrecht einer demokratischen Gesellschaft. Und doch stehen Demokratisierungsforderungen im Spannungsverhältnis zum Schutzbereich des Art. 5 Abs 3 Grundgesetz (GG). Am Beispiel der Gruppenhochschule wird aufgezeigt, wie schwierig eine eindeutige Abwägung dieser Ziele in der Praxis der Hochschulpolitik ist. weiter »
Abschreckung / Die Instrumente: Studiengebühren und -kosten (10.12.2008)Jüngst kam es heraus. Die Bildungsministerin, die der Presse häufig und gern erzählt, wie wichtig Studieren sei für den Wissenschafts»standort«, zierte sich kurz vor dem »Bildungsgipfel« mit einer Auftrags-Untersuchung, die belegt: Studiengebühren sind unsozial. Sie schrecken vor allem Frauen und Menschen aus so genannten bildungsfernen Schichten vom Studium ab. Das war prognostiziert worden. Sabine Kiel referiert harte Zahlen. weiter »
Umverteilung nach oben? Neues Elterngeld: Vor allem Besserverdienende profitieren (30.11.2008)Die Frauen-Trouble-Shooterin der Bundesregierung lässt sich mit dem Elterngeld als Emanzipations-Kämpferin feiern. Tatsächlich beabsichtigt es die (Wieder-)Eingliederung von Müttern in den Arbeitsmarkt. Allerdings hat es einige Pferdefüße. Nicht allein dass, sondern auch wer sich wie dort wieder eingliedern darf, ist die Frage. Christine Wimbauer und Annette Henninger geben nach knapp zwei Jahren Gesetzes-Erfahrungen erste Antworten. weiter »
Paradoxien der Wissensgesellschaft: Vom Wert des Wissens (01.09.2008)Mit der Wissensgesellschaft verhält es sich wie mit der Globalisierung oder der These vom demographischen Wandel: Sie alle haben einen wahren Kern und sind zugleich ideologische Figuren. Ralf Ptak geht am Beispiel von »Wissen«, dem mit diesem Begriff verbundenen Gesellschaftskonzept, seinen ökonomischen Grundlagen und dessen Folgen für Bildung nach. weiter »
Ein Lehrbeauftragter resümiert Erfahrungen: »Streik« (23.06.2008)Ohne Lehraufträge und Lehrbeauftragte – ebenso wie ohne PrivatdozentInnen – wäre der Lehrbetrieb an Hochschulen nicht aufrecht zu erhalten, verbales »Exzellenz«-Getöse hin oder her. Die einen wie die anderen machen ihre Arbeit unter Bedingungen, die der Beschreibung spotten – zumal der Hoffnung, sie sei eine sichere Leiterstufe zu einer »Karriere«. Magnus Treiber ist einer der Lehrbeauftragten, die engagierten Protest an der Münchner Universität mit-organisierten und auf ihn zurückblicken. weiter »
Literatur
Beim Verlag des BdWi gibt es einige empfehlenswerte Bücher und Hefte rund um hochschulpolitische Themen. Wir empfehlen besonders:
BdWi-Studienheft 5: Hochschule und Demokratie. Debattenbeiträge zu 40 Jahren StudentInnenbewegung, Hochschulreform und außerparlamentarischer Opposition (7 €, August 2008)
ISBN 978-3-939864-06-6
Ein weiteres Medienerzeugnis zur thematischen Konjunktur um "40 Jahre 68"? Nicht ganz! Das vorliegende Studienheft möchte kein Jubiläum feiern oder irgendjemandes Vergangenheit "bewältigen", sondern den Blick auf das Thema erweitern. Unser Ausgangspunkt sind die sozialen Konflikte und politischen Widersprüche der Gegenwart, insbesondere, wenn auch nicht nur, im Hochschulbereich. (bdwi.de)
BdWi-Studienheft 4: Bildung - Beruf - Praxis. Bildungsreform zwischen Elfenbeinturm und Verwertungslogik (7 €, Januar 2007)
ISBN 978-3-939864-00-4
In den 1970er Jahren gab es an westdeutschen Hochschulen heftige politische Debatten um die Frage, worin die ›Praxisrelevanz‹ eines Studiums zu bestehen habe. Das Projekt einer permanenten Studienreform schlief in den 1980ern ein, ohne dass die Probleme gelöst waren. Zwanzig Jahre lang geschah nichts. Mittlerweile haben wir den ›Bologna-Prozess‹, der Kriterien wie mehr ›Praxis-‹ und ›Berufsorientierung‹ins Zentrum einer Reorganisation des Studiums stellt. (...) Das Studienheft versucht, diese Debatte zu repolitisieren - und sie dadurch erst zu einer fruchtbaren zu machen. (bdwi.de)
BdWi-Studienheft 3: Chancengleichheit qua Geburt? Bildungsbeteiligung in Zeiten der Privatisierung sozialer Risiken (7 €, November 2005)
ISBN 3-924684-97-9
"In der Art der Herangehensweise knüpft das aktuelle Studienheft an seine beiden Vorgänger an, indem es praktisch-politische Fragen mit theoretischen Erkenntnissen verknüpft und aktuelle Entwicklungen der kapitalistischen Gesellschaftsordnung kenntnisreich und kritisch beleuchtet. Damit wird das Heft für alle, die sich mit Bildungspolitik und Chancengleichheit auseinandersetzen, zur Pflichtlektüre." (Michael Mebes in: junge welt vom 12.10.2005, uni-spezial, S. 15)
Anpassen und untergehen - Beiträge zur Hochschulpolitik (10 €)
ISBN 3-924684-84-7
Ein allgemeinverständlicher und sehr empfehlenswerter Einstieg in die unterschiedlichen Facetten der Hochschulpolitik.
Bestellungen an:
BdWi-Verlag
Gisselberger Str. 7
35037 Marburg
Tel. 06421 / 21395
Fax 06421 / 24654
E-Mail verlag [ät] bdwi.de
Web: www.bdwi.de/verlag/gesamtkatalog/index.html
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