Fachbereich Gesellschafts- und Sozialwissenschaften
Wie wird man KiTa-Leitung?
Seite 2 von 2
Von: lizardqueen | 10.02.2012 11:54:42
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
Zumindest hier im Rhein Main Gebiet wäre es wohl kein Problem erstmal als Erzieher zu arbeiten, da die Kinderbetreuung immer weiter ausgebaut wird und ein großer Erziehermangel herrscht.
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Von: Anonym | 18.02.2012 01:45:25
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
@Katinkali:
Ich würde das differenzierter betrachten.
Meiner Meinung nach kommt es darauf an, wie groß die Einrichtung ist, die es zu leiten gilt.
In kleinere Einrichtungen (grob gesagt: 3 Gruppen oder weniger) sind oft erfahrene Erzieher als Leitung angestellt, wobei manche eine Fachwirtsausbildung haben oder - vermehrt und richtigerweise - Fortbildungen Richtung Management, Gesprächsführung, Mitarbeiterführung.
Hier sind die Leitungen *nicht* oder nur tw. vom Gruppendienst/der Arbeit am Kind freigestellt.
In größeren Einrichtungen (>4 Gruppen) sind es auch öfter "kindergartenfremde" Leute mit Hochschulabschluss: Sozialpädagogen (FH), Pädagogen (Dipl./Master/Uni).
Diese Leute leiten eben hauptsächlich die Einrichtung, sprich: sie haben keinen oder kaum "Dienst am Kind". Da braucht es nicht mehr so viel Erfahrung in der praktischen Arbeit.
Je größer die Einrichtung, desto wichtiger und geforderter werden Kompetenzen in Organisation und Führung.
Wenn dein Studium in großen Zügen diese Richtung aufweist, dazu noch übergeordnete pädagogische Fähigkeiten beinhaltet, ein Wissen über - ich sag mal grob - "Kinderbetreuung" vermittelt, sind die Chancen, als Leitung einzusteigen, gar nicht so schlecht. Praktika schaden da nicht und man sollte den Alltag kennen, aber ein jahrelanges Arbeiten im Kindergarten als Erzieherin halte ich für überflüssig oder gar schädlich.
Es kommt stark auf deine Studien(aus)richtung an.
Sandra28 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Finde das auch ein höchst interessantes Thema.
> Ich glaube das Problem an der Sache ist, dass
> diese Studiengänge und damit die Akademisierung
> des Elemetarbereichs noch relativ neu sind.
> Das Umdenken und Umgestalten hat noch nicht
> wirklich statt gefunden, so dass man natürlich
> auf einer Erzieherstelle überqualifiziert ist und
> es vielleicht auch nicht so einfach sein wird eine
> Stelle zu finden und wenn dann auch "nur" mit
> Erziehergehalt.
Du redest aber vom "Kindheitspädagogen".
Dieser Studiengang ist nicht mit einem erziehungswissenschaftlichen Studiengang, wie er bsp. an der Uni angeboten wird, vergleichbar, sondern zielt weniger auf die Theorie als eher auf die Praxis ab.
Für eine Erzieherstelle ist man damit gar nicht "überqualifiziert". Natürlich läuft die Akademisierung, aber angedacht ist, eben "Kindheitspädagogen" auf Erzieherstellen zu setzen.
Wozu sollte er sonst da sein? Ich weiß nicht, wieso viele der Kindheitspädagogen glauben/hoffen, eine Leitungsstelle zu bekommen.
Die Leute sollen in die Praxis! Dass das Gehalt nicht stimmt, ist klar - weder für die Erzieher noch für die Kindheitspädagogen. Da muss sich generell etwas ändern, da muss ein Umdenken stattfinden!
(Ein studierter Lehrer wird ja auch nicht gleich Schulleitung, sondern ist in der praktischen Arbeit. Dazu ist er da und bekommt für seine universitäre Ausbildung ein entsprechendes Gehalt.)
Der Studiengang vermittelt kaum andere Kompetenzen als eine reguläre Erzieherausbildung, er ist evt. etwas wissenschaftlicher geprägt, ist kürzer angelegt, beinhaltet weniger Praxis, es geht vom "Lehrplan" etwas mehr in Richtung "Bildung in der Kita", unterscheidet sich aber im Grunde kaum von der Erzieherausbildung.
