Rund ums Geld

nachhilfe-schwarzarbeit???????????

Von: geisel | 28.03.2006 21:54:15
nachhilfe-schwarzarbeit???????????
ich arbeite seit einiger zeit in einem nachhilfeinstitut und komme auf ca 180-200€ monatlich. nun frage ich mich, ob ich mich irgendwie anmelden muss (finanzamt oder so). mein chef hat mir damals so nen wisch gegeben, auf dem stand, dass man sich unter nen monats/jahreseinkommen unter xxxeuro net anmelden muss. stimmt das? habe hier in nem anderen thread gelesen, dass man schon ein kleingewerbe anmelden muss, wenn man privat nachhilfe gibt.
offiziell bin ich freier mitarbeiter auf honorarbasis...falls das jemand hilft... danke für eure antworten!!!!!!! greetz!


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Von: Rupert | 28.03.2006 22:33:39
Re: nachhilfe-schwarzarbeit???????????
Mitarbeiter auf Honorarbaasis = selbständig. Wenn das Institut aber der einzige Auftraggeber ist, dann handelt es sich i.A. um sog. Scheinselbständigkeit.

http://www.sozialgesetzbuch.de/rententips/lexikon/index.php?index=2902

http://www.internetratgeber-recht.de/Arbeitsrecht/frameset.htm?http://www.internetratgeber-recht.de/Arbeitsrecht/Scheinselbstaendigkeit/ssa.htm


Liegt keine Scheinselbständigkeit vor, hätte die Tätigkeit beim Finanzamt angemeldet werden müssen (Beantragen einer Steuernummer), danach hätte dann eine Meldung an die Krankenversicherung erfolgen müssen (Selbständige haben einen anderen (sehr teuren!) Tarif innerhalb der freiwilligen Krankenversicherung (einen anderen als freiwillig versicherte Arbeitmehmer oder freiwillig versicherte Studenten - Familienversicherung oder stud. Versicherung ist bei Selbständigkeit eh flöten). Da es sich dann um selbständige Lehrtätigkeit handelt, läge auch eine volle Rentenversicherungspflicht (19,25% auf alle Einnahmen) bei der BfA vor.

Ich würde mich da sehr sehr schnell mit dem Finanzamt und den Sozialversicherern in Verbindung setzen.
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Von: dingsda | 29.03.2006 20:03:52
Re: nachhilfe-schwarzarbeit???????????
Hallo ..
... ich habe auch so gearbeitet wie du, also auf Honorar-basis in einem Nachhilfeinstitut und habe eine Steuernummer beantragt beim Finanzamt. Ist sehr wichtig, musst einfach beim Finanzamt nachfragen, aber beim Steuerberater, das ist noch einfacher, weil der macht das dann für dich direkt.

Am Jahresende musst du dann halt eine kleine Steuererklärung abgeben, aber hast ja eh nciht viel, daher macht das nichts aus.

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Von: Igel | 29.03.2006 22:09:25
Re: nachhilfe-schwarzarbeit???????????
Steuernummer und Krankenversicherung und BfA. Das war schon richtig, was Rupert da gesagt hat. Da war neulich noch ein Bericht im TV (PlusMinus oder so) über ein Nachhilfelehrerin, die das so acht Jahre gemacht hatte, bis sie dann mal auffiel, und die Krankenversicherung und dann auch die Rentenkasse mit riesigen Geldforderungen wegen irgendwelcher Strafen und nem Strafantrag beim Staatsanwalt vor der Tür stand. Die Frau ist fianziell ruiniert (Privatkonkurs) und auch noch vorbestraft. Echt nicht lustig, diese Honorarjobs als Lehrkraft in der vermeintlichen Grauzone...
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Von: Zitronenfalter | 02.04.2006 17:59:33
Re: nachhilfe-schwarzarbeit???????????
Hallo,

muss ich mich auch beim Finanzamt melden, wenn ich mit privater Nachilfe auf ca. 100 Euro im Monat komme?

LG!
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Von: Igel | 02.04.2006 18:16:15
Re: nachhilfe-schwarzarbeit???????????
Da du auch dann selbständig bist, wenn du gar nichts verdienst, sondern Verlust machst oder erfolglos deine Nachhilfetätigkeit anbietest, musst du natürlich auch eine komplette Meldung bei FA und Sozialversicherungsträgern(!) durchführen, wenn du nur 100 Euro als selbständiger Lehrer mit Nachhilfe verdienst. Wenn du dann zu dem Ergebnis kommst, dass sich die Arbeit für 100 Euro nicht lohnt, weil du davon fast 20 Euro an die Rentekasse abdrücken musst und außerdem durch die höheren Krankenversicherungsbeiträge als Selbständiger Verlust machst, musst du das entweder hinnehmen, kannst als Selbständiger natürlich auf eine Krankenversicherung verzichten (und darfst dann eben nicht mehr krank werden) oder du musst eben mehr arbeiten oder halt die Arbeit und das Anbieten deiner Arbeit ganz und komplett sein lassen; im letzten Fall brauchst du dann ja auch keine Steuernummer mehr zu beantragen.
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Von: Frank F. | 21.04.2006 14:30:22
Re: nachhilfe-schwarzarbeit???????????
Hallo,

bei mir war das so:

- Hauptberuflich Student
- Gewerbe angemeldet: als Nachhilfelehrer [Freiberuflich/Selbständig (das wussten die Leute vom Ordnungsamt selbst nicht so genau)]
- KK familienversichert, weil Nachilfe weniger als 20h/Woche, mein Verdienst interessierte die KK nicht
- RV keine
- Am Jahresende GuV für die Steuer

Bzgl. Scheinselbst.:
Die Rechtsfolge wäre, daß *der Auftraggeber* für das laufende und die
vorherigen Kalenderjahre die Sozialversicherungsbeiträge nachzahlen
muss plus Säumniszuschläge.


Der Mitarbeiter selbst muß in der Regel nur den Arbeitnehmeranteil für
die letzten 3 Monate tragen. Im Gegenzug erwirbt er rückwirkend
Ansprüche auf Leistungen (Rente, Arbeitslosengeld) und kann sich
irrtümlich selbst gezahlte Beiträge in die gesetzliche Renten-, Kranken-
und Pflegeversicherung erstatten lassen, wenn er als Selbständiger
freiwillig krankenversichert war.
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