Studienwahl, Studienplatztausch

Medizin oder Alternative?

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Von: dfghjk | 05.01.2013 17:56:15
Medizin oder Alternative?
Hallo zusammen,
bitte entschuldigt erstmal meinen sinnlosen Nickname, mir ist so schnell keiner eingefallen, aber darauf kommt es ja hoffentlich nicht so an... smiling smiley

In 4 Monaten mache ich mein Abitur. Mein Zeugnisschnitt liegt seit 1,5 Schuljahren (seit der 12) so bei 1,3 - 1,5 und in diesem Bereich wird hoffentlich auch mein Abiturschnitt ausfallen, wenn ich die Klausuren nicht verhaue...
Ich weiß nicht, ob das so wichtig ist, aber ich bin generell in der Schule eher der Typ, der mündlich sehr viel mitmacht (aber keiner, der nur rumlabert und schwafelt, so Leute kann ich gar nicht ab) und neuen Stoff schnell versteht und anwenden kann - das sind so meine "positiven Haupteigenschaften" in der Schule.
Zu meinen negativen Eigenschaften zählt, dass ich es hasse, viel auswendig zu lernen. Aber das muss man ja leider wohl in jedem Studiengang und ist hoffentlich auch halbwegs machbar, wenn einen das Thema interessiert.

Ich komme zwar in allen Fächern gut zurecht, doch so richtig interessieren tut mich nur Biologie (LK, 2. LK ist Deutsch), dort besonders das Thema Genetik.
Mir macht es sehr viel Spaß, mich präzise auszudrücken und (naturwissenschaftliche) Texte zu formulieren, meine Facharbeit (Medizinischer Bereich, ging um eine Erbkrankheit) war z.B. zwar mit viel Stress, aber auch sehr viel Interesse und Spaß verbunden.

Ein Medizinstudium würde mich inhaltlich (soweit ich das beurteilen kann) sehr reizen. Zu lernen, wie der menschliche Körper aufgebaut ist und funktioniert, was ihm schadet und wie man ihn dann behandeln kann.
Doch ich habe Angst, dass ich mich vor vielen Behandlungsmethoden / Wunden ekeln könnte, an Sachen wie z.B. rausgerissene Fingernägel oder offene Brüche kann ich kaum denken. grinning smiley Dafür habe ich viel Kontakt zu Menschen, was ich auf jeden Fall für meinen späteren Beruf wichtig fände.
Ob das mit dem NC hinhauen würde, kommt ein bisschen aufs Abi an, doch da gibt es ja noch relativ viele Möglichkeiten (Tests, Auswahlgespräche).
Kann man nicht Facharzt für Humangenetik werden? Was macht bzw. arbeitet man dann so ungefähr?

Als Alternativen habe ich mir auch schon einige Studiengänge rausgesucht, falls ich keinen Platz in Medizin bekomme. Da habe ich mir hauptsächlich Studiengänge wie Molekularbiologie / -medizin, Humanbiologie, Bionik, Biomedizin und ähnliches rausgesucht, mich jedoch noch nicht über alle informiert...
Was kann ich denn damit nachher anstellen, außer als Arzt im Krankenhaus (Medizin) oder in der Forschung (Medizin und die vorgestellten alternativen Studiengänge) zu arbeiten?
Und was macht man eigentlich, wenn man in der Forschung arbeitet? Laborarbeit? Am Pc die Laborarbeit der Laboranten auswerten? Das kann ich mir leider nur so halbwegs vorstellen...
Psychologie fände ich auch interessant.

Das Problem ist, dass ich mir nicht vorstellen kann immer im Labor zu sitzen und jeden Tag die gleichen Exerimente durchzuführen...
Das klingt scheiße, aber irgendwie reizt mich auch so ein "Anzugjob", da käme für mich Jura oder Wirtschaftsrecht in Frage, da ich sehr gerne argumentiere und diskutiere. Recht und Wirtschaft interessieren mich zwar, jedoch habe ich mit den Themen nicht viel zu tun und somit ziemlich wenig Ahnung (Fächer in der Schule naturwissenschaftlich orientiert, Sozialwissenschaften z.B. nur als Zusatzkurs seit der 13).
Allerdings weiß ich auch nicht, ob es nicht nur an dem Image solcher Berufe liegt (so a la How I Met Your Mother), dass ich mir das für meine Zukunft vorstellen könnte...