Für eine Leitung qualifiziert er genauso wenig oder viel wie ein Erzieher - genau deshalb wird eben auch gefordert, erst ein paar Jahre im Job zu arbeiten.
Für eine sofortige Leitungstätigkeit fehlen auch da Teile mit Mitarbeiterführung, Organisation, Gesprächsführung, Management.
Dies wäre dann auch erst in einem aufbauenden Masterstudiengang enthalten.
Ich würde das differenzierter betrachten.
Meiner Meinung nach kommt es darauf an, wie groß die Einrichtung ist, die es zu leiten gilt.
In kleinere Einrichtungen (grob gesagt: 3 Gruppen oder weniger) sind oft erfahrene Erzieher als Leitung angestellt, wobei manche eine Fachwirtsausbildung haben oder - vermehrt und richtigerweise - Fortbildungen Richtung Management, Gesprächsführung, Mitarbeiterführung.
Hier sind die Leitungen *nicht* oder nur tw. vom Gruppendienst/der Arbeit am Kind freigestellt.
In größeren Einrichtungen (>4 Gruppen) sind es auch öfter "kindergartenfremde" Leute mit Hochschulabschluss: Sozialpädagogen (FH), Pädagogen (Dipl./Master/Uni).
Diese Leute leiten eben hauptsächlich die Einrichtung, sprich: sie haben keinen oder kaum "Dienst am Kind". Da braucht es nicht mehr so viel Erfahrung in der praktischen Arbeit.
Je größer die Einrichtung, desto wichtiger und geforderter werden Kompetenzen in Organisation und Führung.
Wenn dein Studium in großen Zügen diese Richtung aufweist, dazu noch übergeordnete pädagogische Fähigkeiten beinhaltet, ein Wissen über - ich sag mal grob - "Kinderbetreuung" vermittelt, sind die Chancen, als Leitung einzusteigen, gar nicht so schlecht. Praktika schaden da nicht und man sollte den Alltag kennen, aber ein jahrelanges Arbeiten im Kindergarten als Erzieherin halte ich für überflüssig oder gar schädlich.
Es kommt stark auf deine Studien(aus)richtung an.
Sandra28 schrieb:
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> Finde das auch ein höchst interessantes Thema.
> Ich glaube das Problem an der Sache ist, dass
> diese Studiengänge und damit die Akademisierung
> des Elemetarbereichs noch relativ neu sind.
> Das Umdenken und Umgestalten hat noch nicht
> wirklich statt gefunden, so dass man natürlich
> auf einer Erzieherstelle überqualifiziert ist und
> es vielleicht auch nicht so einfach sein wird eine
> Stelle zu finden und wenn dann auch "nur" mit
> Erziehergehalt.
Du redest aber vom "Kindheitspädagogen".
Dieser Studiengang ist nicht mit einem erziehungswissenschaftlichen Studiengang, wie er bsp. an der Uni angeboten wird, vergleichbar, sondern zielt weniger auf die Theorie als eher auf die Praxis ab.
Für eine Erzieherstelle ist man damit gar nicht "überqualifiziert". Natürlich läuft die Akademisierung, aber angedacht ist, eben "Kindheitspädagogen" auf Erzieherstellen zu setzen.
Wozu sollte er sonst da sein? Ich weiß nicht, wieso viele der Kindheitspädagogen glauben/hoffen, eine Leitungsstelle zu bekommen.
Die Leute sollen in die Praxis! Dass das Gehalt nicht stimmt, ist klar - weder für die Erzieher noch für die Kindheitspädagogen. Da muss sich generell etwas ändern, da muss ein Umdenken stattfinden!
(Ein studierter Lehrer wird ja auch nicht gleich Schulleitung, sondern ist in der praktischen Arbeit. Dazu ist er da und bekommt für seine universitäre Ausbildung ein entsprechendes Gehalt.)
Der Studiengang vermittelt kaum andere Kompetenzen als eine reguläre Erzieherausbildung, er ist evt. etwas wissenschaftlicher geprägt, ist kürzer angelegt, beinhaltet weniger Praxis, es geht vom "Lehrplan" etwas mehr in Richtung "Bildung in der Kita", unterscheidet sich aber im Grunde kaum von der Erzieherausbildung.
Für eine Leitung qualifiziert er genauso wenig oder viel wie ein Erzieher - genau deshalb wird eben auch gefordert, erst ein paar Jahre im Job zu arbeiten.