Was ich mal aus Spaß überlegt hatte:
Kann man Jura studieren und sich dann z.B. auf Humangenetik oder Medizinrecht spezialisieren? Dann hätte ich aber wahrscheinlich auch nur oberflächliche Einblicke in die Naturwissenschaften und würde irgendwelche Konzerne vertreten, oder?

Tut mir leid, dass der Text so lang geworden ist - ich wollte ihn eigentlich möglichst kurz halten.
Ich versuche, ihn hier nochmal zusammenzufassen:
Medizin würde mich sehr interessieren, allerdings weiß ich nicht, ob der Beruf als Arzt auch so passend für mich ist. Einen "Anzugjob" in Richtung Recht / Wirtschaft stelle ich mir nett vor, weiß aber nicht, ob das was für mich ist, da ich bis vor kurzer Zeit eigentlich nie daran gedacht habe / mich dafür interessiert habe. Außerdem würde ich dann vielleicht das Naturwissenschaftliche vermissen...

Vielen Dank, ich hoffe, der Text ist nicht all zu schlimm zu lesen und ihr könnt mir vielleicht helfen, auch wenn ich gerade nicht weiß wie grinning smiley Freue mich auf jeden Fall über Tipps und Vorschläge! Viele Grüße, dfghjk

Edit: Wenn ich so darüber nachdenke, ist mein Problem gerade, dass ich einfach nicht genau weiß was ich will und nicht weiß, wie ich jetzt vorgehen soll...



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.01.13 18:04 von dfghjk.

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Von: D.H.A. | 05.01.2013 20:37:52
Re: Medizin oder Alternative?
Nein, dein Problem ist nicht so abwegig. Also dieses Jura oder Medizin. Vielleicht hast du auch schon über Lehramt nachgedacht, dann passt du genau in das Profil derjendigen, die gerne Geltungssucht haben und einen entsprechenden Studiengang wählen. Sei es um in der Gesellschaft was zu Bewegen, Ansehen, Ansehen bei den Eltern, Job der Eltern.

Was du momentan hast, sind oberflächliche Interessen, welche aus der Schule resultieren. Du schreibst viel zu "Medizin" aber nichts wirkliches zu Jura, weil es das ja in der Schule nicht gibt.
Ich rate dir also ganz genau zu überegen, worin du deine Stärken siehst und was du dir später für einen Beruf du wirklich ausüben möchtest. Und vergiss erst einmal die Schule dabei.
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Von: Na-dine | 06.01.2013 01:04:02
Re: Medizin oder Alternative?
Guten Abend dfghjk,