Für eine sofortige Leitungstätigkeit fehlen auch da Teile mit Mitarbeiterführung, Organisation, Gesprächsführung, Management.
Dies wäre dann auch erst in einem aufbauenden Masterstudiengang enthalten.
Von: ADF62 | 18.02.2012 16:58:45
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
Wird man heutzutage als Erzieher mit Berufserfahrung und Weiterbildungen außerhalb der Hochschule eigentlich kein Leiter eines Kindergartens oder eines Heimes mehr??
Ich studiere zurzeit Soziale Arbeit, überlege jedoch das Studium abzubrechen, da das Verfassen von längeren Arbeiten auf wissenschaftlichem Niveau nichts für mich ist !!
Meiner Meinung nach bin ich aber durchaus noch in der Lage und auch fähig ,später eine Leitung eines Kindergartens zu übernehmen!?!?
Was sagt ihr dazu??
Ich studiere zurzeit Soziale Arbeit, überlege jedoch das Studium abzubrechen, da das Verfassen von längeren Arbeiten auf wissenschaftlichem Niveau nichts für mich ist !!
Meiner Meinung nach bin ich aber durchaus noch in der Lage und auch fähig ,später eine Leitung eines Kindergartens zu übernehmen!?!?
Was sagt ihr dazu??
Von: Sandra28 | 19.02.2012 00:03:48
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
@ simelda
Ich erwarte auch gar nicht, dass ich aus der Hochschule falle und einer angerannt kommt und mir ne Leitungsstelle anbietet, will ich auch gar nicht.
Die Studiengangsbeschreibungen vermitteln aber auch oft diesen Eindruck. Und viele denken, dass sie was besseres haben wenn sie studiert haben anstatt eine Erzieherausbildung zu machen.
Aber es ist wohl selbstverständlich (für mich jedenfalls) das man erst einige Zeit in der Praxis arbeiten muss, um dann eventuell eine Leitungsstelle zu übernehmen. ;-)
Ich erwarte auch gar nicht, dass ich aus der Hochschule falle und einer angerannt kommt und mir ne Leitungsstelle anbietet, will ich auch gar nicht.
Die Studiengangsbeschreibungen vermitteln aber auch oft diesen Eindruck. Und viele denken, dass sie was besseres haben wenn sie studiert haben anstatt eine Erzieherausbildung zu machen.
Aber es ist wohl selbstverständlich (für mich jedenfalls) das man erst einige Zeit in der Praxis arbeiten muss, um dann eventuell eine Leitungsstelle zu übernehmen. ;-)
Von: Anonym | 19.02.2012 10:07:58
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
ADF62 schrieb:
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> Wird man heutzutage als Erzieher mit
> Berufserfahrung und Weiterbildungen außerhalb der
> Hochschule eigentlich kein Leiter eines
> Kindergartens oder eines Heimes mehr??
Das geht deutlich besser in kleineren Einrichtungen und/oder wenn man beim selben Arbeitgeber/derselben Arbeitsstelle intern aufsteigt.
Immer wichtiger sind meiner Meinung nach, neben einer sehr guten pädagogischen Kompetenz, inzwischen gute und am besten mehrmodulige Fortbildungen in Richtung Management, Personalführung, evt. sogar BWL (Non-Profit) - oder ein Aufbaustudiengang/Bachelor "Sozialmanagement".
Dass so etwas immer wichtiger wird, ist richtig, wenn man beachtet, dass das Arbeitsfeld "Kinderbetreuung" auch von außen als professionell gesehen werden soll - das tut dem Ansehen des Berufes in der Gesellschaft wie auch intern, dem Team, gut und spiegelt sich bei der direkten Arbeit mit den Kindern wider.
Wie oft gibt es zerstrittene/zerfahrene Teams und wie oft wird das *nicht* gelöst, sondern weitergedümpelt. Auch dafür ist eine gute(!) Leitung da!
Sandra28 schrieb:
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> Die Studiengangsbeschreibungen vermitteln aber
> auch oft diesen Eindruck. Und viele denken, dass
> sie was besseres haben wenn sie studiert haben
> anstatt eine Erzieherausbildung zu machen.