lass dich von solchen Besserwissern wie D.H.A. nicht verunsichern, ich finde es schrecklich, dass es hier in dem Forum immer mehr von solchen Miesmachern gibt!
Natürlich ist die Wahl nicht leicht, man hat hier aber immer das Gefühl, alle Überlegungen sind völlig naiv und an den Haaren herbeigezogen!
Ich habe zwei Jahre Jura studiert und bin nun im sechsten Semester meines Medizinstudiums.
Dein Text könnte auch meiner gewesen sein, mir ging es in der Phase ganz genauso.
Ich habe Biologie (auch LK) in der Schule geliebt, alles andere ist mir zwar mehr oder weniger leicht gefallen, aber ich hab mich für nichts so richtig begeistern können!
Nach dem Abi hab ich mir dann gedacht, ich mache erstmal mein Krankenpflegepraktikum und sehe dann weiter! Damals bin ich auf einer sehr wuseligen Station gelandet und durfte fast ausnahmelos Exkremente wegputzen und Laken wechseln oder Ähnliches.
Auch wenn mir bewusst war, dass das nicht der späteren Arbeitsrealiät eines Arztes entspricht, hab ich mir irgendwie auch nach Gesprächen mit einigen Ärzten nicht mehr so richtig vorstellen können, in dem Bereich zu arbeiten, auch wenn mich das Studium nach wie vor gereizt hätte.
Deshalb hab ich dann weitergeschaut und mit einigen Juristen gesprochen und einige Zeit in einer Anwaltskanzlei gejobbt!
Das hat mir ganz gut gefallen, aber mich nicht umgehauen, trotzdem dachte, dass ich damit ganz zufrieden werden könnte.
Also hab ich angefangen zu studieren und fand es auch gar nicht mal so schlecht. Im Gegensatz zu den Horrorgeschichten die ich vorher gehört hab, fand ich zumindest die ersten zwei Jahre auch gut machbar, obwohl man natürlich auch da schon einiges tun muss und später soll es dann schon noch härter werden, aber davon würd ich mich zu Beginn nicht abschrecken lassen, da wächst man rein!
Nur hat es mir zu schaffen gemacht, dass ich mich immer häufiger zwingen musste, mich überhaupt mal hinzusetzen, manchmal hab ich tagelang gar nichts gemacht.
Stattdessen hab ich neidisch andere Studenten in meiner Bahn beobachtet, welche über ihr Studium sprachen und dann an den Unikliniken ausstiegen.
Ich hab mich in Vorlesungen gesetzt (würde ich dir auch raten!), hab mit anderen Studenten gesprochen und bin einige Zeit in mich gegangen.
Dann stand der Entschluss fest: Ich hab Jura sausen lassen und doch Medizin studiert! Und nicht wegen meinem Geltungsbewusstsein oder dem späteren Gehalt, sondern aus reinem Interesse und dem Wunsch, später in diesem Bereich tätig zu sein!
Der zweite Abschnitt meines Pflegepraktikums hat mich dann bestärkt, da es mir auf einer anderen Station viel besser gefallen hat und ich als Medizinstudentin (was sicher ein Vorteil ist, obwohl es stressig ist das Praktikum in den Semesterferien machen zu müssen!) schon eher mal mit einem Arzt mitgehen durfte, irgendwie hat man einen anderen Status! Und das meine ich NICHT überheblich! Ich achte die Arbeit des Pflegepersonals ungemein, ich wollte den Job nicht machen und er ist sicherlich oft um einiges härter als der so manchen Arztes!
Nachdem ich mich bewiesen habe, hab ich auch einen guten Kontakt zu dem Personal gehabt, man darf sich für nichts zu schade sein.
Und zu deiner Frage: Ich liebe mein Studium, auch wenn es viel Lernerei ist (und teilweise auch sinnloses Auswendiglernen von Stoff, den du sowieso nie wieder brauchst!)! Ich interessiere mich für viel mehr als im Jurastudium und habe einfach eine viel breitere Basis mit meinen Mitstudenten.
Also ich denke selbst ein eher lernfauler Schüler kann mit einer großen Portion Interesse so einiges ausgleichen und sich noch entwickeln!
Meinen Wechsel habe ich nicht eine Minute bereut!
Trotzdem will ich dir damit nicht raten, Medizin zu studieren. Vielmehr will ich dir aufzeigen, dass deine Gedanken nicht naiv sind, irgendwie muss man sich entscheiden und da bleibt oft nur das Bauchgefühl.

Im juristischen Bereich ist es vorteilhaft (meiner Meinung nach), ein Interesse für Geschichte, Politik und das gesellschaftliche Geschehen allgemein zu haben, dass fehlte mir doch mehr als ich dachte!
Außerdem muss man in einer Tour nur Gutachten schreiben, welche sich im Grunde im Laufe des Studiums nicht groß ändern.
Da muss man dann beispielsweise auch mal gutachterlich klären, ob der Schnitt mit einem Skalpell eines Arztes, welcher einen toten Lungenflügel mit Einverständnis des Patienten eine Körperverletzung war.
Dazu kann man dann auch schon mal mehrere Seiten schreiben nahc genau festgelegten Regeln und mit zahlreichen Verweisen quer durch das jeweilige Gesetzbuch.
Andererseits ist in dem Bereich fast alles streitig! Man muss Kommentare lesen, Rechtsprechung, Meinungen die sich oft komplett widersprechen und sich immer wieder die unterschiedlichsten Ansichten von Professoren anhören, welche von ihrer Theorie natürlich absolut überzeugt sind!
Welche Theorie man dann selbst vertritt und wie dies ankommt hängt dann komplett vom Korrektor ab, sodass man sich nie sicher sein kann, wie man hinterher abschneidet. Da kann man noch soviel lernen!
Dazu kam für mich der Druck, ein gutes Examen zu schaffen. Vom ersten Tag an haben uns die Professoren eingehämmert, dass man als Jurist auf der Straße steht wenn man schlecht abschneidet und ich hab auch immer mit einem Richterposten oder Ähnliches geliebäugelt (wie fast jeder den ich kannte!), das geht nur mit einem Prädikatsexamen.
Dies schaffen aber nur etwa 10 % der Studenten!
Natürlich hat man auch Möglichkeiten mit einem mittelmäßigen Examen, da wird glaub ich zuviel schwarz gemalt, aber es ist eben nicht so einfach.
Auf jeden Fall hat sich dadurch im Laufe der Semester eine regelrechte Ellenbogengesellschaft entwickelt und ich hab sogar erlebt, dass Studenten extra mehrere Ausgaben von ein und demselben Buch in der Bib ausgeliehen haben um einen Vorteil zu haben (krank meiner Meinung nach!).
Jura ist m.E. nach etwas, dass man ausprobieren muss, wenn man wenigstens in etwa eine Vorstellung hat, weil man sich sonst nichts bzw. etwas falsches darunter vorstellt! Ich kenne auch einige die damit glücklich geworden sind!

Ich jedenfalls fühle mich pudelwohl in meinem Studiengang und finde den Zusammenhalt einfach spitze! Natürlich sind die Aussichten auch bisher prima, ich hab jetzt schon einige ANgebote bekommen! Allerdings sind auch viele Jobs sehr stressig und wenn man eine Facharztausbildung anstrebt kommen noch einige sehr sehr anstrengende und eher schlecht bezahlte Jahre auf einen zu!
Es gibt auch einige Alternativen zur "normalen" Klinik und zur Facharztausbildung!
Ich kenne jetzt zwei Absolventen, die direkt nach dem Studium in einer Behörde angefangen haben und dort ein recht ruhiges Leben führen (geht also auch!), man kann auch für Verlage arbeiten oder in der Pharmakologie.
Hol dir doch mal das Buch "Abenteuer Medizinstudium", dass hat mir damals sehr geholfen!

Ich entschuldige mich, irgendwie klingt das hier sehr nach PRO Medizin und CONTRA Jura!
Das wollte ich wirklich damit nicht sagen, für mich war Jura nur einfach nichts.

Ich hoffe ich konnte dir durch meine Erfahrungen ein bisschen weiterhelfen!

Wenn du noch Fragen hast, ich schau hier gerne nochmal rein!

Liebe Grüße,

Nadine
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Von: dfghjk | 06.01.2013 01:36:17
Re: Medizin oder Alternative?
@ D.H.A.
Danke für deinen Tipp, das werde ich auf jeden Fall berücksichtigen. Eine Geltungssucht habe ich allerdings nicht und auf Lehramt habe ich gar keine Lust. ;-)

@ Nadine
Vielen Dank, dass du dir so viel Zeit genommen hast!
Ich verstehe das schon nicht falsch ("PRO Medizin und CONTRA Jura"winking smiley, irgendwie decken sich deine Erfahrungen bei diesem Thema sogar sehr damit, was ich so erwarte...
Auch bestätigt sich durch deine Antwort mein Gefühl, dass Jura eigentlich gar nicht zu mir passt, irgendwie war das auch nicht mehr als eine plötzliche Idee.
Die Vorstellung, später im Anzug rumzurennen, ein paar Diskussionen zu führen, ein paar Leute zu beraten, sich in ein Thema einzuarbeiten etc. klingt halt ganz cool, aber das ist wahrscheinlich auch nicht die Realität.
Ich werde mich aber auf jeden Fall noch weiter informieren und ein Pflegepraktikum nach dem Abitur ist bestimmt auch nicht verkehrt.
Liebe Grüße, dfghj
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Von: Cautic | 06.01.2013 04:02:47
Re: Medizin oder Alternative?
Irgendwie passt das vorne und hinten nicht zusammen: Du hasst Auswendiglernen und suchst dir dann den Studiengang aus, in dem du von allen Studiengängen am meisten auswendig lernen musst (Medizin)!

Bei den ansonsten ausgewählten naturwissenschaftlichen Studiengängen hast du dich sehr auf Biologie eingeschossen. Auch in anderen Studiengängen kannst du dich mit Genetik beschäftigen, beispielsweise Chemie und Biochemie, aber auch Biotechnologie. Vielleicht interessiert dich auch die Medizintechnik? Gerade mit Studiengängen im technischen Bereich hast du auch ohne Promotion Chancen auf einen Arbeitsplatz und deutlich mehr Berufsmöglichkeiten außerhalb der Forschung.

Wenn du dich neben Naturwissenschaften auch für Jura interessierst, wäre der Beruf des Patentanwalts vielleicht eine Möglichkeit. (Das möchte ich beispielsweise später werden.) Dafür studierst du zunächst Bachelor und Master in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Fach an einer Universität. Nach einem Jahr praktischer Tätigkeit, die du auch durch eine experimentelle Promotion erreichen kannst, kannst du die Ausbildung zum Patentanwalt beginnen. Nebenher studierst du einen speziellen Jura-Studiengang.

Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
Zitieren Antworten
Von: cbaabc | 06.01.2013 04:30:22
Re: Medizin oder Alternative?
dfghjk schrieb:
-------------------------------------------------------



> Kann man Jura studieren und sich dann z.B. auf
> Humangenetik oder Medizinrecht spezialisieren?

Hab selten so gelacht! grinning smiley Wie stellst du dir das denn vor?
Ich überleg mir auch, Pädagogik zu studieren und mich dann auf Strahlenschutzphysik zu spezialisieren. confused smiley
Zitieren Antworten
Von: Cautic | 06.01.2013 04:39:26
Re: Medizin oder Alternative?
Er hat vermutlich den Bindestrich vergessen ("Humangenetik- und Medizinrecht"winking smiley und sich etwas untreffend ausgedrückt. Wahrscheinlich meinte er Recht in Richtung Stammzellenforschung winking smiley

Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
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Von: dfghjk | 06.01.2013 15:12:51
Re: Medizin oder Alternative?
cbaabc schrieb:
>
> Hab selten so gelacht! grinning smiley Wie stellst du dir das
> denn vor?
> Ich überleg mir auch, Pädagogik zu studieren und
> mich dann auf Strahlenschutzphysik zu
> spezialisieren. confused smiley

Sorry, habe mich tatsächlich ziemlich ziemlich ungenau ausgedrückt, auch wenn ich das trotzdem noch nicht so lustig finde. Man bekommt halt in der Schule und auch bei Informationsveranstaltungen zum Thema Studium 0 Informationen was es alles für Studiengänge gibt und was man damit machen kann. Da lernt man dann "Du kannst Lehrer werden, du kannst Medizin oder Chemie oder Biologie studieren, du kannst Jura studieren, du kannst einen technischen Studiengang wählen / Ingenieur werden" und das wars.

Wie Cautic schon sagte, meinte ich damit eher die Stammzellenforschung. Es gibt ja unzählige Diskussionen und Debatten auf dem Gebiet, daher muss es doch mit Sicherheit auch Anwälte / Juristen geben, die Firmen / Konzerne / Forschungszentren und und und diesbezüglich vertreten / anklagen, oder?

@Cautic
Wie viel ich auswendig lernen muss, soll aber nicht ausschlaggebend für meine Studienwahl sein... Ich lerne zwar nicht gerne sinnlos auswendig, aber wer tut das schon. Und ich würde bestimmt nicht glücklicher werden wenn ich Pädagogik studieren würde nur weil ich da weniger lernen muss (Beispiel) winking smiley

Chemie finde ich relativ interessant, ist aber nicht gerade mein bestes Fach, zumindest bin ich selber mit meiner Leistung (in der Schule, anders kann ich es nicht beurteilen leider) unzufrieden und würde mir keinen Studiengang zutrauen, der hauptsächlich darauf basiert, wie z.B. Pharmazie, Chemie, Biochemie, etc.
Natürlich ist Chemie auch bei Medizin dabei und das finde ich gut, aber eben nicht als Hauptaspekt.

Biotechnologie finde ich auch interessant, sowie Bionik (ist doch ähnlich wie Biotechnologie, oder?) oder Bioingenieurswesen.
Da hatte mich nur abgeschreckt, dass mir mal jemand sagte, Studiengänge mit "Technologie / Ingenieur" im Namen wären zu mindestens 2/3 Mathe / Physik.
Mathe kann ich zwar (Physik hab ich seit einigen Jahren nicht mehr), es ist aber auch nicht gerade mein Lieblingsfach, so dass ich einen Studiengang mit so einem großen Teil an Mathematik studieren wollen würde...

Danke für Eure Hilfe weiterhin!



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 06.01.13 15:22 von dfghjk.
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Von: Cautic | 06.01.2013 15:30:11
Re: Medizin oder Alternative?
dfghjk schrieb:
-------------------------------------------------------
> Man bekommt halt in
> der Schule und auch bei
> Informationsveranstaltungen zum Thema Studium 0
> Informationen was es alles für Studiengänge gibt
> und was man damit machen kann.

Bei der Fülle an Studiengängen heutzutage ist das auch kaum möglich. Jede Hochschule sucht sich einen noch spannenderen Namen für ihren Studiengang und ihre Module aus, um den Studiengang möglichst interessant für Studierwillige zu machen. Jede Hochschule bietet einen scheinbar einzigartigen Studiengang an, der dann aber doch nichts anderes ist wie an jeder anderen Hochschule.
Außerdem kann man mit jedem Studiengang eine Fülle von verschiedenen Berufen ergreifen; ein Studium ist eben keine Berufsausbildung.