> Aber es ist wohl selbstverständlich (für mich
> jedenfalls) das man erst einige Zeit in der Praxis
> arbeiten muss, um dann eventuell eine
> Leitungsstelle zu übernehmen. ;-)
Weiter oben schriebst du noch, man sei "überqualifiziert" auf einer Erzieher-Stelle...
Die Bedenken gibt es auf beiden Seiten und ich sehe da durchaus Konfliktpotential.
Die Kindheitspädagogen denken, sie seien etwas besseres, fühlen sich mit dem Studienabschluss für höher, besser, wissenschaftliche qualifiziert und die Erzieher glauben oft, die Leute hätten viel zu wenig Praxiserfahrung und wissen nicht, was in den drei Jahren Studium besser oder mehr gelernt werden kann als in 4-5 Jahren Ausbildung.
Stattdessen wäre es nötig, dass beide Seiten voneinander profitieren. Wie es (politisch) weitergeht, weiß man sowieso nicht. Ich halte die laufende Akademisierung durchaus für riichtig, sehe aber Konfliktpotential darin, dass man neben der bisher bestehenden Fachschulausbildung ein weiteres "Standbein" auf universitärer Ebene eröffnet hat, ohne wirklich zu differenzieren, wo die Schwachpunkte auf Fachschulebene liegen könnten und was auf dem Bachelor-Niveau besser gemacht werden kann.
Jetzt besteht beides "irgendwie" nebeneinander und die tarifliche Eingruppierung fehlt im Grunde auch noch.
Daneben gibt es auch noch Kinderpfleger.
Die Tendenz geht dahin, dass die ehemals hierarchischen Strukturen Erzieher-Gruppenleitung und Kinderpfleger-Zweitkraft aufgespalten werden und alle gemeinsam und eigentlich auf gleicher Ebene arbeiten. Wo da die Kindheitspädagogen reinpassen und wo sie sich zugehörig fühlen, ist schwierig zu sagen.
Dass diese sich dann, wenn sie "nur" als Erzieher bezahlt werden, "wenigstens" eine Leitungsstelle wünschen, kann ich nachvollziehen - sehe aber die Qualifizierung auf dieser Ebene als zu gering an, um dort sofort wirklich arbeiten zu können.
Vielleicht wird es, auch von den Hochschulen, suggeriert - allerdings halte ich dafür das Studium für "zu nah an den Kindern dran" - nun heißt es ja auch "frühkindliche Bildung (und Erziehung)"
Das ist auch gut und richtig so!
Es ist derzeit so viel im Umbruch - das ist einerseits spannend, andererseits gibt es keine gemeinsame Marschrichtung. Der Bildungsföderalismus macht das ganze nicht gerade besser.
2 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.12 10:27 von simelda.
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> Wird man heutzutage als Erzieher mit
> Berufserfahrung und Weiterbildungen außerhalb der
> Hochschule eigentlich kein Leiter eines
> Kindergartens oder eines Heimes mehr??
Das geht deutlich besser in kleineren Einrichtungen und/oder wenn man beim selben Arbeitgeber/derselben Arbeitsstelle intern aufsteigt.
Immer wichtiger sind meiner Meinung nach, neben einer sehr guten pädagogischen Kompetenz, inzwischen gute und am besten mehrmodulige Fortbildungen in Richtung Management, Personalführung, evt. sogar BWL (Non-Profit) - oder ein Aufbaustudiengang/Bachelor "Sozialmanagement".
Dass so etwas immer wichtiger wird, ist richtig, wenn man beachtet, dass das Arbeitsfeld "Kinderbetreuung" auch von außen als professionell gesehen werden soll - das tut dem Ansehen des Berufes in der Gesellschaft wie auch intern, dem Team, gut und spiegelt sich bei der direkten Arbeit mit den Kindern wider.
Wie oft gibt es zerstrittene/zerfahrene Teams und wie oft wird das *nicht* gelöst, sondern weitergedümpelt. Auch dafür ist eine gute(!) Leitung da!
Sandra28 schrieb:
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> Die Studiengangsbeschreibungen vermitteln aber
> auch oft diesen Eindruck. Und viele denken, dass
> sie was besseres haben wenn sie studiert haben
> anstatt eine Erzieherausbildung zu machen.
> Aber es ist wohl selbstverständlich (für mich
> jedenfalls) das man erst einige Zeit in der Praxis
> arbeiten muss, um dann eventuell eine
> Leitungsstelle zu übernehmen. ;-)
Weiter oben schriebst du noch, man sei "überqualifiziert" auf einer Erzieher-Stelle...
Die Bedenken gibt es auf beiden Seiten und ich sehe da durchaus Konfliktpotential.
Die Kindheitspädagogen denken, sie seien etwas besseres, fühlen sich mit dem Studienabschluss für höher, besser, wissenschaftliche qualifiziert und die Erzieher glauben oft, die Leute hätten viel zu wenig Praxiserfahrung und wissen nicht, was in den drei Jahren Studium besser oder mehr gelernt werden kann als in 4-5 Jahren Ausbildung.
Stattdessen wäre es nötig, dass beide Seiten voneinander profitieren. Wie es (politisch) weitergeht, weiß man sowieso nicht. Ich halte die laufende Akademisierung durchaus für riichtig, sehe aber Konfliktpotential darin, dass man neben der bisher bestehenden Fachschulausbildung ein weiteres "Standbein" auf universitärer Ebene eröffnet hat, ohne wirklich zu differenzieren, wo die Schwachpunkte auf Fachschulebene liegen könnten und was auf dem Bachelor-Niveau besser gemacht werden kann.
Jetzt besteht beides "irgendwie" nebeneinander und die tarifliche Eingruppierung fehlt im Grunde auch noch.
Daneben gibt es auch noch Kinderpfleger.
Die Tendenz geht dahin, dass die ehemals hierarchischen Strukturen Erzieher-Gruppenleitung und Kinderpfleger-Zweitkraft aufgespalten werden und alle gemeinsam und eigentlich auf gleicher Ebene arbeiten. Wo da die Kindheitspädagogen reinpassen und wo sie sich zugehörig fühlen, ist schwierig zu sagen.
Dass diese sich dann, wenn sie "nur" als Erzieher bezahlt werden, "wenigstens" eine Leitungsstelle wünschen, kann ich nachvollziehen - sehe aber die Qualifizierung auf dieser Ebene als zu gering an, um dort sofort wirklich arbeiten zu können.
Vielleicht wird es, auch von den Hochschulen, suggeriert - allerdings halte ich dafür das Studium für "zu nah an den Kindern dran" - nun heißt es ja auch "frühkindliche Bildung (und Erziehung)"
Das ist auch gut und richtig so!
Es ist derzeit so viel im Umbruch - das ist einerseits spannend, andererseits gibt es keine gemeinsame Marschrichtung. Der Bildungsföderalismus macht das ganze nicht gerade besser.
2 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.02.12 10:27 von simelda.
Von: Corat | 19.02.2012 11:24:05
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
Das sich Kindheitspädagogen für etwas besseres halten, sollte aber auch nicht verallgemeinert werden. Ich bin KP und möchte ganz normal, gemeinsam mit den anderen Berufsgruppen in der Kita, mit den Kindern arbeiten. Kenne einige, die auch so denken (gibt natürlich auch andere).
Die Bezahlung gehört nicht nur für die KPs angehoben, sondern generell im frühkindlichen Bereich, sprich auch die Erzieher verdienen für die Arbeit, die sie leisten zu wenig.
Wobei mir persönlich die Verbesserung des Erzieher-Kind-Schlüssels und angemessene Vor- und Nachbereitungszeiten noch wichtiger wären, als das angmessene Gehalt.
Für eine Leitungsposition bin ich nicht qualifiziert nach dem Bachelor und ohne Berufserfahrung. Möchte auch gar keine Leitungsstelle haben... zumindest jetzt noch nicht. Fände ich irgendwie anmaßend als Berufsanfänger und ohne großes Wissen in der Personalführung und Co eine Kita leiten zu wollen.
Corat
Die Bezahlung gehört nicht nur für die KPs angehoben, sondern generell im frühkindlichen Bereich, sprich auch die Erzieher verdienen für die Arbeit, die sie leisten zu wenig.
Wobei mir persönlich die Verbesserung des Erzieher-Kind-Schlüssels und angemessene Vor- und Nachbereitungszeiten noch wichtiger wären, als das angmessene Gehalt.
Für eine Leitungsposition bin ich nicht qualifiziert nach dem Bachelor und ohne Berufserfahrung. Möchte auch gar keine Leitungsstelle haben... zumindest jetzt noch nicht. Fände ich irgendwie anmaßend als Berufsanfänger und ohne großes Wissen in der Personalführung und Co eine Kita leiten zu wollen.