> Chemie finde ich relativ interessant, ist aber
> nicht gerade mein bestes Fach, zumindest bin ich
> selber mit meiner Leistung (in der Schule, anders
> kann ich es nicht beurteilen leider) unzufrieden
> und würde mir keinen Studiengang zutrauen, der
> hauptsächlich darauf basiert, wie z.B. Pharmazie,
> Chemie, Biochemie, etc.

Du solltest dich bei der Studienwahl nicht von deinen Noten in der Schule beeinflussen lassen! Ich hatte in der Oberstufe auch nur 6 bis 8 Punkte in Chemie und studiere das Fach jetzt erfolgreich.
Viel mehr als auf Schulnoten und den späteren Beruf kommt es erstmal auf deine Interessen an. Welche Fächer interessieren dich?

> Biotechnologie finde ich auch interessant, sowie
> Bionik (ist doch ähnlich wie Biotechnologie,
> oder?) oder Bioingenieurswesen.
> Da hatte mich nur abgeschreckt, dass mir mal
> jemand sagte, Studiengänge mit "Technologie /
> Ingenieur" im Namen wären zu mindestens 2/3 Mathe
> / Physik.

Gerade Biotechnologie ist an vielen Hochschulen gar nicht so technisch. Schau dir mal die Modulhandbücher und die entsprechenden CP in Mathe und Physik an winking smiley

Errare humanum est, sed in errare perseverare diabolicum.
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Von: Chillieschote | 06.01.2013 16:09:14
Re: Medizin oder Alternative?
Na-dine schrieb:
-------------------------------------------------------
> Guten Abend dfghjk,
>
> lass dich von solchen Besserwissern wie D.H.A.
> nicht verunsichern, ich finde es schrecklich, dass
> es hier in dem Forum immer mehr von solchen
> Miesmachern gibt!

Was ist am Beitrag von D.H.A nun so schlimm gewesen? Er hat doch vollkommen Recht. Wenn Leute Medizin und Jura in einem Thread als Studienmöglichkeiten nennen, dann passen diese Leute meistens genau in die von D.H.A beschriebene Gruppe. Ob das nun immer im Einzelfall zutrifft ist eine andere Frage. Aber es ist nicht falsch, wenn man dies hier anspricht und einer Person dazu rät, mal seine Intentionen durchzugehen und abzuwägen ob das Interesse wirklich aus tiefstem Innern herrührt, oder ob es eher Einflüsse von außen sind.

Und jetzt zum TE:

Hab ich dich richtig verstanden: Du bist nicht so der Freund von Auswendiglernen, nennst dann aber Fächer wie Jura und Medizin? Das sind zwei der lernintensivsten Fächer überhaupt. Und ein Großteil besteht aus Auswendiglernen. Ist aber nicht verwunderlich, da die Stoffmenge anders nicht zu bewältigen wäre.

Was fasziniert dich denn genau an der Medizin? Jura schließt du ja teilweise schon eher aus, wenn ich den Rest hier so lese.

Wenn du dich für die Vorgänge an sich, oder auch tiefgründige Zusammenhänge interessierst, dann solltest du lieber eine Naturwissenschaft studieren. Wie Cautic schon gesagt hat, wären Chemie/Biochemie oder aber Biologie mit etwaiger Spezialisierung nicht schlecht. Wobei man beachten muss, dass gerade Biologie nicht so burner Jobaussichten verspricht. Da ist die Medizin deutlich besser gestellt. Wenn du kein Arzt werden willst, kannst du auch Medizin studieren und dich später mehr in der Forschung orientieren. Gibt genug, die diesen Weg einschlagen.

Was die Forschung betrifft:

In der Regel findet die Hauptforschungsphase in deiner Zeit als Doktorand und Post-Doc statt. Falls man es schafft sich zu etablieren, und eine feste Forschungsstelle bzw. Professur bekommt, verlagert sich das ganze aber etwas. Als Professor hat man später mehr verwaltungstechnische Aufgaben. Man ist dann selbst kaum noch im Labor, sondern ist eher für die Betreuung der Arbeitsgruppe verantwortlich. Forschen tut man zwar immer noch, aber deutlich abgespeckt. Wie und wo man forscht hängt dann natürlich auch vom Fach ab.
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