Corat
Von: Anonym | 20.02.2012 15:26:03
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
Corat schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das sich Kindheitspädagogen für etwas besseres
> halten, sollte aber auch nicht verallgemeinert
> werden.
Nein, das wollte ich auch nicht. Es gibt Vorurteile auf beiden Seiten, aber auch nicht längst bei allen.
> Die Bezahlung gehört nicht nur für die KPs
> angehoben, sondern generell im frühkindlichen
> Bereich, sprich auch die Erzieher verdienen für
> die Arbeit, die sie leisten zu wenig.
Ja, das alte Problem. Aktuell empfinde ich es allerdings sehr "erholsam" diesbezüglich. Es gibt aktuell - zumindest bei uns in der Region - sehr viele offene Stellen. Darunter, leider, auch viel Zeitarbeit oder Personalvermittlungs-Agenturen. Aber: immer öfter liest man in den Stellenanzeigen, neben den "weichen" Faktoren auch das Schlüsselwort "übertarifliche Bezahlung".
Hier zeigt sich, dass man durchaus bereit ist, zu investieren, um Arbeitskräfte anzulocken. Und das sollte man auch nutzen, wenn man weiß, wie es aktuell auf dem Arbeitsmarkt aussieht! Da sind Erzieher (o.ä.), die gut qualifiziert sind und gewillt zu arbeiten, in einer guten Position, auch zu verhandeln, wenn es möglich ist.
> Wobei mir persönlich die Verbesserung des
> Erzieher-Kind-Schlüssels und angemessene Vor- und
> Nachbereitungszeiten noch wichtiger wären, als
> das angmessene Gehalt.
Richtig. Gerade die Vorbereitungszeiten und deren Umsetzung müßten festgeschrieben sein. Ich kenne von "gar keine Zeit dafür" über "20%, aber wir können diese kaum nutzen" bis "wir können sie auch zu Hause ableisten" alles mögliche.
Und es ist nahezu bei allen *immer* großes Thema.
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> Das sich Kindheitspädagogen für etwas besseres
> halten, sollte aber auch nicht verallgemeinert
> werden.
Nein, das wollte ich auch nicht. Es gibt Vorurteile auf beiden Seiten, aber auch nicht längst bei allen.
> Die Bezahlung gehört nicht nur für die KPs
> angehoben, sondern generell im frühkindlichen
> Bereich, sprich auch die Erzieher verdienen für
> die Arbeit, die sie leisten zu wenig.
Ja, das alte Problem. Aktuell empfinde ich es allerdings sehr "erholsam" diesbezüglich. Es gibt aktuell - zumindest bei uns in der Region - sehr viele offene Stellen. Darunter, leider, auch viel Zeitarbeit oder Personalvermittlungs-Agenturen. Aber: immer öfter liest man in den Stellenanzeigen, neben den "weichen" Faktoren auch das Schlüsselwort "übertarifliche Bezahlung".
Hier zeigt sich, dass man durchaus bereit ist, zu investieren, um Arbeitskräfte anzulocken. Und das sollte man auch nutzen, wenn man weiß, wie es aktuell auf dem Arbeitsmarkt aussieht! Da sind Erzieher (o.ä.), die gut qualifiziert sind und gewillt zu arbeiten, in einer guten Position, auch zu verhandeln, wenn es möglich ist.
> Wobei mir persönlich die Verbesserung des
> Erzieher-Kind-Schlüssels und angemessene Vor- und
> Nachbereitungszeiten noch wichtiger wären, als
> das angmessene Gehalt.
Richtig. Gerade die Vorbereitungszeiten und deren Umsetzung müßten festgeschrieben sein. Ich kenne von "gar keine Zeit dafür" über "20%, aber wir können diese kaum nutzen" bis "wir können sie auch zu Hause ableisten" alles mögliche.
Und es ist nahezu bei allen *immer* großes Thema.
Von: Poppy3574 | 03.11.2012 07:36:45
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
... also, ich den Job jahrelang als Erzwisslerin gemacht - und habe mit ner halben Stelle als stellvertr. Leitung in einer Kita begonnen. Die Kitas sind dringend auf Leute angewiesen - also einfach hingehen, bewerben auf die Stellen und - machen ! Klar werden ab und an auch erzieher auf Ltg. stellen gesetzt - doch derzeit fehlen Erzieher an allen ecken und enden im dienst....
viel erfolg !
viel erfolg !
Von: Kita | 10.01.2013 19:48:54
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
Um die Frage kurz zu beantworten:
Einzig durch praktische Erfahrung! Danach stellt sich erst heraus ob man die persönliche Eignung und Leistung für eine entsprechende Position überhaupt besitzt/erbringen kann. Ich rede jetzt von einer wirklichen Leitungskraft und nicht von einer Position in irgendeiner eingruppigen Minikita.
Eine akademische Ausbildung ist nicht notwendig, denn es wird nicht wissenschaftlich gearbeitet. Vielmehr werden die Erkenntnisse aus der Wissenschaft umgesetzt. Die besten Leitungskräfte haben als 2. Fachkraft begonnen, wurden Gruppenleitung, Stellvertetung und dann Leitung. Wir reden hier meist von ca. 10 Jahren und mehr Berufserfahrung. Dieser Personenkreis weiß ganz genau wovon er spricht und fast alles schon erlebt. Nur nebenbei: Ich habe einen Master und mache hier nicht bewusst die Akademiker schlecht. Nur sitzen die Studienabgänger meist auf einem hohen (Theorie-)Ross.
Die Erfahrung kann man letztlich nicht in einem Studium und kurzweiligen Praktikas sammeln. Wie sonst soll man aber (schwierige) Eltern betreuuen, pädagogische Konzepte umsetzen und mehrer (schwierige) Mitarbeiter führen?
Eine Kitaleitung ist für mich ganz klar eine Entwicklung, die man durch praktische Erfahrungen und Leistungen erreicht. Theorie gehört sicherlich auch dazu aber die ist nicht für den Erfolg entscheidend.
Einzig durch praktische Erfahrung! Danach stellt sich erst heraus ob man die persönliche Eignung und Leistung für eine entsprechende Position überhaupt besitzt/erbringen kann. Ich rede jetzt von einer wirklichen Leitungskraft und nicht von einer Position in irgendeiner eingruppigen Minikita.
Eine akademische Ausbildung ist nicht notwendig, denn es wird nicht wissenschaftlich gearbeitet. Vielmehr werden die Erkenntnisse aus der Wissenschaft umgesetzt. Die besten Leitungskräfte haben als 2. Fachkraft begonnen, wurden Gruppenleitung, Stellvertetung und dann Leitung. Wir reden hier meist von ca. 10 Jahren und mehr Berufserfahrung. Dieser Personenkreis weiß ganz genau wovon er spricht und fast alles schon erlebt. Nur nebenbei: Ich habe einen Master und mache hier nicht bewusst die Akademiker schlecht. Nur sitzen die Studienabgänger meist auf einem hohen (Theorie-)Ross.
Die Erfahrung kann man letztlich nicht in einem Studium und kurzweiligen Praktikas sammeln. Wie sonst soll man aber (schwierige) Eltern betreuuen, pädagogische Konzepte umsetzen und mehrer (schwierige) Mitarbeiter führen?
Eine Kitaleitung ist für mich ganz klar eine Entwicklung, die man durch praktische Erfahrungen und Leistungen erreicht. Theorie gehört sicherlich auch dazu aber die ist nicht für den Erfolg entscheidend.
Von: Vanitas | 12.05.2013 23:14:49
Re: Wie wird man KiTa-Leitung?
Hallo,
auch wenn schon älter, will ich mal antworten:
ich habe SozArb auf BA studiert, danach wurde ich sofort als Seminarleitung bei einem Bildungsträger eingestellt und nach einem Jahr habe ich die Leitung einer KiTa übernommen.
Wenn du mich fragst, ist das also ganz einfach. Allerdings ist es viiiiel Arbeit!
Ich bin nun im öffentlichen Dienst und sehr happy mit meinem Leben in der KiTa!
auch wenn schon älter, will ich mal antworten:
ich habe SozArb auf BA studiert, danach wurde ich sofort als Seminarleitung bei einem Bildungsträger eingestellt und nach einem Jahr habe ich die Leitung einer KiTa übernommen.
Wenn du mich fragst, ist das also ganz einfach. Allerdings ist es viiiiel Arbeit!
Ich bin nun im öffentlichen Dienst und sehr happy mit meinem Leben in der KiTa!

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